Bürgerspital St. Blasius: Unterschied zwischen den Versionen
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[[ | [[Datei:Buergerspital Salzburg Innenhof 01.JPG|thumb|Im Innenhof des Bürgerspitals St. Blasius.]] | ||
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Das '''Bürgerspital St. Blasius''' (vorher ''[[Admonter Hof|Admonter Hof]]'') befindet sich in der Salzburger [[Altstadt]] am Fuße des [[Mönchsberg]]s am Ende der [[Getreidegasse]] in der [[Bürgerstadt]]. Es gehört zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der [[Stadt Salzburg]]. | |||
[[Datei:2024_08_20_Bürgerspital und Bürgerspitalskirche St. Blasius in der Salzburger Altstadt.jpg|thumb|Das Bürgerspital St. Blasius und rechts die [[Bürgerspitalskirche St. Blasius]].]] | |||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Das zu der [[Salzburger Kirchenprovinz]] gehörende [[Benediktinerstift Admont]] in der [[Steiermark]] besaß am Ende der Getreidegasse hin zum [[Klausentor]] Äcker. Auf einem dieser Äcker errichteten sie gegen Ende des [[12. Jahrhundert]]s die [[Bürgerspitalskirche St. Blasius]]. | Das zu der [[Salzburger Kirchenprovinz]] gehörende [[Benediktinerstift Admont]] in der [[Steiermark]] besaß am Ende der Getreidegasse hin zum [[Klausentor]] Äcker. Auf einem dieser Äcker errichteten sie gegen Ende des [[12. Jahrhundert]]s die [[Bürgerspitalskirche St. Blasius]]. Zwischen [[1180]] und [[1185]] entstand am nördlichen Ende der Getreidegasse innerhalb des [[Gstättentor|Westertor]]es der ''Admonter Hof'' mit seiner Blasiuskapelle, aus der später die [[Bürgerspitalskirche St. Blasius]] des Bürgerspitals entstand.<ref>Quelle [[Heinz Dopsch]]: [[Salzburg, die Geschichte einer Stadt]], Seite 155</ref> | ||
[[Datei:2024_10_30_Spielzeug_Museum_Salzburg_09.jpg|thumb|Eine Stiege im ehemaligen Bürgerspital.]] | |||
Die "Pfründner", kranke, alte und sieche Bürger, waren ursprünglich auf der Empore der Bürgerspitalskirche untergebracht. | Die "Pfründner", kranke, alte und sieche Bürger, waren ursprünglich auf der Empore der Bürgerspitalskirche untergebracht. | ||
Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] ließ nach erfolgtem Grundtausch mit den Mönchen hier [[1327]] ein Spital für kranke, alte und sieche Bürger der Stadt errichten, wo zumindest eine Grundversorgung und eine Betreuung sichergestellt werden sollte. [[1330]] wurde für das neue Spital der in Grundzügen bis heute erhaltene dreischiffige Kirchenbau mit seinem Kreuzrippengewölbe geschaffen. | Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] ließ nach erfolgtem [[Schaffner-Haus|Grundtausch]] mit den Mönchen hier [[1327]] ein [[Armen- und Krankenfürsorge (historisch)|Spital]] für kranke, alte und sieche Bürger der Stadt errichten, wo zumindest eine Grundversorgung und eine Betreuung sichergestellt werden sollte. [[1330]] wurde für das neue Spital der in Grundzügen bis heute erhaltene dreischiffige Kirchenbau mit seinem Kreuzrippengewölbe geschaffen. | ||
[[1560]] wurde der Arkadentrakt aus drei Geschoßen errichtet und in den [[Mönchsberg]] hinein erweitert. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Pfründner nur mehr hier in den kleinen Zellen untergebracht, deren Laubenbögen nach außen führen und erhalten sind. [[1570]] wurde das Spital mit dem Pfründnerhaus nochmals erweitert. Weitere Zubauten folgten, zuletzt der der Gebäudeteil an der [[Bürgerspitalgasse]] im [[18. Jahrhundert]]. | [[1560]] wurde der Arkadentrakt aus drei Geschoßen errichtet und in den [[Mönchsberg]] hinein erweitert. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Pfründner nur mehr hier in den kleinen Zellen untergebracht, deren Laubenbögen nach außen führen und erhalten sind. [[1570]] wurde das Spital mit dem Pfründnerhaus nochmals erweitert. Weitere Zubauten folgten, zuletzt der der Gebäudeteil an der [[Bürgerspitalgasse]] im [[18. Jahrhundert]]. | ||
[[Datei:Historische Aufnahme vom Salzburger Bürgerspital.jpg|thumb|Historische Aufnahme vom Salzburger Bürgerspital]] | |||
Zu jener Zeit gab es noch keine öffentliche Fürsorge. Man war auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen. Dieses Spital wurde dann im Laufe der Zeit von Bürgern der Stadt Salzburg ausgestattet und mit Geldspenden unterstützt. Daher rührt auch der Name ''Bürgerspital''. | Zu jener Zeit gab es noch keine öffentliche Fürsorge. Man war auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen. Dieses Spital wurde dann im Laufe der Zeit von Bürgern der Stadt Salzburg ausgestattet und mit Geldspenden unterstützt. Daher rührt auch der Name ''Bürgerspital''. | ||
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[[1898]] wurden deshalb von der Stadtgemeinde Salzburg die [[Vereinigte Versorgungsanstalten|Vereinigten Versorgungsanstalten]] neu errichtet und das Bürgerspital aufgelassen. | [[1898]] wurden deshalb von der Stadtgemeinde Salzburg die [[Vereinigte Versorgungsanstalten|Vereinigten Versorgungsanstalten]] neu errichtet und das Bürgerspital aufgelassen. | ||
Die Stadt nutzte das ehemalige Bürgerspital als Werkstätte und Amtsgebäude. [[1944]] wurde der Arkadentrakt bei einem [[Bomben auf Salzburg|Bombenangriff]] weitgehend zerstört und nach dem | Die Stadt nutzte das ehemalige Bürgerspital als Werkstätte und Amtsgebäude. [[1944]] wurde der Arkadentrakt bei einem [[Bomben auf Salzburg|Bombenangriff]] weitgehend zerstört und nach dem Zweiten Weltkrieg aufgrund einer persönlichen Initiative von Dipl.-Ing. [[Wolfgang Exner senior]] in seiner historischer Form wiederaufgebaut. | ||
[[1956]] erhielt das [[Salzburg Museum|Salzburger Museum Carolino-Augusteum]] in mehreren Etappen Räume in Bürgerspital zugesprochen und konnte dort [[1978]] das Spielzeug Museum eröffnen. | [[1956]] erhielt das [[Salzburg Museum|Salzburger Museum Carolino-Augusteum]] in mehreren Etappen Räume in Bürgerspital zugesprochen und konnte dort [[1978]] das Spielzeug Museum eröffnen. | ||
== | == Gebäude und Innenhof == | ||
In den Arkaden und an den Wänden des Bürgerspitalhofes sind zahlreichen Steintafeln und [[Wappen]] mit lateinischen und deutschen Inschriften angebracht. Diese stammen aus dem Lapidarium des [[Salzburger Museum Carolino Augusteum|Museums Carolino Augusteum]] und umfassen den Zeitraum von 100 n. Chr. bis 1628. | |||
In den Arkaden und an den Wänden des Bürgerspitalhofes sind zahlreichen Steintafeln und [[Wappen]] mit lateinischen und deutschen Inschriften angebracht. Diese stammen aus dem Lapidarium des Museums Carolino Augusteum und umfassen den Zeitraum von 100 n. Chr. bis 1628. | |||
Zu sehen ist ein [[Bürgerspital-Wandbrunnen|Wandbrunnen]]. | |||
Heute befindet sich im renovierten Bürgerspital das [[Spielzeug Museum|Salzburger Spielzeug Museum]] mit moderner und kreativer Gestaltung. | Heute befindet sich im renovierten Bürgerspital das [[Spielzeug Museum|Salzburger Spielzeug Museum]] mit moderner und kreativer Gestaltung. | ||
Der Bürgerspitalfriedhof wurde [[1329]] angelegt und blieb bis [[1789]] bestehen. | |||
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[[Datei:Buergerspital Salzburg Innenhof 02.JPG|thumb|Arkaden im Innenhof des Bürgerspitals St. Blasius.]] | |||
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== | == Bilder == | ||
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== Weblinks == | |||
* [http://www.salzburg-city.com/history/1wigeb/1644_04.htm Matthäus MERIAN, Salzburg von Norden, 1644 (Ausschnitt Bürgerspital)] | |||
* [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19270716&query=%22Erhardspital%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], Ausgabe vom 16. Juli 1927, Seite 4: [[Franz Martin]]: ''Das Salzburger Bürgerspital. Zum 600-jährigen Jubiläum'' | |||
== Quellen == | == Quellen == | ||
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* Informationstafel im Spielzeug Museum | * Informationstafel im Spielzeug Museum | ||
== | == Einzelnachweis == | ||
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[[Kategorie:Architektur]] | [[Kategorie:Architektur]] | ||
[[Kategorie:Gebäude]] | [[Kategorie:Gebäude]] | ||
[[Kategorie: | [[Kategorie:historisches Gebäude]] | ||
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