Domkapitlischer Weiherhof: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | das Salzburger Domkapitel konnte um 1600 das „''Schlössl ob der Gmain''“ anstelle des [[ | + | das [[Salzburger Domkapitel]] konnte um 1600 das „''Schlössl ob der Gmain''“ anstelle des [[Jagdschloss Guggenthal|Jagdschlosses Guggenthal]] im Tauschweg erwerben. Zu dem alten Schlösschen gehörte auch ein [[Meierhof]] („[[Weyerbauer]]“), der sich neben dem Hauptgebäude (heute Biberngasse 29) befand. An der Westseite des einstigen Meierhofes befinden sich zwei Wappen von Ägid Rem, der von 1520 bis 1536 [[Bischof von Chiemsee]] war, sowie die Inschrift: ''Aegidius D. g. Epis(copus) Chiemen(sis) aedes has ex fundamentis instauravit''. |
Mit dem Ende des [[Fürsterzbistum]]s kam es in private Hände und war bis nach 1960 als Bauerngut geführt. Der namensgebende kleine Hofweiher befand sich unmittelbar an der unteren Kante der [[Friedhofsterrasse]] und erhielt sein Wasser auf einer nächstgelegenen Quelle. Der Weiher wurde wohl im Zusammenhang mit der Errichtung des Kommunalfriedhofes bzw. wenige Jahre nach der Errichtung desselben zugeschüttet. Der Bau befindet sich heute in Privatbesitz und wird größtenteils als Wohnhaus genutzt. | Mit dem Ende des [[Fürsterzbistum]]s kam es in private Hände und war bis nach 1960 als Bauerngut geführt. Der namensgebende kleine Hofweiher befand sich unmittelbar an der unteren Kante der [[Friedhofsterrasse]] und erhielt sein Wasser auf einer nächstgelegenen Quelle. Der Weiher wurde wohl im Zusammenhang mit der Errichtung des Kommunalfriedhofes bzw. wenige Jahre nach der Errichtung desselben zugeschüttet. Der Bau befindet sich heute in Privatbesitz und wird größtenteils als Wohnhaus genutzt. | ||
==Aussehen und Nutzung == | ==Aussehen und Nutzung == | ||
| − | Das heutige Erscheinungsbild stammt wesentlich aus der ersten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s und ist als mächtiger "Einhof" ein breites stattliches Bauernhaus bestehend aus einem östlichen Wohnteil mit einem gemauerten ersten und zweiten Stockwerk und einem westlichen hohen Stallteil, die beide von einem einheitlichen mächtiges Schopfwalmdach gedeckt sind. Der große Stall mit seinem vierschiffigen Platzlgewölbe ("Böhmische Kappe"), wird getragen von neun [[Marmor]]säulen. Er besaß auch | + | Das heutige Erscheinungsbild stammt wesentlich aus der ersten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s und ist als mächtiger "Einhof" ein breites stattliches Bauernhaus bestehend aus einem östlichen Wohnteil mit einem gemauerten ersten und zweiten Stockwerk und einem westlichen hohen Stallteil, die beide von einem einheitlichen mächtiges Schopfwalmdach gedeckt sind. Der große Stall mit seinem vierschiffigen Platzlgewölbe ("Böhmische Kappe"), wird getragen von neun [[Marmor]]säulen. Er besaß auch [[marmor]]ne Futtertröge. |
Die Galerie Weiherhof wurde im Jahr 1980 auf einer Ausstellungsfläche von gut 400 m² begründet, Hier wurde im Lauf von über 30 Jahren über 600 Ausstellungen vorgestellt. | Die Galerie Weiherhof wurde im Jahr 1980 auf einer Ausstellungsfläche von gut 400 m² begründet, Hier wurde im Lauf von über 30 Jahren über 600 Ausstellungen vorgestellt. | ||
Version vom 29. Oktober 2019, 14:05 Uhr
Der domkatitularische Weiherhof ist ein historisches Gebäude im Salzburger Stadtteil Morzg an der Biberngasse Nr. 31 (früher zu Gneis zugerechnet), das lange Zeit die Galerie Weihergut beherbergte. Es ist eines von drei historischen Weiherhöfe in der Stadt.
Geschichte
das Salzburger Domkapitel konnte um 1600 das „Schlössl ob der Gmain“ anstelle des Jagdschlosses Guggenthal im Tauschweg erwerben. Zu dem alten Schlösschen gehörte auch ein Meierhof („Weyerbauer“), der sich neben dem Hauptgebäude (heute Biberngasse 29) befand. An der Westseite des einstigen Meierhofes befinden sich zwei Wappen von Ägid Rem, der von 1520 bis 1536 Bischof von Chiemsee war, sowie die Inschrift: Aegidius D. g. Epis(copus) Chiemen(sis) aedes has ex fundamentis instauravit.
Mit dem Ende des Fürsterzbistums kam es in private Hände und war bis nach 1960 als Bauerngut geführt. Der namensgebende kleine Hofweiher befand sich unmittelbar an der unteren Kante der Friedhofsterrasse und erhielt sein Wasser auf einer nächstgelegenen Quelle. Der Weiher wurde wohl im Zusammenhang mit der Errichtung des Kommunalfriedhofes bzw. wenige Jahre nach der Errichtung desselben zugeschüttet. Der Bau befindet sich heute in Privatbesitz und wird größtenteils als Wohnhaus genutzt.
Aussehen und Nutzung
Das heutige Erscheinungsbild stammt wesentlich aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und ist als mächtiger "Einhof" ein breites stattliches Bauernhaus bestehend aus einem östlichen Wohnteil mit einem gemauerten ersten und zweiten Stockwerk und einem westlichen hohen Stallteil, die beide von einem einheitlichen mächtiges Schopfwalmdach gedeckt sind. Der große Stall mit seinem vierschiffigen Platzlgewölbe ("Böhmische Kappe"), wird getragen von neun Marmorsäulen. Er besaß auch marmorne Futtertröge.
Die Galerie Weiherhof wurde im Jahr 1980 auf einer Ausstellungsfläche von gut 400 m² begründet, Hier wurde im Lauf von über 30 Jahren über 600 Ausstellungen vorgestellt.
Quelle
- Dehio Salzburg Stadt und Land; aus der Serie Die Kunstdenkmäler Österreichs, Vlg Schroll, Wien 1986,