Aiglhof: Unterschied zwischen den Versionen

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Aiglhof ist ein Stadtteil im Westen der Stadt Salzburg.
[[File:Aiglhof mit Gartenbaudenkmälern.JPG|thumb|Aiglhof mit Gartenbaudenkmälern]]
Der '''Aiglhof''', auch Lindhof genannt, ist ein ehemaliger Adelssitz im [[Salzburger Stadtteil|Stadtteil]] [[Mülln]] in der [[Stadt Salzburg]]. Er zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Stadt.


==Geschichte==
== Name ==
Aiglhof wurde nach dem dominanten Adelssitz Lindhof benannt, den einst das Geschlecht der Aigl besaß und das seit 1604 dem Stift St. Peter gehört. „Aigl“ könnte dieselbe Herkunft haben wie „Aigen“ (s.o.)
Der Name ''Aiglhof'' findet umgangssprachlich heute ebenso für den Siedlungsraum der [[Aiglhofsiedlung]] im angrenzenden Stadtteil [[Maxglan]] und der angrenzenden Wohn- und [[Landeskrankenhaus Salzburg|Krankenhausbauten]] in den umliegenden Stadtteilen [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] und Mülln Verwendung. Vielfach wird dieses Gebiet heute von der Bevölkerung bereits als eigener kleiner Stadtteil aufgefasst.
 
[[File:Aiglhof Wirtschaftsgebäude.JPG|thumb|Aiglhof Wirtschaftsgebäude]]
 
== Geschichte ==
Erstmals tauchte der Name des Hofes im [[14. Jahrhundert]] auf, als die Herren von [[Kuchl]] das Lehen [[1377]] samt den umgebenden Gründen an [[Paul Köllerer]] (Köllrer) verkauften. Paul Köllerer seinerseits schenkte den Hof seiner Tochter anlässlich deren Vermählung mit Georg [[Aigl]], der der alten Salzburger Patrizierfamilie "Aygl zu Lind" entstammte. [[1511]] erwarb der damalige [[Salzburger Hofkanzler|Hofkanzler]] [[Wolfgang Pachhaimer|Pachaimer]] das Anwesen, das während des [[Salzburger Bauernaufstände|Bauernaufstands]] im Jahr [[1525]] schwer beschädigt wurde. [[1588]] kaufte die bekannte Münzmeisterfamilie [[Thenn]] den Hof und [[1592]] [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]]. [[1596]] ging der Hof in das Eigentum des Münzmeisters Christoph Geizkofler über. Im Jahr [[1600]] wechselte der Hof in den Besitz des [[Domprobst]]es [[Michael von Wolkenstein]]. Nach dessen Tod [[1604]] sicherte sich [[Äbte von St. Peter|Abt]] [[Martin Hattinger]] für [[Benediktinererzabtei St. Peter|St. Peter]] das ritterlehenbare Gut.
 
Seither steht der Aiglhof im Eigentum der Benediktinererzabtei St. Peter.
 
[[Datei:Aiglhof Salzburg Gartenportal.jpg|thumb|Bildmitte das Gartenportal.]]
 
Unter Abt Hattinger entstanden die nunmehr ältesten Teile des schlossartigen Baues mitsamt einer Umfassungsmauer, in dem sich ein schönes [[Gartenportal beim Aiglhof|Gartenportal]] befindet. Von [[1796]] bis [[1799]] ließ Abt [[Dominikus Hagenauer]] den Aiglhof abermals erneuern und eine Schlosskapelle errichten. Diese stattete er u. a. mit einem Altarblatt von [[Martin Johann Schmidt]] (Kremser Schmidt) aus, welches die Begegnung Christi mit dem ungläubigen Thomas darstellt.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=maw&datum=19160111&query=((text:Aiglhof))&ref=anno-search&seite=2 ANNO], Wiener Geschichtsblätter, Ausgabe vom 11. Jänner 1916, Seite 2</ref>
 
Rechts von der Stiege befindet sich eine Steintafel mit drei Wappen: dem des Abtes Hattinger, dem Stiftswappen von St. Peter und dem Abtwappen des Dominikus Hagenauer.
 
Heute sind in dem Gebäude eine Gärtnerei der Erzabtei St. Peter sowie die [[Stifts- und Salzachmühle St. Peter]] untergebracht.
 
== Weblink ==
* Lage auf [https://www.openstreetmap.org/?mlat=47.804605&mlon=13.028460#map=18/47.804605/13.028460 www.openstreetmap.org]
 
==Quellen==
* [[SALZBURGWIKI]]-Artikel Mülln, Abschnitt [[Mülln# Äußeres Mülln|Äußeres Mülln]]
* [[Walter Häufler]], [[Guido Müller]], [[Martin Wiedemair]]: ''Maxglan - Ein Salzburger Stadtteil''; Salzburger Bildungswerk Maxglan, Salzburg 1990
*  Historische Sektion Bayerische Benediktinerakademie, [[Adolf Hahnl]], Hannelore Angermüller und [[Rudolph Angermüller]]: ''Abt Dominikus Hagenauer (1746-1811) von St. Peter in Salzburg: Tagebücher 1786–1810'', EOS Verlag, St. Ottilien 2009
* [http://www.visit-salzburg.net/deutsch/sehenswuerdig/aiglhof.htm www.visit-salzburg.net]
* [http://www.salzburg.gv.at/themen/ks/kultur/burgen/aiglhof.htm Aiglhof bei salzburg.gv.at]
* [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=slk&datum=18830003&query=((text:Aiglhof))&ref=anno-search&seite=29 ANNO], [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], 1883, Seite 29
* [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sza&datum=18081008&query=%22Aiglhof%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], "[[Salzburger Zeitung]]", Ausgabe vom 8. Oktober 1808, Seite 2: "Aiglhof oder Peterslind", Besitzerfolge
 
== Einzelnachweis ==
<references/>
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Mülln]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Architektur]]
[[Kategorie:Gebäude]]
[[Kategorie:Gebäude Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:historisches Gebäude]]
[[Kategorie:Denkmalschutz]]
[[Kategorie:Denkmalschutz (Stadt Salzburg)]]