Kapitelgasse: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Kapitelgasse''' ist eine | {{Straße|130|Kapitelplatz|Kaigasse|Kapitelgasse}} | ||
Die '''Kapitelgasse''' ist eine Straße in der Salzburger [[Altstadt]]. | |||
== Verlauf == | |||
Die Kapitelgasse führt vom [[Kapitelplatz]] zur [[Kaigasse]] und ist etwa 130 m lang. | |||
== Namensgebung == | |||
Der Name stammt vom [[Kapitelhaus in der Salzburger Altstadt|Kapitelhaus]] ab. In diesem Haus fanden die Wahlen des Salzburger [[Erzbischof]]s statt. Über dem Eingang sind die 24 Wappen der [[Salzburger Domherr]]en zu sehen. | |||
== | == Geschichte == | ||
Die Kapitelgasse war von [[Santino Solari]], dem Baumeister [[Fürsterzbischof]]s [[Wolf Dietrich von Raitenau]], projektiert worden. Die Straße wurde architektonisch so angelegt, dass die [[Stiftskirche St. Peter]] im Blickpunkt ist. Es ist kein Zufall, dass die Kapitelgasse genau auf dieses Gebäude hin orientiert ist.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19370116&query=%22Solari%22&seite=10 [[ANNO]], [[Salzburger Volksblatt]], 16. Jänner 1937, Seite 10]</ref> | |||
Die Kapitelgasse ist die letzte Straße in der Altstadt, deren Gebäude alle einst im Besitz der Kirche waren. Sie ist an beiden Seiten von [[Domherrenhäuser]]n gesäumt. Hier befindet sich kein Haus eines [[Bürger der Stadt Salzburg|Salzburger Bürgers]] oder eines im Lande ansässigen Adeligen. In der Kapitelgasse und [[Kaigasse]] (Haus Nr. 8, 12, 14, 17, 19) dominier(t)en ausschließlich die Häuser der Domherren des [[Salzburger Domkapitel]]s das Stadtbild und waren früher Teil [[Fürstenstadt]]. | |||
Nach dem [[Zweiten Weltkrieg]] waren im Haus Kapitelgasse Nr. 5 die [[Finanzbehörden 1957|Finanzdirektion für Salzburg]] (heute [[Finanzlandesdirektion für Salzburg]] in [[Parsch]])<ref name="SAK">[[Salzburger Amts-Kalender]], Ausgabe 1957, Seite 59</ref> und im Haus Kaigasse Nr. 12 das Finanzamt Salzburg Stadt und Land untergebracht <ref name="SAK"></ref> | |||
== Adressen == | |||
In der Kapitelgasse im Verlauf stadtauswärts sind u. a. zu finden Haus Nr: | |||
: '''1''' [[Dompropstei]] | |||
: '''2''' [[Erzbischöfliches Palais]] (ehemals [[Waldsteinsches Kanonikalhaus]]) | |||
: '''4''' [[Domkapitelhaus]], heute [[Universität Salzburg]] | |||
:: Rektor, Senat, Studienabteilung, Rechtsabteilung, Personalabteilung | |||
: '''6''' Universität Salzburg ([[Liechtensteinscher Kanonikalhof]], ehemals [[Domdechantei]]) | |||
:: Wirtschaftsabteilung, Public Relations, Qualitätsmanagement | |||
:: im quadratischen Innenhof steht der [[Trakl-Brunnen]], der [[1957]] von [[Toni Schneider-Manzell]] geschaffen wurde. | |||
: '''5'''–'''7''' Universität Salzburg | |||
:: [[Rechtswissenschaftliche Fakultät an der Universität Salzburg]], ([[Firmian-Salm-Haus]], [[Kanonikalhaus]]) | |||
:: Institute für Strafrecht, für Verfassungs- und Verwaltungsrecht und für Wirtschaftswissenschaften mit samt ihren Abteilungsbibliotheken | |||
== Bildergalerie == | |||
<gallery mode="nolines" mode="packed-hover" heights="200"> | |||
Datei:Stolperstein_Bronislaw_Weja.jpg|Stolperstein für [[Bronislaw Weja]]; in der Kapitelgasse Nr. 4 | |||
Datei:Trakl_Brunnen.jpg|Der [[Trakl-Brunnen]] in der Kapitelgasse Nr. 12 | |||
</gallery> | |||
== Bilder == | |||
{{Bildkat}} | |||
== Quellen == | |||
* {{Quelle Heimatkunde Hübl}} | |||
{{Quelle Franz Martin}} | |||
* [[Hans Tietze]]: ''[[Die profanen Denkmale der Stadt Salzburg]]'' in: [[Österreichische Kunsttopographie]] | |||
== Einzelnachweise == | |||
<references/> | |||
[[Kategorie:Geschichte]] | |||
[[Kategorie:Stadt Salzburg]] | |||
[[Kategorie:Altstadt]] | [[Kategorie:Altstadt]] | ||
[[Kategorie:Infrastruktur]] | |||
[[Kategorie:Straße]] | |||
[[Kategorie:Straße Stadt Salzburg]] | [[Kategorie:Straße Stadt Salzburg]] | ||