Badergässchen: Unterschied zwischen den Versionen

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Das '''Badergässchen''' ist eine kleine Gasse in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]] zwischen der [[Griesgasse]] und der [[Getreidegasse]].
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Das '''Badergässchen'''<ref>Nach Korrektur im Magistrat Salzburg nun mit ss geschrieben, siehe [https://maps.stadt-salzburg.at/#zoom=6&lat=47.80034&lon=13.04062&layers=0 digitaler Stadtplan von Salzburg], abgefragt am 2. April 2019</ref> ist eine kleine Gasse in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]].  
  
In dieser Gasse befand sich das so genannte ''Seelen- oder Armenbad'', das Bad des [[Bürgerspital]]s. [[Salzburger Badehäuser|Städtische Bäder]], vorwiegend Schwitzbäder, waren meist Stiftungen wohlhabender Salzburger Bürger. Es gab sieben solcher Bäder im Stadtgebiet.
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[[File:Salzburg - Altstadt - Badergässchen 04.jpg|thumb|Blick vom Sterngässchen auf das Badergässchen, das über eine Treppe auf dem [[Bürgerspitalplatz (Stadt Salzburg)|Bürgerspitalplatz]] hinaufführt.]]
  
Drei Mal im Jahr konnten sich dort arme Leute unentgeltlich die Haare und den Bart schneiden lassen, darüber hinaus wurde dort geschröpft und zur Ader gelassen. Die Männer, die diese Arbeiten ausführten, nannte man ''Bader''. Auch "chirurgische" Eingriffe wurden von Bader vorgenommen (das Zähneziehen fiel unter ihre Aufgaben). Aus diesem Grund soll sich auch [[Paracelsus]] öfter im Bad aufgehalten haben.
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== Name ==
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Die Gegend rund um das Badergässchen bis zum [[Mönchsberg]] hieß im [[11. Jahrhundert|11.]] und [[12. Jahrhundert]] "in der Zell". Diese lag sowohl innerhalb als auch außerhalb der [[Befestigung der Stadt Salzburg|ersten Stadtmauer]] und dem [[Stadttore in Salzburg|Westertor]]. Mittelpunkt war die [[Bürgerspitalskirche St. Blasius| Blasiuskapelle]], die zu Beginn des [[14. Jahrhundert]]s zu einer Niederlassung des [[Benediktinerstift Admont|Benediktinerstiftes Admont]] gehörte. Die ''Zell'' bestand damals aus fünf Häusern.
  
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Der Name für das Gässchen wurde abgeleitet von dem früher einmal hier gewesenen ''[[Salzburger Badehäuser|Seelen- oder Armenbad]]'' des [[Bürgerspital St. Blasius‎‎]]s, dessen Betrieb etwa seit [[1335]] durch das Wasser aus dem [[Almkanal]] möglich geworden war. Das Badergässchen wurde [[1448]] in einem Hausverzeichnis des Bürgerspitals erstmals erwähnt. <ref>[[Josef Eder (Baumeister)|Josef Eder]]: '' Die alte Zell'' [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19260911&query=%22Eder%22&seite=4 ANNO], [[Salzburger Chronik]], 11. September 1926, Seite 4</ref>
  
==Quelle==
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Über eine offizielle Beschlussfassung zur Namensgebung gibt es bisher keine Angaben.
* Josef Hübl ''Heimatkunde Stadt Salzburg'', [[Salzburger Druckerei]], 1974
 
  
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== Verlauf ==
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Das kurze Badergässchen zweigt vom [[Sterngässchen]] nach Westen ab und führt über eine Stiege zum [[Bürgerspitalplatz]] hinauf. Zu erreichen ist es von der [[Getreidegasse]] oder [[Griesgasse]] über das Sterngässchen.
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== Werkstätten und Handlungen im Badergässchen ==
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==== Ehemalige ====
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Ab 1840 hatte [[Orgelmacher]] [[Johann Dummel]] im Haus ''Badergäßchen Nr. 308'' seine Werkstätte.
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== Weblink ==
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* Verlauf auf dem [https://maps.stadt-salzburg.at/#zoom=7&lat=47.80026&lon=13.04044&layers=0 digitalen Stadtplan von Salzburg]
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== Quellen ==
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* Magistrat der Stadt Salzburg
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* {{Quelle Heimatkunde Hübl}}
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{{Quelle Franz Martin}}
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== Einzelnachweis ==
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<references/>
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[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
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[[Kategorie:Altstadt]]
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[[Kategorie:Straße]]
 
[[Kategorie:Straße Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Straße Stadt Salzburg]]
[[Kategorie:Altstadt]]
 

Aktuelle Version vom 17. Juni 2025, 19:28 Uhr

Bild
Badergässchen
Länge: ca. 50 m
Startpunkt: Münzgasse
Endpunkt: Sterngässchen
Karte: Googlemaps
Gedenktafel für Barbara Thenn im Badergässchen

Das Badergässchen[1] ist eine kleine Gasse in der Altstadt der Stadt Salzburg.

Blick vom Sterngässchen auf das Badergässchen, das über eine Treppe auf dem Bürgerspitalplatz hinaufführt.

Name

Die Gegend rund um das Badergässchen bis zum Mönchsberg hieß im 11. und 12. Jahrhundert "in der Zell". Diese lag sowohl innerhalb als auch außerhalb der ersten Stadtmauer und dem Westertor. Mittelpunkt war die Blasiuskapelle, die zu Beginn des 14. Jahrhunderts zu einer Niederlassung des Benediktinerstiftes Admont gehörte. Die Zell bestand damals aus fünf Häusern.

Der Name für das Gässchen wurde abgeleitet von dem früher einmal hier gewesenen Seelen- oder Armenbad des Bürgerspital St. Blasius‎‎s, dessen Betrieb etwa seit 1335 durch das Wasser aus dem Almkanal möglich geworden war. Das Badergässchen wurde 1448 in einem Hausverzeichnis des Bürgerspitals erstmals erwähnt. [2]

Über eine offizielle Beschlussfassung zur Namensgebung gibt es bisher keine Angaben.

Verlauf

Das kurze Badergässchen zweigt vom Sterngässchen nach Westen ab und führt über eine Stiege zum Bürgerspitalplatz hinauf. Zu erreichen ist es von der Getreidegasse oder Griesgasse über das Sterngässchen.

Werkstätten und Handlungen im Badergässchen

Ehemalige

Ab 1840 hatte Orgelmacher Johann Dummel im Haus Badergäßchen Nr. 308 seine Werkstätte.

Weblink

Quellen

Einzelnachweis

  1. Nach Korrektur im Magistrat Salzburg nun mit ss geschrieben, siehe digitaler Stadtplan von Salzburg, abgefragt am 2. April 2019
  2. Josef Eder: Die alte Zell ANNO, Salzburger Chronik, 11. September 1926, Seite 4