Bestattung eines geistlichen Oberhauptes: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Daria Panichner]], die [[Äbtissinnen vom Nonnberg|Äbtissin vom Nonnberg]] ([[1484]]–[[1505]]), | [[Daria Panichner]], die [[Äbtissinnen vom Nonnberg|Äbtissin vom Nonnberg]] ([[1484]]–[[1505]]), beschrieb genau, was die Beerdigung ihrer Vorgängerin gekostet und was bei dem Todesfall einer Äbtissin überhaupt zu geschehen habe. | ||
Sobald nämlich eine Äbtissin verstarb, wurden alle Kirchenglocken | Sobald nämlich eine Äbtissin verstarb, wurden alle Kirchenglocken der Pfarr- oder Klosterkirchen geläutet. Darauf wurde es wie am Karfreitag im [[Stift Nonnberg]] totenstill. Die Siegel wurden zerbrochen und die Dienerschaft für den Konvent in Pflicht genommen. Zum Abschluss des Tages wurde von den ersten Dienern die Leiche durch Hof und Garten in die Kirche getragen. | ||
Am zweiten Tag erschienen | Am zweiten Tag erschienen die Chöre von [[Dom]] und [[Erzstift St. Peter|St. Peter]] und begleiteten die Leiche der Äbtissin in die Pfarrkirche, wo die Frauen und Domfrauen Nachtwache bei der Leiche hielten. | ||
Am nächsten Morgen kamen auch die Frauen vom [[Nonnberg]] in ihren Mänteln zur Seelenmesse. Nach der Seelenmesse wurde die Leiche in einer Prozession zum Dom getragen, wo der Propst die Messe hielt und die Frauen vom Nonnberg und die beiden Chöre wechselweise sangen. Darauf wurde die Leiche nach St. Peter getragen, wo sie über Nacht blieb und der Convent die Vigilien hielt. | Am nächsten Morgen kamen auch die Frauen vom [[Nonnberg]] in ihren Mänteln zur Seelenmesse. Nach der Seelenmesse wurde die Leiche in einer Prozession zum Dom getragen, wo der Propst die Messe hielt und die Frauen vom Nonnberg und die beiden Chöre wechselweise sangen. Darauf wurde die Leiche nach St. Peter getragen, wo sie über Nacht blieb und der Convent die Vigilien hielt. | ||