Bierjodlgasse: Unterschied zwischen den Versionen

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* '''Nr. 4. und 6. ''': Das frühere Nr. 195 bestand aus einem Haupt- und Nebenhaus. 1713 heißt es Caldonerziehhaus samt Stöckl, 1719 gehört es dem [[Domkapitel]] und heißt Beichtvaterhaus. 1800 kauft es ein gewisser Steiner, der Kastenknecht (Kastenknechthaus), 1889 wird das Stöckl (Nebenhaus) abgetrennt und verkauft.
 
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Version vom 27. Mai 2019, 21:18 Uhr

Bild
Bierjodlgasse.jpg
Bierjodlgasse
Länge: ca. 100 m
Startpunkt: Festungsgasse
Endpunkt: Herrengasse
Karte: Googlemaps
Bierjodlgasse, von der Herrengasse aus gesehen

Die Bierjodlgasse ist eine Straße in der Salzburger Altstadt.

Verlauf

Die Bierjodlgasse führt von der Festungsgasse – am Fuß des Festungsbergs - zur Herrengasse und ist etwa 100 Meter lang.

Name

Der Name der Gasse ist abgeleitet von einem Eckhaus am Ende der Gasse, das in seiner Geschichte wechselnd entweder der einen oder der anderen Gasse zugeordnet war.

Das Eckhaus wurde 1376 erstmals erwähnt. Es wurde 1526 "Aller geglawbigen Seelenhaus", 1647 "Bapistenhaus" und 1652 "Benefiziathaus" genannt. 1682 verkaufte es das Domkapitel auf Erbrecht um 1000 Gulden rheinische Währung und 2 Dukaten an Wilhelm Christoff Kolberer, der die Bierzapfler-Gerechtsame erhielt und sein Haus "zum Bierjodlwirth" nannte. 1713 Kolberer'sche Behausung. 1775 "Bierjodlhaus".

Im 18. Jahrhundert übertrug sich der Name des Wirtshauses dann auf die Gasse.

Die "Bierjodlgasse" oder "Bierjodlwirtsgasse" ist in den historischen Hausverzeichnissen mehrfach angeführt, und zwar 1808 "Bierjodlwirtshaus" (Mathias Wänzler besaß es 1804-1813), 1816 "Wirtshaus zur Goldenen Schlange" und 1858 "Gasthaus zum weißen Kreuz" (Besitzer: Franz Kobernauser).

"Bierjodl" hat mit dem "Jodeln"[1] nichts zu tun. "Jodl" heißt soviel wie "Jakob".[2]

"Jodl" oder "Jockel" war eine lokal gebräuchlich Kurz- bzw. Koseform für den Vornamen "Jakob". Im übertragenen Wortsinn war der "Jockel" jeder einfache Arbeiter, Knecht oder Bauer, der zur damaligen Zeit in einem einfachen Wirtshaus ein bescheidenes Essen oder auch nur ein Bier konsumierte.

Ein formeller Beschluss zur Namensgebung ist nicht dokumentiert.

Gebäude

  • Nr. 4. und 6. : Das frühere Nr. 195 bestand aus einem Haupt- und Nebenhaus. 1713 heißt es Caldonerziehhaus samt Stöckl, 1719 gehört es dem Domkapitel und heißt Beichtvaterhaus. 1800 kauft es ein gewisser Steiner, der Kastenknecht (Kastenknechthaus), 1889 wird das Stöckl (Nebenhaus) abgetrennt und verkauft.

Bilder

 Bierjodlgasse – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen

Fußnoten

  1. wikipedia.de/Jodeln
  2. ANNO, Salzburger Wacht, Ausgabe vom 31. August 1929, Seite 10, zur Wortbedeutung