| − | Aufgrund des [[Angriffskrieg|Angriffskriegs von Russland auf die Ukraine]] seit Februar [[2022]] kam es im Lauf des Jahres zu Lieferrückgängen von Gas aus [[Russland]] und einem Boykott für den Bezug von russischem Erdöl. Dies führt zur Erstellung eines Notfallplans der österreichischen Bundesregierung für den Fall, dass aber Herbst-Winter 2022-[[2023]] es zu Energieproblemen in Österreich kommen könnte. Ein Aspekt dabei war der enorme Wasser- und Stromverbrauch für Beschneiungsanlagen sowie der Energieverbrauch von Seilbahnen. Die Überlegungen der Regierung gingen dahingehend, dass für kritische Infrastrukturen die Energieversorgung gesichert sein sollte, andere wirtschaftliche Bereiche jedoch weniger versorgt werden sollte. Das brachte die Seilbahnwirtschaft auf die Barrikaden.<blockquote>Und wenn heute in Wien die Frage gestellt wird, ob Seilbahnen und Schneeanlagen sicherheitsrelevante Einrichtungen sind, die auch versorgt werden müssen im Herbst, dann sage ich denen: "Freunde, ich schaue nicht zu, wie das Wasser an mir vorbeirinnt und Strom für die Stadt produziert wird, und wir sitzen im Trockenen. Dann werden wir uns auch zu wehren wissen."</blockquote>Mit diesen Worten hatte der Obmann der österreichischen Seilbahnwirtschaft Franz Hörl, gesprochen bei einer Lifteröffnung in Vorarlberg Anfang Juli, für einen Eklat gesorgt. Vor dem Hintergrund drohender Energierationierungen in der Wintersaison wurde dem Tiroler ÖVP-Nationalratsabgeordneten vorgeworfen, touristische Interessen mit Notwendigkeiten im Gesundheitsbereich oder in der Lebensmittelproduktion gleichzustellen. Für [[Erich Egger]], Pendant zu Hörl als Seilbahnsprecher im Land Salzburg, stand ebenfalls außer Frage, dass die Lifte und dazugehörige Beschneiungsanlagen zur kritischen Infrastruktur gehören, wenn auch zu jener "zweiter Rangordnung", wie der Vorstand der [[Schmittenhöhebahn AG]] in [[Zell am See]] sagte. "Da muss man ganz klar sagen: Die Beschneiung ist ja nicht unser Hobby. Das ist unsere industrielle Grundproduktion." Wenn es keinen Schnee auf den Pisten gebe, finde kein Wintertourismus statt. Es gehe nicht um ein paar Seilbahnen. "Davon hängen Tausende Betriebe ab und noch viel mehr Existenzen."<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/stromfresser-seilbahnen-kommt-die-energiebremse-fuer-den-tourismus-124622227 www.sn.at], 23. Juli 2022</ref> | + | Aufgrund des [[Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine und dessen Auswirkungen auf Salzburg|Angriffskriegs von Russland auf die Ukraine]] seit Februar [[2022]] kam es im Lauf des Jahres zu Lieferrückgängen von Gas aus [[Russland]] und einem Boykott für den Bezug von russischem Erdöl. Dies führt zur Erstellung eines Notfallplans der österreichischen Bundesregierung für den Fall, dass aber Herbst-Winter 2022-[[2023]] es zu Energieproblemen in Österreich kommen könnte. Ein Aspekt dabei war der enorme Wasser- und Stromverbrauch für Beschneiungsanlagen sowie der Energieverbrauch von Seilbahnen. Die Überlegungen der Regierung gingen dahingehend, dass für kritische Infrastrukturen die Energieversorgung gesichert sein sollte, andere wirtschaftliche Bereiche jedoch weniger versorgt werden sollte. Das brachte die Seilbahnwirtschaft auf die Barrikaden.<blockquote>Und wenn heute in Wien die Frage gestellt wird, ob Seilbahnen und Schneeanlagen sicherheitsrelevante Einrichtungen sind, die auch versorgt werden müssen im Herbst, dann sage ich denen: "Freunde, ich schaue nicht zu, wie das Wasser an mir vorbeirinnt und Strom für die Stadt produziert wird, und wir sitzen im Trockenen. Dann werden wir uns auch zu wehren wissen."</blockquote>Mit diesen Worten hatte der Obmann der österreichischen Seilbahnwirtschaft Franz Hörl, gesprochen bei einer Lifteröffnung in Vorarlberg Anfang Juli, für einen Eklat gesorgt. Vor dem Hintergrund drohender Energierationierungen in der Wintersaison wurde dem Tiroler ÖVP-Nationalratsabgeordneten vorgeworfen, touristische Interessen mit Notwendigkeiten im Gesundheitsbereich oder in der Lebensmittelproduktion gleichzustellen. Für [[Erich Egger]], Pendant zu Hörl als Seilbahnsprecher im Land Salzburg, stand ebenfalls außer Frage, dass die Lifte und dazugehörige Beschneiungsanlagen zur kritischen Infrastruktur gehören, wenn auch zu jener "zweiter Rangordnung", wie der Vorstand der [[Schmittenhöhebahn AG]] in [[Zell am See]] sagte. "Da muss man ganz klar sagen: Die Beschneiung ist ja nicht unser Hobby. Das ist unsere industrielle Grundproduktion." Wenn es keinen Schnee auf den Pisten gebe, finde kein Wintertourismus statt. Es gehe nicht um ein paar Seilbahnen. "Davon hängen Tausende Betriebe ab und noch viel mehr Existenzen."<ref>[https://www.sn.at/salzburg/politik/stromfresser-seilbahnen-kommt-die-energiebremse-fuer-den-tourismus-124622227 www.sn.at], 23. Juli 2022</ref> |