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| | == Leben == | | == Leben == |
| | + | [[Datei:Lasser.jpg|mini|von Lasser als 5. im lateinischen Briefstil im Catalogus Studiosorum 1798]] |
| | + | [[Datei:Oöla allg Reihe Schachtel 152 (29).jpg|mini|Unterschrift des Dr. von Lasser, 1824]] |
| | + | [[Datei:1839 Brief lasser.jpg|mini|Brief von Dr. Lasser vom 30. August 1839]] |
| | Johann Andreas Lasser Edler von Zollheim * [[1749]] war quieszierter Pfleger von Hopfgarten in Salzburg und verheiratet mit Maria Anna Prandtner, mit der er 14 Kinder hatte. Er begründete die Hopfgartner Linie der [[Lasser zu Zollheim]] und der spätere Arzt Joseph von Lasser zu Zollheim war sein Sohn. Ignaz (Wolfgang Adam) von Lasser (* [[3. März]] [[1747]] [[Windisch Matrei]]; † [[15. September]] [[1804]]) war [[Pfleger]] von Windisch Matrei und der Bruder von Johann Andreas. Er hatte mit Maria Ursula geborene Jud (* [[1748]] Nikolsdorf, [[Osttirol]]; † [[1828]] Windisch Matrei) ebenfalls 14 Kinder. Ein Enkel war [[Josef Freiherr Lasser von Zollheim]], der spätere Minister des Innern. Eine Enkelin war [[Francisca Jungwirth]], geborene von Pichl, die Frau des Bezirksarztes von [[Neumarkt]] Dr. [[Mathäus Jungwirth]]. | | Johann Andreas Lasser Edler von Zollheim * [[1749]] war quieszierter Pfleger von Hopfgarten in Salzburg und verheiratet mit Maria Anna Prandtner, mit der er 14 Kinder hatte. Er begründete die Hopfgartner Linie der [[Lasser zu Zollheim]] und der spätere Arzt Joseph von Lasser zu Zollheim war sein Sohn. Ignaz (Wolfgang Adam) von Lasser (* [[3. März]] [[1747]] [[Windisch Matrei]]; † [[15. September]] [[1804]]) war [[Pfleger]] von Windisch Matrei und der Bruder von Johann Andreas. Er hatte mit Maria Ursula geborene Jud (* [[1748]] Nikolsdorf, [[Osttirol]]; † [[1828]] Windisch Matrei) ebenfalls 14 Kinder. Ein Enkel war [[Josef Freiherr Lasser von Zollheim]], der spätere Minister des Innern. Eine Enkelin war [[Francisca Jungwirth]], geborene von Pichl, die Frau des Bezirksarztes von [[Neumarkt]] Dr. [[Mathäus Jungwirth]]. |
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| | [[1799]] schloss Joseph von Lasser das [[Geschichte des Benediktiner-, Staats- und Akademischen Gymnasiums|Gymnasium in Salzburg]] ab. Im Jahr zuvor in der ersten Rhetorik Klasse war seine beste Platzierung ein fünfter Platz im lateinischen Briefstil.<ref>ASP Catalogus Studiosorum qui in Gynmnasio (…) 1798</ref> | | [[1799]] schloss Joseph von Lasser das [[Geschichte des Benediktiner-, Staats- und Akademischen Gymnasiums|Gymnasium in Salzburg]] ab. Im Jahr zuvor in der ersten Rhetorik Klasse war seine beste Platzierung ein fünfter Platz im lateinischen Briefstil.<ref>ASP Catalogus Studiosorum qui in Gynmnasio (…) 1798</ref> |
| − | [[Datei:Lasser.jpg|mini|von Lasser als 5. im lateinischen Briefstil im Catalogus Studiosorum 1798]]
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| | Dem heilkundigen Studium widmete er sich sieben Jahre hindurch an den Universitäten zu Innsbruck, Würzburg und [[Wien]]. Nach seiner Rückkehr ins Vaterland im Jahr [[1809]] wurde er von der damaligen provisorischen [[Landesregierung]] zu Salzburg als Substitut des "für seinen Dienst unfähigen Stadtphysikus Doktor [[Michael Steinhauser|Steinhauser]]" verwendet und ihm die ärztliche Besorgung des Zuchthauses, der [[Festung Hohensalzburg|Festung]]<nowiki>skranken</nowiki>, sowie der Kranken des [[Bürgerspital St. Blasius|Bürgerspitals]] in Salzburg anvertraut. Immer wieder wurde er beim Ausbruch von Epidemien und Epizootien eingesetzt. im August des Jahres [[1810]] wurde ihm auch durch Doktor [[Joseph von Barisani|Barisani]] die ärztliche Besorgung des [[St. Johanns-Spital|St. Johanns-Spitals]] in Salzburg übertragen. | | Dem heilkundigen Studium widmete er sich sieben Jahre hindurch an den Universitäten zu Innsbruck, Würzburg und [[Wien]]. Nach seiner Rückkehr ins Vaterland im Jahr [[1809]] wurde er von der damaligen provisorischen [[Landesregierung]] zu Salzburg als Substitut des "für seinen Dienst unfähigen Stadtphysikus Doktor [[Michael Steinhauser|Steinhauser]]" verwendet und ihm die ärztliche Besorgung des Zuchthauses, der [[Festung Hohensalzburg|Festung]]<nowiki>skranken</nowiki>, sowie der Kranken des [[Bürgerspital St. Blasius|Bürgerspitals]] in Salzburg anvertraut. Immer wieder wurde er beim Ausbruch von Epidemien und Epizootien eingesetzt. im August des Jahres [[1810]] wurde ihm auch durch Doktor [[Joseph von Barisani|Barisani]] die ärztliche Besorgung des [[St. Johanns-Spital|St. Johanns-Spitals]] in Salzburg übertragen. |
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| | Daraufhin wurde ihm auch wirklich im Jahr [[1819]] im Zuge der Organisierung des Sanitätswesens "das hohe Glück zuteil" im September die Anstellung als k.k. Distrikts Physikus von [[Goldegg]] zu erhalten. Alle diese Stationen seiner bewegten Laufbahn schilderte er in einem mit [[1824]] datierenden Bewerbungsschreiben für die Stelle als Bezirksarzt von [[Zell am See]]. Grund für seinen neuerlichen Versetzungswunsch war, dass er "von dem Wunsch beseelt seine bedrängte physische Lage zu verbessern, und seine und die Seinigen Lebensexistenz als ehelicher Mann für die Zukunft zu sichern, welches am hiesigen Physikatsposten bei den bestehenden Verhältnissen, und der äußerst harten Praxis in der Tat eine Unmöglichkeit ist".<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787–1849, Allgemeine Reihe Schachtel 150 und 152</ref> 1827 wurde Dr. Lasser als Distriktsarzt nach Zell am See in Salzburger Kreis versetzt. | | Daraufhin wurde ihm auch wirklich im Jahr [[1819]] im Zuge der Organisierung des Sanitätswesens "das hohe Glück zuteil" im September die Anstellung als k.k. Distrikts Physikus von [[Goldegg]] zu erhalten. Alle diese Stationen seiner bewegten Laufbahn schilderte er in einem mit [[1824]] datierenden Bewerbungsschreiben für die Stelle als Bezirksarzt von [[Zell am See]]. Grund für seinen neuerlichen Versetzungswunsch war, dass er "von dem Wunsch beseelt seine bedrängte physische Lage zu verbessern, und seine und die Seinigen Lebensexistenz als ehelicher Mann für die Zukunft zu sichern, welches am hiesigen Physikatsposten bei den bestehenden Verhältnissen, und der äußerst harten Praxis in der Tat eine Unmöglichkeit ist".<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787–1849, Allgemeine Reihe Schachtel 150 und 152</ref> 1827 wurde Dr. Lasser als Distriktsarzt nach Zell am See in Salzburger Kreis versetzt. |
| − | [[Datei:Oöla allg Reihe Schachtel 152 (29).jpg|mini|Unterschrift des Dr. von Lasser, 1824]]
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| | Am [[5. September]] [[1830]] wurde er Distriktarzt in [[Mattighofen]] im [[Innviertel|Innkreis]]. In beiden Fällen blieb er im Genuss seines Gehaltes und Personalzulage. Die Regierung fand sich laut Dekret vom [[31. Oktober]] [[1832]] bewogen den Distriktarzt Doktor Lasser auf sein Gesuch die Stelle eines provisorischen Stadtarztes in Salzburg zu verleihen und mit dem ferneren Dekret vom zweiten Jänner [[1833]] zu verordnen, dass unter Einbeziehung seines bisherigen Gehalts ihm der mit der Stadt Arztstelle verbundene Gehalt von 500 [[Gulden|fl]] vom [[3. Dezember]] 1832 an, aus dem Salzburger Lazarett Fond verabfolgt werde. | | Am [[5. September]] [[1830]] wurde er Distriktarzt in [[Mattighofen]] im [[Innviertel|Innkreis]]. In beiden Fällen blieb er im Genuss seines Gehaltes und Personalzulage. Die Regierung fand sich laut Dekret vom [[31. Oktober]] [[1832]] bewogen den Distriktarzt Doktor Lasser auf sein Gesuch die Stelle eines provisorischen Stadtarztes in Salzburg zu verleihen und mit dem ferneren Dekret vom zweiten Jänner [[1833]] zu verordnen, dass unter Einbeziehung seines bisherigen Gehalts ihm der mit der Stadt Arztstelle verbundene Gehalt von 500 [[Gulden|fl]] vom [[3. Dezember]] 1832 an, aus dem Salzburger Lazarett Fond verabfolgt werde. |
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| | Als Stadtarzt von Salzburg fand er auch noch die Zeit sich immer wieder um seinen kranken Cousin, den Vater seines berühmten Namensvetters Joseph von Lasser, der in Wien tätig, war zu kümmern. In dessen Nachlass hat sich im Haus Hof und Staatsarchiv ein Brief von Dr. Lasser erhalten, in dem er anlässlich einer Krankenvisite schreibt: "Aus den getreu geschilderten Daten darf man mit Wahrscheinlichkeit auf einen erwünschten Ausgang schließen. Seyen Sie übrigens, werthester Herr Vetter und Pathe! Vollkommen versichert, dass ich den wärmsten Antheil an dem Schicksale ihres mir unendlich teuren von mir innigst geliebten Herrn Vaters nehme, und als Arzt nach Kräften für ihn sorgen werde."<ref>AT-OeStA/HHStA SB Nl Lasser 5-3-13</ref> | | Als Stadtarzt von Salzburg fand er auch noch die Zeit sich immer wieder um seinen kranken Cousin, den Vater seines berühmten Namensvetters Joseph von Lasser, der in Wien tätig, war zu kümmern. In dessen Nachlass hat sich im Haus Hof und Staatsarchiv ein Brief von Dr. Lasser erhalten, in dem er anlässlich einer Krankenvisite schreibt: "Aus den getreu geschilderten Daten darf man mit Wahrscheinlichkeit auf einen erwünschten Ausgang schließen. Seyen Sie übrigens, werthester Herr Vetter und Pathe! Vollkommen versichert, dass ich den wärmsten Antheil an dem Schicksale ihres mir unendlich teuren von mir innigst geliebten Herrn Vaters nehme, und als Arzt nach Kräften für ihn sorgen werde."<ref>AT-OeStA/HHStA SB Nl Lasser 5-3-13</ref> |
| − | [[Datei:1839 Brief lasser.jpg|mini|Brief von Dr. Lasser vom 30. August 1839]]
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| | Am [[14. Februar]] [[1820]] hatte er 38 jährig geheiratet und seine Frau war bei der Hochzeit 24 Jahre alt. Im Jahr darauf kam der Sohn Josef zur Welt, der beim Tod seines Vaters am 11. Juni 1842 noch unversorgt war. Im September 1843 wurde der Witwe zumindest auf Grund der Personalzulage eine bescheidene Pension gewährt.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787–1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 158</ref> | | Am [[14. Februar]] [[1820]] hatte er 38 jährig geheiratet und seine Frau war bei der Hochzeit 24 Jahre alt. Im Jahr darauf kam der Sohn Josef zur Welt, der beim Tod seines Vaters am 11. Juni 1842 noch unversorgt war. Im September 1843 wurde der Witwe zumindest auf Grund der Personalzulage eine bescheidene Pension gewährt.<ref>OÖLA Landesregierungsarchiv 1787–1849 / Allgemeine Reihe Schachtel 158</ref> |