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Am [[22. August]] [[1920]] um 18:00 Uhr feierte der "Jedermann" erneut unter der Regie von Reinhardt auf dem [[Domplatz]] seine Premiere bei den Salzburger Festspielen und die Festspiele ihre Premiere mit ihm. Es folgten Aufführungen am 23., 25. und 26. August 1920.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19200731&query=%22Max+Reinhardt%22&ref=anno-search&seite=9 ANNO], [[Salzburger Wacht]], Ausgabe vom 31. Juli 1920, Seite 9</ref>
 
Am [[22. August]] [[1920]] um 18:00 Uhr feierte der "Jedermann" erneut unter der Regie von Reinhardt auf dem [[Domplatz]] seine Premiere bei den Salzburger Festspielen und die Festspiele ihre Premiere mit ihm. Es folgten Aufführungen am 23., 25. und 26. August 1920.<ref>Quelle [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19200731&query=%22Max+Reinhardt%22&ref=anno-search&seite=9 ANNO], [[Salzburger Wacht]], Ausgabe vom 31. Juli 1920, Seite 9</ref>
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Fortan wurde der "''Jedermann''" jede Saison mit (alle paar Jahre) wechselnden Hauptdarstellern und in kaum veränderter Inszenierung präsentiert. Wenige Regisseure wagten nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] von der Reinhardt Vorgabe abzuweichen und jene, die es taten, teilten das Schicksal, dass sie meist nicht lange inszenierten. Ausgerechnet Max Reinhardts Sohn [[Gottfried Reinhardt|Gottfried]] versuchte [[1961]] als erster eine Neuinterpretation und während seine um Bühnenmusik von Ernst Krenek und bunte Kostüme des Hollywood-Ausstatters Tony Duquette bereicherte Version des "Jedermann" von der Presse positiv aufgenommen wurde, musste er doch zur Kenntnis nehmen, dass sie dem Publikum missfiel. Nach zwei Saisonen folgte der Schritt zurück in Richtung Tradition.  
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Fortan wurde der "''Jedermann''" jede Saison mit (alle paar Jahre) wechselnden Hauptdarstellern und in kaum veränderter Inszenierung präsentiert. Wenige Regisseure wagten nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] von der Reinhardt Vorgabe abzuweichen und jene, die es taten, teilten das Schicksal, dass sie meist nicht lange inszenierten. Ausgerechnet Max Reinhardts Sohn [[Gottfried Reinhardt|Gottfried]] versuchte [[1961]] als erster eine Neuinterpretation und während seine um Bühnenmusik von [[Ernst Krenek]] und bunte Kostüme des Hollywood-Ausstatters Tony Duquette bereicherte Version des "Jedermann" von der Presse positiv aufgenommen wurde, musste er doch zur Kenntnis nehmen, dass sie dem Publikum missfiel. Nach zwei Saisonen folgte der Schritt zurück in Richtung Tradition.  
    
Sechs Jahre später traute sich [[Leopold Lindtberg]] neue Wege zu beschreiten: Gott erschien bei ihm auf der Bühne, der Teufel wurde zum klumpfüßigen Gerichtsschreiber und die lange Tafel der Tischgesellschaft auf eine kleine Sitzgruppe reduziert. Aber auch Lindtberg scheiterte mit seiner Inszenierung, denn [[1973]] wird [[Ernst Haeusserman]] damit beauftragt, das ursprüngliche Konzept der Jedermann-Inszenierung umzusetzen. Nicht zuletzt dank [[Curd Jürgens]] in der Titelrolle wird auch diese Rückbesinnung zum Erfolg. Unter Haeusserman und [[Gernot Friedel]] ändert sich für dreißig Jahre wenig am "Jedermann".
 
Sechs Jahre später traute sich [[Leopold Lindtberg]] neue Wege zu beschreiten: Gott erschien bei ihm auf der Bühne, der Teufel wurde zum klumpfüßigen Gerichtsschreiber und die lange Tafel der Tischgesellschaft auf eine kleine Sitzgruppe reduziert. Aber auch Lindtberg scheiterte mit seiner Inszenierung, denn [[1973]] wird [[Ernst Haeusserman]] damit beauftragt, das ursprüngliche Konzept der Jedermann-Inszenierung umzusetzen. Nicht zuletzt dank [[Curd Jürgens]] in der Titelrolle wird auch diese Rückbesinnung zum Erfolg. Unter Haeusserman und [[Gernot Friedel]] ändert sich für dreißig Jahre wenig am "Jedermann".
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