Schanzwall Neumarkt: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Schanzwall Neumarkt.jpg|thumb|Schanze und Wachthaus]]
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[[Datei:Schanzhaus am Schanzwall Neumarkt am Wallersee.jpg|thumb|Schanze und [[Schanzhäusl]].]]
[[Datei:Neumarkt_Schwanzwall_01.jpg|thumb|Blick aus dem Wachthaustorbogen]]
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[[Datei:Stadtpfarrkirche Friedhof Schanzwall Neumarkt am Wallersee.jpg|thumb|Blick über den neuen Teil des [[Friedhof Neumarkt am Wallersee|Friedhofs]], getrennt durch den Schanzwall (links) vom alten Teil.]]
Der '''Schanzwall Neumarkt''' entstand im Jahr [[1638]].
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Der '''Schanzwall Neumarkt''' in der [[Flachgau]]er Stadt [[Neumarkt am Wallersee]] im [[Kirchenbezirk von Neumarkt am Wallersee|Kirchenbezirk]] entstand in seiner heutigen Form [[1638]]. Er zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Neumarkt am Wallersee|denkmalgeschützten Objekten]] in Neumarkt am Wallersee.
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
[[Erzbischof#Fürsterzbischöfe|Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] beauftrage den Salzburger [[Dom]]<nowiki>baumeister</nowiki> [[Santino Solari]], eine Befestigung der [[Stadtpfarrkirche zum heiligen Nikolaus]] in [[Neumarkt am Wallersee]] im nordöstlichen [[Flachgau]] anzulegen.  
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[[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] beauftragte seinen Obristleutnant Johann Sigmund von [[Mabon]] und seinen [[Hofbaumeister]] [[Santino Solari]] den 27 Jahre zuvor schon aufgeworfenen [[Schanzwall Neumarkt|Schanzwall]] auszubauen und ein Torhaus, das [[Schanzhäusl]], zu errichten. Dabei handelt es sich um eine eine 100 Meter lange und 35 Meter breite Kirchhofbefestigung um die  [[Stadtpfarrkirche zum heiligen Nikolaus]] herum. Der Schanzwall ist ein drei Meter hoher Wall mit fünf vorspringenden Rondellen.
  
Der ursprüngliche Kirchhof wurde erst 150 Jahre später, nach der Verleihung des Begräbnisrechts im Jahr [[1784]], zum Friedhof umgewidmet.  
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Der Grund für die Kirchenverteidigung war der Schutz vor möglichen kriegerischen Aktionen während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]], da sich die Grenze des [[Erzstift]]s zum habsburgischen Österreich nicht weit entfernt, nordöstlich von [[Straßwalchen]], befand.
  
Die Schanze und das Wacht- oder Schanzhaus sind noch heute davon erhalten. Auf dem Weg zur Stadtpfarrkirche durchschreitet man das Wachthaus. Oberhalb des Torbogens befinden sich das Wappen des Paris Graf von Lodron, sowie eine Erinnerungstafel an den [[Stadtpfarrkirche zum heiligen Nikolaus#Geschichte#Großbrand der Kirche 1887|Großbrand der Kirche 1887]].
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Der ursprüngliche Kirchhof wurde erst 150 Jahre später, nach der Verleihung des Begräbnisrechts im Jahr [[1784]], zum Friedhof umgewidmet. Die Schanze und das Wacht- oder Schanzhaus sind noch heute davon erhalten. Auf dem Weg zur Stadtpfarrkirche durchschreitet man den Schanzhäusl-Torbogen. Auf dem ehemaligen Schanzwall führt ein [[Schanzwallweg]], der [[2004]] den [[Salzburger Kulturgüter-Preis]] für die außergewöhnliche Präsentation der Geschichte Neumarkts auf 14 Schautafeln, umrahmt von Pflanzen in ihrer ureigenen Form - dem Wildgemüsepfad, erhielt. Der letzte Teil des [[LEADER]]-Projekts "[[Wanderbare Sinne]]", die komplette Neugestaltung des Schanzwallwegs, wurde am [[4. Oktober]] [[2013]] offiziell eröffnet.
  
Auf dem ehemaligen Schanzwall führt ein "Schanzwallweg", der 2004 den [[Salzburger Kulturgüterpreis]] für die außergewöhnliche Präsentation der Geschichte Neumarkts auf 14 Schautafeln, umrahmt von Pflanzen in ihrer ureigenen Form - dem Wildgemüsepfad.  
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* ''Freizeitführer Neumarkt am Wallersee'', herausgegeben von Stadtverein Neumarkt am Wallersee und [[Tourismusverband Neumarkt am Wallersee]]
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* "[[Raststätte auf dem Weg mit Christus. Stadtpfarre Neumarkt am Wallersee.]]", Seite 38
  
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Datei:Neumarkt_Schwanzwall_02.jpg|oberhalb des  Torbogens  befinden sich das Wappen des [[Paris Graf von  Lodron]], sowie eine  Erinnerungstafel an den [[Stadtpfarrkirche zum  heiligen  Nikolaus#Geschichte#Großbrand der Kirche 1887|Großbrand der  Kirche  1887]]
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[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
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[[Kategorie:Architektur]]
 
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[[Kategorie:Denkmalschutz]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz (Neumarkt am Wallersee)]]
* ''Freizeitführer Neumarkt am Wallersee'', herausgegeben von [[Stadtverein Neumarkt am Wallersee]] und [[Tourismusverband Neumarkt am Wallersee]]
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[[Kategorie:Gebäude]]
 
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[[Kategorie:Gebäude (Neumarkt am Wallersee)]]  
[[Kategorie:Architektur|Neumarkt, Schanzwall]]
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[[Kategorie:Verteidigungsanlage]]
[[Kategorie:Denkmalschutz|Neumarkt, Schanzwall]]
 
[[Kategorie:Denkmalschutz (Neumarkt am Wallersee)|Neumarkt, Schanzwall]]
 
[[Kategorie:Verteidigungsanlage|Neumarkt, Schanzwall]]
 
[[Kategorie:Flachgau|Neumarkt, Schanzwall]]
 
[[Kategorie:Neumarkt am Wallersee]]
 

Aktuelle Version vom 2. September 2025, 16:43 Uhr

Schanze und Schanzhäusl.
Blick über den neuen Teil des Friedhofs, getrennt durch den Schanzwall (links) vom alten Teil.

Der Schanzwall Neumarkt in der Flachgauer Stadt Neumarkt am Wallersee im Kirchenbezirk entstand in seiner heutigen Form 1638. Er zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in Neumarkt am Wallersee.

Geschichte

Fürsterzbischof Paris Graf Lodron beauftragte seinen Obristleutnant Johann Sigmund von Mabon und seinen Hofbaumeister Santino Solari den 27 Jahre zuvor schon aufgeworfenen Schanzwall auszubauen und ein Torhaus, das Schanzhäusl, zu errichten. Dabei handelt es sich um eine eine 100 Meter lange und 35 Meter breite Kirchhofbefestigung um die Stadtpfarrkirche zum heiligen Nikolaus herum. Der Schanzwall ist ein drei Meter hoher Wall mit fünf vorspringenden Rondellen.

Der Grund für die Kirchenverteidigung war der Schutz vor möglichen kriegerischen Aktionen während des Dreißigjährigen Krieges, da sich die Grenze des Erzstifts zum habsburgischen Österreich nicht weit entfernt, nordöstlich von Straßwalchen, befand.

Der ursprüngliche Kirchhof wurde erst 150 Jahre später, nach der Verleihung des Begräbnisrechts im Jahr 1784, zum Friedhof umgewidmet. Die Schanze und das Wacht- oder Schanzhaus sind noch heute davon erhalten. Auf dem Weg zur Stadtpfarrkirche durchschreitet man den Schanzhäusl-Torbogen. Auf dem ehemaligen Schanzwall führt ein Schanzwallweg, der 2004 den Salzburger Kulturgüter-Preis für die außergewöhnliche Präsentation der Geschichte Neumarkts auf 14 Schautafeln, umrahmt von Pflanzen in ihrer ureigenen Form - dem Wildgemüsepfad, erhielt. Der letzte Teil des LEADER-Projekts "Wanderbare Sinne", die komplette Neugestaltung des Schanzwallwegs, wurde am 4. Oktober 2013 offiziell eröffnet.

Bilder

 Schanzwall Neumarkt – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen