Mozarteum (Gebäude): Unterschied zwischen den Versionen
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[[1909]] wurde ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben, der vorsah, unter Einbeziehung der Villa ein Gebäude zu schaffen, das einen Konzertsaal beinhalten und Platz für die Musikschule, ein [[Bibliotheca Mozartiana|Mozartarchiv]] und die Verwaltung bieten sollte. 64 Architekten aus dem In- und Ausland nahmen an der Ausschreibung teil. Als Sieger ging [[Richard Berndl]] hervor, dessen im Münchner Späthistorismus gehaltenes Projekt von [[1912]] bis [[1914]] baulich umgesetzt wurde. Die Bauleitung hatte Architekt F. L. Schuster. | [[1909]] wurde ein Ideenwettbewerb ausgeschrieben, der vorsah, unter Einbeziehung der Villa ein Gebäude zu schaffen, das einen Konzertsaal beinhalten und Platz für die Musikschule, ein [[Bibliotheca Mozartiana|Mozartarchiv]] und die Verwaltung bieten sollte. 64 Architekten aus dem In- und Ausland nahmen an der Ausschreibung teil. Als Sieger ging [[Richard Berndl]] hervor, dessen im Münchner Späthistorismus gehaltenes Projekt von [[1912]] bis [[1914]] baulich umgesetzt wurde. Die Bauleitung hatte Architekt F. L. Schuster. | ||
Die Grundsteinlegung erfolgte am [[6. August]] [[1910]] durch Kammersängerin [[Lilli Lehmann]]. Die Eröffnung des Festsaalgebäudes fand am [[20. August]] 1914 statt. Die Räume im Verwaltungs- und Schulgebäude wurde bereits vorher ihren Bestimmungen übergeben. Die [[Salzburger Liedertafel]] konnte ihre Probenräume am [[15. November]] [[1913]] beziehen. Ebenfalls 1913 konnte der Männerbund [[Schlaraffia Juvavia]] sein Clublokal, die | Die Grundsteinlegung erfolgte am [[6. August]] [[1910]] durch Kammersängerin [[Lilli Lehmann]]. Die Eröffnung des Festsaalgebäudes fand am [[20. August]] 1914 statt. Die Räume im Verwaltungs- und Schulgebäude wurde bereits vorher ihren Bestimmungen übergeben. Die [[Salzburger Liedertafel]] konnte ihre Probenräume am [[15. November]] [[1913]] beziehen. Ebenfalls 1913 konnte der Männerbund [[Schlaraffia Juvavia]] sein Clublokal, die "Staufenburg“, im Souterrain des Gebäudes beziehen. | ||
Der große Festsaal, der 1 100 Menschen fasst, war zum Zeitpunkt der Errichtung zwischen [[München]] und [[Wien]] einer der sehr großen Konzertsäle in Mitteleuropa. | Der große Festsaal, der 1 100 Menschen fasst, war zum Zeitpunkt der Errichtung zwischen [[München]] und [[Wien]] einer der sehr großen Konzertsäle in Mitteleuropa. | ||
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== Gebäude == | == Gebäude == | ||
Das Mozarteum gliedert sich in drei Gebäudeteile: | Das Mozarteum gliedert sich in drei Gebäudeteile: | ||
# in das Konzerthaus mit dem [[Großer Saal der Stiftung Mozarteum|Großen Saal]] und dem Foyer, das früher auch | # in das Konzerthaus mit dem [[Großer Saal der Stiftung Mozarteum|Großen Saal]] und dem Foyer, das früher auch "Mozarthaus“ genannt wurde. | ||
# in das Schulgebäude mit dem [[Wiener Saal der Stiftung Mozarteum|Wiener Saal]] , den verschiedenen Räumen für Proben, Schulunterricht und für die Direktion; die vier Plastiken über der Attika am Mittelrisalit stellen die musikalischen Tempi | # in das Schulgebäude mit dem [[Wiener Saal der Stiftung Mozarteum|Wiener Saal]] , den verschiedenen Räumen für Proben, Schulunterricht und für die Direktion; die vier Plastiken über der Attika am Mittelrisalit stellen die musikalischen Tempi "Adagio“, "Allegro“, "A la Marcia“ und "Menuetto“ dar und wurden vom Bildhauer [[Karl Killer]] aus Kupfer getrieben. Hohlkehle Mozart-Neon-Schriftzug: "Ich möchte alles haben, was gut, ächt und schön ist!“ von Sylvie Fleury. | ||
# in den Verbindungstrakt, wo sich der Pausenraum befindet - von dem man über eine Brücke zum Garten auf der Wehrmauer gelangt - , sowie einem kleinen Innenhof mit dem [[Amorbrunnen (Mozarteumgebäude)|Amorbrunnen]]; dieser Verbindungstrakt wurden [[2022]] neu eröffnet; | # in den Verbindungstrakt, wo sich der Pausenraum befindet - von dem man über eine Brücke zum Garten auf der Wehrmauer gelangt - , sowie einem kleinen Innenhof mit dem [[Amorbrunnen (Mozarteumgebäude)|Amorbrunnen]]; dieser Verbindungstrakt wurden [[2022]] neu eröffnet; | ||
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Architektur und Ausstattung der Gebäudetrakte verschmelzen im Stil des [[Historismus]] zu einer einheitlichen künstlerischen Gestaltung, die unterschiedliche Formen aus [[Barock]], [[Klassizismus]] und [[Jugendstil]] zeigen und zu einem Gepräge vereinen. Die starke Gliederung der Fassaden gleicht die Gebäudetrakte an das barocke Stadtbild an und überspielt die Unterschiede in Niveau und Höhe der drei Gebäudetrakte. | Architektur und Ausstattung der Gebäudetrakte verschmelzen im Stil des [[Historismus]] zu einer einheitlichen künstlerischen Gestaltung, die unterschiedliche Formen aus [[Barock]], [[Klassizismus]] und [[Jugendstil]] zeigen und zu einem Gepräge vereinen. Die starke Gliederung der Fassaden gleicht die Gebäudetrakte an das barocke Stadtbild an und überspielt die Unterschiede in Niveau und Höhe der drei Gebäudetrakte. | ||
Die beiden Plastiken an der Fassade des Verwaltungs- und Schulgebäudes stellen die | Die beiden Plastiken an der Fassade des Verwaltungs- und Schulgebäudes stellen die "geistliche Musik“ und die "weltliche Musik“ dar und wurden von Professor [[Georg Roemer]] aus Bronze geschaffen. Die vier Plastiken über der Attika am Mittelrisalit stellen die musikalischen Tempi "Adagio“, "Allegro“, "A la Marcia“ und "Menuetto“ dar und wurden vom Bildhauer Karl Killer aus Kupfer getrieben. | ||
An der Fassade unter der Hohlkehle befindet sich ein [[Wolfgang Amadé Mozart]] nachgesagter Spruch in Neonleuchtschrift: | An der Fassade unter der Hohlkehle befindet sich ein [[Wolfgang Amadé Mozart]] nachgesagter Spruch in Neonleuchtschrift: "Ich möchte alles haben, was gut, ächt und schön ist!“ Die Schweizer Objekt-Künstlerin Sylvie Fleury (* [[1961]]) hatte dieses Kunstobjekt, basierend auf Mozart´s Briefen und Notenblättern, anlässlich des ersten Dialoge-Festivals 2005 und für das [[Mozartjahr 2006]] geschaffen. Indem Satz und Noten sich stereotyp wiederholen und mit dem Leuchtmittel Neon wird ein Bezug zur Moderne, erinnernd an Andy Warhol, hergestellt.<ref>[http://www.mozarteum.at/ueber-uns/stiftungsgeb%c3%a4ude.html Stiftung Mozarteum] und [http://ropac.net/exhibition/sylvie-fleury-1 Galerie Ropac]</ref> | ||
Die Plastik aus Bronze in der Eingangshalle zum Großen Saal zeigt | Die Plastik aus Bronze in der Eingangshalle zum Großen Saal zeigt "Mozart als Apollo Musagetes“ und wurde von [[Edmund Hellmer]] geschaffen. <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19140609&query=%22mozarthaus%22&ref=anno-search&seite=7 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 9. Juni 1914] | ||
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Im Großen Saal stammt der plastische Schmuck aus Stuck von [[Joseph Wackerle]] in Berlin. Die fünf Medaillons im Stiegenhaus schuf [[Julius Diez]], damals Lehrer an der Kunstgewerbeschule München, im [[Jugendstil]]. Sie zeigen | Im Großen Saal stammt der plastische Schmuck aus Stuck von [[Joseph Wackerle]] in Berlin. Die fünf Medaillons im Stiegenhaus schuf [[Julius Diez]], damals Lehrer an der Kunstgewerbeschule München, im [[Jugendstil]]. Sie zeigen "Pan mit Panflöte“, "Apollon mit Laute“, "Ares mit Horn und Fackel“, "Aphrodite mit Harfe“ und "Theater und Musik“. | ||
Im Wiener Saal schmückt die Decke ein Medaillon aus Stuck, das Phöbus Apollo auf dem Sonnenwagen zeigt. Es wurde vom Münchner Plastiker [[Konrad Buchner]] geschaffen. | Im Wiener Saal schmückt die Decke ein Medaillon aus Stuck, das Phöbus Apollo auf dem Sonnenwagen zeigt. Es wurde vom Münchner Plastiker [[Konrad Buchner]] geschaffen. | ||
== Projekt Neubau Verbindungstrakt == | == Projekt Neubau Verbindungstrakt == | ||
Die Stiftung Mozarteum gestaltete das Mozarteum-Gebäude um. Ziel der Planung war es, den Verbindungsbau neu zu errichten. Dies wurde notwendig, weil der nur 60 m² große Pausenraum für die Zahl der Konzertgäste völlig unzureichend ist. | Die Stiftung Mozarteum gestaltete das Mozarteum-Gebäude um. Ziel der Planung war es, den Verbindungsbau neu zu errichten. Dies wurde notwendig, weil der nur 60 m² große Pausenraum für die Zahl der Konzertgäste völlig unzureichend ist. "Zum Teil prügeln sich da bei Konzerten im Großen Saal in der Pause 800 Leute um den Sekt“, sagte Geschäftsführer Tobias Debuch. [[Präsidenten der Internationalen Stiftung Mozarteum|Präsident]] [[Johannes Honsig-Erlenburg]] betonte, dass der Verbindungstrakt von Anfang an ein Provisorium gewesen sei: "Denn die Gebäude haben ein unterschiedliches Niveau. Das sieht man an der Hühnertreppe hinauf zum Wiener Saal. Und der Innenhof dazwischen ist ein karges, graues Loch.“ Durch den Umbau wurde das Mozarteum-Gebäude barrierefrei und der rückseitige Garten Richtung [[Heckentheater]], der bisher nur den Konzertbesuchern zugänglich war, besser zur Geltung kommen. Auch ein Café-Betrieb sei denkbar. Das Projekt kostete etwa fünf bis zehn Millionen Euro. Honsig-Erlenburg rechnete frühestens mit einem Baubeginn im Februar 2021. "Und wegen des Konzertbetriebs, für den wir den Bau unterbrechen, wird die Bauzeit zwei bis drei Jahre betragen.“<ref>[https://www.sn.at/salzburg/kultur/das-alte-mozarteum-wird-zur-heiklen-baustelle-40731850 Salzburger Nachrichten, 27. September 2018]</ref> | ||
Eine Glas-Stahl-Konstruktion des Salzburger Architektenbüros Maria Flöckner und Hermann Schnöll beseitigte das ewige Provisorium des alten Pausenraumes und schuf eine den heutigen Bedürfnissen entsprechendes Angebot mit Barrierefreiheit. Es wurde eine helle Glas-Stahlkonstruktion zwischen dem Verwaltungs- und Schultrakt (Schwarzstraße 26) und dem Konzerttrakt (Schwarzstraße 28) errichtet. Ebenerdig entstand dadurch auf rund 200 Quadratmetern ein erweiterter Eingangsbereich. Die beide großen Gebäude treten klar getrennt hervor und es entsteht eine Sichtachse zum [[Mirabellgarten]]. Ein neuer Treppenaufgang und ein Lift ermöglichen den barrierefreien Zugang zum Studientrakt und zum Wiener Saal. Im Keller entstanden zusätzliche Künstlerzimmern, Depot- und Technikräume, sowie größere Toiletten. | Eine Glas-Stahl-Konstruktion des Salzburger Architektenbüros Maria Flöckner und Hermann Schnöll beseitigte das ewige Provisorium des alten Pausenraumes und schuf eine den heutigen Bedürfnissen entsprechendes Angebot mit Barrierefreiheit. Es wurde eine helle Glas-Stahlkonstruktion zwischen dem Verwaltungs- und Schultrakt (Schwarzstraße 26) und dem Konzerttrakt (Schwarzstraße 28) errichtet. Ebenerdig entstand dadurch auf rund 200 Quadratmetern ein erweiterter Eingangsbereich. Die beide großen Gebäude treten klar getrennt hervor und es entsteht eine Sichtachse zum [[Mirabellgarten]]. Ein neuer Treppenaufgang und ein Lift ermöglichen den barrierefreien Zugang zum Studientrakt und zum Wiener Saal. Im Keller entstanden zusätzliche Künstlerzimmern, Depot- und Technikräume, sowie größere Toiletten. | ||
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Fläche auf zwei Ebenen eröffnet neben der Pausenbewirtung nun zahlreiche neue Nutzungsmöglichkeiten. | Fläche auf zwei Ebenen eröffnet neben der Pausenbewirtung nun zahlreiche neue Nutzungsmöglichkeiten. | ||
[[Erich Marx]], Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Mozarteum: | [[Erich Marx]], Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Mozarteum: "Als wir mit den ersten Überlegungen und dann mit dem Architektenwettbewerb begannen, ahnte niemand etwas von einer [[Corona Pandemie|Pandemie]]. Heute kann man sich das Gedränge im viel zu kleinen alten Pausenraum nicht mehr vorstellen. Auch wenn es mit all den schwierigen Rahmenbedingungen ein extrem herausforderndes Projekt war, manchmal braucht man auch etwas Glück, und die Stiftung Mozarteum handelte genau zum richtigen Zeitpunkt.“ | ||
=== Ausgangssituation – eine 100jährige Notlösung === | === Ausgangssituation – eine 100jährige Notlösung === | ||
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=== Kosten und Finanzierung === | === Kosten und Finanzierung === | ||
Die Finanzierung des Neubaus setzt sich zu je einem Drittel an Eigenmitteln, an Förderungen durch die öffentliche Hand und durch private Mäzene zusammen. Waren die Kosten des Neubaus anfangs mit rund zehn Millionen Euro kalkuliert, stiegen diese aufgrund der Preissteigerungen auf dem Baumarkt auf 11,68 Millionen Euro. Das Projekt der Renovierung, Restaurierung und Modernisierung des Großen Saals wurde deshalb um ein Jahr gestreckt, die Fertigstellung ist für Sommer 2024 geplant. Für die Finanzierung des Neubaus konnten Bund, [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land]] und [[Stadtgemeinde Salzburg]] gewonnen werden. Zu großem Dank ist die Stiftung Mozarteum zudem zahlreichen Förderern verpflichtet, ohne die der Neubau nicht möglich gewesen wäre: Zwei private Großsponsoren – Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller und Heinz-Hermann Thiele – stellten für den Neubau erhebliche Mittel zur Verfügung; diverse Projekte im Zuge des Neubaus wurden von verschiedenen privaten Fördern großzügig unterstützt und eine große Anzahl an Unterstützern fand sich für die Aktionen | Die Finanzierung des Neubaus setzt sich zu je einem Drittel an Eigenmitteln, an Förderungen durch die öffentliche Hand und durch private Mäzene zusammen. Waren die Kosten des Neubaus anfangs mit rund zehn Millionen Euro kalkuliert, stiegen diese aufgrund der Preissteigerungen auf dem Baumarkt auf 11,68 Millionen Euro. Das Projekt der Renovierung, Restaurierung und Modernisierung des Großen Saals wurde deshalb um ein Jahr gestreckt, die Fertigstellung ist für Sommer 2024 geplant. Für die Finanzierung des Neubaus konnten Bund, [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land]] und [[Stadtgemeinde Salzburg]] gewonnen werden. Zu großem Dank ist die Stiftung Mozarteum zudem zahlreichen Förderern verpflichtet, ohne die der Neubau nicht möglich gewesen wäre: Zwei private Großsponsoren – Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller und Heinz-Hermann Thiele – stellten für den Neubau erhebliche Mittel zur Verfügung; diverse Projekte im Zuge des Neubaus wurden von verschiedenen privaten Fördern großzügig unterstützt und eine große Anzahl an Unterstützern fand sich für die Aktionen "Mein Stein für Mozart“ und "Mein Sitz für Mozart“. Das Bauprojekt wurde – neben der Kernerstellung durch die Stahlbau- und Fassadenfirma PICHLER Projects aus Bozen – überwiegend mit heimischen Professionisten umgesetzt. | ||
100 Tonnen Stahl wurden von der Stahlbau- und Fassadenfirma PICHLER Projects im Foyergebäude verbaut. Die einzelnen, je fünf bis sechs Tonnen schweren Stahlteile wurden vor Ort verschweißt; die Montagearbeiten erforderten wegen der besonderen Statik des über 100 Jahre alten Gebäudes Fingerspitzengefühl, auch deshalb, weil sogar der Verputz denkmalgeschützt ist. Ein Highlight ist auch der blickdichte Glasboden im Großen Foyer. Das Bodenglas weist eine zarte Ornamentstruktur auf, die wie Eisblumen anmuten. Die Glasplatten werden dabei in alter Verfahrenstechnik mit einem speziellen Ätzverfahren bearbeitet. Beide Foyers sind mit modernster [[Event]]technik ausgestattet, was wiederum eine breite Palette an neuen Veranstaltungsmöglichkeiten eröffnet. | 100 Tonnen Stahl wurden von der Stahlbau- und Fassadenfirma PICHLER Projects im Foyergebäude verbaut. Die einzelnen, je fünf bis sechs Tonnen schweren Stahlteile wurden vor Ort verschweißt; die Montagearbeiten erforderten wegen der besonderen Statik des über 100 Jahre alten Gebäudes Fingerspitzengefühl, auch deshalb, weil sogar der Verputz denkmalgeschützt ist. Ein Highlight ist auch der blickdichte Glasboden im Großen Foyer. Das Bodenglas weist eine zarte Ornamentstruktur auf, die wie Eisblumen anmuten. Die Glasplatten werden dabei in alter Verfahrenstechnik mit einem speziellen Ätzverfahren bearbeitet. Beide Foyers sind mit modernster [[Event]]technik ausgestattet, was wiederum eine breite Palette an neuen Veranstaltungsmöglichkeiten eröffnet. | ||