Alexandra Meissnitzer: Unterschied zwischen den Versionen
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[[File:Alexandra Meissnitzer Filmball Vienna 2015.jpg|thumb|Alexandra Meissnitzer am red carpet des Filmball Vienna im Rathaus in Wien, 2015]] | [[File:Alexandra Meissnitzer Filmball Vienna 2015.jpg|thumb|Alexandra Meissnitzer am red carpet des Filmball Vienna im Rathaus in Wien, 2015]] | ||
'''Alexandra Meissnitzer''' (* [[18. Juni]] [[1973]] in [[Abtenau]] im [[Lammertal]]) ist eine erfolgreiche ehemalige Salzburger [[Erfolgreiche Salzburger Skirennläufer|Skirennläufer]]in. | |||
==Karriere== | ==Karriere== | ||
Ihren ersten großen Erfolg feierte sie mit zehn Jahren, als sie österreichische Schülermeisterin im Riesentorlauf wurde. [[1991]] beendete die sympathische [[Tennengau]]erin die Ski-Handelsschule in Schladming und bestritt ihr erstes Weltcup-Rennen am [[7. Dezember]] [[1991]] im Super-G von Santa Caterina (ITA), in dem sie als 28. ihre ersten Weltcuppunkte holte. In diesem Winter wurde sie auch überlegene Europacup-Siegerin. | Ihren ersten großen Erfolg feierte sie mit zehn Jahren, als sie österreichische Schülermeisterin im Riesentorlauf wurde. [[1991]] beendete die sympathische [[Tennengau]]erin die Ski-Handelsschule in Schladming und bestritt ihr erstes Weltcup-Rennen am [[7. Dezember]] [[1991]] im Super-G von Santa Caterina ([[ITA]]), in dem sie als 28. ihre ersten Weltcuppunkte holte. In diesem Winter wurde sie auch überlegene Europacup-Siegerin. | ||
Ein schwerer Sturz bei der Abfahrt in Vail (USA) warf sie [[1993]] in ihrem Aufstieg zurück. Es dauerte auf den Tag genau vier Jahre, bis sie in Val d'Isere (FRA) erstmals auf dem Podium stand - und das gleich als Siegerin, wieder in einem Super-G. In der Saison [[1996]] folgten noch sechs weitere Podiumsplatzierungen, ein Kunststück, das ihr auch im folgenden Jahr gelang. [[1999]] sollte dann zum erfolgreichsten Jahr der Alexandra Meissnitzer im Weltcup werden: Acht Siege, drei zweite Plätze und zwei dritte Plätze ermöglichten ihr den Gewinn des Gesamtweltcups, sowie der kleinen Kristallkugeln im Super-G und im Riesentorlauf. In der Abfahrtswertung wurde sie Zweite. | Ein schwerer Sturz bei der Abfahrt in Vail (USA) warf sie [[1993]] in ihrem Aufstieg zurück. Es dauerte auf den Tag genau vier Jahre, bis sie in Val d'Isere ([[FRA]]) erstmals auf dem Podium stand - und das gleich als Siegerin, wieder in einem Super-G. In der Saison [[1996]] folgten noch sechs weitere Podiumsplatzierungen, ein Kunststück, das ihr auch im folgenden Jahr gelang. [[1999]] sollte dann zum erfolgreichsten Jahr der Alexandra Meissnitzer im Weltcup werden: Acht Siege, drei zweite Plätze und zwei dritte Plätze ermöglichten ihr den Gewinn des Gesamtweltcups, sowie der kleinen Kristallkugeln im Super-G und im Riesentorlauf. In der Abfahrtswertung wurde sie Zweite. | ||
Bei einem folgenschwerer Sturz im Super-G-Training in Lake Louise Ende 1999 erlitt die Abtenauerin einen Kreuzbandriss: die Saison für die Salzburgerin gelaufen. Alexandra Meissnitzer nutzte die Pause um ihre Ausbildung zu beenden: am [[17. Mai]] [[2000]] wurde sie in der Schulungsabteilung [[Großgmain]] als "Inspektorin der Bundesgendarmerie" ausgemustert. | [[Datei:meissnitzer.JPG|thumb|Alexandra Meissnitzer]] | ||
Bei einem folgenschwerer Sturz im Super-G-Training in Lake Louise Ende 1999 erlitt die Abtenauerin einen Kreuzbandriss: die Saison für die Salzburgerin gelaufen. Alexandra Meissnitzer nutzte die Pause um ihre Ausbildung zu beenden: am [[17. Mai]] [[2000]] wurde sie in der Schulungsabteilung [[Großgmain]] als "Inspektorin der [[Bundesgendarmerie]]" ausgemustert. | |||
Im Herbst 2000 musste sich Alexandra Meissnitzer erneut einer Knieoperation unterziehen. Ab [[2002]] war sie dann aber wieder für Spitzenplätze, vor allem in ihrer Lieblingsdisziplin Super-G und in der Abfahrt gut. [[2004]] stand sie im Super-G von Megeve (FRA) erstmals nach ihrem Gesamtweltcupsieg wieder ganz oben auf einem Siegertreppchen, ihr bislang letzter Sieg datiert vom [[4. Dezember]] [[2005]], natürlich im Super-G von Lake Louise. Ein Monat später stand sie am [[15. Jänner]] [[2006]] im Super-G von Bad Kleinkirchheim als Zweite zum letzten Mal auf einem Podest. Im Super-G Weltcup reichte es zu Platz zwei hinter Michaela Dorfmeister. | Im Herbst 2000 musste sich Alexandra Meissnitzer erneut einer Knieoperation unterziehen. Ab [[2002]] war sie dann aber wieder für Spitzenplätze, vor allem in ihrer Lieblingsdisziplin Super-G und in der Abfahrt gut. [[2004]] stand sie im Super-G von Megeve (FRA) erstmals nach ihrem Gesamtweltcupsieg wieder ganz oben auf einem Siegertreppchen, ihr bislang letzter Sieg datiert vom [[4. Dezember]] [[2005]], natürlich im Super-G von Lake Louise. Ein Monat später stand sie am [[15. Jänner]] [[2006]] im Super-G von Bad Kleinkirchheim als Zweite zum letzten Mal auf einem Podest. Im Super-G Weltcup reichte es zu Platz zwei hinter Michaela Dorfmeister. | ||
In der Saison [[2007]] waren drei vierte Plätze im Super-G und ein sechster Platz in der Abfahrt ihre besten Resultate. Am Ende der Saison erklärte sie, noch eine Saison - ihre 17. im Weltcup - anhängen zu wollen. In 310 Weltcupstarts landete Meissnitzer insgesamt 44 Mal auf dem Podium der ersten Drei, das letzte Mal bei ihrem Abschiedsrennen am [[13. März]] [[2008]], wo sie im Super-G von Bormio Rang 3 belegte. Sie feierte 14 Weltcup-Siege. | In der Saison [[2007]] waren drei vierte Plätze im Super-G und ein sechster Platz in der Abfahrt ihre besten Resultate. Am Ende der Saison erklärte sie, noch eine Saison - ihre 17. im Weltcup - anhängen zu wollen. In 310 Weltcupstarts landete Meissnitzer insgesamt 44 Mal auf dem Podium der ersten Drei, das letzte Mal bei ihrem Abschiedsrennen am [[13. März]] [[2008]], wo sie im Super-G von Bormio (ITA) Rang 3 belegte. Sie feierte 14 Weltcup-Siege. | ||
Bei einem großen Abschiedsfest mit | Bei einem großen Abschiedsfest mit 2 500 Gästen in [[Abtenau]] bedankte sich Alexandra Meissnitzer am [[19. April]] [[2008]] bei ihren Mitstreitern, Trainern, Kolleginnen und Fans für die langjährige Unterstützung. | ||
==Großereignisse== | ==Großereignisse== | ||
1994 durfte Alexandra Meissnitzer erstmals bei einem Großereignis starten: als Ersatzfrau für Monika Meierhofer kam sie im Olympia-RTL von [[Olympische Winterspiele 1994 in Lillehammer|Lillehammer]] zum Einsatz, schied dort aber aus. Ihre ersten WM Einsätze in der Sierra Nevada und in Sestriere waren überschattet von dummen Verletzungen - in [[Spanien]] riss sie sich beim Treppensteigen das Seitenband ein - und schlechten Resultaten. | [[1994]] durfte Alexandra Meissnitzer erstmals bei einem Großereignis starten: als Ersatzfrau für Monika Meierhofer kam sie im Olympia-RTL von [[Olympische Winterspiele 1994 in Lillehammer|Lillehammer]] zum Einsatz, schied dort aber aus. Ihre ersten WM Einsätze in der Sierra Nevada und in Sestriere waren überschattet von dummen Verletzungen - in [[Spanien]] riss sie sich beim Treppensteigen das Seitenband ein - und schlechten Resultaten. | ||
Bei der [[Olympische Winterspiele 1998 in Nagano|Olympiade in Nagano]] (JAP) konnte sie erstmals ihr Potential ausschöpfen und mit Bronze im Super-G und Silber im Riesentorlauf zwei Medaillen einheimsen. Ein Jahr später in Vail (USA) folgte auch der Durchbruch bei Weltmeisterschaften: am [[3. Februar]] [[1999]] krönte sie sich zur Super-G Weltmeisterin, am [[11. Februar]] dann noch zur Riesenslalom Weltmeisterin. Dazwischen war sie in der Abfahrt als viertbeste Österreicherin Vierte geworden und um 10 Hundertstel am Podium vorbeigeschrammt. | Bei der [[Olympische Winterspiele 1998 in Nagano|Olympiade in Nagano]] (JAP) konnte sie erstmals ihr Potential ausschöpfen und mit Bronze im Super-G und Silber im Riesentorlauf zwei Medaillen einheimsen. Ein Jahr später in Vail ([[USA]]) folgte auch der Durchbruch bei Weltmeisterschaften: am [[3. Februar]] [[1999]] krönte sie sich zur Super-G Weltmeisterin, am [[11. Februar]] dann noch zur Riesenslalom Weltmeisterin. Dazwischen war sie in der Abfahrt als viertbeste Österreicherin Vierte geworden und um 10 Hundertstel am Podium vorbeigeschrammt. | ||
Zwei vierte Plätze waren auch die Ausbeute der [[Olympische Winterspiele 2002 in Salt Lake City|Olympischen Spiele von Salt Lake City 2002]] (USA), bei der WM in St. Moritz holte sie Silber in der Abfahrt. Die WM in Bormio 2005 geriet wieder zum Desaster, aber bei den [[Olympische Winterspiele 2006 in Turin|Olympische Spielen von Turin]] (ITA) gewann sie am [[20. Februar]] [[2006]] noch einmal Bronze im Super-G. Bei der WM in Aare 2007 belegte sie im Super-G den 8. Rang. | Zwei vierte Plätze waren auch die Ausbeute der [[Olympische Winterspiele 2002 in Salt Lake City|Olympischen Spiele von Salt Lake City 2002]] (USA), bei der WM in St. Moritz holte sie Silber in der Abfahrt. Die WM in Bormio 2005 geriet wieder zum Desaster, aber bei den [[Olympische Winterspiele 2006 in Turin|Olympische Spielen von Turin]] (ITA) gewann sie am [[20. Februar]] [[2006]] noch einmal Bronze im Super-G. Bei der WM in Aare 2007 belegte sie im Super-G den 8. Rang. | ||
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== Quellen == | == Quellen == | ||
*FIS Homepage | *FIS Homepage | ||
*Salzburger Nachrichten | * "[[Salzburger Nachrichten]]" | ||
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