Ilona Rohrmoser: Unterschied zwischen den Versionen
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Sie wuchs mit ihren Eltern und drei jüngeren Geschwistern auf einem Bauerhof auf. Nach der Volksschule und der Hauptschule besuchte sie die [[HBLA Saalfelden|HBLA]] in [[Saalfelden am Steinernen Meer]] und dann die Krankenpflegeschule in [[Salzburg]]. Zusätzlich machte sie die Ausbildung zur Intensiv-Krankenschwester. Ihren Beruf übte sie in Innsbruck, Salzburg und [[Zell am See]] aus. Auf die [[Alm]] kam sie zum ersten Mal, als sie einer Freundin in [[Untertauern]] im Urlaub drei Wochen half. Da ihr die Zeit dann zu kurz war, entschloss sie sich, den ganzen Sommer auf die Alm zu gehen. | Sie wuchs mit ihren Eltern und drei jüngeren Geschwistern auf einem Bauerhof auf. Nach der Volksschule und der Hauptschule besuchte sie die [[HBLA Saalfelden|HBLA]] in [[Saalfelden am Steinernen Meer]] und dann die Krankenpflegeschule in der [[Stadt Salzburg]]. Zusätzlich machte sie die Ausbildung zur Intensiv-Krankenschwester. Ihren Beruf übte sie in Innsbruck, Salzburg und [[Zell am See]] aus. Auf die [[Alm]] kam sie zum ersten Mal, als sie einer Freundin in [[Untertauern]] im Urlaub drei Wochen half. Da ihr die Zeit dann zu kurz war, entschloss sie sich, den ganzen Sommer auf die Alm zu gehen. | ||
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Die moderne Technik ist schon überall eingezogen. Früher wechselten die Mägde und Knechte zu Maria Lichtmess am [[2. Februar]] von einem Bauern zum anderen. Ilona Rohrmoser hat ihre Arbeit als | Die moderne Technik ist schon überall eingezogen. Früher wechselten die Mägde und Knechte zu Maria Lichtmess am [[2. Februar]] von einem Bauern zum anderen. Ilona Rohrmoser hat ihre Arbeit als [[Senner]]in über das Internet gefunden. Die [[Pinzgau]]erin hatte eine Anzeige auf der Homepage der [[Almwirtschaft]] Österreich veröffentlicht. Noch am selben Tag meldete sich die Familie Friedl aus [[Unken]]. "''Es ist nicht leicht, jemanden zu finden, wo es passt''", sagt Bäuerin Ingrid Friedl. | ||
Vor einer Woche zog Ilona Rohrmoser auf die Hochalm bei Unken. "''Das Auto war vollgepackt''", sagt sie. "''Man braucht ein Stallgewand, etwas für Schönwetter und Schlechtwetter und etwas Schönes.''" | Vor einer Woche zog Ilona Rohrmoser auf die Hochalm bei Unken. "''Das Auto war vollgepackt''", sagt sie. "''Man braucht ein Stallgewand, etwas für Schönwetter und Schlechtwetter und etwas Schönes.''" | ||
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Bis September wird sie in der Fuchs-Kaser bleiben. Als Kaser bezeichnet man hier die Sennhütten. Sie haben keinen Stromanschluss, das Wasser kommt aus der [[Quellen im Land Salzburg|Quelle]], gekocht wird auf einem Holzofen und als Kühlschrank dient ein Erdkeller. | Bis September wird sie in der Fuchs-Kaser bleiben. Als Kaser bezeichnet man hier die Sennhütten. Sie haben keinen Stromanschluss, das Wasser kommt aus der [[Quellen im Land Salzburg|Quelle]], gekocht wird auf einem Holzofen und als Kühlschrank dient ein Erdkeller. | ||
Der Arbeitstag beginnt vor fünf Uhr. "''Zuerst heize ich ein, damit ich das Wasser zum Auswaschen der Milchkannen kochen kann''", erzählt die | Der Arbeitstag beginnt vor fünf Uhr. "''Zuerst heize ich ein, damit ich das Wasser zum Auswaschen der Milchkannen kochen kann''", erzählt die [[Senner]]in. "''Dann schreien vor der Hütte schon die Kühe. Sie sind in der Nacht draußen und kommen von selbst, wenn es Zeit zum Melken ist.''" Am Tag macht sie Käse, am Abend wird wieder gemolken und um neun Uhr geht sie meistens schlafen. | ||
Außer dem Handy für Notfälle hat die junge Frau aus St. Martin alle scheinbar unentbehrlichen Errungenschaften der Technik im Tal gelassen. "''Einen Fernseher oder einen Computer brauche ich nicht. Einen Radio habe ich mit, aber den schalte ich eigentlich nie ein.''" Die Abendunterhaltung besteht in Gesprächen mit den anderen Sennleuten. Auf der Hochalm sind neun Hütten bewirtschaftet. "''Man kommt auch mit wenig aus. Das ganze Zeug geht einem nicht ab. Ich bin auch bisher noch nicht ins Tal gefahren. Ich weiß nicht, ob ich überhaupt runterfahre.''" | Außer dem Handy für Notfälle hat die junge Frau aus St. Martin alle scheinbar unentbehrlichen Errungenschaften der Technik im Tal gelassen. "''Einen Fernseher oder einen Computer brauche ich nicht. Einen Radio habe ich mit, aber den schalte ich eigentlich nie ein.''" Die Abendunterhaltung besteht in Gesprächen mit den anderen Sennleuten. Auf der Hochalm sind neun Hütten bewirtschaftet. "''Man kommt auch mit wenig aus. Das ganze Zeug geht einem nicht ab. Ich bin auch bisher noch nicht ins Tal gefahren. Ich weiß nicht, ob ich überhaupt runterfahre.''" | ||
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[[Kategorie:St. Martin bei Lofer]] | [[Kategorie:St. Martin bei Lofer]] | ||
[[Kategorie:Salzburger des Tages]] | [[Kategorie:Salzburger des Tages]] | ||
[[Kategorie:Geboren 1972]] | |||