Jan Cemper-Kiesslich: Unterschied zwischen den Versionen
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Um Rudolf Heß (einer der 24 Angeklagten nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher) hielt sich eine hartnäckige Verschwörungstheorie: Ein Doppelgänger soll im Kriegsverbrechergefängnis Spandau in Berlin eingesessen haben, während der echte [[Adolf Hitler|Hitler]]-Stellvertreter der Strafe entging. Mit einer DNA-Untersuchung konnten Forscher aus den [[USA]] und | Um Rudolf Heß (einer der 24 Angeklagten nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher) hielt sich eine hartnäckige Verschwörungstheorie: Ein Doppelgänger soll im Kriegsverbrechergefängnis Spandau in Berlin eingesessen haben, während der echte [[Adolf Hitler|Hitler]]-Stellvertreter der Strafe entging. Mit einer DNA-Untersuchung konnten Forscher aus den [[USA]] und Salzburg diese Theorie 2019 widerlegen. Daran führend beteiligt war Molekularbiologe Jan Cemper-Kiesslich vom Fachbereich Gerichtsmedizin der Universität Salzburg. | ||
"''Es war eine einmalige Chance, an so einem Projekt mitarbeiten zu können - und in der Zeitgeschichtsschreibung einen Beitrag zu leisten''", sagt Cemper-Kiesslich. Der Molekularbiologe kam durch Zufall zu dem Projekt: Der US-Militärarzt Sherman McCall nahm Kontakt zum DNA-Experten auf, nachdem er eine Blutprobe von Heß erhalten hatte - und ein Familienmitglied gefunden hatte. Die Blutprobe hatte einen abenteuerlichen Weg hinter sich: "''Sie wurde 1982 bei einer Routineuntersuchung in Spandau abgenommen''", sagt Cemper-Kiesslich. Ein Teil der Probe verblieb auf einem versiegelten Mikroskop-Objektträger im Besitz des US-Pathologen Rick Wahl, der den Träger als Unterrichtsmaterial für Studenten behalten hatte. | "''Es war eine einmalige Chance, an so einem Projekt mitarbeiten zu können - und in der Zeitgeschichtsschreibung einen Beitrag zu leisten''", sagt Cemper-Kiesslich. Der Molekularbiologe kam durch Zufall zu dem Projekt: Der US-Militärarzt Sherman McCall nahm Kontakt zum DNA-Experten auf, nachdem er eine Blutprobe von Heß erhalten hatte - und ein Familienmitglied gefunden hatte. Die Blutprobe hatte einen abenteuerlichen Weg hinter sich: "''Sie wurde 1982 bei einer Routineuntersuchung in Spandau abgenommen''", sagt Cemper-Kiesslich. Ein Teil der Probe verblieb auf einem versiegelten Mikroskop-Objektträger im Besitz des US-Pathologen Rick Wahl, der den Träger als Unterrichtsmaterial für Studenten behalten hatte. | ||