Judendorf: Unterschied zwischen den Versionen
→Judendorf im Fuschertal: Verlinkung Judenbichl |
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An dem Wegstrang, der von der Fuscher Wegscheid durch das Fuschertal nach Norden Richtung Zell am See und weiter über das [[Saalachtal]] nach Salzburg führt, liegt ebenfalls ein Judendorf. Es besteht aus zwei Bauerngütern namens Vorder- und Hinterjudendorf, die früher auch Örtlehen und Vogllehen genannt wurden und liegt im vorderen nördlichen Teil des Fuscher Tales auf dem Westhang, etwa 20 m über der Talsohle. Dieses Judendorf gehört zur Gemeinde [[Fusch an der Großglocknerstraße]] und zwar zur sog. Zeller Fusch (Gerichtsbezirk Zell am See). Die frühere Landstraße verlief direkt am Judendorf, während die heutige Straße, die [[Großglockner Hochalpenstraße]], gerade und ohne Steigung am Fuß der kleinen Anhöhe vorbei führt. Die heutige Zufahrt von der Glocknerstraße nach Judendorf ist Teil der ehemaligen Landstraße. | An dem Wegstrang, der von der Fuscher Wegscheid durch das Fuschertal nach Norden Richtung Zell am See und weiter über das [[Saalachtal]] nach Salzburg führt, liegt ebenfalls ein Judendorf. Es besteht aus zwei Bauerngütern namens Vorder- und Hinterjudendorf, die früher auch Örtlehen und Vogllehen genannt wurden und liegt im vorderen nördlichen Teil des Fuscher Tales auf dem Westhang, etwa 20 m über der Talsohle. Dieses Judendorf gehört zur Gemeinde [[Fusch an der Großglocknerstraße]] und zwar zur sog. Zeller Fusch (Gerichtsbezirk Zell am See). Die frühere Landstraße verlief direkt am Judendorf, während die heutige Straße, die [[Großglockner Hochalpenstraße]], gerade und ohne Steigung am Fuß der kleinen Anhöhe vorbei führt. Die heutige Zufahrt von der Glocknerstraße nach Judendorf ist Teil der ehemaligen Landstraße. | ||
Bei der ersten urkundlichen Erwähnung im erzbischöflichen Urbar „inner Gebirg“ ca. [[1350]] bestand das Judendorf aus drei Gütern, von denen die zwei oben genannten etwa um die Mitte des [[15. Jahrhundert]] zu einem Gut zusammengelegt wurden. Aus dem Umstand, dass die drei Güter ursprünglich je 100 Stück Käse dienten, was zusammen mit 300 Stück den typischen Dienst einer alpenländischen [[Schwaige]] ausmacht, ist zu schließen, dass es sich ursprünglich um ein Gut gehandelt hat. | Bei der ersten urkundlichen Erwähnung im erzbischöflichen Urbar „inner Gebirg“ ca. [[1350]] bestand das Judendorf aus drei Gütern, von denen die zwei oben genannten etwa um die Mitte des [[15. Jahrhundert]] zu einem Gut zusammengelegt wurden. Aus dem Umstand, dass die drei Güter ursprünglich je 100 Stück Käse dienten, was zusammen mit 300 Stück den typischen Dienst einer alpenländischen [[Schwaige]] ausmacht, ist zu schließen, dass es sich ursprünglich um ein Gut gehandelt hat. | ||
* Hauptartikel: [[Judenbichl]] | |||
=====Verkehrsanbindung===== | =====Verkehrsanbindung===== | ||
Die Verkehrsanbindung des Fuscher Judendorfes – es liegt direkt an der Tauernstraße, der Nord-Süd-Verbindung, und nahe an der Ost-West-Verbindung – ist noch ins Auge stechender als beim Goldegger Judendorf. | Die Verkehrsanbindung des Fuscher Judendorfes – es liegt direkt an der Tauernstraße, der Nord-Süd-Verbindung, und nahe an der Ost-West-Verbindung – ist noch ins Auge stechender als beim Goldegger Judendorf. | ||