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| | Bereits in der frühen [[Bronzezeit]] bestand eine Siedlung am [[Klingelberg]], wo [[Kupfer]]erz abgebaut wurde. Es wird vermutet, dass diese Siedlung nur im Winter bewohnt war und man im Frühjahr das Rohkupfer auf der [[Salzach]] bis in die Nähe von der [[Stadt Salzburg]] transportiert hat. | | Bereits in der frühen [[Bronzezeit]] bestand eine Siedlung am [[Klingelberg]], wo [[Kupfer]]erz abgebaut wurde. Es wird vermutet, dass diese Siedlung nur im Winter bewohnt war und man im Frühjahr das Rohkupfer auf der [[Salzach]] bis in die Nähe von der [[Stadt Salzburg]] transportiert hat. |
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| − | In der jüngeren [[Eisenzeit]], zirka 450 bis 15 v. Chr., war St. Veit im Pongau von den [[Kelten]] besiedelt. Zwischen [[800]] und [[1100]] entstand auf der sonnig gelegenen Bergterrasse eine Kirchensiedlung. In einer Schenkungsurkunde des [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischofs]] [[Gebhard]] aus dem Jahre [[1074]] wurden der Ort sowie die [[Pfarre St. Veit im Pongau|Pfarre]] ("parrochia sancti Viti“) das erste Mal schriftlich erwähnt. St. Veit im Pongau war über Jahrhunderte die Mutterpfarre des südlichen [[Pongau]]es und wurde [[1244]] an das [[Salzburger Domkapitel]] übertragen. Seit [[1807]] ist St. Veit im Pongau wieder eine selbständige Pfarre. | + | In der jüngeren [[Eisenzeit]], zirka 450 bis 15 v. Chr., war St. Veit im Pongau von den [[Kelten]] besiedelt. Zwischen [[800]] und [[1100]] entstand auf der sonnig gelegenen Bergterrasse eine Kirchensiedlung. In einer Schenkungsurkunde des [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischofs]] [[Gebhard]] aus dem Jahre [[1074]] wurden der Ort sowie die [[Pfarre St. Veit im Pongau|Pfarre]] ("parrochia sancti Viti") das erste Mal schriftlich erwähnt. St. Veit im Pongau war über Jahrhunderte die Mutterpfarre des südlichen [[Pongau]]es und wurde [[1244]] an das [[Salzburger Domkapitel]] übertragen. Seit [[1807]] ist St. Veit im Pongau wieder eine selbständige Pfarre. |
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| − | Im [[Mittelalter|Spätmittelalter]] wurde St. Veit zur regelmäßigen Marktanlage. [[1284]] erfolgt die erste Bezeichnung als "forum“ (Marktort). Das Marktrecht wurde [[1425]] schriftlich festgelegt. | + | Im [[Mittelalter|Spätmittelalter]] wurde St. Veit zur regelmäßigen Marktanlage. [[1284]] erfolgt die erste Bezeichnung als "forum" (Marktort). Das Marktrecht wurde [[1425]] schriftlich festgelegt. |
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| | Der Pongau war das Zentrum der [[Protestantismus|Salzburger Protestanten]]. Im Jahre [[1731]] mussten 3 100 evangelische Christen das Gebiet von [[Goldegg]] und St. Veit im Pongau verlassen. | | Der Pongau war das Zentrum der [[Protestantismus|Salzburger Protestanten]]. Im Jahre [[1731]] mussten 3 100 evangelische Christen das Gebiet von [[Goldegg]] und St. Veit im Pongau verlassen. |
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| | * [[Pichldorfkapelle]]: Erbaut [[1783]]. | | * [[Pichldorfkapelle]]: Erbaut [[1783]]. |
| | * [[Pulverhaus St. Veit|Pulverhaus]]: Ehemaliges Lager für Schwarzpulver für den frühneuzeitlichen [[Kupferbergbau]], erbaut [[1539]], heute wird es an Gäste vermietet. | | * [[Pulverhaus St. Veit|Pulverhaus]]: Ehemaliges Lager für Schwarzpulver für den frühneuzeitlichen [[Kupferbergbau]], erbaut [[1539]], heute wird es an Gäste vermietet. |
| − | * [[Landesklinik St. Veit]]: [[1912]]/[[1913]] im [[Jugendstil]] als [[Lungenheilanstalt Grafenhof]] erbaut. In ihm wurde auch der Schriftsteller [[Thomas Bernhard]] behandelt. Unter anderem schrieb Bernhard das Buch "Die Kälte. Eine Isolation“ über seine Krankheit (Tuberkulose) und seinen Aufenthalt hier. Heute findet man zur Erinnerung an den Schriftsteller einen nach ihm benannten [[Thomas Bernhard Wanderweg|Wanderweg]], der in der Nähe der Landesklinik beginnt. | + | * [[Landesklinik St. Veit]]: [[1912]]/[[1913]] im [[Jugendstil]] als [[Lungenheilanstalt Grafenhof]] erbaut. In ihm wurde auch der Schriftsteller [[Thomas Bernhard]] behandelt. Unter anderem schrieb Bernhard das Buch "Die Kälte. Eine Isolation" über seine Krankheit (Tuberkulose) und seinen Aufenthalt hier. Heute findet man zur Erinnerung an den Schriftsteller einen nach ihm benannten [[Thomas Bernhard Wanderweg|Wanderweg]], der in der Nähe der Landesklinik beginnt. |
| | * [[Flusskraftwerk Plankenau]]: Das Kraftwerk nutzt die [[Großarler Ache]] und wurde [[1920]] im Stil des [[Historismus]] errichtet. | | * [[Flusskraftwerk Plankenau]]: Das Kraftwerk nutzt die [[Großarler Ache]] und wurde [[1920]] im Stil des [[Historismus]] errichtet. |
| | * [[Bahnhof Loifarn]], Tunnel und Brücken der [[Tauernbahn]]: Die Strecke von Schwarzach bis [[Bad Gastein]] wurde [[1905]] eröffnet. | | * [[Bahnhof Loifarn]], Tunnel und Brücken der [[Tauernbahn]]: Die Strecke von Schwarzach bis [[Bad Gastein]] wurde [[1905]] eröffnet. |
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| | === Naturdenkmäler === | | === Naturdenkmäler === |
| − | ==== Naturdenkmal "Sommerlinde beim Haidachgut“ ==== | + | ==== Naturdenkmal "Sommerlinde beim Haidachgut" ==== |
| | Der Baum hat eine Höhe von 35 Metern, einen Stammumfang von 6,10 Metern und einen Kronendurchmesser von 20 Metern | | Der Baum hat eine Höhe von 35 Metern, einen Stammumfang von 6,10 Metern und einen Kronendurchmesser von 20 Metern |
| | == Kultur == | | == Kultur == |
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| | === Theatergruppe St. Veit === | | === Theatergruppe St. Veit === |
| − | Bei der Verleihung des [[Ferdinand-Eberherr-Preis]]es 2009, eines Theaterpreises der [[Salzburger Nachrichten]], errang die Theatergruppe St. Veit im Pongau den dritten Platz für eine freie Bearbeitung von Shakespeares "Ein Sommernachtstraum“ in der Regie von [[Daniela Meschtscherjakov|Daniela Gnoycke]]. | + | Bei der Verleihung des [[Ferdinand-Eberherr-Preis]]es 2009, eines Theaterpreises der [[Salzburger Nachrichten]], errang die Theatergruppe St. Veit im Pongau den dritten Platz für eine freie Bearbeitung von Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" in der Regie von [[Daniela Meschtscherjakov|Daniela Gnoycke]]. |
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| | === St. Veit als Filmkulisse === | | === St. Veit als Filmkulisse === |