Heinrich Wolfer: Unterschied zwischen den Versionen
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Von 1940 bis [[1943]] war Heinrich Wolfer >Erbarzt< an der [[Christian-Doppler-Klinik|Landesheilanstalt Salzburg-Lehen]], die sein Vater [[Leo Wolfer]] als Direktor leitete. Heinrich Wolfer galt dort als fanatischer Befürworter der [[NS-Euthanasie]], die in dieser Zeitspanne an Patienten und Patientinnen der Landesheilanstalt ausgeführt wurde. Dazu ein damaliger Kollege: ''"..dass dieser Arzt den Willen hatte, die an ihn ergangenen Weisungen oder Befehle nicht nur 100 %, sondern möglichst 500 % auszuführen. | Von 1940 bis [[1943]] war Heinrich Wolfer >Erbarzt< an der [[Christian-Doppler-Klinik|Landesheilanstalt Salzburg-Lehen]], die sein Vater [[Leo Wolfer]] als Direktor leitete. Heinrich Wolfer galt dort als fanatischer Befürworter der [[NS-Euthanasie]], die in dieser Zeitspanne an Patienten und Patientinnen der Landesheilanstalt ausgeführt wurde. Dazu ein damaliger Kollege: ''"..dass dieser Arzt den Willen hatte, die an ihn ergangenen Weisungen oder Befehle nicht nur 100 %, sondern möglichst 500 % auszuführen."'' Beruflich setzte Heinrich Wolfer neben seiner Tätigkeit als >Erbarzt< auch moderne Therapieformen wie die Ende der 1930er Jahre entwickelte Elektrokrampftherapie um. In der NSDAP wurde Heinrich Wolfer Gemeinschaftsleiter in der Ortsgruppe [[Liefering]]. | ||
=====Als Arzt im Gesundheitsamt Salzburg-Stadt===== | =====Als Arzt im Gesundheitsamt Salzburg-Stadt===== | ||
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=====Als Arzt in der Waffen-SS===== | =====Als Arzt in der Waffen-SS===== | ||
[[1944]] meldete sich Heinrich Wolfer zur Waffen-SS, wo er Angehöriger der 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division " | [[1944]] meldete sich Heinrich Wolfer zur Waffen-SS, wo er Angehöriger der 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division "Nordland"-Sanitätsabteilung 11 in Stettin wurde. Im Jänner [[1945]] erhielt er eine Spezialausbildung an der SS-ärztlichen Akademie in Graz und kehrte später von dort nach Stettin zurück. | ||
Seit April 1945 galt Heinrich Wolfer als vermisst. Er verstarb Anfang Mai 1945 während der Schlacht um Berlin in Berlin-Mitte und wurde auf einem von der SS zerstörten alten jüdischen Friedhof in Berlin beigesetzt. | Seit April 1945 galt Heinrich Wolfer als vermisst. Er verstarb Anfang Mai 1945 während der Schlacht um Berlin in Berlin-Mitte und wurde auf einem von der SS zerstörten alten jüdischen Friedhof in Berlin beigesetzt. | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
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* [[Walter Reschreiter]], LEBENS[UN]WERT, "NS-Euthanasie im Land | * [[Walter Reschreiter]], LEBENS[UN]WERT, "NS-Euthanasie im Land Salzburg", Begleitpublikation zur Ausstellung der [[Laube GmbH|Laube]] sozialpsychiatrische Aktivitäten GmbH, Hallein 2007 | ||
{{SORTIERUNG: Wolfer, Heinrich}} | {{SORTIERUNG: Wolfer, Heinrich}} | ||