Gletscherstraße: Unterschied zwischen den Versionen

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Nach einer Feldmesse am Vormittag in Heiligenblut setzte sich eine Autokolonne in Bewegung und befuhr die neue Straße.
 
Nach einer Feldmesse am Vormittag in Heiligenblut setzte sich eine Autokolonne in Bewegung und befuhr die neue Straße.
  
Am Sonntagnachmittag, den [[24. Juni]] [[1962]] ging die alljährliche [[Stosche-Lawine]] nahe des [[Karl-Volkert-Haus]]es ab. Es gab keine Schäden oder Opfer.
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Am Sonntagnachmittag, den [[24. Juni]] [[1962]], ging die alljährliche [[Stosche-Lawine]] nahe des [[Karl-Volkert-Haus]]es ab. Es gab keine Schäden oder Opfer.
  
 
Am [[13. Juni]] [[1970]] verschüttete eine riesige Nassschneelawine gegen 14 Uhr die Gletscherstraße im Bereich [[Freiwandeck]] auf einer Länge von 150 Metern bis zu vier Meter Höhe. Dabei hatten vier Insassen von zwei Pkw großes Glück. Die Autos wurden von Ausläufern der Lawine erfasst und schwer beschädigt, die Insassen blieben jedoch unverletzt. Nach mehreren Stunden der Aufräumarbeit konnte die schwer beschädigte Gletscherstraße vorübergehend geöffnet werden, um den Besuchern der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe die Abfahrt ins Tal zu ermöglichen. Dann wurde die Straße wieder gesperrt.<ref>{{Quelle SN|15. Juni 1970, Seite 5</ref>
 
Am [[13. Juni]] [[1970]] verschüttete eine riesige Nassschneelawine gegen 14 Uhr die Gletscherstraße im Bereich [[Freiwandeck]] auf einer Länge von 150 Metern bis zu vier Meter Höhe. Dabei hatten vier Insassen von zwei Pkw großes Glück. Die Autos wurden von Ausläufern der Lawine erfasst und schwer beschädigt, die Insassen blieben jedoch unverletzt. Nach mehreren Stunden der Aufräumarbeit konnte die schwer beschädigte Gletscherstraße vorübergehend geöffnet werden, um den Besuchern der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe die Abfahrt ins Tal zu ermöglichen. Dann wurde die Straße wieder gesperrt.<ref>{{Quelle SN|15. Juni 1970, Seite 5</ref>

Version vom 25. Januar 2024, 21:09 Uhr

Dieser Artikel hat einen Salzburgbezug. Näheres siehe → hier


Gletscherstraße beim Speicher Margaritze.
Die Gletscherstraße im Bereich des Glocknerhauses 1936, historische Ansichtskarte. Interessant ist dabei, dass die Straße noch rechts des Glocknerhauses verläuft. Heute ist die Trasse links des Gebäudes.
Auf der Gletscherstraße.

Die Gletscherstraße ist ein acht Kilometer langes Teilstück der Großglockner Hochalpenstraße auf Kärntner Seite.

Geografie

Sie beginnt beim Kreisverkehr Guttal nordwestlich des Gemeindezentrums von Heiligenblut und verläuft über Palik, das Schöneck, vorbei am Karl Volkert- und Alpincenter Glocknerhaus hinauf zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.

Baugeschichte

Hauptartikel Südrampe der Großglockner Hochalpenstraße

Von Heiligenblut gab es seit 1908 bereits eine mautpflichtige Alte Glocknerhausstraße bis zum Glocknerhaus. 1930, mit dem Baubeginn der Großglockner Hochalpenstraße, begann Franz Friedrich Wallack von Heiligenblut mit dem Bau der Südrampe bis zur Abzweigung Guttal. Bis dorthin verwendete er allerdings eine neue Trasse und nicht die Trasse der alten Glocknerhaustraße. Von der Abzweigung Guttal folgte er dann aber auf weiten Strecken der alten Trasse bis zum Glocknerhaus. Das führte während der Bauzeit zu Problemen und der Verkehr musste zeitweise wechselseitig angehalten werden. Vom Glocknerhaus wurde auf einer neuen Trasse die Gletscherstraße bis unterhalb der historischen Kaiser-Franz-Josefs-Höhe geführt.

Die Gletscherstraße konnte bereits am 2. Oktober 1932 eröffnet.

Bei den Eröffnungsfeierlichkeiten waren der österreichische Bundespräsident Wilhelm Miklas, Finanzminister a. D. Dr. Grimm als Präsident der Großglockner Hochalpenstraßen AG, die Landeshauptleute von Salzburg, Dr. Franz Rehrl, und Kärnten, Ferdinand Kernmaier, der Erbauer der Straße, Hofrat Dipl.-Ing. Franz Friedrich Wallack, Fürstbischof Dr. Adam Hefter, für den Oesterreichischen Automobil-Club dessen geschäftsführendes Vorstandsmitglied Graf Pachta und Rittmeister Eisler, für den Salzburger Automobil Club Vizepräsident Kommerzialrat Edwin Schurich, Oberbergrat h.c. Dipl.-Ing. Dr. Karl Imhof, Rudolf Zrost senior und Sekretär Baron Seyfferitz, der Präsident des Kärntner Automobil-Clubs, Kommerzialrat Koutnik sowie zahlreiche weitere Ehrengäste anwesend.

Nach einer Feldmesse am Vormittag in Heiligenblut setzte sich eine Autokolonne in Bewegung und befuhr die neue Straße.

Am Sonntagnachmittag, den 24. Juni 1962, ging die alljährliche Stosche-Lawine nahe des Karl-Volkert-Hauses ab. Es gab keine Schäden oder Opfer.

Am 13. Juni 1970 verschüttete eine riesige Nassschneelawine gegen 14 Uhr die Gletscherstraße im Bereich Freiwandeck auf einer Länge von 150 Metern bis zu vier Meter Höhe. Dabei hatten vier Insassen von zwei Pkw großes Glück. Die Autos wurden von Ausläufern der Lawine erfasst und schwer beschädigt, die Insassen blieben jedoch unverletzt. Nach mehreren Stunden der Aufräumarbeit konnte die schwer beschädigte Gletscherstraße vorübergehend geöffnet werden, um den Besuchern der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe die Abfahrt ins Tal zu ermöglichen. Dann wurde die Straße wieder gesperrt.[1]

Parkplätze

Der erste Parkplatz unterhalb der historischen Kaiser-Franz-Josefs-Höhe war zunächst nur als Umkehrplatz mit wenigen Parkplätzen gedacht. Im Frühjahr 1933 ließ Wallack dann rund 200 m weiter den Parkplatz I errichten, der am 25. August 1933 fertiggestellt war. Im Sommer 1936 wurde dann die Straße bis zum heutigen Besucherzentrum verlängert, wo der heute nicht mehr bestehende Parkplatz Freiwandeck entstand. Das heutige Parkhaus Freiwandeck wurde erst 1963 eröffnet.

Weblink

  • ANNO, Allgemeine Automobil-Zeitung, 1. Oktober 1932, ein Bericht über die Eröffnung der Südrampe von Heiligenblut bis auf die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe

Bildergalerie

weitere Bilder

 Gletscherstraße – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen

Einzelnachweis

  1. {{Quelle SN|15. Juni 1970, Seite 5