Rettet den Salzburger Flughafen: Unterschied zwischen den Versionen
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Begründet wird Ramsauers Verordnung damit, dass sich seit Inkrafttreten des Staatsvertrages zwischen Deutschland und Österreich "''die Anzahl der An- und Abflüge vom Flughafen Salzburg über deutschem Hoheitsgebiet erheblich erhöht''" habe. "''Die damit einhergehende zunehmende Lärmbelästigung der deutschen Bevölkerung soll mit dieser Durchführungsverordnung reduziert werden.''" | Begründet wird Ramsauers Verordnung damit, dass sich seit Inkrafttreten des Staatsvertrages zwischen Deutschland und Österreich "''die Anzahl der An- und Abflüge vom Flughafen Salzburg über deutschem Hoheitsgebiet erheblich erhöht''" habe. "''Die damit einhergehende zunehmende Lärmbelästigung der deutschen Bevölkerung soll mit dieser Durchführungsverordnung reduziert werden.''" | ||
Im Verkehrsministerium in Wien kann man dieses Argument nur schwer nachzuvollziehen: Der in Freilassing gemessene Fluglärmpegel liege unter dem zulässigen Schwellenwert. Und die Zahl der Flugbewegungen habe seit 2005 drastisch abgenommen - von rund 24 500 auf rund 17 000 Bewegungen im Jahr 2012, hieß es auf APA-Anfrage. | Im Verkehrsministerium in Wien kann man dieses Argument nur schwer nachzuvollziehen: Der in Freilassing gemessene Fluglärmpegel liege unter dem zulässigen Schwellenwert. Und die Zahl der Flugbewegungen habe seit 2005 drastisch abgenommen - von rund 24 500 auf rund 17 000 Bewegungen im Jahr 2012, hieß es auf [[APA]]-Anfrage. | ||
Instrumentenanflüge seien das geeignetste Verfahren, weil es einen sicheren Anflug bei allen Wetterbedingungen ermöglicht. Dieses Anflugverfahren ist in Salzburg aus topografischen Gründen jedoch nur aus dem Norden - also über Bayern - möglich. Erlässt Ramsauer seine Verordnung wie geplant, wäre der Flugverkehr massiv eingeschränkt, für den Airport und die gesamte Salzburger und südbayrische Wirtschafts- und Tourismusregion hätte dies schwerwiegende Folgen. | Instrumentenanflüge seien das geeignetste Verfahren, weil es einen sicheren Anflug bei allen Wetterbedingungen ermöglicht. Dieses Anflugverfahren ist in Salzburg aus topografischen Gründen jedoch nur aus dem Norden - also über Bayern - möglich. Erlässt Ramsauer seine Verordnung wie geplant, wäre der Flugverkehr massiv eingeschränkt, für den Airport und die gesamte Salzburger und südbayrische Wirtschafts- und Tourismusregion hätte dies schwerwiegende Folgen. | ||
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== Die Facebook-Seite == | == Die Facebook-Seite == | ||
Am Sonntag, den [[24. November]] [[2013]], war die Facebook-Seite "Rettet den Salzburger Flughafen" online. Zwar fehlt diesem ein Impressum und somit ist noch nicht bekannt, wer hinter dieser Seite steckt. Die Annahme, dass die [[Salzburger Flughafen GmbH]] dahintersteht, erwies sich als falsch. Die [[Salzburger Nachrichten]] berichteten noch am 25. November, dass hinter der Gruppe neuerlich der Salzburger Anwalt und ÖVP-Politiker [[Peter Harlander]] steht, der bereits die "Gegen [[Tempo 80]]"-Gruppe auf Facebook gegründet hat. Am Montagnachmittag waren es bereits knapp 7 500 Personen, denen diese Seite gefällt. | Am Sonntag, den [[24. November]] [[2013]], war die Facebook-Seite "Rettet den Salzburger Flughafen" online. Zwar fehlt diesem ein Impressum und somit ist noch nicht bekannt, wer hinter dieser Seite steckt. Die Annahme, dass die [[Salzburger Flughafen GmbH]] dahintersteht, erwies sich als falsch. Die [[Salzburger Nachrichten]] berichteten noch am 25. November, dass hinter der Gruppe neuerlich der Salzburger Anwalt und ÖVP-Politiker [[Peter Harlander (Rechtsanwalt)|Peter Harlander]] steht, der bereits die "Gegen [[Tempo 80]]"-Gruppe auf Facebook gegründet hat. Am Montagnachmittag waren es bereits knapp 7 500 Personen, denen diese Seite gefällt. | ||
=== Stimmen auf der Facebook-Seiten === | === Stimmen auf der Facebook-Seiten === | ||
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Auf das Posting "''Wer glaubt ernsthaft, dass ein internationaler Weltkonzern wie Red Bull in Salzburg bleiben würde, wenn die Flugverbindungen zu großen Drehkreuzen wie Frankfurt & Co wegfallen würde?''" des Facebook-Seiten-Administrators kam u. a. folgende Antwort: | Auf das Posting "''Wer glaubt ernsthaft, dass ein internationaler Weltkonzern wie Red Bull in Salzburg bleiben würde, wenn die Flugverbindungen zu großen Drehkreuzen wie Frankfurt & Co wegfallen würde?''" des Facebook-Seiten-Administrators kam u. a. folgende Antwort: | ||
:"''Nicht nur [[Red Bull]]. Da gibt es wesentlich mehr Internationale Unternehmen wie z.B. [[Palfinger]], [[KTM]], usw...., Aber abgesehen davon sollten wir Salzburger den Tourismus egal ob Winter oder Sommer wie z.B. zu den Festspielen nicht vergessen. Ein Salzburger Politiker welcher nicht zu 100% ohne wenn und aber hinter unserem Flughafen steht ist fehl am Platz.''" | :"''Nicht nur [[Red Bull]]. Da gibt es wesentlich mehr Internationale Unternehmen wie z. B. [[Palfinger AG]], [[KTM]], usw...., Aber abgesehen davon sollten wir Salzburger den Tourismus egal ob Winter oder Sommer wie z. B. zu den Festspielen nicht vergessen. Ein Salzburger Politiker welcher nicht zu 100% ohne wenn und aber hinter unserem Flughafen steht ist fehl am Platz.''" | ||
== Ramsauer lenkt ein == | |||
Bei einer Pressekonferenz am [[3. Dezember]] 2013 lenkte dann Ramsauer ein. Mehr dazu im Artikel [[Fluglärm#2013: Ramsauer will Schließung des Salzburger Flughafens erzwingen|Fluglärm]]. | |||
== Quellen == | == Quellen == | ||
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[[Kategorie:Verkehr]] | [[Kategorie:Verkehr]] | ||
[[Kategorie:Luftfahrt]] | [[Kategorie:Luftfahrt]] | ||
[[Kategorie: | [[Kategorie:Gesellschaft]] | ||
[[Kategorie: | [[Kategorie:Salzburg Airport]] | ||