Stiftsmuseum Mattsee: Unterschied zwischen den Versionen
(ergänzt) |
(+ Bild) |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| + | [[Datei:Astronomische Uhr Stiftsmuseum Mattsee.jpg|thumb|Die astronomische Uhr im Stiftsmuseum.]] | ||
Das '''Stiftsmuseum Mattsee''' ist ein [[Museen im Land Salzburg|Museum]] für sakrale und weltlichen Gegenständen in der Marktgemeinde [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] im [[Flachgau]]. | Das '''Stiftsmuseum Mattsee''' ist ein [[Museen im Land Salzburg|Museum]] für sakrale und weltlichen Gegenständen in der Marktgemeinde [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] im [[Flachgau]]. | ||
| Zeile 14: | Zeile 15: | ||
* Stiftsbibliothek mit 3 800 Büchern | * Stiftsbibliothek mit 3 800 Büchern | ||
* Gemäldegalerie mit Werken von [[Johann Michael Rottmayr]] | * Gemäldegalerie mit Werken von [[Johann Michael Rottmayr]] | ||
| − | * Astronomische Uhr, ein Werk von Dekan [[Johann Baltasar Öperl]], mit Schautafeln | + | * Astronomische Uhr, ein Werk von Dekan [[Johann Baltasar Öperl]] und Matthias Fiederer, [[Mattighofen]], [[1704]], Holz, Metall versilbert, vergoldet, 244 x 92 x 66 cm,<ref>[[[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom [https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=60954 27. Dezember 2018]</ref> mit Schautafeln |
* Dokumentation über die ungarische Stephanskrone auf der Flucht ins Exil nach Mattsee | * Dokumentation über die ungarische Stephanskrone auf der Flucht ins Exil nach Mattsee | ||
* Vinzenz-Schreiner-Sammlung von Holz- und Tonskulpturen des Künstlers | * Vinzenz-Schreiner-Sammlung von Holz- und Tonskulpturen des Künstlers | ||
| Zeile 52: | Zeile 53: | ||
== Quelle == | == Quelle == | ||
* [https://service.salzburg.gv.at/museen/detail.do?museumId=2519 service.salzburg.gv.at], abgefragt am 1. März 2021 | * [https://service.salzburg.gv.at/museen/detail.do?museumId=2519 service.salzburg.gv.at], abgefragt am 1. März 2021 | ||
| + | |||
| + | ==== Einzelnachweis ==== | ||
| + | <references/> | ||
{{SORTIERUNG:Mattsee, Stiftsmuseum}} | {{SORTIERUNG:Mattsee, Stiftsmuseum}} | ||
Version vom 1. März 2021, 20:19 Uhr
Das Stiftsmuseum Mattsee ist ein Museum für sakrale und weltlichen Gegenständen in der Marktgemeinde Mattsee im Flachgau.
Geschichte
Anlässlich des 1 200jährigen Gründungsjubiläums des Stifts Mattsee wurde die alte Propstei 1977 in ein Kulturzentrum umgewandelt und als Stiftsmuseum eingerichtet.
Beschreibung
Das Museum umfasst in den zwölf für die Besucher gestalteten Räume mit mehreren Schwerpunkten. Im Mittelpunkt stehen das Stift mit seiner langjährigen Geschichte und Tradition.
Im Museum werden die ursprünglichen Wohnverhältnisse der Pröpste veranschaulicht und wertvolle Sakrale Gegenstände, die sich im Laufe der Zeit angesammelt haben, ausgestellt. Anhand von Exponaten wird auch Persönlichkeiten wie Anton Diabelli oder August Radnitzky, die einen engen Bezug zum Stift hatten, gedacht. Eine kleine Gemäldegalerie u. a. mit Werken von Johann Michael Rottmayr, dessen Großvater als Organist in Mattsee wirkte, bilden den künstlerischen Höhepunkt der Sammlung.
Die zwölf Räume haben folgende unterschiedliche Schwerpunkte:
- Der Wohnbereich des Propstes mit einem gedeckten Tisch für die zwölf Kanoniker mit Salzburger Weißgeschirr (Majolika), Tafelsilber und Zinngeschirr
- Schatzkammer mit einer Kopie des Tassilokelchs, sowie Messgewändern, Monstranz und Ziborium
- Stiftsbibliothek mit 3 800 Büchern
- Gemäldegalerie mit Werken von Johann Michael Rottmayr
- Astronomische Uhr, ein Werk von Dekan Johann Baltasar Öperl und Matthias Fiederer, Mattighofen, 1704, Holz, Metall versilbert, vergoldet, 244 x 92 x 66 cm,[1] mit Schautafeln
- Dokumentation über die ungarische Stephanskrone auf der Flucht ins Exil nach Mattsee
- Vinzenz-Schreiner-Sammlung von Holz- und Tonskulpturen des Künstlers
- Burghard-Breitner-Sammlung, dem Chirurgen und Hochschullehrer, werden dessen letztes Mobiliar, sein chirurgisches Besteck in Sibirien und seine letzten medizinischen Schriften gezeigt.
- Anton Diabelli, dem Komponisten und Musikverleger aus Mattsee sind zwei Räume gewidmet
Seit 2019 gibt es neu zu sehen:
- Eine Bruderschaftsurkunde der Maria-Trost-Bruderschaft von 1853
1700 wurde der nördliche Seitenaltar in der Stiftskirche Mattsee, ein „Bruderschaftsaltar Maria Trost“, errichtet. Gegründet wurde die Bruderschaft im Jahr 1689. Museumsleiter Josef Sturm konnte vor einigen Monaten ein wertvolles und interessantes Zeugnis zur Geschichte des Stiftes Mattsee für das Stiftsmuseum, über Dr. Gerhard Huber (Salzburg), der es bei einem Antiquariat in Laufen ausfindig gemacht hatte, erwerben.
Das Original befindet sich im Stiftsarchiv Mattsee, ein Faksimile im Stiftsmuseum zu sehen: König Ludwig der Deutsche (843-876) schenkt dem Kloster Mattsee (Matheseum) auf Bitte des Bischofs Erchanfrid von Regensburg zwanzig Güter in der Nähe von Pitten (im heutigen Niederösterreich), vermutlich zur Unterstützung der von Mattsee aus betriebenen Ostmission.
Alle zwei Jahre zeigen Sonderausstellungen Bezüge zur Lokalgeschichte auf.
- 1986: Anton Diabelli
- 1995: 50 Jahre Stephanskrone in Mattsee
- 1997: August Radnitzky
- 2000: Tassilo
- 2005: Mattsee vom Tropenstrand zum Eiszeitrand
...
- 2017: Mattsee und das Collegiatstift, Zeitreise von 1816 bis 2016
- 2017: Maria Theresia
- 2017: Krippenausstellung
- 2019: 100 Jahre Frauenwahlrecht
Als Museumserhalter fungiert Stiftspropst Vinzenz Baldemair.
Auszeichnung
Dem Stiftsmuseum Mattsee wurde 2017 der Anerkennungspreis des Salzburger Museumsschlüssels verliehen.
Bilder
Stiftsmuseum Mattsee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Weblinks
- www.stiftmattsee.at, Bilder der Räume und von Ausstellungsstücken
Quelle
- service.salzburg.gv.at, abgefragt am 1. März 2021
Einzelnachweis
- ↑ [[[Salzburger Landeskorrespondenz]] vom 27. Dezember 2018