Salzburger Landesregierungen: Unterschied zwischen den Versionen

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Die provisorische Verfassung des Landes, [[Salzburger Landesgesetzblatt|LGBl.]] Nr.&nbsp;59/1918, sah keinen Landeshauptmann, hingegen eine aus drei Präsidenten und drei Stellvertretern bestehende Landesregierung vor; diese bildete zusammen mit weiteren acht Landesräten den Landesrat, welcher ebenfalls Regierungsfunktion hatte.<ref> Diese kurze Landesverfassungsepisode endete ohne Änderung der provisorischen Landesverfassung; vielmehr wurde davon ausgegangen, dass die Salzburger provisorische Verfassung unmittelbar durch das von der Nationalversammlung beschlossene Gesetz betreffend die Übernahme der Staatsgewalt in den Ländern (StGBl. Nr.&nbsp;24/1918) modifiziert worden sei, und wurde am 29.&nbsp;November eine dessen Regelungen entsprechende Neuwahl der Landesregierung - insbesondere eines Landeshauptmannes und zweier Stellvertreter - durchgeführt. Vgl. dazu [[Richard Voithofer|Voithofer, Richard]]: ''»Drum schließt Euch frisch an Deutschland an ...« Die Geschichte der Großdeutschen Volkspartei in Salzburg 1920–1936'' (Diss. Salzburg 1999) insb. S.&nbsp;50 vor FN&nbsp;124. Gekürzt (S.&nbsp;49) veröffentlicht als [http://books.google.at/books?id=l_epwaB5q98C Band&nbsp;9] der Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der [[Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek]], Wien 2000.</ref>
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* [[Alois Winkler (Priester)|Alois Winkler]], [[Domkapitular|Domscholastikus]], [[Stadt Salzburg]] (CSP)
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* [[Max Ott]],  [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] der [[Landeshauptstadt]], Stadt Salzburg (DF)
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* [[Robert Preußler]], Redakteur, Stadt Salzburg ([[SDAP]])
  
Die provisorische Verfassung des Landes, [[Salzburger Landesgesetzblatt|LGBl.]] Nr.&nbsp;59/1918, sah keinen Landeshauptmann, hingegen eine aus drei Präsidenten und drei Stellvertretern bestehende Landesregierung vor; diese bildete zusammen mit weiteren acht Landesräten den Landesrat, welcher ebenfalls Regierungsfunktion hatte.<ref> Diese kurze Landesverfassungsepisode endete ohne Änderung der provisorischen Landesverfassung; vielmehr wurde davon ausgegangen, dass die Salzburger provisorische Verfassung unmittelbar durch das von der Nationalversammlung beschlossene Gesetz betreffend die Übernahme der Staatsgewalt in den Ländern (StGBl. Nr.&nbsp;24/1918) modifiziert worden sei, und wurde am 29.&nbsp;November eine dessen Regelungen entsprechende Neuwahl der Landesregierung - insbesondere eines Landeshauptmannes und zweier Stellvertreter - durchgeführt. Vgl. dazu [[Richard Voithofer|Voithofer, Richard]]: ''»Drum schließt Euch frisch an Deutschland an ...« Die Geschichte der Großdeutschen Volkspartei in Salzburg 1920–1936'' (Diss. Salzburg 1999) insb. S.&nbsp;50 vor FN&nbsp;124. Gekürzt (S.&nbsp;49) veröffentlicht als [http://books.google.at/books?id=l_epwaB5q98C Band&nbsp;9] der Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der [[Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek]], Wien 2000.</ref>
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Entgegen der ursprünglichen Festlegung wurde seitens der Christlichsozialen nicht Johann Lackner, sondern Alois Winkler als Präsident der Landesversammlung in Vorschlag gebracht. An Stelle von Dr. [[Alois Rottensteiner]] wurde Wilhelm Schernthanner in den Landesrat entsandt.
  
* [[Alois Winkler (Priester)|Alois Winkler]]
 
* [[Max Ott]]
 
* [[Robert Preußler]]
 
 
''Präsidenten-Stellvertreter''
 
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* [[Josef Breitenfelder]]
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* [[Josef Breitenfelder]], Oberwerkmann der [[Österreichische Bundesbahnen|Staatsbahnen]], Stadt Salzburg (SDAP)
* [[Johann Lackner junior|Johann Lackner]]
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* [[Johann Lackner junior]], Großgrundbesitzer, [[Reitdorf]] bei [[Altenmarkt im Pongau]] (DF)
* Ing. [[Karl (III.) Irresberger|Karl Irresberger]]
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* Ing. [[Karl (III.) Irresberger|Karl Irresberger]], Fabrikdirektor i. R., Stadt Salzburg  (CSP)
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''Landesräte'':
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* [[Bartholomäus Angelberger]], Holzhändler, Stadt Salzburg (CSP)
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* Daniel Etter, [[Stift Mattsee|Kapitularkanonikus]], [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] (CSP)
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* [[Alois Hölzl]], Großgrundbesitzer, [[Saalfelden]] am [[Steinernen Meer]] (CSP)
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* Dr. [[Franz Rehrl]], Landeskommissär, Stadt Salzburg (CSP)
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* [[Wilhelm Schernthanner]], Buchdrucker, Stadt Salzburg (CSP)
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* Dr. [[Arthur Stölzel]], Rechtsanwalt, Stadt Salzburg (DF)
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* [[Hans Wagner (Politiker)|Hans Wagner]], Redakteur, Stadt Salzburg (DF)
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* [[Josef Witternigg]], Redakteur, Stadt Salzburg (SDAP)
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===29. November 1918 bis 23. April 1919 (provisorische Landesregierung)===
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Mit Gesetz vom 14. November 1918 (StGBl. Nr. 24/1918) betreffend die Übernahme der Staatsgewalt in den Ländern kam es zu einer Neuordnung der Landesorgane, die mit Beschluss der provisorischen Landesversammlung vom [[29. November]] [[1918]] in Salzburg umgesetzt wurde. Die Landesregierung bestand nunmehr aus dem Landeshauptmann, seinen zwei Stellvertretern sowie aus sechs Landesräten. Der dritte [[Landeshauptmann-Stellvertreter]] (Dr. Arthur Stölzel) wurde nicht vom Landtag, sondern von der Landesregierung gewählt. Er hatte weder Sitz noch Stimme in der Landesregierung und war mit der Führung der Geschäfte des ehemaligen [[Landespräsident]]en betraut.
  
===1918 bis 1919 (provisorische Landesregierung)===
 
 
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* [[Alois Winkler (Priester)|Alois Winkler]]
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* [[Alois Winkler (Priester)|Alois Winkler]] (CSP)
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* [[Max Ott]]
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* [[Max Ott]] (DF)
* [[Robert Preußler]]
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* [[Robert Preußler]] (SDAP)
*  Dr. [[Arthur Stölzel]]
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*  Dr. [[Arthur Stölzel]] (DF), 
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''Landesräte''
* [[Johann Lackner junior|Johann Lackner]]
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* [[Johann Lackner junior]] (CSP)
* [[Daniel Etter]]
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* [[Daniel Etter]] (CSP)
* [[Franz Rehrl]]
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* [[Franz Rehrl]] (CSP)
* [[Julius Haagn]]
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* [[Julius Haagn]], Kaufmann, Stadt Salzburg (DF)
* [[Josef Witternigg]]
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* [[Josef Witternigg]] (SDAP)
* [[Wilhelm Schernthanner]]
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* [[Wilhelm Schernthanner]] (CSP)
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===23. April 1919 bis 4. Mai 1922===
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Die christlichsozialen (CSP) Regierungsmitglieder traten am [[16. Dezember]] [[1921]] in Folge des so genannten "Halleiner Kirchenstreits" geschlossen von ihren Ämtern zurück und wurden am 10.1.1922 wiedergewählt.
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Der bei der konstituierenden Sitzung als Landesrat vorgeschlagene Hans Prodinger wurde von den anderen Parteien – insbesondere von den Sozialdemokraten – nicht akzeptiert. Deshalb wurde die Wahl des sechsten Landesrates bis auf weiteres ausgesetzt. Erst am [[23. Juni]] [[1919]] erfolgte die Wahl des Kompromisskandidaten [[Anton Christoph]].
  
===1919 bis 1922===
 
 
''Landeshauptmann''
 
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* [[Oskar Meyer]]
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* Ing. [[Oskar Meyer]], Landesbeamter, Stadt Salzburg, (CSP)
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* [[Robert Preußler]]
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* [[Robert Preußler]] (SDAP)
* Dr. [[Franz Rehrl]]
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* Dr. [[Franz Rehrl]] (CSP)
* [[Max Ott]]
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* [[Max Ott]], Kaminkehrermeister, Stadt Salzburg (GDVP)
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''Landesräte''
 
''Landesräte''
* [[Josef Breitenfelder]]
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* [[Josef Breitenfelder]], Werkmeister, Stadt Salzburg (SDAP)
* [[Anton Christoph]]
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* [[Anton Christoph]], Notar, Stadt Salzburg (GDVP) von 23. Juni 1919 bis 4. Mai 1922
* [[Karl Emminger]]
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* [[Karl Emminger]], Werkführer, Stadt Salzburg (SDAP)
* [[Daniel Etter]]
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* [[Daniel Etter]] (CSP)
* [[Johann Lackner junior|Johann Lackner]] (bis 1921)
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* [[Johann Lackner junior]] (CSP) von 23. April 1919 bis 30. November 1920
* [[Michael Neureiter (Priester)|Michael Neureiter]] (ab 1921)
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* [[Michael Neureiter (Priester)|Michael Neureiter]], [[Dechant]], [[St. Johann im Pongau]] (CSP) von 30. November 1920 bis 4. Mai 1922
 
* [[Wilhelm Schernthanner]]
 
* [[Wilhelm Schernthanner]]
  
===1922 bis 1927===
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=== 4. Mai 1922 bis 4. Mai 1927 ===
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Die Wahl von Dr. [[Otto Troyer]] zum Mitglied der Landesregierung ist darauf zurückzuführen, dass die Wahlvereinbarung zwischen den Christlichsozialen, dem Freiheitlichen Salzburger Bauernbund und der Deutschen nationalsozialistischen Arbeiterpartei zumindest 14 Mandate für die Christlichsozialen vorsah. Auf Grund des Wahlergebnisses erreichten die Christlichsozialen jedoch nur zwölf Mandate, wodurch zur Umsetzung der Vereinbarung ein Mandatsverzicht von zwei Nationalsozialisten (Leopold Malina und Dr. Otto Troyer) erforderlich wurde. Im Gegenzug wurde Dr. Troyer von den Christlichsozialen als Landesrat nominiert.
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* Dr. [[Franz Rehrl]]
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* Dr. [[Franz Rehrl]] (CSP)
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''Stellvertreter''
 
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* [[Michael Neureiter (Priester)|Michael Neureiter]]
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* [[Michael Neureiter (Priester)|Michael Neureiter]] (CSP)
* [[Robert Preußler]]
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* [[Robert Preußler]] (SDAP)
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''Landesräte''
 
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* [[Karl Emminger]]
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* [[Karl Emminger]] (SDAP)
* Ing. [[Rudolf Brauneis]]
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* Ing. [[Rudolf Brauneis]], Direktor der [[Landwirtschaftsschule Winklhof]], [[Oberalm]] (CSP)
* Dr. [[Otto Troyer]]
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* Dr. [[Otto Troyer]], Rechtsanwalt, Stadt Salzburg (DNSAP)
  
 
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===2009 bis 2013===
 
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* Mag. iur. [[Gabriele Burgstaller]]
 
* Mag. iur. [[Gabriele Burgstaller]]
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* [[David Brenner]] (bis 23. Jänner 2013)
 
* [[Walter Steidl]] (ab 23. Jänner 2013)
 
* [[Walter Steidl]] (ab 23. Jänner 2013)
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* [[Walter Blachfellner]]
 
* [[Walter Blachfellner]]
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* Dr. iur. Wilfried Haslauer junior (ÖVP)
 
* Dr. iur. Wilfried Haslauer junior (ÖVP)
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* Dr. [[Astrid Rössler]] (Grüne)
 
* Dr. [[Astrid Rössler]] (Grüne)
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=== 2018 bis 2023 ===
 
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* Dr. iur. Wilfried Haslauer junior  (ÖVP)
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* Dr. iur. Wilfried Haslauer junior  (ÖVP)#
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* [http://www.amtskalender.com/ www.amtskalender.com] - leider ohne Parteizugehörigkeitsangaben  
 
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* [https://www.salzburg.gv.at/politik_/Documents/Landesregierungen_1918-2023.pdf www.salzburg.gv.at], pdf, Landesregierungen 1918 bis 2023
 
== Einzelnachweis ==
 
== Einzelnachweis ==
 
<references/>
 
<references/>

Version vom 2. Januar 2025, 13:52 Uhr

Begriffsklärung
Dieser Artikel gibt einen Überblick über Personen, die Mitglieder der Salzburger Landesregierung sind oder waren. Zur Salzburger Landesregierung als Institution siehe den Artikel "Salzburger Landesregierung".

Eine Liste von Personen, die Mitglieder der Salzburger Landesregierung sind oder waren.

Derzeitige Landesregierung

Nach der Landtagswahl vom 23. April 2023 wurden am 14. Juni 2023 folgende sieben Personen in die Landesregierung gewählt: Landeshauptmann

Landeshauptmann-Stellvertreter

Landesräte

Frühere Landesregierungen

Bis 1810

Zur Zeit des späten Fürsterzbistums (bis 1803), Kurfürstentums (1803 bis 1806) und der erstmaligen Zugehörigkeit als Herzogtum Salzburg zu k. k. Österreich bestand eine Behörde namens Landesregierung, die aber einen eingeschränkten Wirkungsbereich hatte und neben der demnach andere, gleichrangige Behörden bestanden (z. B. Hofrat, Hofkammer). Die Landesregierung war dabei vor allem für die innere Verwaltung zuständig. Ihr Vorstand, der Regierungsdirektor, war von 1800 bis 1806 Mitglied des eigentlichen Regierungsgremiums (Statthalterei – Regierungskonferenz - Staatsrat).

1861 bis 1918

Zur Zeit der konstitutionellen Monarchie gab es zwei vergleichbare Institutionen: Die k. k. Landesregierung und den Landesausschuss.

Der Landesausschuss bestand aus dem Landeshauptmann, der vom Kaiser aus dem Kreis der Abgeordneten ernannt wurde, und mehreren vom Landtag gewählten Vertretern.

Die k. k. Landesregierung war eine Behörde, der die staatliche Verwaltung im Land unterstand. An ihrer Spitze stand der k. k. Landespräsident.

Eine Aufstellung der Landeshauptmänner und Landespräsidenten des Herzogtums Salzburg findet sich im Artikel "Landeshauptmann".

7. bis 29. November 1918 (provisorische Landesregierung)

Die provisorische Verfassung des Landes, LGBl. Nr. 59/1918, sah keinen Landeshauptmann, hingegen eine aus drei Präsidenten und drei Stellvertretern bestehende Landesregierung vor; diese bildete zusammen mit weiteren acht Landesräten den Landesrat, welcher ebenfalls Regierungsfunktion hatte.[1]

Präsidenten

Entgegen der ursprünglichen Festlegung wurde seitens der Christlichsozialen nicht Johann Lackner, sondern Alois Winkler als Präsident der Landesversammlung in Vorschlag gebracht. An Stelle von Dr. Alois Rottensteiner wurde Wilhelm Schernthanner in den Landesrat entsandt.

Präsidenten-Stellvertreter

Landesräte:

29. November 1918 bis 23. April 1919 (provisorische Landesregierung)

Mit Gesetz vom 14. November 1918 (StGBl. Nr. 24/1918) betreffend die Übernahme der Staatsgewalt in den Ländern kam es zu einer Neuordnung der Landesorgane, die mit Beschluss der provisorischen Landesversammlung vom 29. November 1918 in Salzburg umgesetzt wurde. Die Landesregierung bestand nunmehr aus dem Landeshauptmann, seinen zwei Stellvertretern sowie aus sechs Landesräten. Der dritte Landeshauptmann-Stellvertreter (Dr. Arthur Stölzel) wurde nicht vom Landtag, sondern von der Landesregierung gewählt. Er hatte weder Sitz noch Stimme in der Landesregierung und war mit der Führung der Geschäfte des ehemaligen Landespräsidenten betraut.

Landeshauptmann

Stellvertreter

Landesräte

23. April 1919 bis 4. Mai 1922

Die christlichsozialen (CSP) Regierungsmitglieder traten am 16. Dezember 1921 in Folge des so genannten "Halleiner Kirchenstreits" geschlossen von ihren Ämtern zurück und wurden am 10.1.1922 wiedergewählt.

Der bei der konstituierenden Sitzung als Landesrat vorgeschlagene Hans Prodinger wurde von den anderen Parteien – insbesondere von den Sozialdemokraten – nicht akzeptiert. Deshalb wurde die Wahl des sechsten Landesrates bis auf weiteres ausgesetzt. Erst am 23. Juni 1919 erfolgte die Wahl des Kompromisskandidaten Anton Christoph.

Landeshauptmann

Stellvertreter

Landesräte

4. Mai 1922 bis 4. Mai 1927

Die Wahl von Dr. Otto Troyer zum Mitglied der Landesregierung ist darauf zurückzuführen, dass die Wahlvereinbarung zwischen den Christlichsozialen, dem Freiheitlichen Salzburger Bauernbund und der Deutschen nationalsozialistischen Arbeiterpartei zumindest 14 Mandate für die Christlichsozialen vorsah. Auf Grund des Wahlergebnisses erreichten die Christlichsozialen jedoch nur zwölf Mandate, wodurch zur Umsetzung der Vereinbarung ein Mandatsverzicht von zwei Nationalsozialisten (Leopold Malina und Dr. Otto Troyer) erforderlich wurde. Im Gegenzug wurde Dr. Troyer von den Christlichsozialen als Landesrat nominiert.

Landeshauptmann

Stellvertreter

Landesräte

1927 bis 1932

Landeshauptmann

Stellvertreter

Landesräte

1932 bis 1934

Landeshauptmann

Stellvertreter

Landesräte

1934 bis März 1938

Landeshauptmann

Statthalter

Landesräte

25. Mai bis Dezember 1945 (provisorische Landesregierung)

Die provisorische Landesregierung wurde auf Grund einer Parteienvereinbarung zwischen ÖVP, SPÖ und KPÖ gebildet und von der US-amerikanischen Militärregierung, die die gesamte Staatsgewalt für sich in Anspruch nahm, am 23. Mai 1945 als solche anerkannt. Diese akzeptierte zunächst nur die Ernennung des Landeshauptmannes sowie seines Stellvertreters und lehnte die Bestellung von Landesräten vorerst ab.

Landeshauptmann

Stellvertreter

Landesräte

Dezember 1945 bis 1949

Landeshauptmann

Stellvertreter

Landesräte

1949 bis 1954

Landeshauptmann

Stellvertreter

Landesräte

1954 bis 1959

Landeshauptmann

Stellvertreter

Landesräte

1959 bis 1964

Landeshauptmann

Stellvertreter

Landesräte

1964 bis 1969

Landeshauptmann

Stellvertreter

Landesräte

1969 bis 1974

Landeshauptmann

Stellvertreter

Landesräte

1974 bis 1977

Landeshauptmann

Stellvertreter

Landesräte

1977 bis 1979

Landeshauptmann

Stellvertreter

Landesräte

1979 bis 1984

Landeshauptmann

Stellvertreter

Landesräte

1984 bis 1989

Landeshauptmann

Stellvertreter

Landesräte

1989 bis 1994

Landeshauptmann

Landeshauptmannstellvertreter

Landesräte

1994 bis 1999

Landeshauptmann

Landeshauptmannstellvertreter

Landesräte

1999 bis 2004

Landeshauptmann

Landeshauptmann-Stellvertreter

Landesräte

2004 bis 2009

Landeshauptfrau

Landeshauptmann-Stellvertreter

Landesräte

2009 bis 2013

Die Mitglieder der Salzburger Landesregierung 2009/2010

Landeshauptfrau

Landeshauptmann-Stellvertreter

Die Mitglieder der Salzburger Landesregierung, November 2012

Landesräte

2013 bis 2018

Landeshauptmann

  • Dr. iur. Wilfried Haslauer junior (ÖVP)
Die Mitglieder der Salzburger Landesregierung Juni 2013

Landeshauptmann-Stellvertreter

Landesräte

2018 bis 2023

Landeshauptmann

  • Dr. iur. Wilfried Haslauer junior (ÖVP)#
Die Mitglieder der Salzburger Landesregierung Mai 2018

Landeshauptmann-Stellvertreter

  • Mag. Dr. Christian Stöckl (ÖVP)
  • Dr. Heinrich Schellhorn (Grüne) (bis 23. September 2022)
→ Mag.a Martina Berthold MBA (Grüne)

Landesräte

→ Mag.a Daniela Gutschi (ÖVP)

Mitglieder der Landesregierung seit 1918, chronologisch

Bilder

 Salzburger Landesregierungen – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen

Einzelnachweis

  1. Diese kurze Landesverfassungsepisode endete ohne Änderung der provisorischen Landesverfassung; vielmehr wurde davon ausgegangen, dass die Salzburger provisorische Verfassung unmittelbar durch das von der Nationalversammlung beschlossene Gesetz betreffend die Übernahme der Staatsgewalt in den Ländern (StGBl. Nr. 24/1918) modifiziert worden sei, und wurde am 29. November eine dessen Regelungen entsprechende Neuwahl der Landesregierung - insbesondere eines Landeshauptmannes und zweier Stellvertreter - durchgeführt. Vgl. dazu Voithofer, Richard: »Drum schließt Euch frisch an Deutschland an ...« Die Geschichte der Großdeutschen Volkspartei in Salzburg 1920–1936 (Diss. Salzburg 1999) insb. S. 50 vor FN 124. Gekürzt (S. 49) veröffentlicht als Band 9 der Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, Wien 2000.
Wahlen im Bundesland Salzburg
Liste bitte

Europawahlen:
1996 | 1999 | 2004 | 2009 | 2014 | 2019 | 2024

Nationalratswahlen:
1920 | 1923 | 1927 | 1930 | 1945 | 1949 | 1953 | 1956 | 1959 | 1962 | 1966 | 1970 | 1971 | 1975 | 1979 | 1983 | 1986 | 1990 | 1994 | 1995 | 1999 | 2002 | 2006 | 2008 | 2013 | 2017 | 2019 | 2024

Bundespräsidentenwahlen:
1951 (1) | 1951 (2) | 1957 | 1963 | 1965 | 1971 | 1974 | 1980 | 1986 (1) | 1986 (2) | 1992 (1) | 1992 (2) | 1998 | 2004 | 2010 | 2016 (1) | 2016 (2, ungültiger) | 2016 (2)

Landtagswahlen:
1871 | 1878 | 1896 | 1919 | 1922 | 1927 | 1932 | 1945 | 1949 | 1959 | 1964 | 1969 | 1974 | 1979 | 1984 | 1989 | 1994 | 1999 | 2004 | 2009 | 2013 | 2018 | 2023

Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen (Stadt Salzburg):
Gemeinderatswahlen in der Stadt Salzburg von 1850 bis 1918
1919 | 1923 | 1927 | 1931 | 1945 | 1949 | 1953 | 1957 | 1962 | 1967 | 1972 | 1977 | 1982 | 1987 | 1992 | 1999 | 2004 | 2009 | 2014 | 2019 | 2024

Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen:
Flachgau:
1919 | 1922 | 1925 | 1928 | 1931 | 1949 | 1954 | 1959 | 1964 | 1969 | 1974 | 1979 | 1984 | 1989 | 1994 | 1999 | 2004 | 2009 | 2014 | 2019 | 2024

Tennengau:
1919 | 1922 | 1925 | 1928 | 1931 | 1949 | 1954 | 1959 | 1964 | 1969 | 1974 | 1979 | 1984 | 1989 | 1994 | 1999 | 2004 | 2009 | 2014 | 2019 | 2024

Pongau:
1919 | 1922 | 1925 | 1928 | 1931 | 1949 | 1954 | 1959 | 1964 | 1969 | 1974 | 1979 | 1984 | 1989 | 1994 | 1999 | 2004 | 2009 | 2014 | 2019 | 2024

Pinzgau:
1919 | 1922 | 1925 | 1928 | 1931 | 1949 | 1954 | 1959 | 1964 | 1969 | 1974 | 1979 | 1984 | 1989 | 1994 | 1999 | 2004 | 2009 | 2014 | 2019 | 2024

Lungau:
1919 | 1922 | 1925 | 1928 | 1931 | 1949 | 1954 | 1959 | 1964 | 1969 | 1974 | 1979 | 1984 | 1989 | 1994 | 1999 | 2004 | 2009 | 2014 | 2019 | 2024