Olga Zweig: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Stolperstein_Olga_Zweig.jpg|thumb|Stolperstein für Olga Zweig in der Linzer Gasse | [[Datei:Stolperstein_Olga_Zweig.jpg|thumb|Stolperstein für Olga Zweig in der [[Linzer Gasse]] 6]] | ||
'''Olga Zweig''' (* [[9. Jänner]] [[1885]] in [[Wien]]; † [[5. Februar]] [[1966]] in der [[Stadt Salzburg]]) war | '''Olga Zweig''' (* [[9. Jänner]] [[1885]] in [[Wien]]; † [[5. Februar]] [[1966]] in der [[Stadt Salzburg]]) war Kinderschwester und Retterin eines [[NS-Opfer|Opfers]] des [[Nationalsozialismus]] in Salzburg. | ||
== Leben == | == Leben == | ||
Olga war | Olga war das fünfte von sieben Kindern von Ernst Zweig und seiner [[Katholische Kirche|katholischen]] Frau Maria. Sie war eine Cousine des Schriftstellers [[Stefan Zweig]]. Sie blieb unverheiratet und lebte seit [[1931]] als Pflegerin in Salzburg. Auf dem Meldeschein trug sie "katholisch", anstatt "jüdisch" bei der Sparte Religionsbekenntnis ein. Zur gleichen Zeit zog ein Pflegekind, Rudolf (* 1916; † 1973), bei ihr ein, der jedoch zwei "Makel" aufwies: Er war Spastiker und [[Juden|Jude]]. Olga bemühte sich, ihn zu verstecken, was ihr dank ihrer Verschwiegenheit gelang, weit über die Kriegsjahre hinaus. | ||
1941 wurde Olga − aufgrund der Manipulation ihres Geburtsscheins "katholisch" − verhaftet, angezeigt und zu einem Jahr Kerker verurteilt, allerdings schon Mitte Mai 1942 freigelassen, da sie ihre Strafe verbüßt hatte. Ihr Pflegesohn befand sich bei Freunden außerhalb Salzburgs in Sicherheit. | 1941 wurde Olga − aufgrund der Manipulation ihres Geburtsscheins "katholisch" − verhaftet, angezeigt und zu einem Jahr Kerker verurteilt, allerdings schon Mitte Mai 1942 freigelassen, da sie ihre Strafe verbüßt hatte. Ihr Pflegesohn befand sich bei Freunden außerhalb Salzburgs in Sicherheit. | ||
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Im Juli desselben Jahres ließ sich Olga von [[Franz Zeiss]] katholisch taufen. 1945 wurde sie abermals verhaftet und kam ins [[KZ Theresienstadt|Konzentrationslager Theresienstadt]]. Von dort aus wurde sie zu Kriegsende befreit. Im Juni kehrte Olga nach Salzburg zurück. | Im Juli desselben Jahres ließ sich Olga von [[Franz Zeiss]] katholisch taufen. 1945 wurde sie abermals verhaftet und kam ins [[KZ Theresienstadt|Konzentrationslager Theresienstadt]]. Von dort aus wurde sie zu Kriegsende befreit. Im Juni kehrte Olga nach Salzburg zurück. | ||
Am 5. Februar 1966 starb sie in Salzburg. Ihr Pflegesohn überlebte sie um sieben Jahre. Olgas Grab befand sich | Am 5. Februar 1966 starb sie in Salzburg. Ihr Pflegesohn überlebte sie um sieben Jahre. Olgas Grab befand sich auf dem [[Salzburger Kommunalfriedhof]], wurde jedoch später aufgelöst, da für die Erhaltung niemand aufkommen konnte. | ||
Zum Andenken an Olga Zweig wurde am [[14. November]] [[2016]] im Salzburger Stadtteil [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen Altstadt]] in der [[Linzer Gasse]] | Zum Andenken an Olga Zweig wurde am [[14. November]] [[2016]] im Salzburger Stadtteil [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechtsufrigen Altstadt]] in der [[Linzer Gasse]] 6 ein [[Stolperstein]] verlegt. | ||
== | == Quellen == | ||
* [http://www.stolpersteine-salzburg.at/de/orte_und_biographien?victim=Zweig,Olga Stolperstein Olga Zweig] | * [http://www.stolpersteine-salzburg.at/de/orte_und_biographien?victim=Zweig,Olga Stolperstein Olga Zweig] | ||
* [[Salzburger Nachrichten]], Lokalausgabe vom 14. Jänner 2022: ''"Stefan Zweigs Cousine war wunderbar"'' ([[Barbara Haimerl]]) | |||
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[[Kategorie:Wien]] | |||
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[[Kategorie:Person (Geschichte)]] | [[Kategorie:Person (Geschichte)]] | ||
[[Kategorie:Zweiter Weltkrieg]] | [[Kategorie:Zweiter Weltkrieg]] | ||
[[Kategorie:Stadt Salzburg]] | |||
[[Kategorie:Stolperstein]] | |||
[[Kategorie:Geboren 1885]] | |||
[[Kategorie:Gestorben 1966]] | |||