Schloss Gartenau: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K (Hinweis Denkmalschutz)
Zeile 1: Zeile 1:
Das '''Schloss Gartenau''' befindet sich in der [[Tennengau]]er Bezirkshauptstadt [[Hallein]].  
+
Das '''Schloss Gartenau''' befindet sich in der [[Tennengau]]er Bezirkshauptstadt [[Hallein]].Es zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Hallein|denkmalgeschützten Objekten in Hallein]].
  
 
   
 
   
Zeile 10: Zeile 10:
 
==Geschichte==
 
==Geschichte==
 
Bereits [[1339]] wurde Gartenau, damals noch unter dem Namen "Grafengaden" als ''Gut'' erwähnt und um 1400 vom [[Pfleger]] von [[Glanegg]] Rudolf Trauner in einen Ansitz umgewandelt. Bauherren waren die aus der bayerischen Oberpfalz stammenden Grafen von Sulzbach, die auch als Stifter der Propstei Berchtesgaden bekannt sind. Um [[1430]] erwarb die durch den [[Salzhandel]] reich gewordene [[Laufen]]er Schiffsherrenfamilie Scheller das Schloss und nannte sich "Scheller von Gartenau".  
 
Bereits [[1339]] wurde Gartenau, damals noch unter dem Namen "Grafengaden" als ''Gut'' erwähnt und um 1400 vom [[Pfleger]] von [[Glanegg]] Rudolf Trauner in einen Ansitz umgewandelt. Bauherren waren die aus der bayerischen Oberpfalz stammenden Grafen von Sulzbach, die auch als Stifter der Propstei Berchtesgaden bekannt sind. Um [[1430]] erwarb die durch den [[Salzhandel]] reich gewordene [[Laufen]]er Schiffsherrenfamilie Scheller das Schloss und nannte sich "Scheller von Gartenau".  
 +
 
Im [[16. Jahrhundert]] wurde von Jakob Belasi, einem Bruder des damaligen [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischofs]] [[Johann Jakob Khuen von Belasi]] der südlich gelegene Trakt des Schlosses errichtet. Der nördliche entstand um [[1800]].
 
Im [[16. Jahrhundert]] wurde von Jakob Belasi, einem Bruder des damaligen [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischofs]] [[Johann Jakob Khuen von Belasi]] der südlich gelegene Trakt des Schlosses errichtet. Der nördliche entstand um [[1800]].
 +
 
Nach der Grundentlastung [[1848]] kaufte Evelyn Freiin von Hammer-Purgstall den Besitz. Ihr Gatte Adolf von Berndt begann mit der Zementgewinnung, die seit [[1864]] von der Familie bzw. der [[Zementwerk Leube GmbH]] betrieben wird.
 
Nach der Grundentlastung [[1848]] kaufte Evelyn Freiin von Hammer-Purgstall den Besitz. Ihr Gatte Adolf von Berndt begann mit der Zementgewinnung, die seit [[1864]] von der Familie bzw. der [[Zementwerk Leube GmbH]] betrieben wird.
  
Zeile 32: Zeile 34:
 
[[Kategorie:Schloss|Gartenau, Schloss]]
 
[[Kategorie:Schloss|Gartenau, Schloss]]
 
[[Kategorie:historische Gebäude|Gartenau, Schloss]]
 
[[Kategorie:historische Gebäude|Gartenau, Schloss]]
 +
[[Kategorie:Denkmalschutz|Gartenau, Schloss]]
 +
[[Kategorie:Denkmalschutz (Hallein)|Gartenau, Schloss]]

Version vom 20. November 2012, 17:05 Uhr

Das Schloss Gartenau befindet sich in der Tennengauer Bezirkshauptstadt Hallein.Es zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in Hallein.


Name

Der Name Gartenau geht auf einen Hof "Kattenowe", auch "Gatenau" des 13. und 14. Jahrhundert zurück.

Lage

Schloss Gartenau liegt am südwestlichen Abhang des Gebirgsausläufers des Göll-Massivs oberhalb der Königsseeache in der Katastralgemeinde Taxach.

Geschichte

Bereits 1339 wurde Gartenau, damals noch unter dem Namen "Grafengaden" als Gut erwähnt und um 1400 vom Pfleger von Glanegg Rudolf Trauner in einen Ansitz umgewandelt. Bauherren waren die aus der bayerischen Oberpfalz stammenden Grafen von Sulzbach, die auch als Stifter der Propstei Berchtesgaden bekannt sind. Um 1430 erwarb die durch den Salzhandel reich gewordene Laufener Schiffsherrenfamilie Scheller das Schloss und nannte sich "Scheller von Gartenau".

Im 16. Jahrhundert wurde von Jakob Belasi, einem Bruder des damaligen Salzburger Erzbischofs Johann Jakob Khuen von Belasi der südlich gelegene Trakt des Schlosses errichtet. Der nördliche entstand um 1800.

Nach der Grundentlastung 1848 kaufte Evelyn Freiin von Hammer-Purgstall den Besitz. Ihr Gatte Adolf von Berndt begann mit der Zementgewinnung, die seit 1864 von der Familie bzw. der Zementwerk Leube GmbH betrieben wird.

Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und ist nicht zu besichtigen.

Ausstattung

In dem langgestreckten, rechteckigen Schloss sind im ersten Stockwerk Freskenreste des Vorgängerbaues erhalten. Sowohl im Schloss, als auch in der großen Schlosskapelle sind noch spätgotische Details zu finden.

Weblinks

Quellen

  • www.salzburg.gv.at
  • Von Schloss zu Schloss in Österreich, Gerhard Stenzel, Verlag Kremayr & Scheriau, Wien