Cnephasia alticolana: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | ''C. alticolana'' ist zwar vornehmlich ein Tier der montanen Zone (Razowski 2001), wurde in Salzburg aber weit verbreitet in allen Landesteilen in Höhen von rund 400 - 2000 m gefunden (Embacher et al. 2001, Kurz & Kurz 2015). Als natürlicher Lebensraum sind in Salzburg Almwiesen und Waldränder, aber auch Siedlungsgebiete bekannt. Nicht ganz klar ist allerdings die Generationsfolge im Land. Während Razowski für Mitteleuropa nur eine Generation von Mai bis August angibt, liegen aus Salzburg auch Einzelfunde aus dem September und Oktober vor (Kurz & Kurz 2015). Ob es sich hierbei um Nachzügler oder eine teilweise zweite Generation handelt, ist unbekannt. | + | ''C. alticolana'' ist zwar vornehmlich ein Tier der montanen Zone (Razowski 2001), wurde in Salzburg aber weit verbreitet in allen Landesteilen in Höhen von rund 400 - 2000 m gefunden (Embacher et al. 2001, [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2015). Als natürlicher Lebensraum sind in Salzburg Almwiesen und Waldränder, aber auch Siedlungsgebiete bekannt. Nicht ganz klar ist allerdings die Generationsfolge im Land. Während Razowski für Mitteleuropa nur eine Generation von Mai bis August angibt, liegen aus Salzburg auch Einzelfunde aus dem September und Oktober vor ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2015). Ob es sich hierbei um Nachzügler oder eine teilweise zweite Generation handelt, ist unbekannt. |
==Biologie und Gefährdung== | ==Biologie und Gefährdung== | ||
| − | Nur in einem Fall wurde ein Falter zwischen 21 und 22 Uhr MEZ fliegend angetroffen (Kurz & Kurz 2015). Darüber hinaus ist über die Biologie der Imagines oder die Entwicklungsstadien aus Salzburg nichts bekannt. Die jungen Raupen minieren zunächst in den Blättern, später spinnen sie Blätter zusammen oder schlagen den Blattrand um, wobei sie wie ihre Verwandten bezüglich der Nahrungspflanzen nicht wählerisch sind. Razowski (2001) nennt als solche Wegerich (''Plantago''), Primeln (''Primula''), Ampfer (''Rumex''), Löwenzahn (''Taraxacum''), aber auch Weide (''Salix''). Auch ''C. alticolana'' ist in Salzburg ungefährdet, da sie weit verbreitet ist und keine besonderen Ansprüche an Lebensraum oder Nahrungspflanzen der Raupen stellt. | + | Nur in einem Fall wurde ein Falter zwischen 21 und 22 Uhr MEZ fliegend angetroffen ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2015). Darüber hinaus ist über die Biologie der [[Glossar_Biologie#I|Imagines]] oder die Entwicklungsstadien aus Salzburg nichts bekannt. Die jungen Raupen minieren zunächst in den Blättern, später spinnen sie Blätter zusammen oder schlagen den Blattrand um, wobei sie wie ihre Verwandten bezüglich der Nahrungspflanzen nicht wählerisch sind. Razowski (2001) nennt als solche Wegerich (''Plantago''), Primeln (''Primula''), Ampfer (''Rumex''), Löwenzahn (''Taraxacum''), aber auch Weide (''Salix''). Auch ''C. alticolana'' ist in Salzburg ungefährdet, da sie weit verbreitet ist und keine besonderen Ansprüche an Lebensraum oder Nahrungspflanzen der Raupen stellt. |
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| − | *Kurz, M. A. & M. E. | + | * [[Marion Kurz|Kurz, M. A.]] & [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. E.]]: ''Naturkundliches Informationssystem'', 2000–2015, [http://www.nkis.info www.nkis.info] [online 27 Juli 2015]. |
| − | *Razowski, | + | *Razowski, Józef: ''Die Tortriciden (Lepidoptera, Tortricidae) Mitteleuropas. Bestimmung-Verbreitung-Flugstandort-Lebensweise der Raupen.'', Hrsgb. Frantisek Slamka, Bratislava, 2001, 319 pp. (siehe [https://species.wikimedia.org/wiki/J%C3%B3zef_Razowski species.wikimedia.org] und [https://en.wikipedia.org/wiki/J%C3%B3zef_Razowski Razowski, Józef] |
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Aktuelle Version vom 8. Mai 2024, 21:13 Uhr
Cnephasia alticolana (Sciaphila alticolana Herrich-Schäffer, 1851) ist eine Insektenart aus der Ordnung Lepidoptera (Schmetterlinge), Familie Tortricidae (Wickler, Blattroller).
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]
C. alticolana ist zwar vornehmlich ein Tier der montanen Zone (Razowski 2001), wurde in Salzburg aber weit verbreitet in allen Landesteilen in Höhen von rund 400 - 2000 m gefunden (Embacher et al. 2001, Kurz & Kurz 2015). Als natürlicher Lebensraum sind in Salzburg Almwiesen und Waldränder, aber auch Siedlungsgebiete bekannt. Nicht ganz klar ist allerdings die Generationsfolge im Land. Während Razowski für Mitteleuropa nur eine Generation von Mai bis August angibt, liegen aus Salzburg auch Einzelfunde aus dem September und Oktober vor (Kurz & Kurz 2015). Ob es sich hierbei um Nachzügler oder eine teilweise zweite Generation handelt, ist unbekannt.
Biologie und Gefährdung
Nur in einem Fall wurde ein Falter zwischen 21 und 22 Uhr MEZ fliegend angetroffen (Kurz & Kurz 2015). Darüber hinaus ist über die Biologie der Imagines oder die Entwicklungsstadien aus Salzburg nichts bekannt. Die jungen Raupen minieren zunächst in den Blättern, später spinnen sie Blätter zusammen oder schlagen den Blattrand um, wobei sie wie ihre Verwandten bezüglich der Nahrungspflanzen nicht wählerisch sind. Razowski (2001) nennt als solche Wegerich (Plantago), Primeln (Primula), Ampfer (Rumex), Löwenzahn (Taraxacum), aber auch Weide (Salix). Auch C. alticolana ist in Salzburg ungefährdet, da sie weit verbreitet ist und keine besonderen Ansprüche an Lebensraum oder Nahrungspflanzen der Raupen stellt.
Weiterführende Informationen
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Bilder
Cnephasia alticolana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- Embacher, Gernot; Gros, Patrick; Kurz, M. A.; Kurz, M. E. & Zeller-Lukashort, Christof, 2011: Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur 19: 5-89.
- Kurz, M. A. & Kurz, M. E.: Naturkundliches Informationssystem, 2000–2015, www.nkis.info [online 27 Juli 2015].
- Razowski, Józef: Die Tortriciden (Lepidoptera, Tortricidae) Mitteleuropas. Bestimmung-Verbreitung-Flugstandort-Lebensweise der Raupen., Hrsgb. Frantisek Slamka, Bratislava, 2001, 319 pp. (siehe species.wikimedia.org und Razowski, Józef
- ↑ siehe Phänologie