Dreibrüderkapelle: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
 
(15 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
Die '''Dreibrüder-Kapelle''' ist eine Kapelle in der [[Flachgau]]er Gemeinde [[Elixhausen]] in der Ortschaft [[Ursprung]].
+
[[Datei:Elixhausen - Drei Brüder Kapelle - view N.jpg|miniatur|Nordansicht]]
 +
Die sogenannte '''Dreibrüderkapelle''' ist ein [[Bildstock]] in der Ortschaft [[Ursprung (Elixhausen)|Ursprung]] in der Gemeinde [[Elixhausen]] im [[Flachgau]]. Er steht unter [[Denkmalgeschützte Objekte in Elixhausen|Denkmalschutz]].
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Die Dreibrüder-Kapelle wurde [[1773]] erbaut. Sie erinnert an einen beigelegten Erbschaftsstreit im Haus [[Rehlingen]]. Grund für den Streit war ein [[1767]] verfasstes Testament:  Johann Josef Freiherr von Rehlingen wollte für seine männlichen Nachkommen den Besitz des adeligen [[Schloss Ursprung|Sitzes Ursprung]] und der dortigen Hofmark sichern. Im Juli 1773 konnte dieser Streit durch einen Erbvergleich der drei Söhne und der drei Töchter beigelegt werden. Der Friedensschluss war den Brüdern so wichtig, dass sie zur Erinnerung daran eine Kapelle errichten ließen.
+
Die sogenannte Dreibrüderkapelle wurde [[1773]] erbaut. Sie erinnert an einen beigelegten Erbschaftsstreit im Haus [[Rehlingen]]. Grund für den Streit war ein [[1767]] verfasstes Testament:  Johann Josef Freiherr von Rehlingen wollte für seine männlichen Nachkommen den Besitz des adeligen [[Schloss Ursprung|Sitzes Ursprung]] und der dortigen Hofmark sichern. Im Juli 1773 konnte dieser Streit durch einen Erbvergleich der drei Söhne und der drei Töchter beigelegt werden. Der Friedensschluss war den Brüdern so wichtig, dass sie zur Erinnerung daran eine Kapelle errichten ließen.
  
Die Kapelle ist seit 1993 im Besitz der Gemeinde Elixhausen und wurde 1995 zum Schutz vor Schädigungen durch den Straßenverkehr auf der [[Mattseer Landesstraße]] (L 101)  an den heutigen Standort versetzt. Die der Straße abgewandte Westseite ist mit einem Holzschindelmantel verkleidet. Die zentrale Rundbogennische auf den beiden anderen Bildstockseiten wird von sieben kleineren Nischen gerahmt. In den Nischen befinden sich auf Blech gemalte Ölbilder mit Szenen aus dem Leben Christi sowie Marien- und Heiligendarstellungen.  In der heute leeren, querrechteckigen Nische an der Südostseite waren einst die drei, sich die Hände reichenden Brüder Josef, Maximilian und Johann [[Nepomuk]] dargestellt.
+
Von 1951 bis 1952 wurde das Bauwerk restauriert.
  
2016 wurde die Kapelle um nicht ganz 10.000 Euro renoviert.
+
Der Bildstock ist seit 1993 im Besitz der Gemeinde Elixhausen und wurde 1995 zum Schutz vor Schädigungen durch den Straßenverkehr auf der [[L 101 Mattseer Landesstraße]]  an den heutigen Standort versetzt. 2016 wurde der Bildstock um nicht ganz 10.000 Euro renoviert.
  
==Weblink==
+
==Aussehen==
* [https://de.wikipedia.org/wiki/Drei-Br%C3%BCder-Kapelle#/media/File:Elixhausen_-_Drei_Br%C3%BCder_Kapelle_-_view_W.jpg Link zu einem Foto von der Dreibrüder-Kapelle]
+
Der [[barock]]e gemauerte Dreiseitpfeiler trägt über einem Gesims ein Pyramidendach in Schindeldeckung. Die der Straße abgewandte Westseite ist mit einem [[Holzschindel]]mantel verkleidet. An zwei Seiten sind in kleinen Nischen Blechbilder. Die zentrale Rundbogennische auf den beiden anderen Bildstockseiten wird von sieben kleineren Nischen gerahmt. In den Nischen befinden sich auf Blech gemalte Ölbilder mit Szenen aus dem Leben Christi sowie Marien- und Heiligendarstellungen. In der heute leeren, querrechteckigen Nische an der Südostseite waren einst die drei, sich die Hände reichenden Brüder Josef, Maximilian und Johann [[Nepomuk]] dargestellt.
  
== Quelle ==
+
== Quellen ==
 
* {{Quelle FN|21. Juli 2016}}
 
* {{Quelle FN|21. Juli 2016}}
 +
* {{Wikipedia-de|Drei-Brüder-Kapelle (Elixhausen)}}
  
 
[[Kategorie:Flachgau]]
 
[[Kategorie:Flachgau]]
 
[[Kategorie:Elixhausen]]
 
[[Kategorie:Elixhausen]]
[[Kategorie:Erzdiözese]]
+
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
 +
[[Kategorie:Religion]]
 +
[[Kategorie:Kleindenkmal]]
 +
[[Kategorie:religiöses Kleindenkmal]]
 +
[[Kategorie:Bildstock]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
 +
[[Kategorie:Denkmalschutz]]
 +
[[Kategorie:Denkmalschutz (Elixhausen)]]
 
[[Kategorie:Barock]]
 
[[Kategorie:Barock]]
[[Kategorie:Weltanschauung]]
 
[[Kategorie:Religion]]
 
[[Kategorie:Kirche]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
 
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
 
[[Kategorie:Kapelle]]
 
[[Kategorie:Kirche (Geschichte)]]
 

Aktuelle Version vom 13. Oktober 2025, 11:01 Uhr

Nordansicht

Die sogenannte Dreibrüderkapelle ist ein Bildstock in der Ortschaft Ursprung in der Gemeinde Elixhausen im Flachgau. Er steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Die sogenannte Dreibrüderkapelle wurde 1773 erbaut. Sie erinnert an einen beigelegten Erbschaftsstreit im Haus Rehlingen. Grund für den Streit war ein 1767 verfasstes Testament: Johann Josef Freiherr von Rehlingen wollte für seine männlichen Nachkommen den Besitz des adeligen Sitzes Ursprung und der dortigen Hofmark sichern. Im Juli 1773 konnte dieser Streit durch einen Erbvergleich der drei Söhne und der drei Töchter beigelegt werden. Der Friedensschluss war den Brüdern so wichtig, dass sie zur Erinnerung daran eine Kapelle errichten ließen.

Von 1951 bis 1952 wurde das Bauwerk restauriert.

Der Bildstock ist seit 1993 im Besitz der Gemeinde Elixhausen und wurde 1995 zum Schutz vor Schädigungen durch den Straßenverkehr auf der L 101 Mattseer Landesstraße an den heutigen Standort versetzt. 2016 wurde der Bildstock um nicht ganz 10.000 Euro renoviert.

Aussehen

Der barocke gemauerte Dreiseitpfeiler trägt über einem Gesims ein Pyramidendach in Schindeldeckung. Die der Straße abgewandte Westseite ist mit einem Holzschindelmantel verkleidet. An zwei Seiten sind in kleinen Nischen Blechbilder. Die zentrale Rundbogennische auf den beiden anderen Bildstockseiten wird von sieben kleineren Nischen gerahmt. In den Nischen befinden sich auf Blech gemalte Ölbilder mit Szenen aus dem Leben Christi sowie Marien- und Heiligendarstellungen. In der heute leeren, querrechteckigen Nische an der Südostseite waren einst die drei, sich die Hände reichenden Brüder Josef, Maximilian und Johann Nepomuk dargestellt.

Quellen