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| | [[Datei:DSC 0011.JPG|thumb|Innenhofzugang]] | | [[Datei:DSC 0011.JPG|thumb|Innenhofzugang]] |
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| − | Das ehemalige '''Stift Mondsee''', das aus einem Benediktinerkloster hervorgegangen war, liegt in [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] am gleichnamigen See im [[Oberösterreich|oberösterreichischen]] [[Salzkammergut]]. | + | Das ehemalige '''Kloster Mondsee''' war ein Benediktinerkloster in [[Mondsee (Ort)|Mondsee]] am gleichnamigen See im [[Oberösterreich|oberösterreichischen]] [[Salzkammergut]]. |
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| | Es war bis zum Anschluss [[Salzburg (Bundesland)|Salzburgs]] [[1816]] an Österreich das älteste Kloster des Landes Salzburg. Auch im heutigen Bundesgebiet sind nur das [[Erzstift St. Peter]] und das [[Stift Nonnberg]] in Salzburg ältere Klostergründungen. | | Es war bis zum Anschluss [[Salzburg (Bundesland)|Salzburgs]] [[1816]] an Österreich das älteste Kloster des Landes Salzburg. Auch im heutigen Bundesgebiet sind nur das [[Erzstift St. Peter]] und das [[Stift Nonnberg]] in Salzburg ältere Klostergründungen. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Gestiftet wurde es [[748]] vom [[Bayern|bayerischen]] Herzog [[Odilo|Odilo Agilolfinger]], dem Vater von Herzog Tassilo, der das [[Kremsmünster|Stift Kremsmünster]] (Oberösterreich) gründete. Das Mondseer Stift hat dann lange unter Regensburger Herrschaft gestanden. So wurde auch der Missionar und Mönch [[Wolfgang von Regensburg]] [[972]] Herr von Mondsee.
| + | Gegründet wurde es [[748]] vom [[Bayern|bayerischen]] Herzog [[Odilo|Odilo Agilolfinger]], dem Vater von Herzog Tassilo, der auch das [[Kremsmünster|Stift Kremsmünster]] (Oberösterreich) gründete. Das Kloster Mondsee hat dann lange unter Regensburger Herrschaft gestanden. So wurde auch der Missionar und Mönch [[Wolfgang von Regensburg]] [[972]] Herr von Mondsee. |
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| − | [[829]] kam dann der [[Wolfgangsee|Abersee]] mit Hilfe von Wolfgang von Regensburg in den Besitz des Stifts. Dadurch wurde der See lange Zeit als Eigentum der Regensburger Bischöfe betrachtet, was sich erst [[1184]] wieder änderte. | + | [[829]] kam dann der [[Wolfgangsee|Abersee]] mit Hilfe von Wolfgang von Regensburg in den Besitz des Klosters. Dadurch wurde der See lange Zeit als Eigentum der Regensburger Bischöfe betrachtet, was sich erst [[1184]] wieder änderte. |
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| | Der erste Kirchenbau dürfte dann [[943]] von den Magyaren samt dem Stift niedergebrannt worden sein. Erst [[1052]], im Jahr der Heiligsprechung von Wolfgang von Regensburg, konnte die neu erbaute Stiftskirche von St. Emmeran geweiht werden. | | Der erste Kirchenbau dürfte dann [[943]] von den Magyaren samt dem Stift niedergebrannt worden sein. Erst [[1052]], im Jahr der Heiligsprechung von Wolfgang von Regensburg, konnte die neu erbaute Stiftskirche von St. Emmeran geweiht werden. |
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| | [[1540]] besiedelten dann nur mehr 10 Mönche das Kloster, deren Führung zeitweise vom Abt von Kremsmünster übernommen werden musste. Erst Ende des [[17. Jahrhundert]] erholte sich das Kloster wieder. Der neue barocke Hochaltar entstand [[1626]] - im Jahr der Bauernaufstände. Der letzte bedeutende Eingriff in die alte Bausubstanz fand [[1674]] statt. [[Meinrad Guggenbichler]] trat in diesem Jahr auf Lebenszeit in die Dienste des Stiftes. Zusammen mit [[Thomas Schwanthaler]] führte er zahlreiche Kunstwerke für das Stift aus. | | [[1540]] besiedelten dann nur mehr 10 Mönche das Kloster, deren Führung zeitweise vom Abt von Kremsmünster übernommen werden musste. Erst Ende des [[17. Jahrhundert]] erholte sich das Kloster wieder. Der neue barocke Hochaltar entstand [[1626]] - im Jahr der Bauernaufstände. Der letzte bedeutende Eingriff in die alte Bausubstanz fand [[1674]] statt. [[Meinrad Guggenbichler]] trat in diesem Jahr auf Lebenszeit in die Dienste des Stiftes. Zusammen mit [[Thomas Schwanthaler]] führte er zahlreiche Kunstwerke für das Stift aus. |
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| − | Zwischen [[25. September]] und [[6. Oktober]] [[1748]] feierte das Stift seine Jahrtausendfeiern, an denen etwa 80.000 Menschen teilgenommen hatten. Ein halbes Jahrhundert später beendete ein Brand und der Josefinismus die Glanzzeit des Stiftes endgültig. Am [[20. Oktober]] [[1791]] wurde Mondsee dem Bischof von Linz als Dotationsgut zugeteilt. [[1810]] schenkte Kaiser Napoleon I. die Herrschaft dem Fürsten Wrede, dessen Erben sie bis heute besitzen. | + | Zwischen [[25. September]] und [[6. Oktober]] [[1748]] feierte das Kloster seine Jahrtausendfeiern, an denen etwa 80.000 Menschen teilgenommen hatten. Ein halbes Jahrhundert später beendete ein Brand und der Josefinismus die Glanzzeit des Stiftes endgültig. Am [[20. Oktober]] [[1791]] wurde Mondsee dem Bischof von Linz als Dotationsgut zugeteilt. [[1810]] schenkte Kaiser Napoleon I. die Herrschaft dem Fürsten Wrede, dessen Erben es bis Mitte der [[1980er]] Jahren besaßen. Dann wurde das gesamte Gelände an den Unternehmer Asamer verkauft. |
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| | ==Höribachhof== | | ==Höribachhof== |
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| | <references/> | | <references/> |
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| − | ==Quelle== | + | ==Quellen== |
| | * ''Das Salzkammergut'', Kristian Sotriffer, Oberösterreichischer Landesverlag Linz, 1969 | | * ''Das Salzkammergut'', Kristian Sotriffer, Oberösterreichischer Landesverlag Linz, 1969 |
| − | | + | * ''Basilika St. Michael'', Kunstverlag Peda, Passau, ISBN 978-3-89643-719-8 |
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| | [[Kategorie:Kirche|Mondsee, Stift]] | | [[Kategorie:Kirche|Mondsee, Stift]] |