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| | Die Rohmagnesitlagerstätte Entacheralm liegt in der KG Hinterthal im Gemeindegebiet von Maria Alm, konkret südwestlich von Hinterthal am orografisch linken Talgehänge des Urslautales in 980 bis 1320 m ü. A. | | Die Rohmagnesitlagerstätte Entacheralm liegt in der KG Hinterthal im Gemeindegebiet von Maria Alm, konkret südwestlich von Hinterthal am orografisch linken Talgehänge des Urslautales in 980 bis 1320 m ü. A. |
| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Dieses Vorkommen kannte man bereits im Jahr [[1908]]. Die Abbaurechte besaß ursprünglich [[Josef Weilguny]] aus [[Saalfelden]], von dem sie [[1925]] die Österreichisch-Amerikanische Magnesit AG erworben hat. In den Jahren 1925 bis 1927 wurde die Lagerstätte durch mehrere Schurfstollen aufgeschlossen. Einige davon waren mehr als 100 Meter lang. Es konnte ein sog. unteres Lager, „Pirmbachlager“ genannt, und ein oberes, als „Entacherlager“ bezeichnet, festgestellt werden. Man ging damals von zwei Millionen Kubikmeter Rohmagnesit aus. Andreas Egger aus [[Fieberbrunn]] in [[Tirol]] war der die Schurfarbeiten leitende Hutmann. | + | Dieses Vorkommen kannte man bereits im Jahr [[1908]]. Die Abbaurechte besaß ursprünglich [[Josef Weilguny]] aus [[Saalfelden]], von dem sie [[1925]] die Österreichisch-Amerikanische Magnesit AG erworben hat. In den Jahren 1925 bis [[1927]] wurde die Lagerstätte durch mehrere Schurfstollen aufgeschlossen. Einige davon waren mehr als 100 Meter lang. Es konnte ein sog. unteres Lager, „Pirmbachlager“ genannt, und ein oberes, als „Entacherlager“ bezeichnet, festgestellt werden. Man ging damals von zwei Millionen Kubikmeter Rohmagnesit aus. Andreas Egger aus [[Fieberbrunn]] in [[Tirol]] war der die Schurfarbeiten leitende Hutmann. |
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| | [[1930]] erwarb ein Tochterunternehmen der Österreichisch-Amerikanischen Magnesit AG, die Alpenminen AG, die Abbaurechte auf der Entacheralm sowie am Berghamerwald im [[Jetzbachtal]] in der KG Aberg in der Gemeinde Maria Alm. Geplant war, mit den Aufschlussarbeiten [[1940]] zu beginnen. Das Vorhaben konnte kriegsbedingt aber erst im Jahr [[1943]] gestartet werden. | | [[1930]] erwarb ein Tochterunternehmen der Österreichisch-Amerikanischen Magnesit AG, die Alpenminen AG, die Abbaurechte auf der Entacheralm sowie am Berghamerwald im [[Jetzbachtal]] in der KG Aberg in der Gemeinde Maria Alm. Geplant war, mit den Aufschlussarbeiten [[1940]] zu beginnen. Das Vorhaben konnte kriegsbedingt aber erst im Jahr [[1943]] gestartet werden. |
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| | =====Baueinstellung===== | | =====Baueinstellung===== |
| | Im Herbst 1944 kam es aufgrund der kriegsbedingten Lage zur Einstellung aller Arbeiten in Hinterthal und in Saalfelden. Nach Ende des zweiten Weltkrieges erfolgten mehrere lagerstättenkundliche Untersuchungen, die letzte in den Jahren [[1973]] / [[1974]]. Im Zuge dieser Untersuchungen wurde im Bereich beider Lager ein Maximum an Gesamtvorräten von 7,408.000 Tonnen Rohmagnesit festgestellt. Bergbautätigkeiten wurde seither nicht mehr aufgenommen. | | Im Herbst 1944 kam es aufgrund der kriegsbedingten Lage zur Einstellung aller Arbeiten in Hinterthal und in Saalfelden. Nach Ende des zweiten Weltkrieges erfolgten mehrere lagerstättenkundliche Untersuchungen, die letzte in den Jahren [[1973]] / [[1974]]. Im Zuge dieser Untersuchungen wurde im Bereich beider Lager ein Maximum an Gesamtvorräten von 7,408.000 Tonnen Rohmagnesit festgestellt. Bergbautätigkeiten wurde seither nicht mehr aufgenommen. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| | * W. Günther und W. H. Paar, „Vom Rohmagnesit zum feuerfesten Magnesitstein“, HG [[Bergbaumuseum Leogang]] | | * W. Günther und W. H. Paar, „Vom Rohmagnesit zum feuerfesten Magnesitstein“, HG [[Bergbaumuseum Leogang]] |