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[[Datei:Salzburger Pfingstfestspielen 2023.jpg|thumb|Acht Weltstars bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2023. Benefizgala Hommage Daniel Barenboim: Rolando Villazón, [[Plácido Domingo]], Sonya Yoncheva, Lang Lang, [[Cecilia Bartoli]], Martha Argerich, Zubin Mehta, Daniel Barenboim und das ''Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino''.]]
 
[[Datei:Salzburger Pfingstfestspielen 2023.jpg|thumb|Acht Weltstars bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2023. Benefizgala Hommage Daniel Barenboim: Rolando Villazón, [[Plácido Domingo]], Sonya Yoncheva, Lang Lang, [[Cecilia Bartoli]], Martha Argerich, Zubin Mehta, Daniel Barenboim und das ''Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino''.]]
Die '''Salzburger Pfingstfestspiele''' sind eine jährliche Veranstaltung in der [[Stadt Salzburg]].
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Die '''Salzburger Pfingstfestspiele''' sind eine jährliche Veranstaltung zu [[Pfingsten]] in der [[Stadt Salzburg]].
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Die Salzburger Pfingstfestspiele wurden [[1973]] von [[Herbert von Karajan]] unter dem Titel ''Pfingstkonzerte'' ins Leben gerufen, um die Kartenwünsche von Personen zu erfüllen, die bei den [[Osterfestspiele]]n nicht zum Zug gekommen waren.
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Die Salzburger Pfingstfestspiele wurden [[1973]] von [[Herbert von Karajan]] unter dem Titel "Pfingstkonzerte" ins Leben gerufen, um die Kartenwünsche von Personen zu erfüllen, die bei den [[Osterfestspiele]]n nicht zum Zug gekommen waren. In den ersten zehn Jahren kamen dabei am Pfingstwochenende jeweils drei Orchesterkonzerte der [[Berliner Philharmoniker]] mit ihrem Chefdirigenten zur Aufführung.
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In den ersten 10 Jahren kamen dabei am Pfingstwochenende jeweils drei Orchesterkonzerte der [[Berliner Philharmoniker]] mit ihrem Chefdirigenten zur Aufführung.
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Ab [[1983]] standen auch Gastdirigenten wie Sir [[Georg Solti]], Seiji Ozawa und André Previn hinter dem Dirigentenpult.
 
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Ab [[1983]] standen auch Gastdirigenten wie [[Georg Solti|Sir Georg Solti]], [[Seiji Ozawa]] und [[André Previn]] hinter dem Dirigentenpult.
      
Nach dem Tod Karajans [[1989]] wurden auch Gastorchester wie das ''Chicago Symphony Orchestra'' oder das ''London Symphony Orchestra'' ins Programm aufgenommen.
 
Nach dem Tod Karajans [[1989]] wurden auch Gastorchester wie das ''Chicago Symphony Orchestra'' oder das ''London Symphony Orchestra'' ins Programm aufgenommen.
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[[1998]] übernahmen die [[Salzburger Festspiele]] die Verantwortung für die Pfingstkonzerte, die nun unter dem Titel ''Salzburger Pfingstfestspiele'' firmierten. Das Konzept wurde mit einem Schwerpunkt für Barockmusik versehen. [[2007]] wurde [[Riccardo Muti]] mit der künstlerischen Leitung des Festivals betraut. Zusätzlich zu den Orchesterkonzerten steht seither auch immer eine Opernproduktion auf dem Programm der Festspiele. Muti nahm sich besonders der Werke der [[Neapel#Musik|Neapolitanischen Schule]] an.
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[[1998]] übernahmen das [[Direktorium der Salzburger Festspiele]] die Verantwortung für die Pfingstkonzerte, die nun unter dem Titel "Salzburger Pfingstfestspiele" firmierten. Das Konzept wurde mit einem Schwerpunkt für [[Barock]]<nowiki>musik</nowiki> versehen. [[2007]] wurde [[Riccardo Muti]] mit der künstlerischen Leitung des Festivals betraut. Zusätzlich zu den Orchesterkonzerten steht seither auch immer eine Opernproduktion auf dem Programm der Festspiele. Muti nahm sich besonders der Werke der [[Neapel#Musik|Neapolitanischen Schule]] an.
    
=== 2010 ===
 
=== 2010 ===
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"So viele Jahre, so viele Emotionen, so viele Freunde", sagte Daniel Barenboim: "Ich bin sehr bewegt." Eigentlich hatte Cecilia Bartoli zum 80. Geburtstag des Pianisten und Dirigenten ein ganzes Pfingst-Festival in Salzburg geplant, das Barenboim aktiv mitgestalten sollte. Doch der Gesundheitszustand von Daniel Barenboim ließ nur ein Benefiz-Galakonzert zugunsten seiner Stiftung zu, für die Schubertiade am Nachmittag hatte Barenboim sein Mitwirken schon im Vorfeld abgesagt.
 
"So viele Jahre, so viele Emotionen, so viele Freunde", sagte Daniel Barenboim: "Ich bin sehr bewegt." Eigentlich hatte Cecilia Bartoli zum 80. Geburtstag des Pianisten und Dirigenten ein ganzes Pfingst-Festival in Salzburg geplant, das Barenboim aktiv mitgestalten sollte. Doch der Gesundheitszustand von Daniel Barenboim ließ nur ein Benefiz-Galakonzert zugunsten seiner Stiftung zu, für die Schubertiade am Nachmittag hatte Barenboim sein Mitwirken schon im Vorfeld abgesagt.
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Die Riege an Weltstars, die Cecilia Bartoli am Montagabend, den [[29. Mai]] [[2023]], in der ''Hommage'' an ihren Entdecker Daniel Barenboim ins [[Großes Festspielhaus|Großen Festspielhaus]] lockte, erlebt man selbst in Salzburg nicht jeden Tag. Alle verband eine künstlerische Beziehung mit dem Jubilar. Sonya Yoncheva präsentierte ihren mächtige, kostbar funkelnden Sopran in "Un bel dì vedremo" aus "Madama Butterfly", auch [[Plácido Domingo]] wurde für eine einzige Arie - "Nemico della patria" aus "Andrea Chénier" - eingeflogen. Die ''Standing Ovations'' waren dem Publikumsliebling, der als Tenor und als Bariton mit Barenboim gearbeitet hatte, sicher.
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Die Riege an Weltstars, die Cecilia Bartoli am Montagabend, den [[29. Mai]] [[2023]], in der ''Hommage'' an ihren Entdecker Daniel Barenboim ins [[Großes Festspielhaus|Großen Festspielhaus]] lockte, erlebt man selbst in Salzburg nicht jeden Tag. Alle verband eine künstlerische Beziehung mit dem Jubilar. Sonya Yoncheva präsentierte ihren mächtige, kostbar funkelnden Sopran in ''Un bel dì vedremo'' aus ''Madama Butterfly'', auch [[Plácido Domingo]] wurde für eine einzige Arie - "Nemico della patria" aus "Andrea Chénier" - eingeflogen. Die ''Standing Ovations'' waren dem Publikumsliebling, der als Tenor und als Bariton mit Barenboim gearbeitet hatte, sicher.
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[[Datei:2025 05 20 Programm der Salzburger Pfingstfestspiele 2025.jpg|thumb|"Klänge der Serenissima", das Programm 2025.]]
    
Rolando Villazón sang Lenskis "Kuda Kuda" aus "Eugen Onegin" und erzählte, wie während der Berliner Produktion dieser Oper vor 15 Jahren eine enge Freundschaft zum Maestro entstand. Auch Lang Lang fand in Barenboim einen Mentor, der dem Pianisten seinerzeit Repertoire jenseits des Virtuosenfutters eröffnete. Ob der große Beethoven-Interpret Barenboim mit der Interpretation des c-Moll-Klavierkonzerts einverstanden war? Lang Lang, der jüngst ein Disney-Album vorgelegt hatte, entfachte eine Fantasia-Fantasie, die eher an Liszt oder Skrjabin als an Beethoven erinnerte - mit einer verschwenderischen Fülle an Effekten und dynamischen Extremwerten.
 
Rolando Villazón sang Lenskis "Kuda Kuda" aus "Eugen Onegin" und erzählte, wie während der Berliner Produktion dieser Oper vor 15 Jahren eine enge Freundschaft zum Maestro entstand. Auch Lang Lang fand in Barenboim einen Mentor, der dem Pianisten seinerzeit Repertoire jenseits des Virtuosenfutters eröffnete. Ob der große Beethoven-Interpret Barenboim mit der Interpretation des c-Moll-Klavierkonzerts einverstanden war? Lang Lang, der jüngst ein Disney-Album vorgelegt hatte, entfachte eine Fantasia-Fantasie, die eher an Liszt oder Skrjabin als an Beethoven erinnerte - mit einer verschwenderischen Fülle an Effekten und dynamischen Extremwerten.
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[[Kategorie:Altstadt]]
 
[[Kategorie:Altstadt]]
 
[[Kategorie:Veranstaltung]]
 
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[[Kategorie:Veranstaltung (Musik)]]
 
[[Kategorie:Salzburger Festspiele]]
 
[[Kategorie:Salzburger Festspiele]]