Infektionskrankheit Covid-19: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Verhaltensregeln Corona Virus Grafik.jpg|thumb|600px|Verhaltensregeln gegen eine Ausbreitung der Infektionskrankheit Covid-19.]]
[[Datei:Verhaltensregeln Corona Virus Grafik.jpg|thumb|600px|Verhaltensregeln gegen eine Ausbreitung der Infektionskrankheit Covid-19.]]
Die '''Infektionskrankheit Covid-19''', auch als SARS-CoV-2 bezeichnet und umgangssprachlich Corona-Virus genannt, ist eine Krankheit, die Ende [[2019]] in der [[China|chinesischen]] Stadt Wuhan ausgebrochen war. Ein Ereignis wie die Corona-Pandemie trete "''statistisch in der Regel einmal in einem Zeitraum von 100 bis 1.000 Jahren''" ein.<ref>[[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/politik/weltpolitik/hat-die-deutsche-regierung-die-pandemie-vorhergesehen-85582948 30. März 2020]</ref>
Die '''Infektionskrankheit Covid-19''', auch als SARS-CoV-2 bezeichnet und umgangssprachlich Corona-Virus genannt, ist eine Krankheit, die Ende [[2019]] in der [[China|chinesischen]] Stadt Wuhan ausgebrochen war. Ein Ereignis wie die Corona-Pandemie trete "''statistisch in der Regel einmal in einem Zeitraum von 100 bis 1&nbsp;000 Jahren''" ein.<ref>[[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/politik/weltpolitik/hat-die-deutsche-regierung-die-pandemie-vorhergesehen-85582948 30. März 2020]</ref>


== Beschreibung ==
== Beschreibung ==
Das Virus befällt die unteren Atemwege und kann eine schwere Lungenentzündung hervorrufen. Soweit der Stand der Kenntnisse ist (24. Februar 2020), wurde das Virus ursprünglich in China durch Tiere<ref>[https://science.orf.at/stories/3200448 science.orf.at] Gestresste Fledermäuse übertrugen das Virus</ref> auf den Menschen und von diesem durch Tröpfcheninfektion (z. B. hustende Infizierte) übertragen. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis 14 Tage. Der Krankheitsverlauf zeigt sich in grippeähnlichen Symptomen (Fieber, Unwohlsein), Husten bis hin zu Atemnot und Lungenentzündung, wobei besonders ältere Menschen mit Vorerkrankungen gefährdet sind.
Das Virus befällt die unteren Atemwege und kann eine schwere Lungenentzündung hervorrufen. Soweit der Stand der Kenntnisse ist (Ende März 2020), wurde das Virus ursprünglich in China durch [[Fledermaus|Fledermäuse]]<ref>[https://science.orf.at/stories/3200448 science.orf.at] Gestresste Fledermäuse übertrugen das Virus</ref> auf den Menschen und von diesem durch Tröpfcheninfektion (z. B. hustende Infizierte) übertragen. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis 14 Tage. Der Krankheitsverlauf zeigt sich in grippeähnlichen Symptomen (Fieber, Unwohlsein), Husten bis hin zu Atemnot und Lungenentzündung, wobei besonders ältere Menschen mit Vorerkrankungen gefährdet sind. Mitte März 2020 konnte man sagen, dass der Verlauf der Infektionskrankheit vor allem bei älteren Menschen mit Vorerkrankungen zum Tod führte.
 
Mitte März konnte man sagen, dass der Verlauf der Infektionskrankheit vor allem bei älteren Menschen mit Vorerkrankungen zum Tod führte.


Die Verbreitungswege des Corona-Virus wurden weltweit untersucht. Es gibt keine Hinweise darauf, dass sich Menschen über Trinkwasser/Leitungswasser infiziert haben. Ein Eintrag des Erregers in Quell- oder Brunnenwasser kann derzeit ausgeschlossen werden, da das Virus durch die Bodenpassage inaktiviert wird, versicherte die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach.
Die Verbreitungswege des Corona-Virus wurden weltweit untersucht. Es gibt keine Hinweise darauf, dass sich Menschen über Trinkwasser/Leitungswasser infiziert haben. Ein Eintrag des Erregers in Quell- oder Brunnenwasser kann derzeit ausgeschlossen werden, da das Virus durch die Bodenpassage inaktiviert wird, versicherte die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach.
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== Name ==
== Name ==
„Corona“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Krone oder Kranz. Das Virus trägt den Namen wegen seines kranzförmigen Aussehens. Die heilige Maria mit dem Strahlenkranz wird oft als "''Coronata''" bezeichnet. Ein Detail am Rande: Die heilige Corona war eine frühchristliche Märtyrerin und gilt ausgerechnet als Schutzheilige gegen Seuchen.
„Corona“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Krone oder Kranz. Das Virus trägt den Namen wegen seines kranzförmigen Aussehens. Die heilige Maria mit dem Strahlenkranz wird oft als "''Coronata''" bezeichnet. Ein Detail am Rande: Die heilige Corona war eine frühchristliche Märtyrerin und gilt ausgerechnet als Schutzheilige gegen Seuchen. In Österreich gibt es in [[Niederösterreich]] die Gemeinde St. Corona am Wechsel, in [[Italien]] mehrere Orte wie zum Beispiel das "''Santuario della Madonna di Corona''" nordwestlich von Verona.  


== Entwicklung von Dezember 2019 bis Ende Februar 2020 ==
== Entwicklung von Dezember 2019 bis Ende Februar 2020 ==
Am [[31. Dezember]] 2019 wurden von chinesischen Gesundheitsbehörden 27 Fälle mit Lungenentzündung mit zunächst unbekannter Ursache gemeldet. Nach Angaben der WHO wurde am [[7. Jänner]] [[2020]] in China ein neuartiges Corona-Virus identifiziert.  
Am [[31. Dezember]] 2019 wurden von chinesischen Gesundheitsbehörden 27 Fälle mit Lungenentzündung mit zunächst unbekannter Ursache gemeldet. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde am [[7. Jänner]] [[2020]] in China ein neuartiges Corona-Virus identifiziert.  


Bis 24. Februar 2020 zählte man rund 78&nbsp;400 registrierte Erkrankungsfälle, davon rund 76&nbsp;900 in [[China]]. Dabei gab es bisher 2&nbsp;442 Todesfälle, 19 davon in anderen Ländern als China.  
Bis [[24. Februar]] [[2020]] zählte man rund 78&nbsp;400 registrierte Erkrankungsfälle, davon rund 76&nbsp;900 in [[China]]. Dabei gab es bisher 2&nbsp;442 Todesfälle, 19 davon in anderen Ländern als China.  


Am Wochenende [[22. Februar|22.]]-[[23. Februar]] 2020 traten unerwartet viele Infektionen in den ober[[italien]]ischen Regionen Piemont, Lombardei, Emilia-Romagna und [[Venetien]] auf, wo bis 24. Februar mehr als 200 Infektionen und fünf Todesfälle registriert wurden. Am Sonntagabend, den 23. Februar, wurde ein Zug an der Grenze am Brenner angehalten, da sich in diesem (bis Verona) zwei mögliche Infizierte befunden hatten. Wie sich herausstellte, waren die beiden aber bereits in Verona ausgestiegen. Montagfrüh konnte der Zug seine Fahrt nach [[München]] fortsetzen.  
Am Wochenende [[22. Februar|22.]]-[[23. Februar]] 2020 traten unerwartet viele Infektionen in den ober[[italien]]ischen Regionen Piemont, Lombardei, Emilia-Romagna und [[Venetien]] auf, wo bis 24. Februar mehr als 200 Infektionen und fünf Todesfälle registriert wurden. Am Sonntagabend, den 23. Februar, wurde ein Zug an der Grenze am Brenner angehalten, da sich in diesem (bis Verona) zwei mögliche Infizierte befunden hatten. Wie sich herausstellte, waren die beiden aber bereits in Verona ausgestiegen. Montagfrüh konnte der Zug seine Fahrt nach [[München]] fortsetzen.  
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== Österreich ==
== Österreich ==
=== Übliche Influenza-Erkrankungen in Österreich ===
=== Übliche Influenza-Erkrankungen in Österreich ===
Die Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) informiert auf ihrer Homepage, dass im Winterhalbjahr [[2019]]/2020 bis März 643 Todesfälle in Österreich auf die (alljährliche) Influenza zurückzuführen sind.<ref><[https://www.ages.at/themen/krankheitserreger/grippe/mortalitaet/ www.ages.at ... mortalitaet]</ref>
Die Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) informiert auf ihrer Homepage, dass im Winterhalbjahr [[2019]]–2020 bis März 643 Todesfälle in Österreich auf die (alljährliche) Influenza zurückzuführen sind.<ref><[https://www.ages.at/themen/krankheitserreger/grippe/mortalitaet/ www.ages.at ... mortalitaet]</ref>


Die ''Kleine Zeitung'' berichtete in ihrer Ausgabe vom 13. November 2019, dass während der Influenzasaison [[2018]]/19 circa 140&nbsp;000 bis 150&nbsp;000 Personen an dieser Infektion erkrankten. Laut einer Berechnung der AGES gemeinsam mit den Fachleuten des Zentrums für Virologie der Medizinischen Universität Wien starben in Österreich etwa 1&nbsp;400 Menschen an der Viruserkrankung. In der Saison [[2017]]/18 erkrankten über 400&nbsp;000 Personen in Österreich an der Influenza. 2017/2018 waren es wegen einer stärkeren Influenzawelle um die 2&nbsp;800 Opfer.<ref>Kleine Zeitung vom [https://www.kleinezeitung.at/oesterreich/5721242/1400-Tote-im-Vorjahr_Die-Grippe-ist-wieder-im-Anmarsch 13. November 2019]</ref>
Die ''Kleine Zeitung'' berichtete in ihrer Ausgabe vom [[13. November]] 2019, dass während der Influenza-Saison [[2018]]–2019 circa 140&nbsp;000 bis 150&nbsp;000 Personen an dieser Infektion erkrankten. Laut einer Berechnung der AGES gemeinsam mit den Fachleuten des Zentrums für Virologie der Medizinischen Universität Wien starben in Österreich in diesem Zeitraum etwa 1&nbsp;400 Menschen an der Viruserkrankung. In der Saison [[2017]]–2018 erkrankten über 400&nbsp;000 Personen in Österreich an der Influenza, bei der es wegen einer stärkeren Influenzawelle um die 2&nbsp;800 Opfer gab.<ref>Kleine Zeitung vom [https://www.kleinezeitung.at/oesterreich/5721242/1400-Tote-im-Vorjahr_Die-Grippe-ist-wieder-im-Anmarsch 13. November 2019]</ref>


=== Ausbreitung  ===
=== Ausbreitung  ===
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Die Zahlen hier werden in unregelmäßigen Abständen erneuert und eingetragen. Sie sind also nur als Richtwerte der Veränderungen zu betrachten.
Die Zahlen hier werden in unregelmäßigen Abständen erneuert und eingetragen. Sie sind also nur als Richtwerte der Veränderungen zu betrachten. Ab 2. April flossen deutlich mehr Ergebnisse von privaten Labors in die Statistik ein als bis dahin (daher auch höhere Zahlen der Infiszierten).


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Quellen [https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Neuartiges-Coronavirus-(2019-nCov).html www.sozialministerium.at] sowie [[Salzburger Nachrichten]]
Quellen [https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Neuartiges-Coronavirus-(2019-nCov).html www.sozialministerium.at] sowie [[Salzburger Nachrichten]]
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=== 9. bis 15. März ===
=== 9. bis 15. März ===
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Ab [[11. März]] führte Österreich an allen Grenzübergängen zu Italien (Gesundheits&#8209)Grenzkontrollen durch. Es kam zu kilometerlangen Staus in der Abfertigung von Lkw. Weiters wurde der Personenzugverkehr der [[ÖBB]] von und nach Italien eingestellt.
Der '''erste Todesfall in Österreich''' wurde am [[12. März]] 2020 registriert. Es handelte sich um einen 69-jähriger Mann, Italien-Heimkehrer mit Vorerkrankungen, der im Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital verstarb. Österreich hatte am Abend des [[12. März]] alle Länder weltweit auf "hohes Sicherheitsrisiko" (Sicherheitsstufe 4 von 6) gesetzt. "''Das ist ein außergewöhnlicher, aber notwendiger Schritt, den wir heute Abend gesetzt haben''", sagte Außenminister Alexander Schallenberg.  


Der '''erste Todesfall''' in Österreich wurde am [[12. März]] 2020 registriert. Es handelte sich um einen 69-jähriger Mann, Italien-Heimkehrer mit Vorerkrankungen, der im Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital verstarb. Österreich hatte am Abend des 12. März alle Länder weltweit auf "Hohes Sicherheitsrisiko" (Sicherheitsstufe 4 von 6) gesetzt. "''Das ist ein außergewöhnlicher, aber notwendiger Schritt, den wir heute Abend gesetzt haben''", sagte Außenminister Alexander Schallenberg.<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]]</ref>
Ab [[11. März]] führte Österreich an allen Grenzübergängen zu '''Italien''' (Gesundheits&#8209)Grenzkontrollen durch. Es kam zu kilometerlangen Staus in der Abfertigung von Lkw. Weiters wurde der Personenzugverkehr der [[ÖBB]] von und nach Italien eingestellt.


Im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus schloss Österreich vom 13. auf den [[14. März]] ab Mitternacht 47 kleinere Grenzübergänge zu Italien, die sich mehrheitlich im Hochgebirge befinden. Die Verordnung sieht weiters vor, dass der Grenzverkehr auf der Bundesstraße bei Thörl-Maglern (Bezirk Villach-Land) nur noch zwischen 06 und 21 Uhr möglich sein wird. Geschlossen werden unter anderem der Nassfeldpass (1&nbsp;530 [[Meter über Adria]]) und der Plöckenpass (1&nbsp;357 m ü. A.) in Kärnten, der Staller Sattel (2&nbsp;052 m ü. A.) in Osttirol oder das Timmelsjoch (2&nbsp;474 m ü. A.) in Tirol. Ein großer Teil der nun geschlossenen Grenzübergänge, wie etwa der [[Krimmler Tauern]] in den [[Zillertaler Alpen]] oder das Zollnerthörl in den Karnischen Alpen, ist nur über Wanderwege erreichbar. Weiter offen sind somit die Grenzübergänge an Hauptverkehrsstraßen wie Reschenpass, Brenner, Sillian und Thörl-Maglern.  
Im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus schloss Österreich vom [[13. März|13.]] auf den [[14. März]] ab Mitternacht 47 kleinere Grenzübergänge zu Italien, die sich mehrheitlich im Hochgebirge befinden. Die Verordnung sieht weiters vor, dass der Grenzverkehr auf der Bundesstraße bei Thörl-Maglern (Bezirk Villach-Land) nur noch zwischen 06 und 21 Uhr möglich sein wird. Geschlossen werden unter anderem der Nassfeldpass (1&nbsp;530 [[Meter über Adria]]) und der Plöckenpass (1&nbsp;357 m ü. A.) in [[Kärnten]], der Staller Sattel (2&nbsp;052 m ü. A.) in [[Osttirol]] oder das Timmelsjoch (2&nbsp;474 m ü. A.) in Tirol. Ein großer Teil der nun geschlossenen Grenzübergänge, wie etwa der [[Krimmler Tauern]] in den [[Zillertaler Alpen]] oder das Zollnerthörl in den Karnischen Alpen, ist nur über Wanderwege erreichbar. Weiter offen sind somit die Grenzübergänge an Hauptverkehrsstraßen wie Reschenpass, Brenner, Sillian und Thörl-Maglern.  


Am Freitag, den [[13. März]], wurden das '''Paznauntal und St. Anton am Arlberg unter Quarantäne''' gestellt (rund 9&nbsp;500 Personen), am Samstag, den 14. März, folgte [[Heiligenblut]]. In allen Orten und Gebieten wurden die ausländischen Touristen zur Abreise in ihre Heimatländer aufgefordert und registriert, um bei weiteren Infektionen den Kontakt aufnehmen zu können.
Am Freitag, den 13. März, wurden das '''Paznauntal und St. Anton am Arlberg unter Quarantäne''' gestellt (rund 9&nbsp;500 Personen), am Samstag, den 14. März, folgte [[Heiligenblut]]. In allen Orten und Gebieten wurden die ausländischen Touristen zur Abreise in ihre Heimatländer aufgefordert und registriert, um bei weiteren Infektionen den Kontakt aufnehmen zu können.
   
   
=== 16. bis 22. März ===
=== 16. bis 22. März ===
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; 16. März   
; 16. März   
Die '''Kirchen und Religionsgesellschaften''' in Österreich setzen ab Montag, den [[16. März]] 2020, öffentliche Gottesdienste und Versammlungen weitestgehend aus. Der Handel pausiert ab Montag, den 16. März, außer in versorgungsnotwendigen Bereichen wie Lebensmittelverkauf, Apotheken, Tankstellen und Trafiken. Restaurants, Bars und Kaffeehäuser dürfen gemäß Ankündigung der Regierung ab Montag nur noch bis 15 Uhr offen halten.
Die '''Kirchen und Religionsgesellschaften''' in Österreich setzten ab Montag, den [[16. März]], öffentliche Gottesdienste und Versammlungen weitestgehend aus. Der Handel pausierte ab Montag, den 16. März, außer in versorgungsnotwendigen Bereichen wie Lebensmittelverkauf, Apotheken, Tankstellen und Trafiken. Restaurants, Bars und Kaffeehäuser durften gemäß Ankündigung der Regierung ab Montag nur noch bis 15 Uhr offen halten. Ebenfalls ab Montag 20 Uhr galt das '''Betriebsverbot für alle gewerblichen Hotels und Beherbergungsbetriebe''' – und zwar bis Ostermontag, [[13. April]]. Weil die Schließung auf Basis des Epidemiegesetzes erfolgt, bestand für die Betriebe Anspruch auf eine Entschädigungsleistung vonseiten des Bundes.
 
Ebenfalls ab Montag 20 Uhr galt das '''Betriebsverbot für alle gewerblichen Hotels und Beherbergungsbetriebe''' – und zwar bis Ostermontag, [[13. April]] 2020. Weil die Schließung auf Basis des Epidemiegesetzes erfolgt, besteht für die Betriebe Anspruch auf eine Entschädigungsleistung vonseiten des Bundes.


; 17. März   
; 17. März   
Die Bundesregierung hatte am Sonntag, den 15. März, ein '''Versammlungsverbot, Spielplätze und Sportplätze ab Dienstag,''' [[17. März]], '''erlassen, ebenso alle Restaurants, Bars und Cafés''' geschlossen. Weiters hatte die Bundesregierung am Sonntag angekündigt, zur Bekämpfung der "Corona-Krise" Zivildiener der letzten fünf Jahre einzuberufen, die Erfahrungen als Sanitäter gesammelt haben. Derzeit dienende Zivildiener werden länger Zivildienst machen müssen. Die Rechtsgrundlage dafür bietet das Zivildienstgesetz, das die Möglichkeit eines "außerordentlichen Zivildiensts" (§21) für Unter-50-Jährige vorsieht. Mit Mai werden 3&nbsp;000 Milizsoldaten mobilisiert.
Die Bundesregierung hatte am Sonntag, den [[15. März]], ein '''Versammlungsverbot, Spielplätze und Sportplätze ab Dienstag,''' [[17. März]], erlassen, '''ebenso alle Restaurants, Bars und Cafés geschlossen'''. Weiters hatte die Bundesregierung am Sonntag angekündigt, zur Bekämpfung der Corona-Krise Zivildiener der letzten fünf Jahre einzuberufen, die Erfahrungen als Sanitäter gesammelt haben. Derzeit dienende Zivildiener werden länger Zivildienst machen müssen. Die Rechtsgrundlage dafür bot das Zivildienstgesetz, das die Möglichkeit eines "außerordentlichen Zivildiensts" (§21) für Unter-50-Jährige vorsieht. Mit Mai werden 3&nbsp;000 Milizsoldaten mobilisiert.


47&nbsp;000 Österreicher befanden sich noch in rund 100 Staaten im Ausland, die mit der '''größten Rückholaktion der Geschichte Österreichs''' heimgebracht werden sollen. Konkret geplant sind am Mittwoch zwei Flüge nach Teneriffa und je ein Flug nach Las Palmas und Hurghada, weil sich dort besonders viele Österreicher aufhalten. Geplant sind außerdem Flüge nach Kapstadt ([[Südafrika]]), Mauritius und den Malediven. Heute landete ein zweiter Flug aus Marrakesch, Marokko, in Wien.
47&nbsp;000 Österreicher befanden sich noch in rund 100 Staaten im Ausland, die mit der '''größten Rückholaktion der Geschichte Österreichs''' heimgebracht werden sollen. Konkret geplant waren am Mittwoch zwei erste Flüge nach Teneriffa, [[Spanien]] und je ein Flug nach Las Palmas und Hurghada, Ägypten, weil sich dort besonders viele Österreicher aufhielten. Geplant waren außerdem Flüge nach Kapstadt ([[Südafrika]]), Mauritius und auf die Malediven. Heute landete ein zweiter Flug aus Marrakesch, Marokko, in [[Wien]].


Die '''gesamte [[Vorarlberg]]er Arlbergregion''' – die Gemeinden Lech, Klösterle, Warth und Schröcken – standen ab Mittag '''unter Quarantäne'''. Am Abend wurden dann die Ötztaler Tourismusgemeinde Sölden sowie St. Christoph am Arlberg unter Quarantäne gestellt.<ref>[https://orf.at/stories/3158542/ orf.at] Kongress am Arlberg: Coronavirus-Leichtsinn und seine Folgen, 20. März 2020</ref>  
Die '''gesamte [[Vorarlberg]]er Arlbergregion''' – die Gemeinden Lech, Klösterle, Warth und Schröcken – standen ab Mittag '''unter Quarantäne'''. Am Abend wurden dann die Ötztaler Tourismusgemeinde Sölden sowie St. Christoph am Arlberg unter Quarantäne gestellt.<ref>[https://orf.at/stories/3158542/ orf.at] Kongress am Arlberg: Coronavirus-Leichtsinn und seine Folgen, 20. März 2020</ref>  


Die Abreise der Gäste aus den [[Tirol]]er Wintersportorten Ischgl sowie St. Anton kurz nach Verkündung der Unter-Quarantäne-Stellung am vergangenen Freitag wirft weiter Fragen auf und sorgte für scharfe Kritik. So habe laut dem Bericht Freitagabend eine Gruppe von 159 Urlaubern aus St. Anton in einem Hotel im Tiroler Oberland eingecheckt. Sie sollen eine Nacht geblieben sein, um am Samstag ihren Rückflug in Innsbruck anzutreten. Dem Hotel sollen dafür pauschal 3.000 Euro bezahlt worden sein. Von wem, sei bisher unklar.<ref>[https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_87525436/coronavirus-von-ischgl-verbreitete-sich-covid-19-in-ganz-europa.html www.t-online.de]</ref><ref>[https://kontrast.at/ischgl-sebastian-kurz-coronavirus-tirol/ kontrast.at] Message-Control statt Krisenmanagement: Warum Kurz nicht über Ischgl redet</ref>
Die Abreise der Gäste aus den [[Tirol]]er Wintersportorten Ischgl sowie St. Anton kurz nach Verkündung der Unter-Quarantäne-Stellung am vergangenen Freitag warf weitere Fragen auf und sorgte für scharfe Kritik. So hatte laut dem Bericht Freitagabend eine Gruppe von 159 Urlaubern aus St. Anton in einem Hotel im Tiroler Oberland eingecheckt. Sie sollen eine Nacht geblieben sein, um am Samstag ihren Rückflug in Innsbruck anzutreten. Dem Hotel sollen dafür pauschal 3.000 Euro bezahlt worden sein. Von wem, sei bisher unklar.<ref>[https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_87525436/coronavirus-von-ischgl-verbreitete-sich-covid-19-in-ganz-europa.html www.t-online.de]</ref><ref>[https://kontrast.at/ischgl-sebastian-kurz-coronavirus-tirol/ kontrast.at] Message-Control statt Krisenmanagement: Warum Kurz nicht über Ischgl redet</ref> Eigentlich hätten sie ohne Unterbrechung in ihre Heimatländer zurückkehren sollen.


Über 45 Kilometer lang war der Grenzstau in Nickelsdorf nach [[Ungarn]], der von heimreisenden Rumänen und Bulgaren herrührte. Ungarn hatte die Grenze dicht gemacht. In der Nacht öffnete sie jedoch diese wieder, um sie in der Früh abermals zu schließen.
Über 45 Kilometer lang war der Grenzstau in Nickelsdorf nach [[Ungarn]], der von heimreisenden Rumänen und Bulgaren herrührte. Ungarn hatte die Grenze dicht gemacht. In der Nacht öffnete Ungarn diese jedoch wieder, um sie in der Früh abermals zu schließen. In den folgenden Tagen wurde ein Lösung für Transitfahrten gefunden.


; 18. März   
; 18. März   
Die Regierung will '''38 Milliarden Euro für Wirtschaft''' zur Verfügung stellen, sagte am Mittwoch, den [[18. März]], Vizekanzler Werner Kogler. Diese Summe entspricht fast der Hälfte des 82-Milliarden-Budgets für 2020, das Finanzminister Gernot Blümel am Mittwoch vorgelegt hatte und das aufgrund der gleichzeitig von der Bundesregierung zugesagten Wiederaufbau-Milliarden bereits Makulatur ist. Einige der Milliarden wird der Staat, wenn alles halbwegs gut geht, zurückerhalten. Denn neun der 38 Milliarden entfallen auf Garantien und Haftungen, die, wenn wir Glück haben, niemals fällig werden. Zehn weitere Milliarden entfallen auf die Stundung von Steuern, die vielleicht später nachgezahlt werden. 15 Milliarden sind als "Notfallhilfe" für besonders betroffene Unternehmen und Branchen vorgesehen. Und vier Milliarden kostet das Wirtschaftspaket, das Bundesregierung und Parlament bereits am Sonntag, den 15. März, beschlossen haben.
Die Regierung will '''38 Milliarden Euro für Wirtschaft''' zur Verfügung stellen, sagte am Mittwoch, den [[18. März]], Vizekanzler Werner Kogler. Diese Summe entspricht fast der Hälfte des österreichischen 82-Milliarden-Budgets für 2020, das Finanzminister Gernot Blümel am Mittwoch vorgelegt hatte und das aufgrund der gleichzeitig von der Bundesregierung zugesagten Wiederaufbau-Milliarden bereits Makulatur war. Einige der Milliarden wird der Staat, wenn alles halbwegs gut geht, zurückerhalten. Denn neun der 38 Milliarden entfallen auf Garantien und Haftungen, die, wenn wir Glück haben, niemals fällig werden. Zehn weitere Milliarden entfallen auf die Stundung von Steuern, die vielleicht später nachgezahlt werden. 15 Milliarden sind als "Notfallhilfe" für besonders betroffene Unternehmen und Branchen vorgesehen. Und vier Milliarden kostet das Wirtschaftspaket, das Bundesregierung und Parlament bereits am Sonntag, den 15. März, beschlossen haben.


; 19. März  
; 19. März  
Am Donnerstag, [[19. März]], stellten die [[Austrian Airlines]] ihren Flugbetrieb komplett ein, am Mittwoch, [[18. März]] hatte bereits die Wiener [[Ryanair]]-Tochter [[Laudamotion]] ihren Flugbetrieb in [[Wien]] eingestellt. Der letzte Flug der AUA war am Donnerstag um 8:02 Uhr OS 066 aus Chicago mit 132 Passagieren in Wien gelandet.<ref>Salzburger Nachrichten vom [https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/die-aua-steht-still-wie-die-flugzeuge-trotzdem-warm-gehalten-werden-85078030 19. März 2020]</ref>
Am Donnerstag, [[19. März]], stellten die [[Austrian Airlines]] ihren Linienflugbetrieb komplett ein; am Mittwoch, [[18. März]] hatte bereits die Wiener [[Ryanair]]-Tochter [[Laudamotion]] ihren Flugbetrieb in [[Wien]] eingestellt. Der letzte Flug der AUA war am Donnerstag um 8:02 Uhr OS 066 aus Chicago, [[USA]], mit 132 Passagieren an Bord, in Wien gelandet.<ref>Salzburger Nachrichten vom [https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/die-aua-steht-still-wie-die-flugzeuge-trotzdem-warm-gehalten-werden-85078030 19. März 2020]</ref>


Von Montag, 16. März, bis Donnerstag, 19. März, gab es 97&nbsp;500 Arbeitslose mehr.
Von Montag, 16. März, bis Donnerstag, [[19. März]], gab es 97&nbsp;500 Arbeitslose mehr.


; 20. März   
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; 21. März   
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Insgesamt sind bisher in Österreich über 18&nbsp;545 Testungen bei 2&nbsp;664 bestätigten Corona-Virus-Fälle durchgeführt worden (Stand 08:00 Uhr). In Österreich wird je nach Bundesland unterschiedlich oft auf das Coronavirus getestet, weswegen einige Experten die Aussagekraft der Angaben kritisieren, wie Ö1 Samstagfrüh berichtete. So habe es 5&nbsp;700 Testungen bisher in [[Nordtirol]] gegeben, aber nur 3&nbsp;500 Testungen in Wien – und das, obwohl Wien in etwa zweieinhalb Mal so viele Einwohner habe wie Tirol. Man habe also in Wien viermal weniger getestet.
Insgesamt waren bisher in Österreich über 18&nbsp;545 Testungen bei 2&nbsp;664 bestätigten Corona-Virus-Fälle durchgeführt worden (Stand 08:00 Uhr). In Österreich wurde je nach Bundesland unterschiedlich oft auf das Corona-Virus getestet, weswegen einige Experten die Aussagekraft der Angaben kritisieren, wie Ö1 Samstagfrüh berichtete. So habe es 5&nbsp;700 Testungen bisher in [[Nordtirol]] gegeben, aber nur 3&nbsp;500 Testungen in Wien – und das, obwohl Wien in etwa zweieinhalb Mal so viele Einwohner habe wie Tirol. Man habe also in Wien viermal weniger getestet.


; 22. März   
; 22. März   
Bis zum [[22. März]] hatte es 16 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gegeben.
Bis zum [[22. März]] hatte es 16 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gegeben.


Zum Teil problematisch gestaltet sich derzeit die Rückholung der Österreicher aus dem Ausland: Zwar wurden bisher 3&nbsp;500 Österreicher seit Beginn der Corona-Krise zurückgeholt, Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) rief jedoch jene, die noch nicht in der Heimat zurück sind, "''zur höchsten Eile''" auf. "''Diese Notflüge wird es nicht zeitlich unbegrenzt geben können''", warnte Schallenberg unter Hinweis auf bereits eingetretene Flugverbote wie etwa in Tunesien. Zudem hätten Österreicher "''noch dieser Tage einen Flug ins Ausland angetreten''", was "''höchst fahrlässig''" sei und an "''Unvernunft''" grenze.   
Zum Teil problematisch gestaltete sich die Rückholung der Österreicher aus dem Ausland: Zwar wurden bisher 3&nbsp;500 Österreicher seit Beginn der Corona-Krise zurückgeholt, Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) rief jedoch jene, die noch nicht in der Heimat zurück sind, "''zur höchsten Eile''" auf. "''Diese Notflüge wird es nicht zeitlich unbegrenzt geben können''", warnte Schallenberg unter Hinweis auf bereits eingetretene Flugverbote wie etwa in Tunesien. Zudem hätten Österreicher "''noch dieser Tage einen Flug ins Ausland angetreten''", was "''höchst fahrlässig''" sei und an "''Unvernunft''" grenze.   


Ihre '''Unvernunft zeigen vereinzelt auch Österreicher''' im Inland, indem sie "''Corona-Partys''" feiern oder anderweitig die Ausbreitung des Virus forcieren. Anzeigen nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz gab es in österreichweit zu vermelden.<blockquote>"''Was bleibt sind zahlreiche Anzeigen und die Frage, ob das größte Problem der Menschheit wirklich das Coronavirus ist, oder doch die Dummheit Einzelner''"</blockquote>resümierte die Polizei Niederösterreich die Ereignisse der vergangenen Nacht auf ihrer Facebook-Seite.
Ihre '''Unvernunft zeigen vereinzelt auch Österreicher''' im Inland, indem sie "''Corona-Partys''" feiern oder anderweitig die Ausbreitung des Virus forcieren. Anzeigen nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz gab es in österreichweit zu vermelden.<blockquote>"''Was bleibt sind zahlreiche Anzeigen und die Frage, ob das größte Problem der Menschheit wirklich das Coronavirus ist, oder doch die Dummheit Einzelner''"</blockquote>resümierte die Polizei Niederösterreich die Ereignisse der vergangenen Nacht auf ihrer Facebook-Seite.
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; 23. März   
; 23. März   
Aufgrund der anhaltenden '''weltweiten Reisestopps''' stellen die Austrian Airlines ihren Flugbetrieb für drei Wochen länger ein als zunächst geplant. Bis [[19. April]] bleiben alle Maschinen am Boden, wie die Lufthansa-Tochter am Montag mitteilte. Rückholflüge sollen aber weiterhin stattfinden. Am Montagnachmittag waren in Wien-Schwechat zwei AUA-Maschinen aus China gelandet, die 130 Tonnen Schutzausrüstung an Bord hatten. Das Material soll am Dienstag von einem zivilen Frächter in Begleitung von Polizei und Militärpolizei nach Nordtirol und in weiterer Folge teilweise zur Grenze nach [[Südtirol]] gebracht werden, wo es den italienischen Behörden übergeben wird. Die beiden Boeing 777 waren am Wochenende nach Xiamen geflogen, dort wurden die 130 Tonnen Schutzausrüstung eingeladen. Da es sich um keine Frachtmaschinen handelte, wurde das Material auch in den Sitzreihen untergebracht.  
Aufgrund der anhaltenden '''weltweiten Reisestopps''' stellen die Austrian Airlines ihren Flugbetrieb für drei Wochen länger ein als zunächst geplant. Bis [[19. April]] blieben alle Maschinen am Boden, wie die [[Lufthansa]]-Tochter am Montag mitteilte. Rückholflüge sollen aber weiterhin stattfinden. Am Montagnachmittag waren in Wien-Schwechat zwei AUA-Maschinen aus China gelandet, die 130 Tonnen Schutzausrüstung an Bord hatten. Das Material wurde am nächsen Tag, am Dienstag, von einem zivilen Frächter in Begleitung von Polizei und Militärpolizei nach Nordtirol und in weiterer Folge teilweise zur Grenze nach [[Südtirol]] gebracht, wo es den italienischen Behörden übergeben wurde. Die beiden Boeing 777 waren am Wochenende nach Xiamen geflogen. Da es sich um keine Frachtmaschinen handelte, wurde das Material auch in und zwischen den Sitzreihen untergebracht.  


Seit dem Beginn der Ausgangsbeschränkungen gibt es Montag bis Sonntag zusammengerechnet um 115&nbsp;600 mehr registrierte Arbeitslose als noch am 15. März. 41&nbsp;000 zusätzliche Arbeitslose gebe es im Bereich Gastronomie und Beherbergung, 14&nbsp;000 am Bau und 11&nbsp;000 aus dem Bereich sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, hauptsächlich aus der Leiharbeitsbranche. Ende Februar gab es in Österreich fast 400.000 Personen ohne Job, Arbeitslose und Schulungsteilnehmer zusammengerechnet.
Seit dem Beginn der Ausgangsbeschränkungen gab es Montag bis Sonntag zusammengerechnet um 115&nbsp;600 mehr registrierte Arbeitslose als noch am 15. März. 41&nbsp;000 zusätzliche Arbeitslose gebe es im Bereich Gastronomie und Beherbergung, 14&nbsp;000 am Bau und 11&nbsp;000 aus dem Bereich sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, hauptsächlich aus der Leiharbeitsbranche. Ende Februar gab es in Österreich fast 400&nbsp;000 Personen ohne Job, Arbeitslose und Schulungsteilnehmer zusammengerechnet.


Medien meldeten eine Zunahme von 81 Prozent bei der Mobiltelefonnutzung. Und [[ORF]]-ZiB-Moderatoren zogen in Isolationsbereiche.
Medien meldeten eine Zunahme von 81 Prozent bei der Mobiltelefonnutzung. Und [[ORF]]-ZiB-Moderatoren zogen in Isolationsbereiche in den Landesstudios.


'''Österreichs größtes Frühlings- und Trachtenfest, das Gauderfest''' im Tiroler [[Zillertal]], hätte vom 20. April bis zum 3. Mai stattgefunden. Das Fest in [[Zell am Ziller]], das jährlich rund 30&nbsp;000 Besucher zählt, soll erst im kommenden Jahr – von 28. April bis 2. Mai wieder stattfinden, teilten die Verantwortlichen am Montag mit.
'''Österreichs größtes Frühlings- und Trachtenfest, das Gauderfest''' im Tiroler [[Zillertal]], hätte vom 20. April bis zum 3. Mai stattgefunden, wurde aber heute abgesagt. Das Fest in [[Zell am Ziller]], das jährlich rund 30&nbsp;000 Besucher zählt, soll erst [[2021]] - von [[28. April]] bis [[2. Mai]] - wieder stattfinden, teilten die Verantwortlichen am Montag mit.


Im Vergleichszeitraum zum letzten Montag ergab sich eine Steigerungsrate der nachgewiesenen Infizierten von 24,26 Prozent.
Im Vergleichszeitraum zum letzten Montag ergab sich eine Steigerungsrate der nachgewiesenen Infizierten von 24,26 Prozent.


; 24. März  
; 24. März  
'''Die Seefestspiele Mörbisch und die Oper im Steinbruch wurden abgesagt'''. Aus derzeitiger Sicht sei es nicht möglich, wie geplant Ende Mai mit den Proben zu beginnen. Viele Ensemble-Mitglieder der Produktionen seien international tätig und würden sich derzeit in Ländern aufhalten, die sich alle "in unterschiedlichen Stadien der Ausbreitung des Virus befinden", betonten die Kultur-Betriebe. Die Einschränkungen der persönlichen Reisetätigkeit und die derzeitige Lage in Österreich würden das gemeinsame Erarbeiten der Inszenierungen sowie andere Vorbereitungsarbeiten auf unbestimmte Zeit unmöglich machen.  
'''Die Seefestspiele Mörbisch und die Oper im Steinbruch wurden abgesagt'''. Aus derzeitiger Sicht sei es nicht möglich, wie geplant Ende Mai mit den Proben zu beginnen. Viele Ensemble-Mitglieder der Produktionen seien international tätig und würden sich derzeit in Ländern aufhalten, die sich alle "''in unterschiedlichen Stadien der Ausbreitung des Virus befinden''", betonten die Kultur-Betriebe. Die Einschränkungen der persönlichen Reisetätigkeit und die derzeitige Lage in Österreich würden das gemeinsame Erarbeiten der Inszenierungen sowie andere Vorbereitungsarbeiten auf unbestimmte Zeit unmöglich machen.  


'''Supermarktketten schütten Millionen an Dankes-Prämien aus.''' Sie werden in der derzeitigen Corona-Krise als Heldinnen und Helden gefeiert: Die Beschäftigten in den Supermarktketten. Nun winken ihnen Prämien. Der Salzburger Handelskonzern Spar hat bereits gut drei Mio. Euro an die durch den ersten Riesenkundenansturm vorerst besonders getroffenen Mitarbeitergruppen ausgeschüttet. Auch bei Rewe (Billa, Merkur, Penny, Bipa) bekommen alle 40&nbsp;000 Beschäftigten in den Filialen, Lagern und der Logistik in den nächsten Tagen einen "Danke-Bonus" auf ihre Mitarbeiterkarte aufgebucht. In Summe macht das Unternehmen dafür einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag locker.
'''Supermarktketten schütten Millionen an Dankes-Prämien aus.''' Sie wurden in der derzeitigen Corona-Krise als Helden gefeiert: Die Beschäftigten in den Supermarktketten. Nun winken ihnen Prämien. Der Salzburger Handelskonzern Spar hatte bereits gut drei Mio. Euro an die durch den ersten Riesenkundenansturm vorerst besonders getroffenen Mitarbeitergruppen ausgeschüttet. Auch bei Rewe (Billa, Merkur, Penny, Bipa) bekamen alle 40&nbsp;000 Beschäftigten in den Filialen, Lagern und der Logistik in den nächsten Tagen einen "Danke-Bonus" auf ihre Mitarbeiterkarte aufgebucht. In Summe machte das Unternehmen dafür einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag locker.


Bisher haben sich knapp 7&nbsp;000 Arbeitskräfte beim vom Landwirtschaftsministerium gestarteten Portal "dielebensmittelhelfer.at" gemeldet. Über die am Freitag gestartete Online-Plattform haben bereits mehr als 100 Betriebe ihren Arbeitskräftebedarf angemeldet. Der Branchenverband für Obst und Gemüse geht aktuell von bis zu 5&nbsp;000 fehlenden Arbeitskräften aus. Im Fleischsektor sind laut Landwirtschaftsministerium in Österreich rund 9&nbsp;000 Arbeitskräfte aus den benachbarten Ländern beschäftigt, von denen ein hoher Anteil aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht mehr verfügbar sein wird. Gesucht werden außerdem Personen mit Lkw- oder Stapler-Führerschein für den Logistikbereich.
Bisher hatten sich knapp 7&nbsp;000 Arbeitskräfte beim vom Landwirtschaftsministerium gestarteten Portal "dielebensmittelhelfer.at" gemeldet. Über die am Freitag gestartete Online-Plattform hatten bereits mehr als 100 Betriebe ihren Arbeitskräftebedarf (Saisonarbeiter) angemeldet. Der Branchenverband für Obst und Gemüse ging aktuell von bis zu 5&nbsp;000 fehlenden Arbeitskräften aus. Im Fleischsektor waren laut Landwirtschaftsministerium in Österreich rund 9&nbsp;000 Arbeitskräfte aus den benachbarten Ländern beschäftigt, von denen ein hoher Anteil aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht mehr verfügbar sein wird. Gesucht wurden außerdem Personen mit Lkw- oder Stapler-Führerschein für den Logistikbereich.


; 25. März  
; 25. März  
Es gibt um 153&nbsp;100 mehr Arbeitslose in Österreich seit 15. März. Mehr als 5&nbsp;000 wurden schon mit 28 Sonderflügen in ihre Heimat zurückgebracht.  
Es gab um 153&nbsp;100 mehr Arbeitslose in Österreich seit 15. März. Mehr als 5&nbsp;000 Österreicher im Ausland wurden schon mit 28 Sonderflügen in ihre Heimat zurückgebracht.  


Rund elf Prozent der Covid-19-Erkrankten in Österreich waren heute in Spitälern betreut worden. Von den um 15:00 Uhr 5&nbsp;560 bestätigten Fällen mussten 1,6 Prozent (rund 90 Personen) auf Intensivstationen behandelt werden. Weitere 9,75 Prozent (rund 540 Patienten) befanden sich auf einer Normalstation, teilte das Gesundheitsministerium am späten Nachmittag mit.
Rund elf Prozent der Covid-19-Erkrankten in Österreich waren heute in Spitälern betreut worden. Von den um 15:00 Uhr 5&nbsp;560 bestätigten Fällen mussten 1,6 Prozent (rund 90 Personen) auf Intensivstationen behandelt werden. Weitere 9,75 Prozent (rund 540 Patienten) befanden sich auf einer Normalstation, teilte das Gesundheitsministerium am späten Nachmittag mit.
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5&nbsp;888 Menschen waren heute (08.00 Uhr) mit dem Corona-Virus infiziert. Das bedeutete einen Anstieg um 606 Fälle in 24 Stunden und '''mit 11,5 Prozent das geringste prozentuelle Plus in den vergangenen zwei Wochen'''.
5&nbsp;888 Menschen waren heute (08.00 Uhr) mit dem Corona-Virus infiziert. Das bedeutete einen Anstieg um 606 Fälle in 24 Stunden und '''mit 11,5 Prozent das geringste prozentuelle Plus in den vergangenen zwei Wochen'''.


In China oder Italien wurden zur Eindämmung der COVID-19-Epidemie noch härtere Maßnahmen als derzeit in Österreich verhängt, etwa generelle Ausgehverbote oder weitgehende Betriebsschließungen. "''Unsere Simulationsrechnungen zeigen allerdings ganz klar, dass ab einem gewissen Punkt eine weitere Verschärfung keinen spürbaren Nutzen mehr bringt''", erklärte Niki Popper, Leiter des Forschungsteams von der Technischen Universität (TU) Wien und des TU-Spin-Offs dwh GmbH.
In China oder Italien wurden zur Eindämmung der COVID-19-Epidemie noch härtere Maßnahmen als derzeit in Österreich verhängt, etwa generelle Ausgehverbote oder weitgehende Betriebsschließungen. "''Unsere Simulationsrechnungen zeigen allerdings ganz klar, dass ab einem gewissen Punkt eine weitere Verschärfung keinen spürbaren Nutzen mehr bringt''", erklärte Niki Popper, Leiter des Forschungsteams von der Technischen Universität (TU) Wien und des ''TU-Spin-Offs dwh GmbH''.


Für St. Anton am Arlberg und Sölden Komplettisolation durch das Land Tirol bis zum 13. April verlängert.
Für St. Anton am Arlberg und Sölden wurde die Komplettisolation durch das Land Tirol bis zum 13. April verlängert.


; 27. März  
; 27. März  
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Das Gesundheitsministerium meldete mit Stand 15:00 Uhr 8&nbsp;030 behördlich bestätigte Erkrankte und weiterhin 68 Todesopfer. Mit einer Erhöhung der Infektionszahlen um 8,06 Prozent wurde im 24-Stunden Vergleich aber das geringste prozentuelle Plus seit zwei Wochen verbucht.  
Das Gesundheitsministerium meldete mit Stand 15:00 Uhr 8&nbsp;030 behördlich bestätigte Erkrankte und weiterhin 68 Todesopfer. Mit einer Erhöhung der Infektionszahlen um 8,06 Prozent wurde im 24-Stunden Vergleich aber das geringste prozentuelle Plus seit zwei Wochen verbucht.  


Das von der österreichischen Regierung bereitgestellte Kurzarbeitsgeld steigt auf eine Milliarde Euro, Banken sichern die Überbrückung.
Das von der österreichischen Regierung bereitgestellte Kurzarbeitsgeld stieg auf eine Milliarde Euro, Banken sicherten die Überbrückung.


; 29. März
; 29. März
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Rückholflugzeug brachte 71 Österreicher aus Peru zurück. Neben 71 Österreichern konnten Menschen aus 16 weiteren EU-Ländern und elf Drittstaaten die sichere Rückkehr nach Europa ermöglichen, stellte Außenminister Alexander Schallenberg fest. Der Notflug aus der peruanischen Hauptstadt war der mittlerweile 31. Repatriierungsflug im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie. Bisher wurden – die Maschine aus Lima mit eingerechnet – rund 5&nbsp;600 Menschen sicher zurück nach Österreich gebracht. Für die kommenden Tage sind weitere Heimhol-Flüge aus Indonesien, Malaysia, von den Philippinen, aus Vietnam, Chile, Argentinien und Australien geplant.
Rückholflugzeug brachte 71 Österreicher aus Peru zurück. Neben 71 Österreichern konnten Menschen aus 16 weiteren EU-Ländern und elf Drittstaaten die sichere Rückkehr nach Europa in der AUA-Maschine ermöglicht werden, stellte Außenminister Alexander Schallenberg fest. Der Notflug aus der peruanischen Hauptstadt war der mittlerweile 31. Repatriierungsflug im Zusammenhang mit der Corona-Virus-Pandemie. Bisher wurden – die Maschine aus Lima mit eingerechnet – rund 5&nbsp;600 Menschen sicher zurück nach Österreich gebracht. Für die kommenden Tage waren weitere Heimholflüge aus Indonesien, Malaysia, von den Philippinen, aus Vietnam, Chile, Argentinien und Australien geplant.


Die mehrheitlich private [[WESTbahn]] drängt wegen eines massiven Umsatzeinbruchs in der Corona-Krise auf rasche Staatshilfen. Die Einnahmen seien um mehr als 90 Prozent gesunken, sagte WESTbahn-Chef Erich Forster im "''Kurier''" (Samstagsausgabe). Trotz Einsparungen und Kurzarbeit habe die Westbahn einen täglichen Verlust von 110.000 Euro, im Monat über drei Millionen Euro. Der fehlende Umsatz treffe die Westbahn viel härter als die [[ÖBB]], weil sie nicht mit Leistungsbestellungen für Nahverkehr aus öffentlichen Geldern ausgestattet sei. Die WESTbahn nutze die Kurzarbeit: Von den Crews seien 90 Prozent in Kurzarbeit, von den Lokführern 70 Prozent. Der Verkehr auf der [[Westbahn|Weststrecke]] sei ausgedünnt worden, werde aber aufrechterhalten.
Die mehrheitlich private [[WESTbahn]] drängte wegen eines massiven Umsatzeinbruchs in der Corona-Krise auf rasche Staatshilfen. Die Einnahmen seien um mehr als 90 Prozent gesunken, sagte WESTbahn-Chef Erich Forster im "''Kurier''" (Samstagsausgabe). Trotz Einsparungen und Kurzarbeit habe die Westbahn einen täglichen Verlust von 110.000 Euro, im Monat über drei Millionen Euro. Der fehlende Umsatz treffe die Westbahn viel härter als die [[ÖBB]], weil sie nicht mit Leistungsbestellungen für Nahverkehr aus öffentlichen Geldern ausgestattet sei. Die WESTbahn nutze die Kurzarbeit: Von den Crews seien 90 Prozent in Kurzarbeit, von den Lokführern 70 Prozent. Der Verkehr auf der [[Westbahn|Weststrecke]] sei ausgedünnt worden, werde aber aufrechterhalten.
   
   
=== 30. März bis 5. April ===
=== 30. März bis 5. April ===
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; 30. März  
; 30. März  
Ab Mittwoch, [[1. April]], sollen in den Supermärkten Masken gegen Gebühr für all jene ausgehändigt werden, die einkaufen gehen. Zum weiteren Fahrplan: Schulen und Universitäten sollen in jedem Fall erst nach den Geschäfte geöffnet werden. Sie haben einen Wirkungszeitraum von vier Stunden. "''Die Verdoppelungsrate bei den Erkrankungsfällen habe sich zwar von 2,5 Tage vor drei Wochen auf aktuell 5,9 Tage erhöht. Doch auch das ist noch zu hoch.''" sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei der Pressekonferenz der Regierung.
Ab Mittwoch, [[1. April]], sollen in den Supermärkten Masken gegen Gebühr (?) für all jene ausgehändigt werden, die einkaufen gehen. Sie haben einen Wirkungszeitraum von vier Stunden. Zum weiteren Fahrplan der Normalisierung des Alltags: Schulen und Universitäten sollen in jedem Fall erst nach den Geschäfte geöffnet werden. "''Die Verdoppelungsrate bei den Erkrankungsfällen habe sich zwar von 2,5 Tage vor drei Wochen auf aktuell 5,9 Tage erhöht. Doch auch das ist noch zu hoch.''" sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bei der Pressekonferenz der Regierung.


Die alles entscheidende Größe in der Epidemie ist der Replikationsfaktor 'R0'. Dieser gibt darüber Auskunft, wie viele Personen ein Infizierter im Durchschnitt wieder ansteckt. Ist der Replikationsfaktor kleiner als eins, klingt die Epidemie rasch ab, ist er größer als eins, verbreitet sich die Krankheit unweigerlich mit exponentieller Geschwindigkeit. Unter der realistischen Annahme eines Replikationsfaktors von 1,7 werde unser Gesundheitssystem Mitte April zusammenbrechen, betonen die Experten. Um dies zu verhindern, bleibe kaum Zeit. Im Fall von Covid-19 entspricht ein Replikationsfaktor von eins einem täglichen Zuwachs von etwa sieben Prozent – liegt der Zuwachs höher komme es zu einer exponentiellen Ausbreitung. Die derzeitige tägliche Zuwachsrate der Infizierten in Österreich wird von den Experten auf 14 Prozent geschätzt, am Anfang der Epidemie lag sie bei 30 Prozent.
Die alles entscheidende Größe in der Epidemie ist der Replikationsfaktor 'R0'. Dieser gibt darüber Auskunft, wie viele Personen ein Infizierter im Durchschnitt wieder ansteckt. Ist der Replikationsfaktor kleiner als eins, klingt die Epidemie rasch ab, ist er größer als eins, verbreitet sich die Krankheit unweigerlich mit exponentieller Geschwindigkeit. Unter der realistischen Annahme eines Replikationsfaktors von 1,7 werde unser Gesundheitssystem Mitte April zusammenbrechen, betonen die Experten. Um dies zu verhindern, bleibe kaum Zeit. Im Fall von Covid-19 entspricht ein Replikationsfaktor von eins einem täglichen Zuwachs von etwa sieben Prozent – liegt der Zuwachs höher komme es zu einer exponentiellen Ausbreitung. Die derzeitige tägliche Zuwachsrate der Infizierten in Österreich wird von den Experten auf 14 Prozent geschätzt, am Anfang der Epidemie lag sie bei 30 Prozent.
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Verstorbene in Österreich waren im Schnitt 80 Jahre alt.
Verstorbene in Österreich waren im Schnitt 80 Jahre alt.


Die Zahl der Infizierten in Tirol erstmals rückläufig. Der Grund dafür dürfte darin liegen, dass die Zahl jener, die pro Tag genesen, mittlerweile die Anzahl an Neuinfektionen übersteigt.
Die Zahl der Infizierten in Tirol war erstmals rückläufig. Der Grund dafür dürfte darin gelegen sein, dass die Zahl jener, die pro Tag genesen, mittlerweile die Anzahl an Neuinfektionen übersteigt.


Die Sommerfestspiele Erl, die von 9. Juli bis 2. August 2020 eingeplant waren, sind heute Abend von Festspielpräsident Hans Peter Haselsteiner abgesagt worden.
Die Sommerfestspiele im Tiroler [[Erl]], die von 9. Juli bis 2. August 2020 eingeplant waren, waren heute Abend von Festspielpräsident Hans Peter Haselsteiner abgesagt worden.


An den Schulen wird es im April "realistisch gesehen" keinen regulären Betrieb geben. Das kündigte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bei einer Pressekonferenz an.
An den Schulen wird es im April "realistisch gesehen" keinen regulären Betrieb geben. Das kündigte Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bei einer Pressekonferenz an.


; 1. April
; 1. April
55&nbsp;863 Personen sind in Österreich bisher auf SARS-CoV-2 getestet worden (Stand heute 08:00 Uhr). 40 Labors stünden für Testverfahren auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 zur Verfügung, 15&nbsp;000 bis 17&nbsp;000 Testungen täglich sind möglich.
55&nbsp;863 Personen waren in Österreich bisher auf SARS-CoV-2 getestet worden (Stand heute 08:00 Uhr). 40 Labors stünden für Testverfahren auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 zur Verfügung, 15&nbsp;000 bis 17&nbsp;000 Testungen täglich sind möglich.
 
Die Coronavirus-Pandemie hat die Arbeitslosenzahlen in Österreich auf einen historischen Höchststand seit 1946 nach oben schnellen lassen. Ende März gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat um 52,5 Prozent mehr Personen ohne Job. Arbeitslose und Schulungsteilnehmer zusammengerechnet waren 562&nbsp;522 (+193&nbsp;543) ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition stieg um 4,7 Prozentpunkte auf 12,2 Prozent.  Bisher gebe es 12&nbsp;596 Kurzarbeitsanträge, die rund 250&nbsp;000 Arbeitsplätze sichern, sagte Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) heute in einer Pressekonferenz.


Laudamotion hatte vorige Woche alle 550 Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet. Kurzarbeit ist wegen eines seit langem bestehenden Streits um die Anerkennung des Laudamotion-Betriebsrats bisher nicht zustandegekommen. Der Antrag auf Kurzarbeit für die Crews der Ryanair-Tochter Laudamotion hängt weiter in der Luft. Ein heute anberaumter Anhörungstermin zum Kurzarbeitsantrag fand ohne dem Management der Airline statt.  
Die Corona-Virus-Pandemie hatte die Arbeitslosenzahlen in Österreich auf einen historischen Höchststand seit 1946 nach oben schnellen lassen. Ende März gab es im Vergleich zum Vorjahresmonat um 52,5 Prozent mehr Personen ohne Job. Arbeitslose und Schulungsteilnehmer zusammengerechnet waren 562&nbsp;522 (+193&nbsp;543) ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition stieg um 4,7 Prozentpunkte auf 12,2 Prozent. Bisher gab es 12&nbsp;596 Kurzarbeitsanträge, die rund 250&nbsp;000 Arbeitsplätze sichern, sagte Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) heute in einer Pressekonferenz.


Grippewelle in Österreich ebbt endlich ab. Waren in der vergangenen Woche noch 112&nbsp;000 Menschen an Influenza erkrankt, zählte die AGES in dieser Woche nur mehr 59&nbsp;000 Grippe-Patienten.  
Laudamotion hatte vorige Woche alle 550 Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet. Kurzarbeit war wegen eines seit langem bestehenden Streits um die Anerkennung des Laudamotion-Betriebsrats bisher nicht zustandegekommen. Der Antrag auf Kurzarbeit für die Crews der Ryanair-Tochter Laudamotion hing weiter in der Luft. Ein heute anberaumter Anhörungstermin zum Kurzarbeitsantrag fand ohne dem Management der Fluggesellschaft statt.  


In einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" laut Vorausmeldung vom Mittwoch hat sich Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) für Einschränkungen bei den Dividendenzahlungen ausgesprochen für Firmen, die Staatshilfen – beispielsweise über Kurzarbeit – beziehen.  
Die Grippewelle in Österreich ebbte endlich ab. Waren in der vergangenen Woche noch 112&nbsp;000 Menschen an Influenza erkrankt, zählte die AGES in dieser Woche nur mehr 59&nbsp;000 Grippe-Patienten.  


;OÖ schränkt Parkmöglichkeit an Ausflugszielen ein
In einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" laut Vorausmeldung vom Mittwoch hatte sich Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) für Einschränkungen bei den Dividendenzahlungen ausgesprochen für Firmen, die Staatshilfen – beispielsweise über Kurzarbeit – beziehen.  
Das Land [[Oberösterreich]] schränkt ab Donnerstag die Parkmöglichkeiten an beliebten Ausflugszielen im [[Salzkammergut]] und in der Pyhrn-Eisenwurzen-Region ein. Ansonsten befürchtet man, dass am kommenden frühlingshaften Wochenende zu viele Leute auf einmal dort herumflanieren. Einschränkungen gelten für Parkplätze am [[Attersee]], am Traunsee, am [[Mondsee (See)|Mondsee]] und am [[Irrsee]]. Darüber hinaus gibt es Einschränkungen am Langbathsee und am Offensee (beide Ebensee), am Almsee in Grünau, am [[Gosausee]] und rund um [[Gosau]]. Auch die Stellflächen bei der Feuerkogel-Seilbahn in Ebensee, bei der Krippenstein-Bahn in Obertraun, der Gosau-Hornspitzbahn sowie in Hinterstoder bei der Wurzeralm und am Kasberg sind betroffen.


== Sonstige Ereignisse in Österreich ==
== Sonstige Ereignisse in Österreich ==
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=== Bisher 92&nbsp;190 Testungen in Österreich ===
=== Bisher 92&nbsp;190 Testungen in Österreich ===
'''2. April'''. Bisher hat es in Österreich 92&nbsp;190 Testungen auf SARS-CoV-2 und damit deutlich mehr, als zuletzt vom Gesundheitsministerium verlautbart wurde, gegeben. Das gab Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am 2. April bekannt. Mit 1. April waren bundesweit knapp 56&nbsp;000 Testungen ausgewiesen worden. "''Es gibt deutlich mehr Testungen, als in den Tagesmeldungen ersichtlich''", sagte Anschober. Als Grund für die Differenz nannte Anschober, dass viele kleine Labors - österreichweit führen mittlerweile über 40 diese Tests auf das Coronavirus durch - noch nicht mit der Schnittstelle verbunden sind, die direkt Daten ins Epidemiologische Meldesystem (EMS) einspeist.
'''2. April'''. Bisher hat es in Österreich 92&nbsp;190 Testungen auf SARS-CoV-2 und damit deutlich mehr, als zuletzt vom Gesundheitsministerium verlautbart wurde, gegeben. Das gab Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am 2. April bekannt. Mit 1. April waren bundesweit knapp 56&nbsp;000 Testungen ausgewiesen worden. "''Es gibt deutlich mehr Testungen, als in den Tagesmeldungen ersichtlich''", sagte Anschober. Als Grund für die Differenz nannte Anschober, dass viele kleine Labors - österreichweit führen mittlerweile über 40 diese Tests auf das Coronavirus durch - noch nicht mit der Schnittstelle verbunden sind, die direkt Daten ins Epidemiologische Meldesystem (EMS) einspeist.
=== Oberösterreich schränkt Parkmöglichkeit an Ausflugszielen ein ===
Das Land [[Oberösterreich]] schränkte ab Donnerstag, den 2. April,  die Parkmöglichkeiten an beliebten Ausflugszielen im [[Salzkammergut]] und in der Pyhrn-Eisenwurzen-Region ein. Ansonsten befürchtete man, dass am kommenden frühlingshaften Wochenende zu viele Leute auf einmal dort herumflanieren. Einschränkungen galten für Parkplätze am [[Attersee]], am Traunsee, am [[Mondsee (See)|Mondsee]] und am [[Irrsee]]. Darüber hinaus gab es Einschränkungen am Langbathsee und am Offensee (beide Ebensee), am Almsee in Grünau, am [[Gosausee]] und rund um [[Gosau]]. Auch die Stellflächen bei der Feuerkogel-Seilbahn in Ebensee, bei der Krippenstein-Bahn in Obertraun, der Gosau-Hornspitzbahn sowie in Hinterstoder bei der Wurzeralm und am Kasberg waren betroffen.


=== Experten skeptisch bei Maskenpflicht für Gesunde ===
=== Experten skeptisch bei Maskenpflicht für Gesunde ===
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Die Pestsäule bzw. Dreifaltigkeitssäule, wie sie offiziell heißt, ist nach der großen Pestepidemie im Jahr 1679 errichtet worden. Damals sind in der Donaumetropole – samt Vororten – rund 80.000 Menschen dem Schwarzen Tod zum Opfer gefallen. Kaiser Leopold I. versprach, der Stadt eine Säule zu stiften, sollte die Pest aus Wien weichen, was im Herbst 1679 schließlich geschah. Noch im selben Jahr wurde ein Holzprovisorium errichtet, das aber dennoch fast acht Jahre hielt. Dann, am 30. Juni 1687, wurde der Grundstein zur heutigen Skulptur gelegt, die am Dreifaltigkeitstag 1693 eingeweiht wurde.
Die Pestsäule bzw. Dreifaltigkeitssäule, wie sie offiziell heißt, ist nach der großen Pestepidemie im Jahr 1679 errichtet worden. Damals sind in der Donaumetropole – samt Vororten – rund 80.000 Menschen dem Schwarzen Tod zum Opfer gefallen. Kaiser Leopold I. versprach, der Stadt eine Säule zu stiften, sollte die Pest aus Wien weichen, was im Herbst 1679 schließlich geschah. Noch im selben Jahr wurde ein Holzprovisorium errichtet, das aber dennoch fast acht Jahre hielt. Dann, am 30. Juni 1687, wurde der Grundstein zur heutigen Skulptur gelegt, die am Dreifaltigkeitstag 1693 eingeweiht wurde.


[[Datei:Datenstand der Johns Hopkins University 02April2020.jpg|thumb|center|900px|Datenstand der Johns Hopkins University zum Stand der Infektionskrankheit Covid-19 am 2. April 2020.]]
== International ==
== International ==
Unter diesem [https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6 Link] werden die '''weltweit dauernd aktualisiert zusammengefassten Daten''' zu offiziell registrierten CoV-Infektionen von der ''Johns Hopkins University'' veröffentlicht.
Unter diesem [https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6 Link] werden die '''weltweit dauernd aktualisiert zusammengefassten Daten''' zu offiziell registrierten CoV-Infektionen von der ''Johns Hopkins University'' veröffentlicht.
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Da sich das [[Salzburgwiki]] nur mit Themen beschäftigt, die einen Salzburgbezug haben müssen, wird dieser Artikel nicht in der Artikelliste des Salzburgwikis geführt. Aber aufgrund der Bedeutung der Infektionskrankheit Covid-19 möchte Administrator [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] einige Eckdaten und besondere internationale Ereignisse hier festhalten. Diese können im Artikel [[Benutzer:Archiv/Internationale Notizen rund um den Corona-Virus]] nachgelesen werden.
Da sich das [[Salzburgwiki]] nur mit Themen beschäftigt, die einen Salzburgbezug haben müssen, wird dieser Artikel nicht in der offiziellen Artikelliste des Salzburgwikis geführt. Aber aufgrund der Bedeutung der Infektionskrankheit Covid-19 möchte Administrator [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] einige Eckdaten und besondere internationale Ereignisse hier festhalten. Diese können im Artikel [[Benutzer:Archiv/Internationale Notizen rund um den Corona-Virus]] nachgelesen werden.


== Weblinks ==
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