Karl Meinhart: Unterschied zwischen den Versionen
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
K Textersetzung - „Kategorie:Böhmen“ durch „Kategorie:Tschechien Kategorie:Böhmen“ |
||
| (10 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
Oberlehrer '''Karl | Oberlehrer '''Karl Mikschofsky''', seit [[1921]] '''Meinhart''' (* [[12. Oktober]] [[1882]] in Klein Hermannschlag, tschechisch ''Kuri'' bei Kaplitz, tschechisch ''Kaplice'', [[Böhmen]]; † [[29. April]] [[1970]]) war Schulleiter der [[Volksschule Michaelbeuern]] und [[Bürgermeister der Stadt Oberndorf bei Salzburg|Bürgermeister der Marktgemeinde Oberndorf bei Salzburg]]. | ||
== Leben == | == Leben == | ||
Karl | Karl Mikschofsky stammte aus einer deutschsprachigen Bauernfamilie aus Südböhmen. Sein Vater war Maurer und kam vermutlich auf der Suche nach Arbeit in den Flachgau. | ||
Nach seiner Ausbildung zum Lehrer war Mischkovsky von [[1902]] bis [[1903]] Aushilfslehrer an der [[Volksschule Nußdorf]], kam [[1903]] als Lehrer an die [[Volksschule Lamprechtshausen]] und wurde [[1910]] Oberlehrer an der Volksschule Michaelbeuern. Dort blieb er bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung [[1921]]. | Nach seiner Ausbildung zum Lehrer war Mischkovsky von [[1902]] bis [[1903]] Aushilfslehrer an der [[Volksschule Nußdorf]], kam [[1903]] als Lehrer an die [[Volksschule Lamprechtshausen]] und wurde [[1910]] Oberlehrer an der Volksschule Michaelbeuern. Dort blieb er bis zu seiner frühzeitigen Pensionierung [[1921]]. | ||
Nebenberuflich war er Organist, seine Frau zeitweilig Handarbeitslehrerin. Schließlich stieg er ins Immobiliengeschäft ein und kaufte [[1917]] einen desolaten Bauernhof, sanierte ihn und verkaufte ihn zwei Jahre später wieder mit ansehnlichem Gewinn. Am [[13. Februar]] [[1919]] erwarb er eine Liegenschaft in der [[Marktstraße (Oberndorf bei Salzburg)|Marktstraße]] 2 in [[Oberndorf bei Salzburg|Oberndorf]], die er teilweise behielt, teilweise ausbaute, weiterverkaufte und in weitere Grundstücke investierte. | Nebenberuflich war er Organist, seine Frau zeitweilig Handarbeitslehrerin. Schließlich stieg er ins Immobiliengeschäft ein und kaufte [[1917]] einen desolaten Bauernhof, sanierte ihn und verkaufte ihn zwei Jahre später wieder mit ansehnlichem Gewinn. Am [[13. Februar]] [[1919]] erwarb er eine Liegenschaft in der [[Marktstraße (Oberndorf bei Salzburg)|Marktstraße]] 2 in [[Oberndorf bei Salzburg|Oberndorf]], die er teilweise behielt, teilweise ausbaute, weiterverkaufte und in weitere Grundstücke investierte. | ||
[[1921]] übersiedelte er nach Oberndorf, ließ seinen Namen in ''Karl Meinhart'' ändern und ging gesundheitlich bedingt in Frühpension. Nebenerwerblich betrieb er einen Holzhandel und Viehzucht. [[1928]] erhielt er das Heimatrecht und wurde österreichischer Staatsbürger. | [[1921]] übersiedelte er nach Oberndorf, ließ seinen Namen in ''Karl Meinhart'' ändern und ging gesundheitlich bedingt in Frühpension. Nebenerwerblich betrieb er einen Holzhandel und Viehzucht. [[1928]] erhielt er das [[Heimatrecht]] und wurde österreichischer Staatsbürger. | ||
Aus der Konkursmasse der Firma [[Ignaz Glaser|Glaser]] erwarb er mit anderen Investoren die Glashütte in Hackenbuch ([[Oberösterreich]]) und Teile des [[Ibmer Moor]]es, die er als Geschäftsführer des Konsortions nutzen konnte. Aus dem Gewinn ließ er sich vom Architekten [[Josef Dietzinger]] an der Lindach (heute [[Paracelsusstraße (Oberndorf bei Salzburg)|Parascelsusstraße]] 29) eine Villa errichteten, die jedoch nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] von den [[USFA|Amerikanern]] bis [[1948]] beschlagnahmt wurde. | Aus der Konkursmasse der Firma [[Ignaz Glaser|Glaser]] erwarb er mit anderen Investoren die Glashütte in [[Moosdorf]]-Hackenbuch ([[Oberösterreich]]) und Teile des [[Ibmer Moor]]es, die er als Geschäftsführer des Konsortions nutzen konnte. Aus dem Gewinn ließ er sich vom Architekten [[Josef Dietzinger]] an der Lindach (heute [[Paracelsusstraße (Oberndorf bei Salzburg)|Parascelsusstraße]] 29) eine Villa errichteten, die jedoch nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] von den [[USFA|Amerikanern]] bis [[1948]] beschlagnahmt wurde. | ||
Am [[14. September]] [[1945]] wurde er zum Bürgermeister der Marktgemeinde Oberndorf bestellt und blieb dies bis zum [[29. April]] [[1946]]. | Am [[14. September]] [[1945]] wurde er zum Bürgermeister der Marktgemeinde Oberndorf bestellt und blieb dies bis zum [[29. April]] [[1946]]. | ||
== Familie == | == Familie == | ||
Karl | Karl Mischkofsky war seit [[1909]] mit der Mauerkirchner Kaufmannstochter Emma (* 6. Juli 1880; † 1. Februar 1967) verheiratet, die ihm vier Kinder schenkte: | ||
: Bruno (* 27. April 1910; † 9. Februar 1950), der Revierförster wurde, | : Bruno (* 27. April 1910; † 9. Februar 1950), der Revierförster wurde, | ||
: Emma (* 1912; † 1943 in Wiener Neustadt), verheiratete Wacha, die Köchin wurde, | : Emma (* 1912; † 1943 in Wiener Neustadt), verheiratete Wacha, die Köchin wurde, | ||
| Zeile 22: | Zeile 22: | ||
== Quellen == | == Quellen == | ||
* Dr. [[Friedrich Lepperdinger|Lepperdinger, Friedrich]]: ''Oberndorf und seine Bürger. Eine soziologische Studie''. Eigenverlag Oberndorf 2012. | * Dr. [[Friedrich Lepperdinger|Lepperdinger, Friedrich]]: ''Oberndorf und seine Bürger. Eine soziologische Studie''. Eigenverlag Oberndorf 2012. | ||
* Grabstein am Friedhof Oberndorf | |||
<references/> | <references/> | ||
{{Zeitfolge | {{Zeitfolge | ||
| Zeile 31: | Zeile 32: | ||
{{Zeitfolge | {{Zeitfolge | ||
|AMT= Schulleiter der [[Volksschule Michaelbeuern]] | |AMT= Schulleiter der [[Volksschule Michaelbeuern]] | ||
|ZEIT=[[1910]]–[[1921]] | |ZEIT= [[1910]]–[[1921]] | ||
|VORGÄNGER=[[ | |VORGÄNGER= [[Johann Klier junior]] | ||
|NACHFOLGER= | |NACHFOLGER= [[Johann Kirchner]] | ||
}} | }} | ||
| Zeile 50: | Zeile 51: | ||
[[Kategorie:Dorfbeuern]] | [[Kategorie:Dorfbeuern]] | ||
[[Kategorie:Oberndorf bei Salzburg]] | [[Kategorie:Oberndorf bei Salzburg]] | ||
[[Kategorie:Zuagroaste]] | |||
[[Kategorie:Tschechien]] | |||
[[Kategorie:Böhmen]] | |||
[[Kategorie:Geboren 1882]] | |||