Berchtesgadener Hof: Unterschied zwischen den Versionen
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Der Berchtesgadener Hof war von [[1211]] bis [[1803]] der Sitz des [[Fürstpropstei Berchtesgaden|Fürstpropstes von Berchtesgaden]]. [[Berchtesgaden]] gehörte zur Zeit von Erzbischof [[Pilgrim II. von Puchheim]] für einige Jahrzehnte auch zum weltlichen Herrschaftsgebietes des [[ | Der Berchtesgadener Hof war von [[1211]] bis [[1803]] der Sitz des [[Pröpste, Fürstpröpste und Administratoren der Fürstpropstei Berchtesgaden|Fürstpropstes von Berchtesgaden]]. [[Berchtesgaden]] gehörte zur Zeit von [[Erzbischof]] [[Pilgrim II. von Puchheim]] für einige Jahrzehnte auch zum weltlichen Herrschaftsgebietes des [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürsterzbistums Salzburg]]. Danach aber wurde es ein eigenständiges geistliches Fürstentum im [[Reich#Heiliges Römisches Reich|römisch-deutschen]] Reich. | ||
Berchtesgaden blieb kirchenrechtlich aber bis zum Ende des Fürsterzbistums Salzburg im Jahr [[1803]] ein Teil der [[Erzdiözese Salzburg|Salzburger Erzdiözese]]. | Berchtesgaden blieb kirchenrechtlich aber bis zum Ende des Fürsterzbistums Salzburg im Jahr [[1803]] ein Teil der [[Erzdiözese Salzburg|Salzburger Erzdiözese]]. | ||
[[1812]] wurde dieser Hof der Berchtesgadener Pröpste an Private verkauft, da Berchtesgaden nun zu [[Bayern]] gehörte. | [[1812]] wurde dieser Hof der Berchtesgadener Pröpste an Private verkauft, da Berchtesgaden nun zu [[Bayern]] gehörte. Teil von Salzburg war es aber nur unter Pilgrim II. von Puchheim gewesen. | ||
Von [[1840]] bis [[1847]] war im Berchtesgadener Hof das neu gegründete [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Collegium Borromäum]] zur Miete untergebracht. | Von [[1840]] bis [[1847]] war im Berchtesgadener Hof das neu gegründete [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Collegium Borromäum]] zur Miete untergebracht. | ||
Später wurde der Berchtesgadener Hof auch als k.k. Poststall genutzt. Auch das sehr nahe gelegene [[Krankenhaus der Barmherzigen Brüder]] nutzte zeitweise Teile des Gebäudes. | Später wurde der Berchtesgadener Hof auch als k.k. Poststall genutzt. Auch das sehr nahe gelegene [[Krankenhaus der Barmherzigen Brüder]] nutzte zeitweise Teile des Gebäudes. | ||
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[[1930]] malt [[Franz Kulstrunk]] den Berchtesgadener Hof, er nennt sein Bild "Alter Posthof Salzburg" (der heutige Posthof wird erst später erbaut) <ref>[http://museumdermoderne.at/blaetterrausch/werke/index/page/683/view/image museumdermoderne.at/Franz Kulstrunk]</ref>. | [[1930]] malt [[Franz Kulstrunk]] den Berchtesgadener Hof, er nennt sein Bild "Alter Posthof Salzburg" (der heutige Posthof wird erst später erbaut) <ref>[http://museumdermoderne.at/blaetterrausch/werke/index/page/683/view/image museumdermoderne.at/Franz Kulstrunk]</ref>. | ||
[[1931]] wurde der historische Berchtesgadener Hof, der baufällig geworden war, weitest gehend abgerissen und unter [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]] mit Hilfe von Geldern aus der Bundeswohnbauförderung in den alten Formen als [[Berchtesgadener Hof Neubau]] ( | [[1931]] wurde der historische Berchtesgadener Hof, der baufällig geworden war, weitest gehend abgerissen und unter [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]] mit Hilfe von Geldern aus der Bundeswohnbauförderung in den alten Formen als [[Berchtesgadener Hof Neubau]] (größtenteils baugleich mit dem alten Berchtesgadener Hof) wieder errichtet. | ||
Vom ursprünglichen Gebäude sind noch erhalten geblieben: | Vom ursprünglichen Gebäude sind noch erhalten geblieben: | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
* ''Salzburger Fotografien 1880 - 1918 aus dem Atelier Würthle'', [[Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg]] 18, 2003, ISBN 3-901014-93-4 | * ''Salzburger Fotografien 1880 - 1918 aus dem Atelier Würthle'', [[Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg]] 18, 2003, ISBN 3-901014-93-4 | ||
* Lorenz Hübner: Beschreibung der hochfürstlichen Residenzstadt Salzburg, | * [[Lorenz Hübner]]: Beschreibung der hochfürstlichen Residenzstadt Salzburg 1796, in [https://books.google.at/books?id=m3IAAAAAcAAJ&printsec=frontcover#v=snippet&q=Berchtesgadener%20Hof&f=false books.google.at], Seite 272 | ||
==Fußnoten== | ==Fußnoten== | ||