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Version vom 16. Mai 2013, 10:52 Uhr
Das Kieselgebäude in der Rainerstraße in der Stadt Salzburg war ab 1924 der Firmensitz des Salzburger Verlagshauses Kiesel. Das Gebäude wurde vom Architekten Wunibald Deininger, einem Schüler Otto Wagners, geplant und war ein Meisterwerk des Modernismus in Salzburg.
Geschichte
Nachdem das Verlagshaus unter der Führung von Hans Glaser nicht nur das hauseigene Salzburger Volksblatt, sondern auch das Demokratische Volksblatt der SPÖ und das Salzburger Tagblatt der KPÖ druckte, stieg es in den 1950er-Jahren zu den größten Druckereien Österreichs auf. Mitte der 1970er-Jahre kam dann aber das Aus für das Verlagshaus Kiesel.
Das Gebäude wurde in den 1980er-Jahren neu errichtet, Teile der alten Fassade blieben erhalten. 1989 wird die Kieselpassage, ein kleines Einkaufszentrum, ihrer Bestimmung übergeben. Das Centermanagement übernimmt die bereits im Shopping Center Alpenstraße (SCA) tätige Ekazent Immobilienmanagement aus Wien. Es wurde nach dem Gründer des Salzburger Volksblattes, Reinhold Kiesel, benannt.
Geschmückt ist das Gebäude u. a. an den die Längsseiten abschließenden Erkern mit Stuckreliefs (1926): Tierkreiszeichen von Hans Pontiller und Spielende Kinder von Roland Bohr.[1]
Bildergalerie
Kieselgebäude mit Rainerstraße (li) und Saint-Julien-Straße
Fußnote
- ↑ DEHIO Salzburg. Die Kunstdenkmäler Österreichs. SALZBURG Stadt und Land. Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1986. ISBN 3-7031-0599-2 (S. 638).
Quellen
- Kieselpassage
- Stadt Salzburg