Fritz Obrutschka: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Fritz Obrutschka''' (* [[12. Juli]] [[1894]] in Wien; † [[6. November]] [[1956]] in [[Schwarzach im Pongau]]) war Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat und [[Bürgermeister der Gemeinbde Bad Gastein|Bürgermeister]] der Gemeinde [[Bad Gastein]].  
'''Fritz Obrutschka''' (* [[12. Juli]] [[1894]] in Wien; † [[6. November]] [[1956]] in [[Schwarzach im Pongau]]) war Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat und [[Bürgermeister der Gemeinde Bad Gastein|Bürgermeister]] der Gemeinde [[Bad Gastein]].  


==Biographie==
==Biographie==
Der gebürtige Wiener besuchte die Volks- und Bürgerschule und daran anschließend die Hotelfachschule. In Badgastein (damalige Schreiweise des Ortsnamens) übernahm er als Pächter das im Ortsteil [[Böckstein]] gelegene [[Hotel Tauernbahn]].  
Der gebürtige Wiener besuchte die Volks- und Bürgerschule und daran anschließend die Hotelfachschule. In Badgastein (damalige Schreibweise des Ortsnamens) übernahm er als Pächter das im Ortsteil [[Böckstein]] gelegene [[Hotel Tauernbahn]].  


Im Juli [[1935]] löste er [[Richard Hildmann]], der das [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeisteramt der Landeshauptstadt]] übernahm, als Regierungskommissar (=Bürgermeister) von Badgastein ab.  
Im Juli [[1935]] löste er [[Richard Hildmann]], der das [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeisteramt der Landeshauptstadt]] übernahm, als Regierungskommissar (= Bürgermeister) von Bad Gastein ab.  


Am[[ 22. Februar]] [[1936]] wurde er als 13. [[Bürgermeister der Gemeinde Bad Gastein|Bürgermeister von Badgastein]] bestätigt. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde der ehemalige Heimwehrführer noch am Tag des Einmarsches der deutschen Truppen in [[Salzburg]] von den neuen Machthabern abgesetzt. Als kommissarischer Bürgermeister folgte ihm für zwei Monate der Oberbank-Angestellte [[Rudolf Bünker]] in das Amt, im [[Mai]] [[1938]] setzten die Nationalsozialisten ihren Parteigenossen [[Sepp Wörther]] auf den Bürgermeistersessel.   
Am [[22. Februar]] [[1936]] wurde er als 13. Bürgermeister von Bad Gastein bestätigt. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurde der ehemalige Heimwehrführer noch am Tag des Einmarsches der deutschen Truppen in der [[Stadt Salzburg]] von den neuen Machthabern abgesetzt. Als kommissarischer Bürgermeister folgte ihm für zwei Monate der Oberbank-Angestellte [[Rudolf Bünker]] in das Amt, im [[Mai]] [[1938]] setzten die Nationalsozialisten ihren Parteigenossen [[Josef Wörther|Sepp Wörther]] auf den Bürgermeistersessel.   


Obrutschka fungierte von [[1937]] bis [[1938]] als Präsident des Österreichischen Heilbäderverbandes und zeigte sich auch noch als Landesgewerberat und Innungsstellvertreter aktiv.  
Obrutschka fungierte von [[1937]] bis [[1938]] als Präsident des Österreichischen Heilbäderverbandes und zeigte sich auch noch als Landesgewerberat und Innungsstellvertreter aktiv.  


Nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] war er während der ersten Legislaturperiode Leopold Figls vom [[19. Dezember]] [[1945]] bis zum [[11. Februar]] [[1948]] als Mitglied der [[ÖVP]] Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat.
Nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] war er während der ersten Legislaturperiode Leopold Figls vom [[19. Dezember]] [[1945]] bis zum [[11. Februar]] [[1948]] als Mitglied der [[ÖVP]] Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat.
==Badgastein während seiner Amtszeit ==
Während der Amtszeit Obrutschkas wurden zu Weihnachten [[1935]] erstmals elektrisch beleuchtete Christbäume an öffentlichen Plätzen aufgestellt. Am [[31. Mai]] [[1936]] kam es zur Eröffnung des [[Gasteiner Museum]]s. Vom [[27. Juni|27. ]] bis [[29. Juni]] des selben Jahres wurde die 500-Jahr-Feier Bad Gasteins mit einem großen Festzug, Volksfest und Banketten begangen. Bei der Eröffnungsfeier begrüßte Obrutschka Persönlichkeiten wie den damaligen Bundespräsidenten Miklas und den Schriftsteller [[Franz Karl Ginzkey]]. Zu der drei Tage währenden Feier kamen neben vielen Einheimischen auch etwa 5000 auswärtige Besucher. Am [[28. Juni]] [[1936]] nahm Bundespräsident Miklas die Eröffnung des durch Dr. Emmerich Granichstädten gestifteten [[Gasteiner Forschungsinstitut]]es vor. Weiters folgten die Erweiterung des Bahnhofsvorplatzes, die Eröffnung des Spielcasinos im Kurkasinogebäude ([[9. Juli]] [[1937]]) und die Wiederaufnahme des [[Goldbergbau]]s in Böckstein ([[15. Dezember]] [[1937]]).


An Gästen erfreute sich Bad Gastein während der Amtsperiode Obrutschkas am rumänischen Außenminister Titulescu ([[1935]]), dem Künstler [[Arturo Toscanini]] ([[1936]]), der Gattin des englischen Premiers Winston Churchill, der Mutter des US-Präsidenten Franklin Roosevelt, am ungarischen Außenminister Von Darány und an Kronprinz Wilhelm von Preußen (alle [[1937]]).
== Bad Gastein während seiner Amtszeit ==
Während der Amtszeit Obrutschkas wurden zu [[Weihnachten]] [[1935]] erstmals elektrisch beleuchtete Christbäume an öffentlichen Plätzen aufgestellt. Am [[31. Mai]] [[1936]] kam es zur Eröffnung des [[Gasteiner Museum]]s. Vom [[27. Juni|27.]] bis [[29. Juni]] des selben Jahres wurde die 500-Jahr-Feier Bad Gasteins mit einem großen Festzug, Volksfest und Banketten begangen. Bei der Eröffnungsfeier begrüßte Obrutschka Persönlichkeiten wie den damaligen Bundespräsidenten Miklas und den Schriftsteller [[Franz Karl Ginzkey]]. Zu der drei Tage währenden Feier kamen neben vielen Einheimischen auch etwa 5 000 auswärtige Besucher. Am [[28. Juni]] [[1936]] nahm Bundespräsident Miklas die Eröffnung des durch Dr. [[Emmerich Granichstädten]] gestifteten [[Gasteiner Forschungsinstitut]]es vor. Weiters folgten die Erweiterung des Bahnhofsvorplatzes, die Eröffnung des Spielcasinos im Kurkasinogebäude ([[9. Juli]] [[1937]]) und die Wiederaufnahme des [[Goldbergbau]]s in Böckstein ([[15. Dezember]] [[1937]]).
 
An Gästen erfreute sich Bad Gastein während der Amtsperiode Obrutschkas am rumänischen Außenminister Nicolae Titulescu ([[1935]]), dem Künstler [[Arturo Toscanini]] ([[1936]]), der Gattin des englischen Premiers Winston Churchill, der Mutter des US-Präsidenten Franklin Roosevelt, am ungarischen Premierminister Kálmán Darányi und an Kronprinz Wilhelm von Preußen (alle [[1937]]).


==Quellen==
==Quellen==
* www.parlinkom.gv.at
* [http://www.parlinkom.gv.at www.parlinkom.gv.at]
* Heinrich von Zimburg: Die Geschichte Gasteins und des Gasteiner Tals. Wilhelm Braumüller Universitäts-Verlagsbuchhandlung Ges.m.b.H. Wien IX. 1948.
* [[Heinrich von Zimburg|Zimburg, Heinrich von]]: ''Die Geschichte Gasteins und des Gasteiner Tals''. Wilhelm Braumüller Universitäts-Verlagsbuchhandlung Ges.m.b.H. Wien IX., 1948  
{{Zeitfolge
|AMT=[[Bürgermeister der Gemeinde Bad Gastein|Bürgermeister]] von [[Bad Gastein]]
|ZEIT= [[1934]]–[[1938]]
|VORGÄNGER=[[Richard Hildmann]]
|NACHFOLGER=[[Rudolf Bünker]]
}}


{{SORTIERUNG:Obruschka, Fritz}}
[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Person (Geschichte)]]
[[Kategorie:Politik]]
[[Kategorie:Person (Politik)]]
[[Kategorie:Bürgermeister]]
[[Kategorie:Bürgermeister (Pongau)]]
[[Kategorie:Bürgermeister der Gemeinde Bad Gastein]]
[[Kategorie:Nationalratsabgeordneter]]
[[Kategorie:Geschichte (Person)]]
[[Kategorie:Zuagroaste]]


[[Kategorie:Bürgermeister (Pongau)|Obrutschka, Fritz]]
[[Kategorie:Bad Gastein]]
[[Kategorie:Politiker|Obrutschka, Fritz]]
[[Kategorie:Pongau]]