Marienkapelle (St.-Veits-Kapelle): Unterschied zwischen den Versionen
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[[File:Stift St Peter Salzburg Marienkapelle.jpg|thumb|Marienkapelle]] | [[File:Stift St Peter Salzburg Marienkapelle.jpg|thumb|Marienkapelle]] | ||
[[Datei:Marienkapelle_Wandmalereien.jpg|thumb|Nachexpressionistische Wandmalereien]] | [[Datei:Marienkapelle_Wandmalereien.jpg|thumb|left|Nachexpressionistische Wandmalereien]] | ||
Die '''Marienkapelle''' (''St.-Veits-Kapelle''<ref>laut [[Franz Martin|Dr. Franz Martin]] in ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', S. 70, soll es jedoch umgekehrt gewesen sein: früher Marienkapelle</ref>) ist eines der ältesten [[Gotik|gotischen]]<ref name="Fuhrmann">Quelle: [[Franz Fuhrmann]]: ''Die Baugeschichte von Kirche und Kloster'', in [[St. Peter in Salzburg]], Seite 174</ref> Gebäude in der [[Altstadt]] | [[Datei:Marienkapelle.jpg|thumb|Im Inneren der Kapelle]] | ||
Die '''Marienkapelle''' (''St.-Veits-Kapelle''<ref>laut [[Franz Martin|Dr. Franz Martin]] in ''[[Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst#Die Ausgaben im Überblick|Salzburg, Geschichte und Kunst dieser Stadt]]'', S. 70, soll es jedoch umgekehrt gewesen sein: früher Marienkapelle</ref>) ist eines der ältesten [[Gotik|gotischen]]<ref name="Fuhrmann">Quelle: [[Franz Fuhrmann]]: ''Die Baugeschichte von Kirche und Kloster'', in [[St. Peter in Salzburg]], Seite 174</ref> Gebäude in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]]. Die Kapelle zählt wie der gesamte Gebäudekomplex der [[Benediktinererzabtei St. Peter, die Klosteranlage|Klosteranlage der Benediktinererzabtei St. Peter]] zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt Salzburg. | |||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Als eines der ältesten [[Romanik|romanischen]] Bauwerke Salzburgs entstand sie [[1130]] und wurde als Marienkapelle geweiht. [[1319]], nach einem | Sie befindet sich in der [[Stiftskirche St. Peter]]. Als eines der ältesten [[Romanik|romanischen]] Bauwerke Salzburgs entstand sie [[1130]] und wurde als Marienkapelle geweiht. [[1319]], nach einem frühgotischen Ausbau fand eine neuerliche Weihe zu Ehren des hl. Veit statt. Seit Mitte des [[20. Jahrhundert]]s aber wird sie wieder Marienkapelle genannt.<ref name="Fuhrmann"></ref> | ||
Zwischen [[1952]] und [[1956]] ließ [[Äbte von St. Peter|Abt]] [[Jakob Reimer]] die Veitskapelle mit nachexpressionistischen Wandmalereien von [[Lydia Roppolt]] versehen. Damals angefeindet, heute ein leider viel zu selten zugängliches Gesamtkunstwerk<ref>Quelle User [http://mein.salzburg.com/mt-cp.cgi?__mode=view&id=175 hannes]</ref> | Zwischen [[1952]] und [[1956]] ließ [[Äbte von St. Peter|Abt]] [[Jakob Reimer]] die Veitskapelle mit nachexpressionistischen Wandmalereien von [[Lydia Roppolt]] versehen. Damals angefeindet, heute ein leider viel zu selten zugängliches Gesamtkunstwerk.<ref>Quelle User [http://mein.salzburg.com/mt-cp.cgi?__mode=view&id=175 hannes]</ref> | ||
Unter dem stark erhöhten Chor befindet sich die Konventgruft, in der mehrere Äbte des [[16. Jahrhundert]]s begraben liegen. Hier liegt auch Abt [[Johann IV. von Staupitz]] († 1524) begraben, der einst der Ordensobere (als ehemaliger Augustiner) von Martin Luther war<ref>[[Johann Sallaberger]]: ''Abt Johann v. Staupitz ( | Unter dem stark erhöhten Chor befindet sich die Konventgruft, in der mehrere Äbte des [[16. Jahrhundert]]s begraben liegen. Hier liegt auch Abt [[Johann IV. von Staupitz]] († 1524) begraben, der einst der Ordensobere (als ehemaliger [[Augustinerorden|Augustiner]]) von Martin Luther war.<ref>[[Johann Sallaberger]]: ''Abt Johann v. Staupitz (1522–1524), Luthers einstiger Vorgesetzter und Freund'', in: [[St. Peter in Salzburg]], Seite 91ff</ref> | ||
Freskenreste der Darstellung der | Freskenreste der Darstellung der Hll. Katharina, der [[Barbara von Nikomedien|Barbara]], des Vitus und eines Apostels hinter dem Hochaltar stammen noch aus der Erbauungszeit. Die Statue der hl. Maria mit dem Kind stammt ebenfalls aus [[1319]] und ist das älteste Stück der aus Gussstein<ref>siehe [http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_8633.html Lexikon]</ref> gearbeiteten Plastiken in Salzburg. | ||
== Gräber == | == Gräber == | ||
* [[Matthäus Weiss]] (* 1589 in Elchingen, Schwaben | * [[Matthäus Weiss]] (* 1589 in Elchingen, Schwaben; † 1638 in Salzburg), zweiter [[Rektoren der Benediktineruniversität Salzburg|Rektor]] der [[Benediktineruniversität Salzburg]] | ||
== Quelle == | == Quelle == | ||
* [[Franz Martin]]: ''Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst'', S. 70, 75, Salzburg 1952, [[Verlag "Das Bergland-Buch"]] | * [[Franz Martin]]: ''[[Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst#Die Ausgaben im Überblick|Salzburg, Geschichte und Kunst dieser Stadt]]'', S. 70, 75, Salzburg 1952, [[Verlag "Das Bergland-Buch"]] | ||
== | == Einzelnachweise == | ||
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[[Kategorie:Stadt Salzburg]] | [[Kategorie:Stadt Salzburg]] | ||
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