Matthias Stöckl: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Matthias Stöckl.png|thumb| | [[Datei:Matthias Stöckl.png|thumb|left|Matthias Stöckl, aber nicht auf dem unten beschriebenen Bild. Hier auf einer Zeichnung von [[Georg Pezolt]], die später koloriert wurde.]] | ||
Den auf mehreren Bildern dargestellten und in Bramberg verorteten Bauernführer '''Matthias Stöckl''' hat es als historische Person nicht gegeben. | Den auf mehreren Bildern dargestellten und in Bramberg verorteten Bauernführer '''Matthias Stöckl''' hat es als historische Person nicht gegeben. | ||
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[[Datei:4 Heroisch und verklärt.jpg|thumb|Das Bild zur Beschreibung]] | |||
Von dem Salzburger Bauernführer Matthias Stöckl ist eine votivbildartige Darstellung erhalten, die aus der Zeit um [[1820]] stammt, aber wohl auf ältere historische Vorlagen zurückgreift. Stöckl ist hier im Raum [[Mönchsberg]] auf einem Schimmel vor der [[Festung Hohensalzburg]] in voller Rüstung und mit Schwert in der Hand dargestellt, wie er reitet. Auf dem Boden liegen vier hölzerne Kanonen, mit denen die schlecht ausgerüsteten Bauern damals vergeblich versuchten, die Festung zu erobern. Neben Stöckl sind verschiedene Stichwaffen, eine Fahne und ein Legatenkreuz zu erkennen. Die Ritterrüstung des Bauernführers und die im Bildtext erwähnten 33 000 kämpfenden Rebellen entsprechen wohl nicht den Tatsachen. Auch waren die [[Hasengrabenbasteien (Festung Hohensalzburg)|Hasengrabenbasteien]], das dortige [[Großes Zeughaus (Festung Hohensalzburg)|Zeughaus]] der Festung sowie die neuzeitliche [[Katze (Festung Hohensalzburg)|Katze]] mit dem [[Inneres Schartentor|Inneren Schartentor]] damals noch nicht erbaut. | Von dem Salzburger Bauernführer Matthias Stöckl ist eine votivbildartige Darstellung erhalten, die aus der Zeit um [[1820]] stammt, aber wohl auf ältere historische Vorlagen zurückgreift. Stöckl ist hier im Raum [[Mönchsberg]] auf einem Schimmel vor der [[Festung Hohensalzburg]] in voller Rüstung und mit Schwert in der Hand dargestellt, wie er reitet. Auf dem Boden liegen vier hölzerne Kanonen, mit denen die schlecht ausgerüsteten Bauern damals vergeblich versuchten, die Festung zu erobern. Neben Stöckl sind verschiedene Stichwaffen, eine Fahne und ein Legatenkreuz zu erkennen. Die Ritterrüstung des Bauernführers und die im Bildtext erwähnten 33 000 kämpfenden Rebellen entsprechen wohl nicht den Tatsachen. Auch waren die [[Hasengrabenbasteien (Festung Hohensalzburg)|Hasengrabenbasteien]], das dortige [[Großes Zeughaus (Festung Hohensalzburg)|Zeughaus]] der Festung sowie die neuzeitliche [[Katze (Festung Hohensalzburg)|Katze]] mit dem [[Inneres Schartentor|Inneren Schartentor]] damals noch nicht erbaut. | ||
==Quellen und Literatur== | ==Quellen und Literatur== | ||
* Koller, Fritz (1993): Die Brüder Stöckl – Die »Stöckl-Saga«. In: Hans Hönigschmid (1993): Bramberg am Wildkogel. Hg. von der Gemeinde Bramberg am Wildkogel; S. 481–488. | * Koller, Fritz (1993): Die Brüder Stöckl – Die »Stöckl-Saga«. In: Hans Hönigschmid (1993): Bramberg am Wildkogel. Hg. von der Gemeinde Bramberg am Wildkogel; S. 481–488. | ||
* Schautafeln zur Ausstellung Heroisch und verklärt. Der Bauernkrieg im Spiegel von Kunst und Diktatur | * Schautafeln zur Ausstellung [[Heroisch und verklärt. Der Bauernkrieg im Spiegel von Kunst und Diktatur.]] Sonderausstellung des Salzburgs Museum im Domquartier vom 8.11.2025 bis 27.4.2026. | ||
* [[Rainer Hochhold|Hochhold, Rainer]] (2. Auflage 2025): Geschichte des Pinzgaus. Verlag Anton Pustet Salzburg; Kapitel: Im Zeichen der Bauernaufstände, Justizverbrechen und Protestantenvertreibungen. | * [[Rainer Hochhold|Hochhold, Rainer]] (2. Auflage 2025): Geschichte des Pinzgaus. Verlag Anton Pustet Salzburg; Kapitel: Im Zeichen der Bauernaufstände, Justizverbrechen und Protestantenvertreibungen. | ||
* [[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]; [[Hans Spatzenegger|Spatzenegger, Hans]]: ''[[Geschichte Salzburgs, Stadt und Land]]'', [[Verlag Anton Pustet]], 1995, Band II, [[Neuzeit]] und Zeitgeschichte 1. Teil, S. 55ff. | * [[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]; [[Hans Spatzenegger|Spatzenegger, Hans]]: ''[[Geschichte Salzburgs, Stadt und Land]]'', [[Verlag Anton Pustet]], 1995, Band II, [[Neuzeit]] und Zeitgeschichte 1. Teil, S. 55ff. | ||