Straßennetz (ländlich): Unterschied zwischen den Versionen

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Das ländliche '''Straßennetz''' im [[Bundesland Salzburg]] umfasst rund 3.000 km, das entspräche einer Strecke von fünf Mal Salzburg nach Wien und retour.
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Das ländliche '''Straßennetz''' im [[Bundesland Salzburg]] umfasst rund 3 000 km, davon zwei [[Autobahn]]en, 25 ehemalige [[Bundesstraße]]n und fast 100 [[Landesstraße]]n, was einer Strecke von fünf Mal Salzburg nach Wien und retour entspricht.  
  
 
==Allgemeines==
 
==Allgemeines==
Rund 150 Millionen Euro wurden seit 1981 in den Ausbau, Erneuerung und Erhaltung dieses Straßennetzes investiert. Neben den 3.000 Kilometern Straße sind es auch noch rund 1.000 Brücken, die erhalten werden müssen.  
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Das ländliche FELS Wegenetz ist im Bundesland Salzburg mit rund 3 100 km das längste Wegenetz im Bundesland Salzburg. Im Vergleich dazu: Autobahnen und Schnellstraßen rund 150 km und rund 1 400 km Landesstraßen.  
  
Um noch eine Zahl zu nennen: mit diesem Straßennetz werden in 117 Salzburger Gemeinden mehr als 6.700 Höfe, 8.400 Wohnhäuser, 600 Gewerbebetriebe und 400 andere Objekte (Schulen, Kindergärten, Freizeitanlagen) dadurch erschlossen.  
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Um die zur Erhaltung der Straßen verpflichtenden Rechtsträger wie die Bringungsgemeinschaften oder die Interessentenweggenossenschaften finanziell zu entlasten, wurde im Bundesland Salzburg mit dem FELS eine finanzielle Erhaltungsorganisation für ländliche Wege – übrigens einzigartig in Österreich- geschaffen.
  
Seit der Gründung des [[FELS]] wurden bereits 150 Mio. Euro in die Betreuung und Errichtung von 921 Wegen mit 790 Kilometer Länge im [[Flachgau]], 557 Wege mit 848 km im [[Tennengau]], 661 Wege mit 819 km im [[Pongau]], 646 Wege mit 719 km im [[Pinzgau]] und 199 Wege mit 197 km im [[Lungau]] investiert.
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Die gesetzliche Grundlage bildet das aus dem Jahre 1981 stammende Gesetz vom [[8. Juli]] [[1981]] über die Errichtung eines Fonds zur Erhaltung des ländlichen Straßennetzes im Lande Salzburg (FELS-Gesetz).
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Die Finanzierung des FELS erfolgt solidarisch vom Land Salzburg (50 %), allen 119 Gemeinden Salzburgs (25 %) und dem Gemeindeausgleichsfonds (25 %).
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Jährlich werden rund 10 Millionen Euro an Fördermittel investiert.
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* Betreuung von rund 3 100 km Straßennetz und 1 000 Brücken, welche eine Spannweite von zwei bis 40 Meter aufweisen
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* Erschließung von mehr als 15 000 Dauerwohnsitzen
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* Erschließung von Betrieben, Kindergärten, Schulen, Freizeitanlagen,
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* Sanierung von ca. 1 000 km Straßennetz pro Jahr
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* Sanierung von 30 bis 50 Brücken pro Jahr
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Die Verwaltung des FELS erfolgt durch eine Fondskommission. Sie setzt sich aus Mitgliedern der Landesregierung, aus Abgeordneten zum Salzburger Landtag, Mitgliedern des Gemeindeverbandes, des Städtebundes, aus Vertreter der Stadt Salzburg und aus Fachbeamten zusammen.
  
 
==Quelle==
 
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* Salzburger Monat, Ausgabe März 2009
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* [[Land Salzburg (Verwaltung)|Land Salzburg]], Referat 4/06 - Ländliche Verkehrsinfrastruktur vom 5.5.2022
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[[Kategorie:Wissenschaft]]
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[[Kategorie:Geografie]]
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[[Kategorie:Infrastruktur]]
 
[[Kategorie:Verkehr]]
 
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[[Kategorie:Straße]]
 
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Aktuelle Version vom 5. Mai 2022, 21:05 Uhr

Das ländliche Straßennetz im Bundesland Salzburg umfasst rund 3 000 km, davon zwei Autobahnen, 25 ehemalige Bundesstraßen und fast 100 Landesstraßen, was einer Strecke von fünf Mal Salzburg nach Wien und retour entspricht.

Allgemeines

Das ländliche FELS Wegenetz ist im Bundesland Salzburg mit rund 3 100 km das längste Wegenetz im Bundesland Salzburg. Im Vergleich dazu: Autobahnen und Schnellstraßen rund 150 km und rund 1 400 km Landesstraßen.

Um die zur Erhaltung der Straßen verpflichtenden Rechtsträger wie die Bringungsgemeinschaften oder die Interessentenweggenossenschaften finanziell zu entlasten, wurde im Bundesland Salzburg mit dem FELS eine finanzielle Erhaltungsorganisation für ländliche Wege – übrigens einzigartig in Österreich- geschaffen.

Die gesetzliche Grundlage bildet das aus dem Jahre 1981 stammende Gesetz vom 8. Juli 1981 über die Errichtung eines Fonds zur Erhaltung des ländlichen Straßennetzes im Lande Salzburg (FELS-Gesetz).

Die Finanzierung des FELS erfolgt solidarisch vom Land Salzburg (50 %), allen 119 Gemeinden Salzburgs (25 %) und dem Gemeindeausgleichsfonds (25 %). Jährlich werden rund 10 Millionen Euro an Fördermittel investiert.

Es erfolgte die

  • Betreuung von rund 3 100 km Straßennetz und 1 000 Brücken, welche eine Spannweite von zwei bis 40 Meter aufweisen
  • Erschließung von mehr als 15 000 Dauerwohnsitzen
  • Erschließung von Betrieben, Kindergärten, Schulen, Freizeitanlagen, …
  • Sanierung von ca. 1 000 km Straßennetz pro Jahr
  • Sanierung von 30 bis 50 Brücken pro Jahr
  • Gruppenhaftpflichtversicherung

Verwaltung des FELS:

Die Verwaltung des FELS erfolgt durch eine Fondskommission. Sie setzt sich aus Mitgliedern der Landesregierung, aus Abgeordneten zum Salzburger Landtag, Mitgliedern des Gemeindeverbandes, des Städtebundes, aus Vertreter der Stadt Salzburg und aus Fachbeamten zusammen.

Quelle

  • Land Salzburg, Referat 4/06 - Ländliche Verkehrsinfrastruktur vom 5.5.2022