Elisabeth Maria Kalisch: Unterschied zwischen den Versionen

KKeine Bearbeitungszusammenfassung
Enrico64 (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 1: Zeile 1:
[[File:Lilli Lehmann.jpg|thumb|Lilli Lehmann 1902.]]
[[File:Lilli Lehmann.jpg|thumb|Lilli Lehmann 1902.]]
[[Datei:Lilli Lehmann 1928.jpg|thumb|Rechts oben ein Bild von Lilli Lehmann an ihrem 80. Geburtstag (1928).]]
[[Datei:Lilli Lehmann 1928.jpg|thumb|Rechts oben ein Bild von Lilli Lehmann an ihrem 80. Geburtstag (1928).]]
'''Elisabeth Maria Kalisch''', geborene Loew (* [[24. November]] [[1848]] in Würzburg, [[Deutschland]]; † [[17. Mai]] [[1929]] in Berlin), Künstlername ''Lilli Lehmann'' war Starsopranistin, Gesangspädagogin, Hauptmäzenin und Mitbegründerin des [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteums]].
'''Elisabeth Maria Kalisch''', geborene Loew (* [[24. November]] [[1848]] in Würzburg, [[Deutschland]]; † [[17. Mai]] [[1929]] in Berlin), Künstlername ''Lilli Lehmann'' war Starsopranistin, Gesangspädagogin und große Gönnerin für die Errichtung des [[Mozarteum (Gebäude)|Mozarteumsgebäudes an der Schwarzstraße]].


==Lehmann und Salzburg==
==Lehmann und Salzburg==
Zeile 8: Zeile 8:
Von den acht [[Salzburger Mozartfest]]en, dem anerkannten Vorläufer der Salzburger Festspiele, die zwischen [[1877]] und [[1910]] stattfanden, prägte Lehmann vor allem das 7. Fest [[1906]] mit ihrer Darstellung der ''Donna Anna'' in [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozarts]] ''[[Don Giovanni]]''.  
Von den acht [[Salzburger Mozartfest]]en, dem anerkannten Vorläufer der Salzburger Festspiele, die zwischen [[1877]] und [[1910]] stattfanden, prägte Lehmann vor allem das 7. Fest [[1906]] mit ihrer Darstellung der ''Donna Anna'' in [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozarts]] ''[[Don Giovanni]]''.  


Am [[8. August]] 1910 nahm Lehmann die Grundsteinlegung zum Mozarteum vor. Unermüdlich trug sie mit Wohltätigkeitskonzerten und Spendenaufrufen dazu bei, dass das Mozarteum an der [[Schwarzstraße]] [[1914]] gebaut und [[Mozarts Geburtshaus]] angekauft werden konnte ([[1917]]). Als sich während der Errichtung des Mozarteums finanzielle Schwierigkeiten ergaben, spendete sie 200.000 [[Krone]]n gegen eine bescheidene Jahresrente auf Lebenszeit.
Am [[8. August]] 1910 nahm Lehmann die Grundsteinlegung zum Mozarteum vor. Unermüdlich trug sie mit Wohltätigkeitskonzerten und Spendenaufrufen dazu bei, dass das Mozarteum an der [[Schwarzstraße]] [[1914]] gebaut und [[Mozarts Geburtshaus]] angekauft werden konnte ([[1917]]). Als sich während der Errichtung des Mozarteums finanzielle Schwierigkeiten ergaben, spendete sie 200.000 [[Krone]]n gegen eine bescheidene Jahresrente auf Lebenszeit. Aus Anlass der Eröffnung des Mozarteumsgebäudes wurde [[1914]] auf der Bastei ihr zu Ehren eine Linde gepflanzt.


Von [[1916]] bis [[1928]] unterrichtete sie jeden Sommer Stilgesang am [[Universität Mozarteum Salzburg|Mozarteum]], Kurse, die zum Entstehen der [[Internationale Sommerakademie am Mozarteum|Internationalen Sommerakademie Mozarteum]] führten.
Von [[1916]] bis [[1928]] unterrichtete sie jeden Sommer Stilgesang am [[Universität Mozarteum Salzburg|Mozarteum]], Kurse, die zum Entstehen der [[Internationale Sommerakademie am Mozarteum|Internationalen Sommerakademie Mozarteum]] führten.
Zeile 25: Zeile 25:
In der [[Stadt Salzburg]] ist die [[Lilli-Lehmann-Gasse]] im Stadtteil [[Parsch]] nach der Kammersängerin benannt.
In der [[Stadt Salzburg]] ist die [[Lilli-Lehmann-Gasse]] im Stadtteil [[Parsch]] nach der Kammersängerin benannt.


Bis heute erhalten junge, talentierte Sänger und Musiker jährlich die 1916 erstmals geprägte ''[[Lilli-Lehmann-Medaille]]'' des Mozarteums als Auszeichnung.
Bis heute erhalten junge, talentierte Sänger und Musiker jährlich die 1916 erstmals geprägte ''[[Lilli-Lehmann-Medaille]]'' der Internationalen Stiftung Mozarteum als Auszeichnung.


Im [[Mozartjahr]] [[2006]] zeigte das [[Museum Agricultur]] in [[Schleedorf]] eine Ausstellung, die der heute fast vergessenen Förderin des Salzburger Musiklebens gewidmet war.
Im [[Mozartjahr]] [[2006]] zeigte das [[Museum Agricultur]] in [[Schleedorf]] eine Ausstellung, die der heute fast vergessenen Förderin des Salzburger Musiklebens gewidmet war.