Gewerbeschule Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Staatsgewerbeschule.jpg|thumb|250px|ehemalige Staatsgewerbeschule, nach dem II. Weltkrieg Bundesgewerbeschule, später ab 1963[[Höhere Technische Bundeslehranstalt Salzburg]], heute [[Universität Salzburg]] in der Salzburger [[Altstadt]] am [[Rudolfskai]], im Hintergrund die [[Festung Hohensalzburg]]]]
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{{Dieser Artikel|behandelt die '''Gewerbeschule''' - '''Staatsgewerbeschule''' als Bildungseinrichtungen. Das Bauwerk am [[Rudolfskai]] Nr. 42 wird im Artikel [[Gebäude der Staatsgewerbeschule Salzburg]] behandelt}}
[[Datei:Stadtblick zum Rudolfskai.jpg|thumb|250px|Stadtblick vom Giselakai  zur ehem. Gewerbeschule]]
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[[Datei:Eingang zur Staatsgewerbeschule.jpg|thumb|Eingang zur Staatsgewerbeschule.]]
[[Bild:Geschichte_der_Uni_Salzburg.JPG|thumb|250px|Gedenktafel zum 25jährigen Jubiläum 1901]]
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Die '''Gewerbeschule Salzburg''', später '''Staatsgewerbeschule''' und nach dem II. Weltkrieg bis 1963 als '''Bundesgewerbeschule''' bezeichnet, befand sich am Rande der [[Salzburg]]er [[Altstadt]] am [[Rudolfskai]].
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Die '''Gewerbeschule Salzburg''', ein Jahr nach der Gründung bereits  '''Staatsgewerbeschule''' und nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] bis 1963 als '''Bundesgewerbeschule''' bezeichnet, befand sich am Rande des [[Kaiviertel]]s in der [[Salzburger Altstadt]] am [[Rudolfskai]].
  
==Geschichte==
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== Geschichte ==
=== Die Anfänge ===
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=== Gewerbeschule Salzburg ===
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[[1855]] eröffnet der [[Salzburger Gewerbeverein]] eine Zeichen- und Modellierschule.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19251130&query=%22Modellierschule%22&ref=anno-search&seite=4 anno.onb.ac.at [[Salzburger Chronik]] vom 30. November 1925, Seite 4]</ref>
  
‎Nach dem Wiener Börsenkrach von 1873 und dem durch diesen ausgelösten wirtschaftlichen Zusammenbruch sah sich das Ministerium veranlasst, etwas für die Hebung des gewerblichen Unterrichtswesens zu unternehmen. Ein Teil dieser Initiative war die Gründung der nachmaligen Gewerbeschule Salzburg.
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‎Nach dem Wiener Börsenkrach von [[1873]] und dem durch diesen ausgelösten wirtschaftlichen Zusammenbruch sah sich das Ministerium veranlasst, etwas für die Hebung des gewerblichen Unterrichtswesens zu unternehmen. Ein Teil dieser Initiative war die Gründung der Gewerbeschule Salzburg.
  
So wurde im Jahr [[1875]] dem Wiener Architekten [[Camillo Sitte]] die Leitung der im alten städtischen Getreidemagazin ([[Franz-Josef-Kai]] 17) neu gegründeten ''Zeichen- und Modellierschule'' übertragen, die bereits [[1876]] – gegen Konkurrenz aus Linz und Innsbruck – mit kaiserlicher Bewilligung zur ''k.k. Staats-Gewerbeschule'' erhoben wurde. Mit der Eröffnung der Gewerbeschule wurde auch eine "Abtheilung für Photographie und Reproductionsverfahren" eingerichtet - die weltweit erste staatliche Fachschule auf diesem Gebiet. Bis zu ihrer Übersiedlung [[1886]] nach Wien war sie Ausbildungsstätte für viele [[Fotografen]], deren es auch etliche in Salzburg gab (siehe auch "[[Fotografie]]").
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[[1875]] wurde dem Wiener Architekten [[Camillo Sitte]] die Leitung der Zeichen- und Modellierschule übertragen, die im alten [[Bürgerliches Getreidemagazin der Stadt Salzburg|städtischen Getreidemagazin]] am [[Franz-Josef-Kai]] 17 (später [[Salzburger Museum Carolino Augusteum]], heute [[Haus der Natur]]) untergebracht war.
  
Zum Lehrkörper der neu gegründeten Anstalt gehörten als Leiter der Schnitzschule der Bildhauer Alois Kiebacher, dann die Professoren Kuhn, Mell und Salb.  
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=== Staatsgewerbeschule Salzburg ===
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Bereits am [[24. Februar]] [[1876]]<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwb&datum=18760224&query=%22Staats-Gewerbeschule+in+Salzburg%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], (Neuigkeits) Welt Blatt, Ausgabe vom 24. Februar 1876, Seite3</ref> – gegen Konkurrenz aus Linz und Innsbruck – wurde die Gewerbeschule mit kaiserlicher Bewilligung zur ''k.k. Staats-Gewerbeschule'' erhoben. Mit der Eröffnung der Gewerbeschule wurde auch eine "''Abtheilung für Photographie und Reproductionsverfahren''" eingerichtet - die weltweit erste staatliche Fachschule auf diesem Gebiet. Bis zu ihrer Übersiedlung [[1886]] nach Wien war sie Ausbildungsstätte für viele [[Fotografen]], deren es auch etliche in Salzburg gab.
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Zum Lehrkörper der neu gegründeten Anstalt gehörten als Leiter der Schnitzschule der Bildhauer [[Alois Kiebacher]], dann die Professoren Kuhn, Mell und Salb.  
  
 
In der ersten Zeit musste sich die Schule gegen Anfeindungen behaupten, die von den Leitern anderer, älterer Schulen ausgingen, die die neue Schule als Konkurrenz betrachteten.
 
In der ersten Zeit musste sich die Schule gegen Anfeindungen behaupten, die von den Leitern anderer, älterer Schulen ausgingen, die die neue Schule als Konkurrenz betrachteten.
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Camillo Sittes Wirken in Salzburg war so erfolgreich, dass er [[1883]] nach Wien zurückberufen wurde, um auch dort eine k.k. Staatsgewerbeschule aufzubauen.  
 
Camillo Sittes Wirken in Salzburg war so erfolgreich, dass er [[1883]] nach Wien zurückberufen wurde, um auch dort eine k.k. Staatsgewerbeschule aufzubauen.  
  
===Die Nachkriegszeit===
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==== Neubau am Rudolfskai ====
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] fand am [[17. Juli]] [[1948]] erstmals eine Fotoausstellung in der Gewerbeschule statt. Es wurden 280 Bilder aus 28 Nationen gezeigt.
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[[Datei:Gedenktafel Universität Salzburg.jpg|thumb|Gedenktafel 1897–1900 Errichtung Neubau]]
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[[Bild:Geschichte_der_Uni_Salzburg.JPG|thumb|Gedenktafel 1901 zum 25jährigen Jubiläum]]
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[[1897]] bis [[1900]] wurde die Staatsgewerbeschule von der Stadtgemeinde Salzburg aus Mitteln von [[Stadt Salzburg (Gebietskörperschaft)|Stadt Salzburg]] und [[Salzburger Sparkasse]] und [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg]] neu errichtet<ref>Gedenktafel im Stiegenaufgang</ref>. Am [[20. Oktober]] [[1900]] übersiedelte die Staatsgewerbeschule an den [[Rudolfskai]] 42 in das neue [[Gebäude der Staatsgewerbeschule Salzburg]]. Das Gebäude im Stil der italienischen [[Renaissance]] besitzt einen H-förmigen Grundriss, sodass an seiner Nordseite ein kleiner Vorhof und an seiner Südseite ein Innenhof liegt. Der Mittelbau ist zweistöckig, die Flügeln nur einstöckig. Das Werkstättengebäude ist nur ebenerdig. Die Schule gliederte sich damals in eine kunstgewerbliche Abteilung und eine baugewerbliche Abteilung.
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Die Staatsgewerbeschule Salzburg bildete Lehrlinge in folgenden gewerbsmäßigen Berufen<ref>[http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=rgb&datum=1906&size=45&page=1071 alex.onb.ac.at RGBL Nr. 197/1906 und 198/1906, Verordnungen vom 3.9.1906]</ref> <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19031013&query=%22Staatsgewerbeschule%22+%22Lehrlinge%22&ref=anno-search&seite=3 Salzburger Chronik, 13. Oktober 1903, Seite 3]</ref> aus:
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* (Möbel-)Tischler in der kunstgewerblichen Abteilung (Werkmeisterschule)
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* Drechsler (Meerschaumbildhauer, Pfeifenschneider) in der kunstgewerblichen Abteilung (Werkmeisterschule)
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* Holzschnitzer, Holzbildhauer und Steinbildhauer in der kunstgewerblichen Abteilung (Fachschule für Schnitzer, Bildhauer und Modelleure),
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* Schlosser in der kunstgewerblichen Abteilung (Werkmeisterschule)
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* Mechanisch-Technische Gewerbe in der baugewerblichen Abteilung (Werkmeisterschule)
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* Schlosser in der baugewerblichen Abteilung (Werkmeisterschule)
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* (Bau-)Tischler in der baugewerblichen Abteilung (Werkmeisterschule)
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* Zimmermeister in der bautechnischen (Werkmeisterschule)
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* Steinmetzmeister in der bautechnischen (Werkmeisterschule)
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Im Jahre [[1909]] besuchten 128 Lehrlinge die Schule.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19090429&query=%22Staatsgewerbeschule%22+%22Lehrlinge%22&ref=anno-search&seite=5 anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 29. April 1909, Seite 5]</ref>
  
Nach dem Ischler Programm 1946 die höheren Abteilungen von vier Jahren auf fünf Jahre verlängert. 1962 wurden dann die Fachschulen von drei Jahren Schulzeit auf vier Jahre verlängert.
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Die Staatsgewerbeschule führte zudem eine Baufachschule (zwei Jahre), eine Frauengewerbeschule im Weißnähen<ref>Weißnähen = Koch- und Unterwäsche nähen</ref> und Kleidermachen sowie eine allgemeine gewerbliche Schule. Für Zimmer- und Dekorationsmaler gab es Kurse.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19100709&query=%22Staatsgewerbeschule%22+%22Lehrlinge%22&ref=anno-search&seite=16 anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 9. Juli 1910, Seite 16, Inserat]</ref>
  
Am [[14. September]] [[1955]] wurde mit Beginn des neuen Schuljahres die erste Klasse der neuen Maschinenbauabteilung eröffnet.
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[[1919]] wurde eine Abteilung für Elektrotechnik <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19290803&query=%22Staatsgewerbeschule%22+%22Elektrotechnik%22&ref=anno-search&seite=2 anno.onb.ac.at, Salzburger Chronik, 3. August 1929, Seite 2]</ref> eingerichtet.
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=== Bundeslehranstalt für Hochbau, Elektrotechnik und Frauengewerbe ===
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[[1922]] wurden für die gewerblichen Lehranstalten neue Bezeichnungen eingeführt. Die Staatsgewerbeschule wurde zur ''Bundeslehranstalt für Hochbau, Elektrotechnik und Frauengewerbe''.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19220809&query=%22Bundeslehranstalt%22+%22Hochbau%22+%22Elektrotechnik%22&ref=anno-search&seite=2 Salzburger Chronik, 9. August 1922, Seite 2]</ref>
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[[1921]] maturierte [[Hilda Crozzoli-Bandian]] als erste Frau an der Salzburger Staatsgewerbeschule und wurde [[1927]] die erste Baumeisterin Österreichs.
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[[1926]] feierte die ''Staatsgewerbeschule'' Salzburg ihr 50-jähriges Bestehen.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19261116&seite=5&zoom=33&query=%22staatsgewerbeschule%22%2B%22jubil%C3%A4um%22&ref=anno-search anno.onb.ac.at, [[Salzburger Volksblatt]], 16. November 1926, Seite 5]</ref> Sie gliedert sich in eine Fachschule für Hochbau inklusive Bauhandwerkerschule und Abteilung für Elektrotechnik, sowie eine Frauengewerbeschule mit drei Klassen.
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Ab [[1928]] wurden Autofahrkurse mit täglicher Anmeldung angeboten.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19280225&query=%22Staatsgewerbeschule%22+%22Autofahrschule%22&ref=anno-search&seite=9 anno.onb.ac.at, Salzburger Volksblatt, 25. Februar 1928, Seite 9]
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Aus der Bundesgewerbeschule wurde 1963 die [[Höhere Technische Bundeslehranstalt Salzburg|HTL Salzburg]], und es kam [[1985]] zu einem Neubau in der [[Itzlinger Hauptstraße]] 30 in [[Itzling]].
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Nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] fand am [[17. Juli]] [[1948]] erstmals eine Fotoausstellung in der Gewerbeschule statt. Es wurden 280 Bilder aus 28 Nationen gezeigt.
  
==Das Gebäude==
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Nach dem ''Ischler Programm'' [[1946]]<ref>{{Austriaforum|AEIOU/Ischler_Programm|Ischler Programm}}</ref> wurde die Schulzeit der höheren Abteilungen (mit Maturaabschluss) von vier Jahren auf fünf Jahre verlängert. [[1962]] folgten dann die Fachschulen mit einer Verlängerung der Schulzeit von drei Jahren auf vier Jahre.
Das Gebäude der Staatsgewerbeschule am [[Rudolfskai]] 42 wurde nach Plänen des städtischen Architekten Franz Drobny von der Baufirma [[Jakob Ceconi]] in den Jahren 1897 bis 1900 errichtet und am [[20. Oktober]] [[1900]] eröffnet.  
 
  
In den [[1930er]] Jahren erfolgte der Zubau eines Werkstättentraktes.  
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Am [[14. September]] [[1955]] wurde mit Beginn des neuen Schuljahres die erste Klasse der neuen Maschinenbauabteilung eröffnet.
  
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schulgebäude durch Bombentreffer am [[27. Februar]] [[1945]] schwer beschädigt.
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=== Höhere Technische Bundeslehranstalt ===
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[[1963]] wurde aus der Bundesgewerbeschule die [[Höhere Technische Bundeslehranstalt Salzburg|HTL Salzburg]].
  
Nach der Absiedlung der HTL und der Renovierung des Gebäudes am Rudolfskai durch die Architekten [[Otto Prossinger|Prossinger]] und Windisch zog dort die [[Universität Salzburg]] mit den Instituten für Geschichte, Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Soziologie  ein.
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==== Neubau in Itzling ====
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[[1985]] übersiedelt die HTL Salzburg in einem Neubau in der [[Itzlinger Hauptstraße]] 30 in [[Itzling]].
  
==Quellen==
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== Direktoren ==
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* [[1875]]–1883: [[Camillo Sitte]], Architekt, Dombaumeister, k.k. Regierungsrat
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* [[1883]]–1895: [[Konrad Lueff]], Architekt, Landesschulinspektor (ab 1888)
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* [[1895]]–1904: [[Vitus Berger]], Architekt, k.k. Regierungsrat, [[Landeskonservator|Konservator]]
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* [[1904]]–1908: [[Karl Romstorfer]], [[Hofrat]], [[Landeskonservator|Konservator]]
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* [[1909]]–1921: [[Wilhelm Dworak|Wilhelm Dwořak]], Bauingenieur, k.k. Regierungsrat, Hofrat
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* [[1921]]–1925: [[Josef Schubauer]], Ingenieur, Regierungsrat
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* [[1925]]–1934: [[Johann Lugert]], Dipl.Ing., Hofrat
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* [[1934]]–1935: [[Leonhard Stöllinger]] (prov.)
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* [[1935]]–1938: [[Johann Böhm]], Architekt, Hofrat
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* [[1938]]–1945: [[Walter Hummel]], Dr. phil.
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* [[1945]]–1948: [[Paul Schroth]], Dipl.-Ing., Architekt, Prof.
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* [[1948]]–1949: [[Johann Böhm]], Architekt, Hofrat
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* [[1950]]–1959: [[Hermann Rehrl senior]], Architekt
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* [[1960]]–1970: [[Anton Frisch]], Architekt, Dipl.-Ing., Dr. techn., Hofrat
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* [[1971]]–1974: [[Hermann Baudisch (Direktor)|Hermann Baudisch]], Dipl.-Ing., OStR
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* [[1974]]–[[1989]]: [[Hermann Rehrl junior]], Architekt, Mag. arch., Hofrat
  
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== Quellen ==
 
* diverse Internetseiten
 
* diverse Internetseiten
* Salzburgwiki-Beitrag [[Camillo Sitte]]
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* SALZBURGWIKI-Beitrag [[Camillo Sitte]]
 
* Heinrich Sitte: ''Camillo Sitte''. In: Neue österreichische Biographie 1815 – 1918. Amalthea-Verlag Wien 1929. S.&nbsp;132&nbsp;ff (insbesondere S.&nbsp;141&nbsp;f).
 
* Heinrich Sitte: ''Camillo Sitte''. In: Neue österreichische Biographie 1815 – 1918. Amalthea-Verlag Wien 1929. S.&nbsp;132&nbsp;ff (insbesondere S.&nbsp;141&nbsp;f).
* 100 Jahre Höhere Technische Bundeslehranstalt Salzburg 1976. Festschrift. Herausgegeben von der Lehranstalt, Redaktion, Mag. Werner Trilety u.a.  
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* 100 Jahre Höhere Technische Bundeslehranstalt Salzburg 1976. Festschrift. Herausgegeben von der Lehranstalt, Redaktion, Mag. Werner Trilety u. a.  
  
[[Kategorie:Bildung]]
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== Einzelnachweise ==
[[Kategorie:BHS]]
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<references/>
[[Kategorie:Universität]]
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[[Kategorie:Gebäude]]
 
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Altstadt]]
 
[[Kategorie:Altstadt]]
 
[[Kategorie:Kaiviertel]]
 
[[Kategorie:Kaiviertel]]
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[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
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[[Kategorie:Bildung]]
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[[Kategorie:Schulwesen (Geschichte)]]
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[[Kategorie:BHS]]

Aktuelle Version vom 27. August 2024, 11:40 Uhr

Begriffsklärung
Dieser Artikel behandelt die Gewerbeschule - Staatsgewerbeschule als Bildungseinrichtungen. Das Bauwerk am Rudolfskai Nr. 42 wird im Artikel Gebäude der Staatsgewerbeschule Salzburg behandelt
Eingang zur Staatsgewerbeschule.
Karte

Die Gewerbeschule Salzburg, ein Jahr nach der Gründung bereits Staatsgewerbeschule und nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1963 als Bundesgewerbeschule bezeichnet, befand sich am Rande des Kaiviertels in der Salzburger Altstadt am Rudolfskai.

Geschichte

Gewerbeschule Salzburg

1855 eröffnet der Salzburger Gewerbeverein eine Zeichen- und Modellierschule.[1]

‎Nach dem Wiener Börsenkrach von 1873 und dem durch diesen ausgelösten wirtschaftlichen Zusammenbruch sah sich das Ministerium veranlasst, etwas für die Hebung des gewerblichen Unterrichtswesens zu unternehmen. Ein Teil dieser Initiative war die Gründung der Gewerbeschule Salzburg.

1875 wurde dem Wiener Architekten Camillo Sitte die Leitung der Zeichen- und Modellierschule übertragen, die im alten städtischen Getreidemagazin am Franz-Josef-Kai 17 (später Salzburger Museum Carolino Augusteum, heute Haus der Natur) untergebracht war.

Staatsgewerbeschule Salzburg

Bereits am 24. Februar 1876[2] – gegen Konkurrenz aus Linz und Innsbruck – wurde die Gewerbeschule mit kaiserlicher Bewilligung zur k.k. Staats-Gewerbeschule erhoben. Mit der Eröffnung der Gewerbeschule wurde auch eine "Abtheilung für Photographie und Reproductionsverfahren" eingerichtet - die weltweit erste staatliche Fachschule auf diesem Gebiet. Bis zu ihrer Übersiedlung 1886 nach Wien war sie Ausbildungsstätte für viele Fotografen, deren es auch etliche in Salzburg gab.

Zum Lehrkörper der neu gegründeten Anstalt gehörten als Leiter der Schnitzschule der Bildhauer Alois Kiebacher, dann die Professoren Kuhn, Mell und Salb.

In der ersten Zeit musste sich die Schule gegen Anfeindungen behaupten, die von den Leitern anderer, älterer Schulen ausgingen, die die neue Schule als Konkurrenz betrachteten.

Camillo Sittes Wirken in Salzburg war so erfolgreich, dass er 1883 nach Wien zurückberufen wurde, um auch dort eine k.k. Staatsgewerbeschule aufzubauen.

Neubau am Rudolfskai

Gedenktafel 1897–1900 Errichtung Neubau
Gedenktafel 1901 zum 25jährigen Jubiläum

1897 bis 1900 wurde die Staatsgewerbeschule von der Stadtgemeinde Salzburg aus Mitteln von Stadt Salzburg und Salzburger Sparkasse und Land Salzburg neu errichtet[3]. Am 20. Oktober 1900 übersiedelte die Staatsgewerbeschule an den Rudolfskai 42 in das neue Gebäude der Staatsgewerbeschule Salzburg. Das Gebäude im Stil der italienischen Renaissance besitzt einen H-förmigen Grundriss, sodass an seiner Nordseite ein kleiner Vorhof und an seiner Südseite ein Innenhof liegt. Der Mittelbau ist zweistöckig, die Flügeln nur einstöckig. Das Werkstättengebäude ist nur ebenerdig. Die Schule gliederte sich damals in eine kunstgewerbliche Abteilung und eine baugewerbliche Abteilung.

Die Staatsgewerbeschule Salzburg bildete Lehrlinge in folgenden gewerbsmäßigen Berufen[4] [5] aus:

  • (Möbel-)Tischler in der kunstgewerblichen Abteilung (Werkmeisterschule)
  • Drechsler (Meerschaumbildhauer, Pfeifenschneider) in der kunstgewerblichen Abteilung (Werkmeisterschule)
  • Holzschnitzer, Holzbildhauer und Steinbildhauer in der kunstgewerblichen Abteilung (Fachschule für Schnitzer, Bildhauer und Modelleure),
  • Schlosser in der kunstgewerblichen Abteilung (Werkmeisterschule)
  • Mechanisch-Technische Gewerbe in der baugewerblichen Abteilung (Werkmeisterschule)
  • Schlosser in der baugewerblichen Abteilung (Werkmeisterschule)
  • (Bau-)Tischler in der baugewerblichen Abteilung (Werkmeisterschule)
  • Zimmermeister in der bautechnischen (Werkmeisterschule)
  • Steinmetzmeister in der bautechnischen (Werkmeisterschule)

Im Jahre 1909 besuchten 128 Lehrlinge die Schule.[6]

Die Staatsgewerbeschule führte zudem eine Baufachschule (zwei Jahre), eine Frauengewerbeschule im Weißnähen[7] und Kleidermachen sowie eine allgemeine gewerbliche Schule. Für Zimmer- und Dekorationsmaler gab es Kurse.[8]

1919 wurde eine Abteilung für Elektrotechnik [9] eingerichtet.

Bundeslehranstalt für Hochbau, Elektrotechnik und Frauengewerbe

1922 wurden für die gewerblichen Lehranstalten neue Bezeichnungen eingeführt. Die Staatsgewerbeschule wurde zur Bundeslehranstalt für Hochbau, Elektrotechnik und Frauengewerbe.[10]

1921 maturierte Hilda Crozzoli-Bandian als erste Frau an der Salzburger Staatsgewerbeschule und wurde 1927 die erste Baumeisterin Österreichs.

1926 feierte die Staatsgewerbeschule Salzburg ihr 50-jähriges Bestehen.[11] Sie gliedert sich in eine Fachschule für Hochbau inklusive Bauhandwerkerschule und Abteilung für Elektrotechnik, sowie eine Frauengewerbeschule mit drei Klassen.

Ab 1928 wurden Autofahrkurse mit täglicher Anmeldung angeboten.[12].

Nach dem Zweiten Weltkrieg fand am 17. Juli 1948 erstmals eine Fotoausstellung in der Gewerbeschule statt. Es wurden 280 Bilder aus 28 Nationen gezeigt.

Nach dem Ischler Programm 1946[13] wurde die Schulzeit der höheren Abteilungen (mit Maturaabschluss) von vier Jahren auf fünf Jahre verlängert. 1962 folgten dann die Fachschulen mit einer Verlängerung der Schulzeit von drei Jahren auf vier Jahre.

Am 14. September 1955 wurde mit Beginn des neuen Schuljahres die erste Klasse der neuen Maschinenbauabteilung eröffnet.

Höhere Technische Bundeslehranstalt

1963 wurde aus der Bundesgewerbeschule die HTL Salzburg.

Neubau in Itzling

1985 übersiedelt die HTL Salzburg in einem Neubau in der Itzlinger Hauptstraße 30 in Itzling.

Direktoren

Quellen

  • diverse Internetseiten
  • SALZBURGWIKI-Beitrag Camillo Sitte
  • Heinrich Sitte: Camillo Sitte. In: Neue österreichische Biographie 1815 – 1918. Amalthea-Verlag Wien 1929. S. 132 ff (insbesondere S. 141 f).
  • 100 Jahre Höhere Technische Bundeslehranstalt Salzburg 1976. Festschrift. Herausgegeben von der Lehranstalt, Redaktion, Mag. Werner Trilety u. a.

Einzelnachweise