Adneter Marmor: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:RIMG0105 Marmorsteinbruch in Adnet.jpg|thumb|Adneter Marmorsteinbruch]] | [[Datei:RIMG0105 Marmorsteinbruch in Adnet.jpg|thumb|Adneter Marmorsteinbruch]] | ||
[[Datei:RIMG0100.jpg|thumb|Marmorplatten]] | [[Datei:RIMG0100.jpg|thumb|Marmorplatten]] | ||
Der '''Adneter Marmor''', ein | Der '''Adneter Marmor''', ein polierfähiger bunter [[Kalkstein]], ist ein meist roter fossilienführenden Kalk, der unter der Bezeichnung "Adneter Marmor" als Dekorstein weltweite Verbreitung findet. Er kommt im Gemeindegebiet von [[Adnet]] im [[Tennengau]] in den westlichen Ausläufern der [[Osterhorngruppe]] vor. | ||
== Verwendung == | == Verwendung == | ||
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== Geologie == | == Geologie == | ||
Die sogenannten ''Tropfmarmore'' sind bunte [[Rhaetium|rhätische]] Riffkalke in sehr mächtigen Formationen, in die Korallenstöcke eingebettet sein können.<ref>[[Alois Kieslinger]]: ''Die nutzbaren Gesteine Salzburgs''. Salzburg/Stuttgart 1964, S. 152–157.</ref> | |||
Die roten Adneter Knollenkalke findet man in unterschiedlich starken Schichten, diese können einige Zentimeter oder mehrere Meter betragen. | |||
Sie sind durch Eisen- und Manganoxide rot bis rotgrau gefärbt und stammen aus dem [[Unterjura]] ([[Sinemurium]]). | |||
Weder der Adneter Kalk noch der jüngeren [[Untersberger Marmor]] sind steinkundlich betrachtet echte [[Marmor|Marmore]], sondern bunte polierfähige [[Kalkstein|Kalksteine]]. | |||
Er ist ein | Er ist ein Sedimentgestein, das sich vor ca. 205 bis 195 Millionen Jahren etwa 600 km südlich der [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] abgelagert hatte und mit der Auffaltung der [[Alpen]] bis nach Adnet geschoben wurde. Die kGesteinsfarbe wird durch unterschiedliche Metalloxide bestimmt, das Rot kommt vom Eisenoxyd. | ||
Dieser Marmor enthält auch [[Fossilien]], meist Korallen, Algen, Schwämme, Muscheln und Schnecken. Die einzelnen Kalkknollen sind | Dieser Marmor enthält auch [[Fossilien]], meist Korallen, Algen, Schwämme, Muscheln und Schnecken. Die einzelnen Kalkknollen sind teilweise mit einem dünnen, schwarzen Manganhäutchen überzogen. Durch das zeitweise Trockenliegen der bereits abgelagerten Sedimente lagerten sich Mangan- und Eisenoxyde ab. Diese gaben dem Stein sein charakteristisches Aussehen. | ||
== Bildergalerie == | == Bildergalerie == | ||