Georg Brötzner (Althamerbauer): Unterschied zwischen den Versionen
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'''Georg Brötzner''' (* [[ | '''Georg Brötzner''' (* [[7. Dezember]]<ref>Das in anderen Quellen angegebene Datum "19. Dezember" ist zu verwerfen; die Zahl 19 dürfte auf einen Lesefehler zurückzuführen sein: In der Taufeintragung ist das nicht ganz durchgestrichene "N" des durchgestrichenen (durch das Wort "Dezember" ersetzten) Wortes "November" als die Zahl "19" deutbar.</ref>[[1869]] in [[Wals]]; † [[14. Mai]] [[1940]] ebenda)<ref name="Taufeintragung">Taufbuch der [[Pfarre Wals]] [https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/wals/TFB1/?pg=85 Bd. I S. 38.]</ref>, vulgo Althamerbauer, war [[Bürgermeister der Gemeinde Wals-Siezenheim|Bürgermeister]] der damaligen Gemeinde [[Siezenheim]]. | ||
== Leben == | == Leben == | ||
Georg Brötzner | Georg Brötzner wurde als unehelicher Sohn der Magd Notburga Brötzner – einer Tochter des Bartholomäus Brötzner und der Anna geb. Esterer vom Koppeindlgut und Schwester des Kopeindlbauern [[Bartholomäus Brötzner (Kopeindlbauer)|Bartholomäus Brötzner]] –, auf dem Althamergut in Wals Nr. 21 geboren.<ref name="Taufeintragung"/> Er besuchte die [[Volksschule Wals|Volksschule]] und trat [[1886]] der [[Trachtenmusikkapelle Wals|Musikkapelle Wals]] bei, in der er über fünfzig Jahre lang Flügelhorn spielte. | ||
Von [[1890]] bis 1893 leistete er beim [[Salzburger Hausregiment Erzherzog Rainer Nr. 59|Salzburger Infanterieregiment Nr. 59]] seinen Militärdienst ab, wo er auch in der Militärkapelle mitspielte. [[1898]] trat er dem Walser [[Kameradschaft Wals|Veteranen- und Kriegerverein]] bei und engagierte sich für das [[1919]] eingeweihte Kriegerdenkmal am Walser Friedhof. | Von [[1890]] bis 1893 leistete er beim [[Salzburger Hausregiment Erzherzog Rainer Nr. 59|Salzburger Infanterieregiment Nr. 59]] seinen Militärdienst ab, wo er auch in der Militärkapelle mitspielte. [[1898]] trat er dem Walser [[Kameradschaft Wals|Veteranen- und Kriegerverein]] bei und engagierte sich für das [[1919]] eingeweihte Kriegerdenkmal am Walser Friedhof. | ||
Ab [[2. Oktober]] [[1898]] unternahm er mit der Diözese Brixen eine mehrwöchige Pilgerreise nach Jerusalem, von der er umfangreich berichtete. | Ab [[2. Oktober]] [[1898]] unternahm er mit der Diözese [[Brixen]] eine mehrwöchige Pilgerreise nach Jerusalem, von der er umfangreich berichtete. | ||
Am [[23. November]] [[1903]] heiratete er | Am [[23. November]] [[1903]] heiratete er Helene Enzinger aus [[Ainring]] und übernahm von seinem kinderlosen Patenonkel Georg Reischl das Walser Althamergut. | ||
Seit [[1894]] war er Mitglied der [[Freiwillige Feuerwehr Wals|Freiwilligen Feuerwehr]] in Wals, der er über drei Jahrzehnte lang angehörte | Seit [[1894]] war er Mitglied der [[Freiwillige Feuerwehr Wals-Siezenheim|Freiwilligen Feuerwehr]] in Wals, der er über drei Jahrzehnte lang angehörte und deren Ortskommandant er von [[1904]] bis [[1911]] war. In dieser Zeit sorgte er in der Gemeinde für den Aufbau eines Hydrantennetzes und initiierte die Walser Ortswasserleitung, die [[1909]] eingeweiht werden konnte. | ||
Von [[1909]] bis [[1911]] war er [[Bürgermeister der Gemeinde Wals-Siezenheim|Gemeindevorsteher]] von [[Siezenheim]] und als Vertreter des Großgrundbesitzes für den Katholischen Bauernbund [[Landtagsabgeordneter|Abgeordneter]] zum [[Salzburger Landtag]]. Von [[1927]] bis [[1931]] war er erneut Bürgermeister der Gemeinde Siezenheim. | Von [[1909]] bis [[1911]] war er [[Bürgermeister der Gemeinde Wals-Siezenheim|Gemeindevorsteher]] von [[Siezenheim]] und als Vertreter des Großgrundbesitzes für den Katholischen Bauernbund [[Landtagsabgeordneter|Abgeordneter]] zum [[Salzburger Landtag]]. Von [[1927]] bis [[1931]] war er erneut Bürgermeister der Gemeinde Siezenheim. | ||
Mit seiner Frau hatte er insgesamt acht Kinder. Sein ältester Sohn Georg (* 1908; † [[19. Juli]] [[1946]] bei einem Motorradunfall) übernahm [[1939]] den Althamerhof, darauf sein zweiter Sohn Jakob. | Mit seiner Frau hatte er insgesamt acht Kinder. Sein ältester Sohn Georg (* 1908; † [[19. Juli]] [[1946]] bei einem Motorradunfall) übernahm [[1939]] den Althamerhof, darauf am [[19. Juli]] [[1939]] sein zweiter Sohn Jakob. | ||
== Quellen == | == Quellen == | ||
* [[Richard Voithofer|Voithofer, Richard]]: ''"...dem Kaiser Treue und Gehorsam...". Ein biografisches Handbuch der politischen Eliten in Salzburg 1861 bis 1918''. Wien (Böhlau) 2011. | * [[Richard Voithofer|Voithofer, Richard]]: ''"...dem Kaiser Treue und Gehorsam...". Ein biografisches Handbuch der politischen Eliten in Salzburg 1861 bis 1918''. Wien (Böhlau) 2011. | ||
* [[Bartholomäus Reischl|Reischl, Bartholomäus]] und [[Viktor Kaluza]]: ''Kurzer Rückblick auf die Papst und Kaiser-Jubiläums-Pilgerfahrt in das Heilige Land im Jahre 1898 durch Georg Brötzner vom Althamerhof''. In: [ | * [[Bartholomäus Reischl|Reischl, Bartholomäus]] und [[Viktor Kaluza]]: ''Kurzer Rückblick auf die Papst und Kaiser-Jubiläums-Pilgerfahrt in das Heilige Land im Jahre 1898 durch Georg Brötzner vom Althamerhof''. In: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde ab 1980|Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] Nr. 154. Salzburg 2014/15. S. 465-485 | ||
== Anmerkungen, Einzelnachweise == | |||
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{{Zeitfolge | {{Zeitfolge | ||
|AMT=[[Bürgermeister der Gemeinde Wals-Siezenheim|Bürgermeister von Wals-Siezenheim]] | |AMT=[[Bürgermeister der Gemeinde Wals-Siezenheim|Bürgermeister von Wals-Siezenheim]] | ||
|ZEIT=[[1909]] | |ZEIT=[[1909]]−[[1911]] <br /> [[1927]]−[[1931]] | ||
|VORGÄNGER=[[Matthias Eisl (Wals)|Matthias Eisl]]<br />[[Ferdinand Aigner]] | |VORGÄNGER=[[Matthias Eisl (Wals)|Matthias Eisl]]<br />[[Ferdinand Aigner]] | ||
|NACHFOLGER=[[ Simon Ebner (Wals)|Simon Ebner]] | |NACHFOLGER=[[Johann Lindner (Priester)|Johann Lindner]]<br />[[Simon Ebner (Wals)|Simon Ebner]] | ||
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