Gerlinde Santner: Unterschied zwischen den Versionen

K Textersetzung - „Herbert Wallmann“ durch „Herbert Wallmann
K Textersetzung - „Weihnachten“ durch „Weihnachten
 
(2 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:Santner Gerlinde Lydia.jpg|thumb|Gerlinde Santner]]
[[Datei:Santner Gerlinde Lydia.jpg|thumb|Gerlinde Santner]]
[[Datei:Bad Vigaun Christusstatue Pfarrkirche.jpg|thumb|Die Heimkehr der kostbaren Statue nach der erfolgreichen Auktion: v.l. Michael Neureiter, Pfarramtsleiterin Sr. [[Gerlinde Santner|Lydia Santner]] und Pfarrkirchenratsobmann [[Herbert Wallmann (Pfarre Bad Vigaun)|Herbert Wallmann]], im Hintergrund die spätgotische Pfarrkirche]]
[[Datei:Bad Vigaun Christusstatue Pfarrkirche.jpg|thumb|Die Heimkehr der kostbaren Statue nach der erfolgreichen Auktion: v.l. Michael Neureiter, Pfarramtsleiterin Sr. [[Gerlinde Santner|Lydia Santner]] und Pfarrkirchenratsobmann [[Herbert Wallmann]], im Hintergrund die spätgotische Pfarrkirche]]
[[Datei:Lehenauer_Rupert_Ehrenurkunde.jpg|thumb| v.l. Pfarrer [[Egon Katinsky]], PGR-Obfrau Johanna Siller, die Gattin des Geehrten Aloisia Lehenauer, Rupert Lehenauer und Pfarrassistentin Sr. Lydia Santner]]
[[Datei:Lehenauer_Rupert_Ehrenurkunde.jpg|thumb| v.l. Pfarrer [[Egon Katinsky]], PGR-Obfrau Johanna Siller, die Gattin des Geehrten Aloisia Lehenauer, Rupert Lehenauer und Pfarrassistentin Sr. Lydia Santner]]
[[Datei:Sternsinger_Bad_Vigaun_2011.jpg|thumb|Bad  Vigauner Sternsingergruppen bei der Überbringung ihres Beitrags für  eine gerechtere Welt am Fest der Erscheinung des Herrn. Hinten die  GruppenbegleiterInnen (v.l.) Sr. Lydia Santner, Theresia Eibl,  Elisabet]]
[[Datei:Sternsinger_Bad_Vigaun_2011.jpg|thumb|Bad  Vigauner Sternsingergruppen bei der Überbringung ihres Beitrags für  eine gerechtere Welt am Fest der Erscheinung des Herrn. Hinten die  GruppenbegleiterInnen (v.l.) Sr. Lydia Santner, Theresia Eibl,  Elisabet]]
Zeile 10: Zeile 10:
Generaloberin Sr. Emanuela Resch skizzierte die Lebensgeschichte von Sr. Lydia, Gerlinde Santner, mit dem Prädikat "von der dreieinigen Liebe":
Generaloberin Sr. Emanuela Resch skizzierte die Lebensgeschichte von Sr. Lydia, Gerlinde Santner, mit dem Prädikat "von der dreieinigen Liebe":


Gerlinde wurde als "Nachzüglerin" im Jahr 1941 dem Ehepaar Franz und Josefa Santner mitten im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] in der damaligen [[Tschechien|Tschechoslowakei]] geboren. Die Volksschule besuchte sie in Alkoven, anschließend die Hauptschule in Eferding ([[OÖ]].). Von 1956 bis 1959 besuchte sie die [[Private Höhere Lehranstalt für Mode Hallein|Fachschule für Damenkleidermacher]] in [[Hallein]]. Daraufhin ging sie für drei Jahre in die [[Vereinigte Staaten von Amerika|Vereinigten Staaten von Amerika]], wo sie anfangs in einem Pelzgeschäft, dann in einem Büro als Buchhalterin arbeitete.
Gerlinde wurde als "Nachzüglerin" im Jahr 1941 dem Ehepaar Franz und Josefa Santner mitten im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] in der damaligen [[Tschechien|Tschechoslowakei]] geboren. Die Volksschule besuchte sie in Alkoven, anschließend die Hauptschule in Eferding ([[OÖ]]). Von 1956 bis 1959 besuchte sie die [[Private Höhere Lehranstalt für Mode Hallein|Fachschule für Damenkleidermacher]] in [[Hallein]]. Daraufhin ging sie für drei Jahre in die [[Vereinigte Staaten von Amerika|Vereinigten Staaten von Amerika]], wo sie anfangs in einem Pelzgeschäft, dann in einem Büro als Buchhalterin arbeitete.


[[1963]] kehrte sie nach Österreich zurück und folgte dem inneren Ruf, den sie schon lange in sich trug, bei den Halleiner Schwestern Franziskanerinnen einzutreten, wo sie im selben Jahr auch in das Noviziat aufgenommen wurde. [[1965]] legte Sr. Lydia die erste Profess ab, danach begab sie sich wieder in die Schule und  machte die Meisterprüfung sowie die Lehramtsprüfung für das Bekleidungsgewerbe. 1968 kam sie als Fachlehrerin an die Höhere gewerbliche Lehranstalt, heute Modeschule, in Hallein. Sie liebte Sprachen und so lernte sie  Spanisch und begleitete die damalige Generaloberin 1990 auf ihrer Visitationsreise durch Bolivien und Argentinien, wo Sr. Lydia für drei Jahre geblieben ist.
[[1963]] kehrte sie nach Österreich zurück und folgte dem inneren Ruf, den sie schon lange in sich trug, bei den Halleiner Schwestern Franziskanerinnen einzutreten, wo sie im selben Jahr auch in das Noviziat aufgenommen wurde. [[1965]] legte Sr. Lydia die erste Profess ab, danach begab sie sich wieder in die Schule und  machte die Meisterprüfung sowie die Lehramtsprüfung für das Bekleidungsgewerbe. 1968 kam sie als Fachlehrerin an die Höhere gewerbliche Lehranstalt, heute Modeschule, in Hallein. Sie liebte Sprachen und so lernte sie  Spanisch und begleitete die damalige Generaloberin 1990 auf ihrer Visitationsreise durch Bolivien und Argentinien, wo Sr. Lydia für drei Jahre geblieben ist.
Zeile 20: Zeile 20:
Sr. Lydia konnte im Pfarrhof nichts aufräumen, wegräumen – ja sie konnte nichts mehr übergeben und sich nicht verabschieden vor Ort – nur mehr aus dem Krankenbett bei den vielen dankerweisenden, wertschätzenden Besuchen ihres geschätzten Herrn Pfarrer Kadinskys, ihren geliebten treuen Vigaunern, Freundinnen und Freunden. Sr. Lydia freut sich sicher, dass schon viele  ausgestreute  Samen aufgehen und reiche Frucht bringen sollen!
Sr. Lydia konnte im Pfarrhof nichts aufräumen, wegräumen – ja sie konnte nichts mehr übergeben und sich nicht verabschieden vor Ort – nur mehr aus dem Krankenbett bei den vielen dankerweisenden, wertschätzenden Besuchen ihres geschätzten Herrn Pfarrer Kadinskys, ihren geliebten treuen Vigaunern, Freundinnen und Freunden. Sr. Lydia freut sich sicher, dass schon viele  ausgestreute  Samen aufgehen und reiche Frucht bringen sollen!


So durfte Sr. Lydia  am hl. Abend heimgehen in das himmlische Weihnachten. Ein Wort von Moringo, das Sr. Lydia am Krankenbett liegen hatte und das Sr. Cornelia gesehen hat, die sie bis zum Ende begleitete, möchte ich fast als ein Vermächtnis an uns auffassen: "''Tut, was er euch sagt. Sagt, was er euch tut. Nehmt, was er euch gibt. Gebt, was er euch nimmt.''"
So durfte Sr. Lydia  am hl. Abend heimgehen in das himmlische [[Weihnachten]]. Ein Wort von Moringo, das Sr. Lydia am Krankenbett liegen hatte und das Sr. Cornelia gesehen hat, die sie bis zum Ende begleitete, möchte ich fast als ein Vermächtnis an uns auffassen: "''Tut, was er euch sagt. Sagt, was er euch tut. Nehmt, was er euch gibt. Gebt, was er euch nimmt.''"


Prälat [[Matthäus Appesbacher]] hielt beim Trauergottesdienst die Ansprache. Er knüpfte am Moringo-Zitat an:  
Prälat [[Matthäus Appesbacher]] hielt beim Trauergottesdienst die Ansprache. Er knüpfte am Moringo-Zitat an: