| | Die Verbringung der ausländischen Arbeitskräfte aus ihrer Heimat erfolgte nach ihrer Konzentration in Sammellagern und einer „entwürdigenden Prozedur der medizinischen Untersuchung und Desinfizierung“ in von deutschen Soldaten bewachten Viehwaggons und dauerte oft Wochen. Während dieser Zeit gab es kaum etwas zum Essen und zu wenig Trinkwasser. Fehlende Sanitäreinrichtungen und körperliche Gewalt durch die Bewacher komplettierten diese unmenschlichen Transportbedingungen. Die Menschen waren darüber hinaus kaum über das Ziel der Reise informiert und hatten Angst vor einer ungewissen Zukunft. | | Die Verbringung der ausländischen Arbeitskräfte aus ihrer Heimat erfolgte nach ihrer Konzentration in Sammellagern und einer „entwürdigenden Prozedur der medizinischen Untersuchung und Desinfizierung“ in von deutschen Soldaten bewachten Viehwaggons und dauerte oft Wochen. Während dieser Zeit gab es kaum etwas zum Essen und zu wenig Trinkwasser. Fehlende Sanitäreinrichtungen und körperliche Gewalt durch die Bewacher komplettierten diese unmenschlichen Transportbedingungen. Die Menschen waren darüber hinaus kaum über das Ziel der Reise informiert und hatten Angst vor einer ungewissen Zukunft. |
| − | Auf deutschem Boden angekommen, folgte eine erneute Unterbringung in Lagern, beispielsweise in Wörgl in [[Tirol]], wo die Betroffenen erneut einer medizinischen Untersuchung und Desinfizierung unterzogen wurden. Anzumerken ist, dass die „Deutschen“ in den Erzählungen ehemaliger, im Pinzgau tätiger „Fremdarbeiter“ aber nicht nur negativ wegkommen, sondern auch erwähnt wird, dass manche von deutschen Soldaten auch Essen zugesteckt bekamen. | + | Auf deutschem Boden angekommen, folgte eine erneute Unterbringung in Lagern, beispielsweise in Wörgl in [[Tirol]], wo die Betroffenen wieder einer medizinischen Untersuchung und Desinfizierung unterzogen wurden. Anzumerken ist, dass die „Deutschen“ in den Erzählungen ehemaliger, im Pinzgau tätiger „Fremdarbeiter“ aber nicht nur negativ wegkommen, sondern auch erwähnt wird, dass manche von deutschen Soldaten auch Essen zugesteckt bekamen. |
| | Den polnischen Arbeitskräften wurde vor Beginn ihrer „Inmarschsetzung“ eine Arbeitskarte als Passersatz ausgestellt. Die Kriminalpolizei Salzburg führt ab Anfang 1942 ihre Identifizierungsmaßnahmen - wie die Erstellung von Fotos und die Abnahme von Fingerabdrücken - für den gesamten Reichsgau Salzburg in einem Lager in [[Liefering]] und später in einem Lager in [[Plain]] durch. Auch wurden die Zwangsarbeiter über ihre „Pflichten beim Arbeitseinsatz“ belehrt. Vereinfacht bedeutete die angedrohte Sanktion für eine Widersetzlichkeit „KZ“ und für die Aufnahme einer Liebesbeziehung zu einer deutschen Frau „Aufhängen“. | | Den polnischen Arbeitskräften wurde vor Beginn ihrer „Inmarschsetzung“ eine Arbeitskarte als Passersatz ausgestellt. Die Kriminalpolizei Salzburg führt ab Anfang 1942 ihre Identifizierungsmaßnahmen - wie die Erstellung von Fotos und die Abnahme von Fingerabdrücken - für den gesamten Reichsgau Salzburg in einem Lager in [[Liefering]] und später in einem Lager in [[Plain]] durch. Auch wurden die Zwangsarbeiter über ihre „Pflichten beim Arbeitseinsatz“ belehrt. Vereinfacht bedeutete die angedrohte Sanktion für eine Widersetzlichkeit „KZ“ und für die Aufnahme einer Liebesbeziehung zu einer deutschen Frau „Aufhängen“. |