Keltenmuseum Hallein: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Keltenmuseum Hallein''' liegt in der [[Tennengau]]er Bezirkshauptstadt [[Hallein]] und zählt zu den bedeutendsten Sammlungen von Zeugnissen keltischer Kunst in Europa.  
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[[Bild:Keltenmuseum Hallein (Außenansicht Salzachseite) 21.07.2007.JPG|thumb|Das Gebäude des Keltenmuseums.]]
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Das '''Keltenmuseum Hallein''' befindet sich in der [[Tennengau]]er Bezirkshauptstadt [[Hallein]] und zählt zu den bedeutendsten Sammlungen von Zeugnissen [[Kelten|keltischer]] Kunst in Europa. Es ist im ehemaligen [[Pflegamtsgebäude der Saline Hallein]] untergebracht.
  
Das Keltenmuseum ging aus dem [[1882]] gegründeten ''Stadtmuseum Hallein'' hervor. Dieses war ursprünglich im Bürgerspital, ab [[1930]] im Rathaus und ab [[1952]] in einem Torbau der Stadtbefestigung untergebracht. [[1970]] erfolgte einhergehend mit der Umbenennung in "Keltenmuseum" die Übersiedlung in das, zur Mitte des 17. Jahrhunderts erbaute, ehemalige Amtsgebäude der Saline am Pflegerplatz. [[1980]] war das Museum Veranstalter der [[Salzburger Landesausstellung]] ''"Die Kelten in Mitteleuropa"'', im Jahr [[2006]] beherbergte es die vielbeachtete Ausstellung ''"NS-Euthanasie im [[Land Salzburg]]"''.  
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== Geschichte ==
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Das Keltenmuseum ging aus dem [[1882]] gegründeten [[Stadtmuseum Hallein]] hervor. Bereits [[1922]] gab es Bestrebungen, die "[[Fürstenzimmer (Hallein)|Fürstenzimmer]]" als Museum zu nutzen. Jedoch verwies die Salinenverwaltung damals noch auf den dadurch beeinträchtigten Amtsbetrieb und die Gefährdung der Salinenkasse. Auch das Bundesministerium für Finanzen sah die Sache damals so und das Projekt wurde ad acta gelegt. [[1966]] erfolgte dann aber der Ankauf des Gebäudes durch die Stadt Hallein, mit der Planung, darin das Keltenmuseum unterzubringen. Doch die Finanzierung gestaltete sich schwierig, das [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] konnte nur 500.000 [[Schilling]] noch im selben Jahr bereitstellen, den Rest musste die [[Stadtgemeinde Hallein]] selbst finanzieren.  
  
==Ausstellungsschwerpunkte==
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[[File:Hallein Keltenmuseum - Streitwagen 1.jpg|thumb|Hallein Keltenmuseum - Streitwagen]]
Auf rund 3.000 m2 Ausstellungsfläche zeigt das Keltenmuseum Ausstellungsstücke zu den Themenbereichen "Kelten", "Historische Salzgewinnung am [[Dürrnberg]]", "Entwicklung der Stadt Hallein" und der Entstehungsgeschichte des Weihnachtsliedes "Stille Nacht, heilige Nacht".
 
  
===Die Welt der Kelten===
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[[1970]] erfolgte auf Initiative von Ing. [[Ernst Penninger (Archäologe)|Ernst Penninger]] hin mit der Umbenennung in "Keltenmuseum" einhergehend die Übersiedlung in das ehemalige Amtsgebäude der [[Saline Hallein|Saline]] am Pflegerplatz, wo es am [[17. Oktober]] eröffnet wurde. Die Adaptierung des Gebäudes geschah nach Plänen der Architekten [[Jakob Adlhart (Architekt)|Jakob Adlhart]] und [[Hans Wiser]]. Die Gesamtumbaukosten betrugen 5,6 Millionen [[Schilling]] (rund 407.000 Euro). [[Dekanat Hallein|Dechant]] [[Johann Rasp|Rasp]] gab dem Gebäude bei der Eröffnungsfeier den Beinamen ''Haus der Begegnung''. Am selben Tag wurden auch noch ein Schulneubau des [[Sonderpädagogisches Zentrum Hallein|Sonderpädagogischen Zentrums Hallein]] mit dem Namen "[[Gotthard Guggenmoos|Gotthard-Guggenmoos-Schule Hallein]]", die [[Volksschule Rif-Rehhof]] und der [[Kaltenhausener Steg]] in Hallein eröffnet.
Das Museum verwahrt alle seit 1949 gehobenen Grabfunde am Dürrnberg. Das Prunkstück der Ausstellung ist die Grabausstattung eines keltischen Stammesführers der in einer hölzernen Kammer auf einem zweirädrigen Streitwagen liegend bestattet worden war. Die unversehrte Grabstätte stammt aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. und wurde [[1959]] auf der Hochfläche des Mosersteins gefunden. Sehenswert ist auch die Replik der [[Schnabelkanne vom Dürrnberg]], dessen Original sich in Gewahrsam des [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]] befindet.  
 
  
Die archäologische Betreuung des Dürrnbergs obliegt dem im Jahr [[1985]] gegründeten ''Forschungszentrum Dürrnberg''. Dieser überregional tätige Verein hat seinen Sitz im Halleiner Keltenmuseum und wird vom Bund, dem Land Salzburg der Stadt Hallein und den Salinen Austria getragen. Das Forschungszentrum Dürrnberg beschäftigt sich hauptsächlich mit der systematischen Erforschung der Fundstätten sowie den Aufgaben der Bodendenkmalpflege, zu denen kurzfristige Rettungsmaßnahmen genauso zählen wie größere Forschungsprojekte.
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[[File:KMH - Fürstengrab 44 Flasche.jpg|thumb|Aus dem Fürstengrab]]
  
===Historisches Salzwesen===
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[[1980]] war das Museum Veranstalter der [[Landesausstellung|Salzburger Landesausstellung]] [[Die Kelten in Mitteleuropa|"Die Kelten in Mitteleuropa"]] (über 360 000 Besucher), im Jahr [[2006]] beherbergte es die viel beachtete Ausstellung "[[NS-Euthanasie]] im [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]]".  
Neben Einblicken in die historische Salzproduktion und Vertriebsorganisation zeigt das Keltenmuseum im sogenannten "Fürstenzimmer" im zweiten Obergeschoß, 80 Bilder des Malers [[Benedict Werkstötter]] die dieser 1757 im Auftrag des Erzbischofs [[Sigismund von Schrattenbach]] anfertigte und auf denen alle mit der Salzgewinnung in Zusammenhang stehende Arbeiten dargestellt werden.  
 
  
===Stille Nacht Museum Hallein===
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== Ausstellungsschwerpunkte ==
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Entstehungs- und Verbreitungsgeschichte des Weihnachtsliedes "Stille Nacht, heilige Nacht". Das zum Keltenmuseum gehörige Stille-Nacht-Museum ist im ehemaligen Wohnhaus des Komponisten [[Franz Xaver Gruber]] untergebracht und zeigt neben seinem Portrait, Originalmobiliar und persönliche Gegenstände aus seinem Nachlass, darunter jene Gitarre mit der Gruber am [[24. Dezember]] [[1818]] die Uraufführung des Liedes in der alten Kirche in [[Oberndorf bei Salzburg]] begleitete. Franz Xaver Gruber, der am 7. Juni 1863 in seinem Wohnhaus verstarb, lebte 28 Jahre in Hallein und wurde am dortigen Stadtfriedhof begraben.
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Auf rund 3 000 m² Ausstellungsfläche zeigt das Keltenmuseum Ausstellungsstücke zu den Themenbereichen "Kelten", "Historische [[Salzgewinnung]] am [[Dürrnberg (Hallein)|Dürrnberg]]", "Entwicklung der Stadt Hallein" und zur Entstehungsgeschichte des Weihnachtsliedes "[[Stille Nacht! Heilige Nacht!‎]]".
  
==Literatur und Quellen==
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[[File:KMH - Diesseits und Jenseits.jpg|thumb|Diesseits und Jenseits]]
* Adolf Haslinger und Peter Mittermayr (Hg.): ''Salzburger Kulturlexikon'', [[Residenz Verlag]], Salzburg und Wien 1987; ISBN 3-7017-0503-8
 
* Homepage des Keltenmuseums
 
* Homepage des Forschungszentrums Dürrnberg
 
  
==Weblinks==
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=== Die Welt der Kelten ===
* [http://www.keltenmuseum.at/info.htm Keltenmuseum]
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Das Museum verwahrt alle seit [[1949]] am Dürrnberg gehobenen Grabfunde. Das Prunkstück der Ausstellung ist die Grabausstattung eines keltischen Stammesführers, der in einer hölzernen Kammer auf einem zweirädrigen Streitwagen liegend bestattet worden war. Die unversehrte Grabstätte stammt aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. und wurde [[1959]] auf der Hochfläche des [[Moserstein]]s gefunden. Seit [[26. April]] [[2012]] ist das Original der [[Schnabelkanne]] vom [[Dürrnberg (Hallein)|Dürrnberg]], die sich seit ihrer Ausgrabung im Jahr [[1932]] im [[Salzburg Museum]] (ehemals Salzburger Museum Carolino-Augusteum) befunden hat, im Keltenmuseum Hallein zu sehen (bisher sahen die Besucher lediglich eine perfekte Kopie). Dazu wurden auch die erläuternden Texte im Ausstellungsraum aktualisiert und auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht.
* [http://www.forschungszentrum-duerrnberg.at/htdocs/einstieg.htm Forschungszentrum Dürrnberg]
 
  
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[[File:KMH - Ausstellung (3).jpg|thumb|In den Ausstellungsräumen]]
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==== Keltischer Streitwagen ====
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Der Streitwagen und eine Figurengruppe mit [[eisenzeit]]licher Kleidung sind die anschaulichen Ergebnisse jahrelanger Forschungstätigkeit auf dem Dürrnberg, wo man bisher in drei Gräbern Reste solcher keltischer Streitwagen gefunden hatte. Streitwagen waren auch Statussymbole und kamen nur in Gräber der angesehensten und wohlhabendsten Kelten. Eine Zeichnung von [[Werner Hölzl]] war [[2004]] Grundlage für eine lebensgroße Rekonstruktion. [[2014]] installierte das Keltenmuseum eine große Urgeschichte-Ausstellung und der Streitwagen verschwand aus Platzgründen. Die anhaltende Nachfrage nach diesem stimmte die Museumsleitung jedoch wieder um und seit [[9. April]] [[2016]] ist er wieder zu sehen.
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Das Museum hat den Kelten im Zusammenhang mit der Wiederaufstellung des Streitwagens auch das Sprechen beigebracht. Virtuelle Kelten lotsen die Besucher durchs Museum. Sie werden mit einer App auf dem Smartphone zum Leben erweckt. Als Figuren wurden die Keltenkrieger ausgewählt, die auch auf dem Streitwagen zu sehen sind. Entwickelt wurde die ''App'' vom Halleiner Startup-Unternehmer Philipp Breuss-Schneeweis.
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Das Klischee der kriegerischen Barbaren relativiert sich im Zuge des Ausstellungsrundganges, denn auf dem Dürrnberg fanden sich bisher keine Hinweise auf kriegerische Auseinandersetzungen.
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=== Historisches Salzwesen ===
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Neben Einblicken in die historische Salzproduktion und Vertriebsorganisation zeigt das Keltenmuseum in den sogenannten "[[Fürstenzimmer (Hallein)|Fürstenzimmern]]" im zweiten Obergeschoß 80 Bilder des Malers [[Benedikt Werkstätter|Benedict Werkstötter]], die dieser [[1757]] im Auftrag des [[Fürsterzbischof]]s [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]] anfertigte und auf denen alle mit der Salzgewinnung in Zusammenhang stehenden Arbeiten dargestellt werden.
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=== Sonderschau Halleiner Motorenwerk===
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Im Sommer [[2010]] war im Keltenmuseum eine Sonderschau zum Thema [[Halleiner Motorenwerk]] (HMW) anlässlich des 1. HMW-Treffens am [[25. September]] zu sehen. Bilder von dieser Ausstellung  sind im SALZBURGWIKI-Artikel über das Halleiner Motorenwerk zu sehen. Aufgrund des 40. Geburtstages des Museums wurde die Ausstellung "Gefundene Kelten, erfundene Kelten" konzipiert.
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=== Stille Nacht Museum Hallein ===
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Das [[Stille Nacht Museum Hallein]] gehört ebenfalls zum Keltenmuseum Hallein.
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== Forschungszentrum Dürrnberg ==
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: ''Hauptartikel [[Forschungszentrum Dürrnberg]]
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Die archäologische Betreuung des Dürrnbergs obliegt dem im Jahr [[1985]] gegründeten "Forschungszentrum Dürrnberg". Dieser überregional tätige Verein hat seinen Sitz im Halleiner Keltenmuseum und wird vom Bund, dem [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]], der [[Stadtgemeinde Hallein]] und den Salinen Austria getragen. Das Forschungszentrum Dürrnberg beschäftigt sich hauptsächlich mit der systematischen Erforschung der Fundstätten sowie den Aufgaben der Bodendenkmalpflege, zu denen kurzfristige Rettungsmaßnahmen genauso zählen wie größere Forschungsprojekte.
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{{#ev:youtube|mP78O1OeoGI|280|right|Die Halleiner Kelten lernen sprechen, 1 min Video}}
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== Auszeichnung ==
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Das Museum ist mit dem [[Österreichisches Museumsgütesiegel|Österreichischen Museumsgütesiegel]] ausgezeichnet.
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== Direktoren ==
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* [[Hofrat]] Dr. h. c. Ing. Ernst Penninger, [[1970]]–[[1989]]?
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* Mag. [[Kurt Zeller]], 1985?–2009
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* [[Stefan Moser]], 2010–2011
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* Mag. [[Florian Klaus Knopp]], seit 2012
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== Rechtliche Organisation ==
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Das Keltenmuseum wird je zur Hälfte von der [[Stadtgemeinde Hallein]] und dem [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] subventioniert. [[2012]] trat ein Betriebsführungs- und Kooperationsvertrag mit der [[Salzburg Museum GmbH]] in Kraft. Rechtlich ist das Keltenmuseum selbständig (Stand 2025).
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== Bildergalerie ==
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Datei:Dürnberger Schnabelkanne.jpg|Dürrnberger [[Schnabelkanne]] in einer Vitrine im Keltenmuseum Hallein.
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Datei:HMW Plakat Keltenmuseum Hallein.jpg|HMW Sonderausstellung 2010.
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Datei:Keltenmuseum Hallein, Ausstellungsraum im Erdgeschoß.jpg|Keltenmuseum Hallein, Ausstellungsraum im Erdgeschoß.
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Datei:2007-12-01,_Hallein_im_Adventlicht_061.jpg|das Keltenmuseum im Adventlicht.
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Datei:Panoramaaufnahme von der Pernerinselbrücke in Richtung Süden mit dem Keltenmuseum Hallein.JPG|Panoramaaufnahme von der Pernerinselbrücke in Richtung Süden mit dem Keltenmuseum Hallein.
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=== weitere Bilder ===
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== Quellen ==
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* www.forschungszentrum-duerrnberg.at/htdocs/einstieg.htm, abgerufen vor langer Zeit
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* {{Quelle TN|14. Oktober 2010}}
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* ORF Salzburg
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* "[[Bezirksblätter]]", Ausgabe Tennengau, 10. November 2010
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* [[Ernst Penninger (Archäologe)|Penninger, Ernst]]; [[Georg Stadler (Lehrer)|Georg Stadler]]: "Hallein, Ursprung und Geschichte der Salinenstadt", bearbeitet von [[Pert Peternell]], 1970 im [[SN]]-Verlag, [[Salzburger Druckerei]]
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* "[[hallo]]", Ausgabe September 2011
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* "[[Salzburger Nachrichten]]" online: "Die Halleiner Kelten lernen sprechen"
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* {{Quelle SN|15. Dezember 2018: Weltberühmte Puppen: Wer zieht künftig die Fäden?, ein Beitrag von [[Barbara Haimerl]] (rechtliche Organisation)}}
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[[Kategorie:Tourismus]]
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[[Kategorie:Tennengau]]
 
[[Kategorie:Hallein]]
 
[[Kategorie:Hallein]]
 
[[Kategorie:Museum]]
 
[[Kategorie:Museum]]
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[[Kategorie:Museum (Sonstige)]]
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[[Kategorie:Ausflugsziel]]
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[[Kategorie:Architektur]]
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[[Kategorie:historisches Gebäude]]
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[[Kategorie:Salz]]
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[[Kategorie:Kelten]]
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[[Kategorie:Video]]

Aktuelle Version vom 13. Mai 2025, 11:09 Uhr

Das Gebäude des Keltenmuseums.

Das Keltenmuseum Hallein befindet sich in der Tennengauer Bezirkshauptstadt Hallein und zählt zu den bedeutendsten Sammlungen von Zeugnissen keltischer Kunst in Europa. Es ist im ehemaligen Pflegamtsgebäude der Saline Hallein untergebracht.

Geschichte

Das Keltenmuseum ging aus dem 1882 gegründeten Stadtmuseum Hallein hervor. Bereits 1922 gab es Bestrebungen, die "Fürstenzimmer" als Museum zu nutzen. Jedoch verwies die Salinenverwaltung damals noch auf den dadurch beeinträchtigten Amtsbetrieb und die Gefährdung der Salinenkasse. Auch das Bundesministerium für Finanzen sah die Sache damals so und das Projekt wurde ad acta gelegt. 1966 erfolgte dann aber der Ankauf des Gebäudes durch die Stadt Hallein, mit der Planung, darin das Keltenmuseum unterzubringen. Doch die Finanzierung gestaltete sich schwierig, das Land Salzburg konnte nur 500.000 Schilling noch im selben Jahr bereitstellen, den Rest musste die Stadtgemeinde Hallein selbst finanzieren.

Hallein Keltenmuseum - Streitwagen

1970 erfolgte auf Initiative von Ing. Ernst Penninger hin mit der Umbenennung in "Keltenmuseum" einhergehend die Übersiedlung in das ehemalige Amtsgebäude der Saline am Pflegerplatz, wo es am 17. Oktober eröffnet wurde. Die Adaptierung des Gebäudes geschah nach Plänen der Architekten Jakob Adlhart und Hans Wiser. Die Gesamtumbaukosten betrugen 5,6 Millionen Schilling (rund 407.000 Euro). Dechant Rasp gab dem Gebäude bei der Eröffnungsfeier den Beinamen Haus der Begegnung. Am selben Tag wurden auch noch ein Schulneubau des Sonderpädagogischen Zentrums Hallein mit dem Namen "Gotthard-Guggenmoos-Schule Hallein", die Volksschule Rif-Rehhof und der Kaltenhausener Steg in Hallein eröffnet.

Aus dem Fürstengrab

1980 war das Museum Veranstalter der Salzburger Landesausstellung "Die Kelten in Mitteleuropa" (über 360 000 Besucher), im Jahr 2006 beherbergte es die viel beachtete Ausstellung "NS-Euthanasie im Land Salzburg".

Ausstellungsschwerpunkte

Auf rund 3 000 m² Ausstellungsfläche zeigt das Keltenmuseum Ausstellungsstücke zu den Themenbereichen "Kelten", "Historische Salzgewinnung am Dürrnberg", "Entwicklung der Stadt Hallein" und zur Entstehungsgeschichte des Weihnachtsliedes "Stille Nacht! Heilige Nacht!‎".

Diesseits und Jenseits

Die Welt der Kelten

Das Museum verwahrt alle seit 1949 am Dürrnberg gehobenen Grabfunde. Das Prunkstück der Ausstellung ist die Grabausstattung eines keltischen Stammesführers, der in einer hölzernen Kammer auf einem zweirädrigen Streitwagen liegend bestattet worden war. Die unversehrte Grabstätte stammt aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. und wurde 1959 auf der Hochfläche des Mosersteins gefunden. Seit 26. April 2012 ist das Original der Schnabelkanne vom Dürrnberg, die sich seit ihrer Ausgrabung im Jahr 1932 im Salzburg Museum (ehemals Salzburger Museum Carolino-Augusteum) befunden hat, im Keltenmuseum Hallein zu sehen (bisher sahen die Besucher lediglich eine perfekte Kopie). Dazu wurden auch die erläuternden Texte im Ausstellungsraum aktualisiert und auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht.

In den Ausstellungsräumen

Keltischer Streitwagen

Der Streitwagen und eine Figurengruppe mit eisenzeitlicher Kleidung sind die anschaulichen Ergebnisse jahrelanger Forschungstätigkeit auf dem Dürrnberg, wo man bisher in drei Gräbern Reste solcher keltischer Streitwagen gefunden hatte. Streitwagen waren auch Statussymbole und kamen nur in Gräber der angesehensten und wohlhabendsten Kelten. Eine Zeichnung von Werner Hölzl war 2004 Grundlage für eine lebensgroße Rekonstruktion. 2014 installierte das Keltenmuseum eine große Urgeschichte-Ausstellung und der Streitwagen verschwand aus Platzgründen. Die anhaltende Nachfrage nach diesem stimmte die Museumsleitung jedoch wieder um und seit 9. April 2016 ist er wieder zu sehen.

Das Museum hat den Kelten im Zusammenhang mit der Wiederaufstellung des Streitwagens auch das Sprechen beigebracht. Virtuelle Kelten lotsen die Besucher durchs Museum. Sie werden mit einer App auf dem Smartphone zum Leben erweckt. Als Figuren wurden die Keltenkrieger ausgewählt, die auch auf dem Streitwagen zu sehen sind. Entwickelt wurde die App vom Halleiner Startup-Unternehmer Philipp Breuss-Schneeweis.

Das Klischee der kriegerischen Barbaren relativiert sich im Zuge des Ausstellungsrundganges, denn auf dem Dürrnberg fanden sich bisher keine Hinweise auf kriegerische Auseinandersetzungen.

Historisches Salzwesen

Neben Einblicken in die historische Salzproduktion und Vertriebsorganisation zeigt das Keltenmuseum in den sogenannten "Fürstenzimmern" im zweiten Obergeschoß 80 Bilder des Malers Benedict Werkstötter, die dieser 1757 im Auftrag des Fürsterzbischofs Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach anfertigte und auf denen alle mit der Salzgewinnung in Zusammenhang stehenden Arbeiten dargestellt werden.

Sonderschau Halleiner Motorenwerk

Im Sommer 2010 war im Keltenmuseum eine Sonderschau zum Thema Halleiner Motorenwerk (HMW) anlässlich des 1. HMW-Treffens am 25. September zu sehen. Bilder von dieser Ausstellung sind im SALZBURGWIKI-Artikel über das Halleiner Motorenwerk zu sehen. Aufgrund des 40. Geburtstages des Museums wurde die Ausstellung "Gefundene Kelten, erfundene Kelten" konzipiert.

Stille Nacht Museum Hallein

Das Stille Nacht Museum Hallein gehört ebenfalls zum Keltenmuseum Hallein.

Forschungszentrum Dürrnberg

Hauptartikel Forschungszentrum Dürrnberg

Die archäologische Betreuung des Dürrnbergs obliegt dem im Jahr 1985 gegründeten "Forschungszentrum Dürrnberg". Dieser überregional tätige Verein hat seinen Sitz im Halleiner Keltenmuseum und wird vom Bund, dem Land Salzburg, der Stadtgemeinde Hallein und den Salinen Austria getragen. Das Forschungszentrum Dürrnberg beschäftigt sich hauptsächlich mit der systematischen Erforschung der Fundstätten sowie den Aufgaben der Bodendenkmalpflege, zu denen kurzfristige Rettungsmaßnahmen genauso zählen wie größere Forschungsprojekte.

Die Halleiner Kelten lernen sprechen, 1 min Video

Auszeichnung

Das Museum ist mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet.

Direktoren

Rechtliche Organisation

Das Keltenmuseum wird je zur Hälfte von der Stadtgemeinde Hallein und dem Land Salzburg subventioniert. 2012 trat ein Betriebsführungs- und Kooperationsvertrag mit der Salzburg Museum GmbH in Kraft. Rechtlich ist das Keltenmuseum selbständig (Stand 2025).

Bildergalerie

weitere Bilder

 Keltenmuseum Hallein – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen