Gneis (Gestein): Unterschied zwischen den Versionen
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Beim Orthogneis unterscheidet man nach diversen Glimmerarten zwischen ''Biotitgneis'' und ''Muskovitgneis'', bei Anteilen von Cordierit spricht man von ''[[Hornblende]]gneis''. Der aus Sedimenten umgewandelte Paragneis kann durch deren Art (neben [[Sandstein]] und [[Grauwacke]]n auch [[Tonschiefer]] usw.) eine große Vielfalt aufweisen. Ein Übergang zwischen metamorphen Gneisen und magmatischen [[Tiefengestein]]en wird ''Migmatit'' genannt. | Beim Orthogneis unterscheidet man nach diversen Glimmerarten zwischen ''Biotitgneis'' und ''Muskovitgneis'', bei Anteilen von Cordierit spricht man von ''[[Hornblende]]gneis''. Der aus Sedimenten umgewandelte Paragneis kann durch deren Art (neben [[Sandstein]] und [[Grauwacke]]n auch [[Tonschiefer]] usw.) eine große Vielfalt aufweisen. Ein Übergang zwischen metamorphen Gneisen und magmatischen [[Tiefengestein]]en wird ''Migmatit'' genannt. | ||
Ist das Ausgangsgestein genau bekannt, spricht man von ''[[Granit]]-Gneis'', ''[[Syenit]]-Gneis'' oder ''Geröll-Gneis''. Nach dem Grad der Metamorphose unterscheidet man mit steigender Temperatur (bzw. Umwandlungstiefe) zwischen ''Epi-, Meso-'' oder ''Kata-Gneis''. Diese Abstufung ist u.a. durch das Schichtgefüge (die ''Foliation'') erkennbar, weil sich die hellen Feldspäte und Quarze von den dunklen [[Mineralien]] unterschiedlich abheben. An der räumlichen Lage der [[Schieferung]]sflächen kann man die Richtung der tektonischen Scherkräfte im Erdinnern oder bei der Gebirgsbildung rekonstruieren. | Ist das Ausgangsgestein genau bekannt, spricht man von ''[[Granit]]-Gneis'', ''[[Syenit]]-Gneis'' oder ''Geröll-Gneis''. Nach dem Grad der Metamorphose unterscheidet man mit steigender Temperatur (bzw. Umwandlungstiefe) zwischen ''Epi-, Meso-'' oder ''Kata-Gneis''. Diese Abstufung ist u. a. durch das Schichtgefüge (die ''Foliation'') erkennbar, weil sich die hellen Feldspäte und Quarze von den dunklen [[Mineralien]] unterschiedlich abheben. An der räumlichen Lage der [[Schieferung]]sflächen kann man die Richtung der tektonischen Scherkräfte im Erdinnern oder bei der Gebirgsbildung rekonstruieren. | ||
In der Härte sind Para- und Orthogneise ähnlich. Eine grobe Einstufung kann auch der Laie vornehmen: bunte Gneise sind meist Migmatite oder Orthogneise, während die grauen Paragneise sind. | In der Härte sind Para- und Orthogneise ähnlich. Eine grobe Einstufung kann auch der Laie vornehmen: bunte Gneise sind meist Migmatite oder Orthogneise, während die grauen Paragneise sind. | ||
== Vorkommen in Salzburg == | == Vorkommen in Salzburg == | ||
Gneise sind weltweit verbreitet, v.a. in alten Kontinentalkernen (Kratonen) der Kontinente, und sind dort mit bis zu vier Milliarden Jahren die ältesten [[Gestein]]e der Erde. In | Gneise sind weltweit verbreitet, v.a. in alten Kontinentalkernen (Kratonen) der Kontinente, und sind dort mit bis zu vier Milliarden Jahren die ältesten [[Gestein]]e der Erde. In Salzburg kommen nur jüngere Gneise vor, wo sie in den [[Zentralalpen]] ([[Hohe Tauern|Hohe]] und [[Niedere Tauern]]) bei deren Auffaltung durch großräumige Verschiebungen freigelegt wurden. | ||
== Quellen == | == Quellen == | ||
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* Vinx, Roland. ''Gesteinsbestimmung im Gelände'', Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg 2008 | * Vinx, Roland. ''Gesteinsbestimmung im Gelände'', Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg 2008 | ||
[[Kategorie:Geografie]] | [[Kategorie:Wissenschaft]] | ||
[[Kategorie:Gestein]] | [[Kategorie:Geografie]][[Kategorie:Gestein]] | ||