Ibrahim
Beigetreten 3. November 2007
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Wie unsere Ahnen, die sich gerade zum aufrechten Gang bequemt hatten, in grauer Vorzeit alles, was in ihrem Leben wichtig war, mit einem Namen zu einem festen Begriff machten, das kann ich mir so richtig bildlich vorstellen. | Wie unsere Ahnen, die sich gerade zum aufrechten Gang bequemt hatten, in grauer Vorzeit alles, was in ihrem Leben wichtig war, mit einem Namen zu einem festen Begriff machten, das kann ich mir so richtig bildlich vorstellen. | ||
Die Frau sehe ich direkt vor mir, die auf einen schwarzen Vogel deutet und, etwas kehlig vielleicht, die unmissverständliche Frage stellt: | Die Frau sehe ich direkt vor mir, die auf einen schwarzen Vogel deutet und, etwas kehlig vielleicht, die unmissverständliche Frage stellt: "Das?" Der leicht unrasiert wirkende Mann legt den Faustkeil zur Seite, blickt kurz aber interessiert auf den Vogel und sagt dann ohne lange nachzudenken, also intuitiv: "Amsel". Ja, so stelle ich mir das vor, obwohl ich eher der Theorie anhänge, dass das weibliche Geschlecht vorherrschend wortschöpferisch tätig war. | ||
Wie dem auch sei, ich wollte auch Urmensch spielen, was mir nicht allzu schwer fiel, aber nur ein einziges Ding, besser gesagt ein einziges Tier, benennen. Ich blieb aus praktischen Überlegungen gleich bei der Amsel und behauptete einfach frisch von der Leber weg und bei jeder Gelegenheit, der Sänger hätte früher in ganz Österreich | Wie dem auch sei, ich wollte auch Urmensch spielen, was mir nicht allzu schwer fiel, aber nur ein einziges Ding, besser gesagt ein einziges Tier, benennen. Ich blieb aus praktischen Überlegungen gleich bei der Amsel und behauptete einfach frisch von der Leber weg und bei jeder Gelegenheit, der Sänger hätte früher in ganz Österreich "Hoabuttnschleichei" geheißen und der Name würde wieder mehr und mehr verwendet, eine Hoabuttnschleicheirenaissance sozusagen. In der Verbreitung dieses sprachwissenschaftlichen Schmankerls war ich erfinderisch und nicht zimperlich. Ich schrieb Schulen an, verfasste Leserbriefe, informierte in gemeinen, hinterhältigen Zuschriften auch den Rundfunk und heimatkundliche Vereinigungen. Und man glaubt es kaum, immer mehr Leute können sich erinnern, dass Großvätern oder Urgroßmüttern das Hoabuttnschleichei durchaus geläufig war. | ||
So hoffe ich, dass auch diese Geschichte hilft, dem verloren und vergessen geglaubten Namen wieder zu seinem Recht zu verhelfen. | So hoffe ich, dass auch diese Geschichte hilft, dem verloren und vergessen geglaubten Namen wieder zu seinem Recht zu verhelfen. | ||
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Der Abendwerdung erste Schritte. | Der Abendwerdung erste Schritte. | ||
Annaberger Fotowanderung der SN | |||
Die Zeitung ruft zum Wandern auf, | |||
Es gilt, die Heimat zu erkunden. | |||
Mit Kamera statt Flintenlauf | |||
Ist jagdbar, was für schön empfunden. | |||
Ein Kenner führt die Gruppe an | |||
Und Könner folgen seinen Winken: | |||
Der Hahnenfuß am Rest der Lahn, | |||
Ein Pfauenaug', erwischt beim Trinken. | |||
Der Enzian, das Knabenkraut, | |||
Begeistern, werden abgelichtet. | |||
Das Katzenpfötchen, unvertraut, | |||
Wird neu ins Wissensgut geschlichtet. | |||
Der Blick ins Land macht Herzen weit, | |||
Man fängt die Bilder ein zum Speichern. | |||
Nicht immer duldet es die Zeit, | |||
So wundervoll sich zu bereichern. | |||
Gestärkt nach angenehmer Rast, | |||
Wo frohes Lachen Freunde findet, | |||
Geht's heimwärts, überladen fast, | |||
Mit allem, was die Linse bindet. | |||
== Salzburger Residenzbrunnen == | |||
Kathedrale, Residenzen | |||
Bogen, Turm und Bürgerhaus, | |||
Setzen einem Freiplatz Grenzen, | |||
Dennoch dehnt er weit sich aus. | |||
Die Fontäne seiner Mitte, | |||
Rosse in des Springbrunns Nass, | |||
Halb noch Fisch, bereit zum Ritte | |||
Aus dem vollen Marmorfass. | |||
Schüsseln, himmelwärts getragen, | |||
Gnomenvolk aus Neptuns Reich, | |||
Edler Kalk, barock geschlagen, | |||
Glatt, doch florentinisch weich. | |||
Diesen Prunk umgibt als Blende | |||
Loser Kiesel, grauer Stein. | |||
Jeder Rundblick im Gelände | |||
Stellt sich auf das Kunstwerk ein. | |||