Bank Vontobel Österreich AG: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Bank Vontobel Österreich AG''' ist ein, am [[Rathausplatz]] in der [[Salzburg]]er [[Altstadt]] situiertes universales Bankunternehmen. Es steht in mehrheitlichem Besitz der Vontobel Holdig AG und fungiert seit [[1995]] als Österreich-Zentrale für den schweizerischen Mutterkonzern.  
Die '''Bank Vontobel Österreich AG''' ist ein, am [[Rathausplatz (Stadt Salzburg)|Rathausplatz]] in der [[Salzburg]]er [[Altstadt]] situiertes universales Bankunternehmen. Es steht in mehrheitlichem Besitz der Vontobel Holdig AG und fungiert seit [[1995]] als Österreich-Zentrale für den schweizerischen Mutterkonzern.  


==Geschichte==
==Geschichte==
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[[1885]] erhielt der aus [[Oberösterreich]] zugewanderte Viehhändler [[Franz Berger]] ([[1860]]-[[1929]]) auf Antrag eine „Concession für Wechselgeschäfte und Commissionswaren“ erteilt. Dies war die Geburtsstunde des Bankhauses Berger, dessen Gründer und Inhaber [[1894]] bereits als angesehener Bankier in den [[Salzburger Gemeinderat]] gewählt wurde und von [[1900]] bis [[1912]] sogar das Amt des [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeisters der Stadt Salzburg]] bekleidete.  
[[1885]] erhielt der aus [[Oberösterreich]] zugewanderte Viehhändler [[Franz Berger]] ([[1860]]-[[1929]]) auf Antrag eine „Concession für Wechselgeschäfte und Commissionswaren“ erteilt. Dies war die Geburtsstunde des Bankhauses Berger, dessen Gründer und Inhaber [[1894]] bereits als angesehener Bankier in den [[Salzburger Gemeinderat]] gewählt wurde und von [[1900]] bis [[1912]] sogar das Amt des [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeisters der Stadt Salzburg]] bekleidete.  
   
   
Während der Herrschaft der Nationalsozialisten ([[1938]]-[[1945]]) profitierte das Bankhaus Berger, ebenso wie die anderen, nach der zwangsweisen Liqudierung der jüdisch geführten Bankinstitute,  übriggebliebenen Finanzunternehmen im Deutschen Reich, von der Politik der neuen Machthaber und deren Kriegswirtschaft. In Salzburg existierten zu dieser Zeit noch die privaten Universalbanken [[Bankhaus Carl Spängler & Co. AG|Bankhaus Carl Spängler & Co]] in der [[Schwarzstraße|Bismarckstraße]] 1 und das [[1885]] gegründete und von Oskar Daghofer geführte [[Bankhaus Daghofer & Co.]] in der [[Griesgasse]] 11.  
Während der Herrschaft der Nationalsozialisten ([[1938]]-[[1945]]) profitierte das Bankhaus Berger, ebenso wie die anderen, nach der zwangsweisen Liqudierung der jüdisch geführten Bankinstitute,  übrig gebliebenen Finanzunternehmen im Deutschen Reich, von der Politik der neuen Machthaber und deren Kriegswirtschaft. In Salzburg existierten zu dieser Zeit noch die privaten Universalbanken [[Bankhaus Carl Spängler & Co. AG|Bankhaus Carl Spängler & Co]] in der [[Schwarzstraße|Bismarckstraße]] 1 und das [[1885]] gegründete und von Oskar Daghofer geführte [[Bankhaus Daghofer & Co.]] in der [[Griesgasse]] 11.  


Der wachsende Geschäftsbetrieb – bedingt durch die nunmehr zwingend vorgeschriebene Eröffnung eines Lohn- oder Gehaltskontos für alle Arbeitnehmer sowie dem durch die Finanzierung der Rüstungsindustrie im gesamten Reich gesteigerten Geldumlauf – hatte auch bei der Berger-Bank einen Anstieg der Mitarbeiterzahlen auf 35 Personen, darunter allein fünf Prokuristen, zufolge. Unter der Leitung von Hans Berger wurde das Unternehmen modernisiert und stellte bereits [[1939]], als eines der ersten Bankunternehmen überhaupt, auf automatische Buchungsmaschinen um.  
Der wachsende Geschäftsbetrieb – bedingt durch die nunmehr zwingend vorgeschriebene Eröffnung eines Lohn- oder Gehaltskontos für alle Arbeitnehmer sowie dem durch die Finanzierung der Rüstungsindustrie im gesamten Reich gesteigerten Geldumlauf – hatte auch bei der Berger-Bank einen Anstieg der Mitarbeiterzahlen auf 35 Personen, darunter allein fünf Prokuristen, zufolge. Unter der Leitung von Hans Berger wurde das Unternehmen modernisiert und stellte bereits [[1939]], als eines der ersten Bankunternehmen überhaupt, auf automatische Buchungsmaschinen um.