ARGEkultur Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Argekultur.jpg|thumb|ARGEkultur]]
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Die '''ARGEkultur''' führt als größtes unabhängiges Kulturzentrum Salzburgs zeitgenössische Kunst und Kultur in einzigartiger Weise zusammen.  
Die '''ARGEkultur''' ist ein autonom verwaltetes Kulturzentrum in der [[Stadt Salzburg]], im Stadtteil [[Nonntal]] und zugleich das größte unabhängige Kulturzentrum Westösterreichs.
 
  
 
== ARGEkultur Salzburg ==
 
== ARGEkultur Salzburg ==
Das Kulturzentrum wird vom Verein ARGEkultur geführt. Dieser agiert spartenübergreifend als Veranstalter und Produzent für zeitgenössische, innovative und gesellschaftskritische Kunst und Kultur.
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Die ARGEkultur Salzburg agiert als Veranstalterin und Produzentin für zeitgenössische, innovative und gesellschaftskritische Kultur. Als Kommunikations- und Produktionsstätte – auch für zahlreiche Initiativen und Gruppen – positioniert sich die ARGEkultur als Treffpunkt und Arbeitsplatz für aktuelles kulturelles Schaffen in Salzburg.
  
Die ARGEkultur ist autonom im Sinne der Selbstbestimmung der Inhalte, Organe, der Personalentscheidungen und Nutzung der Ressourcen. Sie ist institutionell von politischen, staatlichen und anderen gesellschaftlichen Einrichtungen unabhängig.
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Jährlich finden in der ARGEkultur bis zu 350 Veranstaltungen (Eigen-, Ko- und Gastveranstaltungen) mit insgesamt rund 40&nbsp;000 Besuchern statt. Dazu kommen zahlreiche Workshops, Kurse, Seminare und Proben. In einem dynamischen Hausnutzungskonzept bietet die ARGEkultur eine Plattform für Arbeits- und Vernetzungsmöglichkeiten für mehr als 20 permanente bzw. regelmäßige Nutzergruppen verschiedener Sparten (z. B. [[Radiofabrik]], ARGE Beisl, tanz_house, subnet, [[Südwind]], [[Theater ecce]], Amnesty International Salzburg, zahlreiche Musikgruppen)
 
 
Die ARGEkultur ist nicht auf Gewinn ausgerichtet, sondern verfolgt [[gemeinnützig]]e Zwecke im Sinne der BAO ([[Bundesabgabenordnung]]).
 
Der Verein bezweckt die Förderung und Verwirklichung demokratischer Strukturen im soziokulturellen Bereich. Diese haben die Überwindung der Vorherrschaft traditioneller Kunst und Kultur zum Ziel und sollen den Menschen ermöglichen, sich von Zwängen zu befreien, und einen allgemeinen Prozess der Emanzipation zu unterstützen.
 
 
 
Die ARGEkultur verfügt über zwei Veranstaltungssäle und mehrere Proben- und Produktionsräume. Die beiden Veranstaltungssäle bieten Raum für 220 Sitz- oder 450 Stehplätze (im "Saal") bzw. 99 Personen (im "Studio").
 
 
 
Jährlich finden in der ARGEkultur bis zu 350 Veranstaltungen mit insgesamt rund 40.000 Besuchern statt. Die Veranstaltungen umfassen sowohl Eigen- und Ko-Veranstaltungen als auch Gast-Veranstaltungen. Dazu kommen noch zahlreiche Workshops, Kurse, Seminare und Proben.
 
  
 
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
 
=== ARGE Rainberg ===
 
=== ARGE Rainberg ===
Die ARGEkultur nahm mit Demonstrationen und Aktionismus gegen die Salzburger Festspielkultur ihren Anfang. Im November 1981 konstituierte sich die aus ca. 50 Initiativen und Gruppen bestehende Protestbewegung zur ARGE Rainberg, deren Ziel es war, die Stadtväter zum Umbau der alten Sternbrauerei am Fuß des [[Rainberg (Salzburg)|Rainbergs]] zu überreden. Dieses Gelände mit einer Nutzfläche von 24.000 Quadratmetern wollte man als selbstverwaltetes Kulturzentrum nutzen. Über einen Zeitraum von drei Jahren wurde in Verhandlungen mit den politischen Verantwortlichen versucht, Zusagen für dieses Rainberg-Projekt zu bekommen, jedoch ohne Erfolg.
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Die ARGEkultur nahm mit Demonstrationen und Aktionismus gegen die [[Salzburger Festspiele|Salzburger Festspielkultur]] ihren Anfang. Im November [[1981]] konstituierte sich die aus ca. 50 Initiativen und Gruppen bestehende Protestbewegung zur ARGE Rainberg, deren Ziel es war, die Stadtväter zum Umbau der alten [[Sternbrauerei]] am Fuß des [[Rainberg]]s zu überreden. Dieses Gelände mit einer Nutzfläche von 24&nbsp;000 Quadratmetern wollte man als selbstverwaltetes Kulturzentrum nutzen. Über einen Zeitraum von drei Jahren wurde in Verhandlungen mit den politischen Verantwortlichen versucht, Zusagen für dieses Rainberg-Projekt zu bekommen, jedoch ohne Erfolg.
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[[Datei:ARGE Ansicht vom Dachplateau des Unipark Nonntal.jpg|thumb|ARGE Kultur. Ansicht vom Dachplateau des Unipark Nonntal]]
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[[Datei:ARGEkultur_imagehaus.jpg|thumb|Vorplatz ARGEkultur]]
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[[Bild:Sportfest 2.jpg|thumb|[[Sportfest]] in der ARGEkultur]]
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[[Datei:Aktionstheater esemble Aufführung Immersion. Wir verschwinden.jpg|thumb|Aktionstheater Esemble. Aufführung: "Immersion. Wir verschwinden" 12.11.2016]]
  
 
=== Kulturgelände Nonntal ===
 
=== Kulturgelände Nonntal ===
Breitere öffentliche Wahrnehmung erhielt die ARGE Rainberg Bewegung durch zwei Demos im Juni und Juli 1984. Als Ergebnis erhielt die ARGE Rainberg das Angebot, den HTL-Lehrbauhof im Nonntal für ihre Zwecke zu nutzen. Diese kleine Variante mit ca. 1.000 Quadratmetern Nutzfläche wurde in den folgenden Jahren baulich adaptiert und eröffnete 1987 seinen Betrieb als Kulturgelände Nonntal. Seit damals gilt die ARGEkultur als größtes autonom verwaltetes Kulturzentrum Westösterreichs.
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Breitere öffentliche Wahrnehmung erhielt die ARGE Rainberg Bewegung durch zwei Demos im Juni und Juli [[1984]]. Als Ergebnis erhielt die ARGE Rainberg das Angebot, den HTL-Lehrbauhof im [[Nonntal]] für ihre Zwecke zu nutzen. Diese kleine Variante mit ca. 1&nbsp;000 Quadratmetern Nutzfläche wurde in den folgenden Jahren baulich adaptiert und eröffnete [[1987]] seinen Betrieb als Kulturgelände Nonntal. Seit damals gilt die ARGEkultur als größtes autonom verwaltetes Kulturzentrum Westösterreichs.
  
=== Neubau ===
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=== ARGEkultur ===
Ende der Neunzigerjahre wurde das adaptierte Provisorium des früheren HTL-Lehrbauhofes in seiner beschränkten Nutzungsfähigkeit immer offensichtlicher. Die Infrastruktur, sowohl die räumliche als auch die technische, erwies sich als unzureichend, um eine Weiterentwicklung der ARGEkultur zu ermöglichen. Auch die sich ständig ändernden Anforderungen des Programms machten bald deutlich, dass ein Neubau dringend notwendig war.
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Ende der [[1990er]]-Jahre wurde das adaptierte Provisorium des früheren HTL-Lehrbauhofes in seiner beschränkten Nutzungsfähigkeit immer offensichtlicher. Die Infrastruktur, sowohl die räumliche als auch die technische, erwies sich als unzureichend, um eine Weiterentwicklung der ARGEkultur zu ermöglichen. Auch die sich ständig ändernden Anforderungen des Programms machten bald deutlich, dass ein Neubau dringend notwendig war.
  
Eine Jurysitzung bestimmte 1998 Arch. DI Gerhard Kopeinig und DI Gerhard Kresitschnig (ARCH+MORE) als Sieger des Ideenwettbewerbs für den Um- und Zubau der ARGEkultur. 2001 begann die Ausschreibung des städtebaulichen Wettbewerbs „Unipark Nonntal, Salzburg“. Im Juli 2002 fiel die Entscheidung für das Siegerprojekt "Unipark Nonntal" des Schweizer Architekten Senn und der Startschuss zur Finalisierung der Verhandlungen um den Neubau.
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Nach langen Verhandlungen beschloss der [[Salzburger Gemeinderat]] im Dezember [[2003]] endgültig die Finanzierung eines Neubaus. Anfang Oktober [[2005]] übersiedelte das "Kulturgelände Nonntal" in den Neubau [[Ulrike-Gschwandtner-Straße]] 5. Mit dem Ortswechsel wurde namentlich aus dem Kulturgelände Nonntal die ARGEkultur. Der neue Standort liegt zwischen dem Jugendgästehaus JUFA Salzburg City, mehreren Schulen, der [[Artbv Berchtoldvilla|Berchtoldvilla]], dem [[Sportzentrum Mitte]] und dem [[Unipark Nonntal]].
  
=== ARGEkultur ===
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Am [[24. Februar]] [[2006]] besetzten 35 Jugendliche die zum Abbruch bestimmten Gebäude der ARGE Nonntal, da sie über fehlende Begegnungsräume klagten.<ref>[https://www.stadt-salzburg.at/fileadmin/landingpages/stadtgeschichte/stadtchronik/stadtchronik_2006_2007_00387358.pdf www.stadt-salzburg.at] Chronik der Stadt Salzburg 2006 bis 2008, pdf</ref> 2006 wurde das neue Gebäude der ARGEkultur im Zuge des Architekturpreises des Landes Salzburg mit einer Anerkennung geehrt.
Nach langen Verhandlungen beschloss der Salzburger Gemeinderat im Dezember 2003 endgültig die Finanzierung eines Neubaus. Anfang Oktober 2005 übersiedelte das „Kulturgelände Nonntal“ in den Neubau in der Ulrike-Gschwandtner-Straße 5. Mit dem Ortswechsel wurde namentlich aus dem Kulturgelände Nonntal die ARGEkultur. Der neue Standort liegt direkt zwischen dem Jugendgästehaus JUFA Salzburg City, mehreren Schulen, der [[Artbv Berchtoldvilla|Berchtoldvilla]], dem Sportzentrum Mitte und dem [[Universität Salzburg|Unipark Nonntal]].
 
  
2006 wurde das Gebäude der ARGEKultur im Zuge des Architekturpreises des Landes Salzburg mit einer Anerkennung geehrt.
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== Programm ==
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Die Kernaufgaben der Programmgestaltung bestehen darin, als Produzentin neues, oft innovatives und experimentelles Kunst- und Kulturschaffen zu initiieren, als Veranstalterin im regionalen und überregionalen Kontext zu agieren sowie eine initiative und partizipative Rolle in Netzwerken einzunehmen. Darüber hinaus gestaltet sich das Programm entlang der Leitlinien Kuration, Diskursivierung, Internationalität, Dezentralität, Digitalität und Vermittlung.
  
=== ARGE-Besetzung ===
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Die ARGEkultur erfüllt einen Kunst- und Kulturauftrag und pflegt ein aktives gesellschaftspolitisches Selbstverständnis. Sie ist Anlaufstelle für Ideen und Konzepte und als Garantin für eine professionelle Umsetzung eine gefragte Partnerin für Kunst- und Kulturprojekte in Salzburg. Die ARGEkultur begreift sich dabei als Haus für alle Salzburger*innen.
Das alte Gebäude im Mühlbacherhofweg wurde von Februar bis Mai 2006 von Freiraum-Aktivisten, Kunstschaffenden und Obdachlosen besetzt. Am 12. Mai kam es zu einer plötzlichen, nicht angekündigten Räumung durch die Polizei und in der Folge zum Abriss.
 
  
== Programm ==
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Kooperations- und Veranstaltungspartner*nnen der ARGEkultur sind u. a.: Arbeiterkammer Salzburg, Chromosom XX / Bernadette Heidegger, cieLaroque/helene weinzierl, editta braun company, Frauenrat Salzburg, Galerie 5020, gold extra, HOSI Salzburg, jennycolombo.com, kollektiv.kollinski, Musisches Gymnasium, oenm. oesterreichisches ensemble für neue musik, Potpourri Crew, Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Schauspielhaus Wien, subnet, SZENE Salzburg u. SOMMERSZENE, Talk Together, tanz_house, tanzimpulse salzburg, Tanz- und Performance-Plattform 4.15, Theater ecce / VOLXtheaterwerkstatt, theater.direkt, Thomas-Bernhard-Institut / Universität Mozarteum Salzburg, VSStÖ Salzburg, Wissenschaft&Kunst u.v.m.
Die ARGEkultur Salzburg ist ein ganzjährig bespielter lokaler sowie regionaler Veranstaltungs- und überregionaler Produktionsort. Sie erfüllt einen Kunst- und Kulturauftrag, wobei sie gegen Entwicklungen in Kultur und Politik, die im Widerspruch zu ihren Werten stehen, aktiv ist. Auswahl und Durchführung des Programms folgen nach den abgestuften Kriterien Innovation, Unterhaltung und Experiment. Noch heute unterstützt die ARGEkultur die Avantgarde spartenübergreifender Produktionen. Lokale Künstler und Akteure können hier ihre Werke präsentieren und auch Gastveranstaltungen finden hier statt.
 
  
 
=== Künstlerisches Programm ===
 
=== Künstlerisches Programm ===
* Konzert- und Clubveranstaltungen
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* Festivals / Schwerpunkte
* Kabarett und Kleinkunst
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* Tanz / Theater / Performance
* Aktive Kulturvermittlung (Workshops, Seminare)
 
* Tanz und Theater
 
 
* Medienkunst
 
* Medienkunst
* Neue Musik
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* Musik
* Diskursive Veranstaltungen
+
* Kabarett
* Thematisch orientierte Produktionen
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* Text / Diskurs
 
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* Vermittlung
=== Workshops ===
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* Gastveranstaltungen / Koveranstaltungen
Die Workshops in der ARGEkultur bedienen vor allem an Kunst und Kreativität interessierte Menschen. Unterrichtet werden unter anderem Filzen, Aktzeichnen oder Trommeln. Die Preise betragen je nach Lehreinheit zwischen sieben und 60 Euro.
 
 
 
=== Veranstaltungen ===
 
Die Veranstaltungen in der ARGEkultur sind sehr abwechslungsreich und reichen von Konzerten über Kabaretts bis hin zu Eigenproduktionen und Tanzvorstellungen. Die meisten Veranstaltungen bilden ein Freizeitangebot für Menschen jeden Alters.
 
Die Vorstellungen finden im Saal oder Studio statt. Diese Räumlichkeiten sind auch für Gastveranstaltungen nutzbar.
 
  
 
== Technische Daten ==
 
== Technische Daten ==
* 2 Musikproberäume (im ursprünglichen Bestand)
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* zwei Veranstaltungssäle (99 bis 450 Personen)
* 3 Musikproberäume (im neuen Bestand, seit 2010 nutzbar)
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* zwei Musikproberäume (im ursprünglichen Bestand)
* 1 Workshopraum
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* drei Musikproberäume (im neuen Bestand, seit 2010 nutzbar)
* 1 Kurs- und Probenraum
+
* ein Workshop-Raum
* 2 Produktionsbüros
+
* ein Kurs- und Probenraum
 +
* zwei Produktionsbüros
  
 
== Hausnetzwerk ==
 
== Hausnetzwerk ==
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In der ARGEkultur arbeiten und produzieren permanent:
 
In der ARGEkultur arbeiten und produzieren permanent:
* Amnesty International Österreich Gruppe 112 Salzburg
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* ARGE Beisl
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[[Datei:Nonntal_Jugendgaestehaus_ARGEkultur_Sportzentrum_010.jpg|thumb|Links das [[Hotel JUFA Salzburg City]], Bildmitte das Gebäude der [[ARGEkultur Salzburg]], rechts die Sporthalle des [[Sportzentrum Mitte|Sportzentrums Mitte]].]]
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* Amnesty International Österreich Gruppe 112 Salzburg
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* ARGE Beisl
 
* ARGE Wehrdienstverweigerung und Zivildienstberatung
 
* ARGE Wehrdienstverweigerung und Zivildienstberatung
 
* Krabbelstube des Vereins zur Kinderbetreuung durch Eltern und BetreuerInnen
 
* Krabbelstube des Vereins zur Kinderbetreuung durch Eltern und BetreuerInnen
 
* [[Radiofabrik]] – Freier Rundfunk Salzburg auf 107,5 MHz
 
* [[Radiofabrik]] – Freier Rundfunk Salzburg auf 107,5 MHz
* Salzburger Plattform für Medienkunst und experimentelle Technologien
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* subnet – Salzburger Plattform für Medienkunst und experimentelle Technologien
* Städtepartnerschaft Salzburg-Léon
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* Städtepartnerschaft Salzburg-Léon
 
* Städtepartnerschaft Salzburg-Singida
 
* Städtepartnerschaft Salzburg-Singida
 
* Südwind – Verein für entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
 
* Südwind – Verein für entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
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== Quellen ==
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* [http://www.argekultur.at/ Website der ARGEkultur Salzburg]
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* Öffentlichkeitsarbeit ARGEkultur
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== Weblinks ==
+
== Einzelnachweis ==
*[http://www.argekultur.at/ Homepage der ARGEkultur Salzburg]
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*[http://www.argebeisl.at/ Homepage des ARGE Beisl]
 
  
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[[Kategorie:Veranstaltungsort Stadt Salzburg]]
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Aktuelle Version vom 18. Dezember 2025, 19:11 Uhr

Bild
ARGEkultur Salzburg.jpg
Firmendetails
Name: ARGEkultur
Unternehmensform: Gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründungsdatum: 1981 (Gründung ARGE Rainberg)
Sitz: Ulrike-Gschwandtner-Straße 5, 5020 Salzburg, Tel.: 0662-848784-0, E-Mail: office@argekultur.at
Leitung: Daniela Gmachl (Kaufmännische Geschäftsführerin)
Sebastian Linz (Künstlerischer Geschäftsführer)
Mitarbeiterzahl: durchschnittl. 50
Branche: Kulturzentrum
Produkte: Veranstaltungen, Produktionen

Die ARGEkultur führt als größtes unabhängiges Kulturzentrum Salzburgs zeitgenössische Kunst und Kultur in einzigartiger Weise zusammen.

ARGEkultur Salzburg

Die ARGEkultur Salzburg agiert als Veranstalterin und Produzentin für zeitgenössische, innovative und gesellschaftskritische Kultur. Als Kommunikations- und Produktionsstätte – auch für zahlreiche Initiativen und Gruppen – positioniert sich die ARGEkultur als Treffpunkt und Arbeitsplatz für aktuelles kulturelles Schaffen in Salzburg.

Jährlich finden in der ARGEkultur bis zu 350 Veranstaltungen (Eigen-, Ko- und Gastveranstaltungen) mit insgesamt rund 40 000 Besuchern statt. Dazu kommen zahlreiche Workshops, Kurse, Seminare und Proben. In einem dynamischen Hausnutzungskonzept bietet die ARGEkultur eine Plattform für Arbeits- und Vernetzungsmöglichkeiten für mehr als 20 permanente bzw. regelmäßige Nutzergruppen verschiedener Sparten (z. B. Radiofabrik, ARGE Beisl, tanz_house, subnet, Südwind, Theater ecce, Amnesty International Salzburg, zahlreiche Musikgruppen)

Geschichte

ARGE Rainberg

Die ARGEkultur nahm mit Demonstrationen und Aktionismus gegen die Salzburger Festspielkultur ihren Anfang. Im November 1981 konstituierte sich die aus ca. 50 Initiativen und Gruppen bestehende Protestbewegung zur ARGE Rainberg, deren Ziel es war, die Stadtväter zum Umbau der alten Sternbrauerei am Fuß des Rainbergs zu überreden. Dieses Gelände mit einer Nutzfläche von 24 000 Quadratmetern wollte man als selbstverwaltetes Kulturzentrum nutzen. Über einen Zeitraum von drei Jahren wurde in Verhandlungen mit den politischen Verantwortlichen versucht, Zusagen für dieses Rainberg-Projekt zu bekommen, jedoch ohne Erfolg.

Aufruhr im Mozartdorf 1976–1987, die Entstehung der ARGE (Rainberg), 3 min Video
ARGEkultur 2012
ARGE Kultur. Ansicht vom Dachplateau des Unipark Nonntal
Vorplatz ARGEkultur
Sportfest in der ARGEkultur
Aktionstheater Esemble. Aufführung: "Immersion. Wir verschwinden" 12.11.2016

Kulturgelände Nonntal

Breitere öffentliche Wahrnehmung erhielt die ARGE Rainberg Bewegung durch zwei Demos im Juni und Juli 1984. Als Ergebnis erhielt die ARGE Rainberg das Angebot, den HTL-Lehrbauhof im Nonntal für ihre Zwecke zu nutzen. Diese kleine Variante mit ca. 1 000 Quadratmetern Nutzfläche wurde in den folgenden Jahren baulich adaptiert und eröffnete 1987 seinen Betrieb als Kulturgelände Nonntal. Seit damals gilt die ARGEkultur als größtes autonom verwaltetes Kulturzentrum Westösterreichs.

ARGEkultur

Ende der 1990er-Jahre wurde das adaptierte Provisorium des früheren HTL-Lehrbauhofes in seiner beschränkten Nutzungsfähigkeit immer offensichtlicher. Die Infrastruktur, sowohl die räumliche als auch die technische, erwies sich als unzureichend, um eine Weiterentwicklung der ARGEkultur zu ermöglichen. Auch die sich ständig ändernden Anforderungen des Programms machten bald deutlich, dass ein Neubau dringend notwendig war.

Nach langen Verhandlungen beschloss der Salzburger Gemeinderat im Dezember 2003 endgültig die Finanzierung eines Neubaus. Anfang Oktober 2005 übersiedelte das "Kulturgelände Nonntal" in den Neubau Ulrike-Gschwandtner-Straße 5. Mit dem Ortswechsel wurde namentlich aus dem Kulturgelände Nonntal die ARGEkultur. Der neue Standort liegt zwischen dem Jugendgästehaus JUFA Salzburg City, mehreren Schulen, der Berchtoldvilla, dem Sportzentrum Mitte und dem Unipark Nonntal.

Am 24. Februar 2006 besetzten 35 Jugendliche die zum Abbruch bestimmten Gebäude der ARGE Nonntal, da sie über fehlende Begegnungsräume klagten.[1] 2006 wurde das neue Gebäude der ARGEkultur im Zuge des Architekturpreises des Landes Salzburg mit einer Anerkennung geehrt.

Programm

Die Kernaufgaben der Programmgestaltung bestehen darin, als Produzentin neues, oft innovatives und experimentelles Kunst- und Kulturschaffen zu initiieren, als Veranstalterin im regionalen und überregionalen Kontext zu agieren sowie eine initiative und partizipative Rolle in Netzwerken einzunehmen. Darüber hinaus gestaltet sich das Programm entlang der Leitlinien Kuration, Diskursivierung, Internationalität, Dezentralität, Digitalität und Vermittlung.

Die ARGEkultur erfüllt einen Kunst- und Kulturauftrag und pflegt ein aktives gesellschaftspolitisches Selbstverständnis. Sie ist Anlaufstelle für Ideen und Konzepte und als Garantin für eine professionelle Umsetzung eine gefragte Partnerin für Kunst- und Kulturprojekte in Salzburg. Die ARGEkultur begreift sich dabei als Haus für alle Salzburger*innen.

Kooperations- und Veranstaltungspartner*nnen der ARGEkultur sind u. a.: Arbeiterkammer Salzburg, Chromosom XX / Bernadette Heidegger, cieLaroque/helene weinzierl, editta braun company, Frauenrat Salzburg, Galerie 5020, gold extra, HOSI Salzburg, jennycolombo.com, kollektiv.kollinski, Musisches Gymnasium, oenm. oesterreichisches ensemble für neue musik, Potpourri Crew, Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, Schauspielhaus Wien, subnet, SZENE Salzburg u. SOMMERSZENE, Talk Together, tanz_house, tanzimpulse salzburg, Tanz- und Performance-Plattform 4.15, Theater ecce / VOLXtheaterwerkstatt, theater.direkt, Thomas-Bernhard-Institut / Universität Mozarteum Salzburg, VSStÖ Salzburg, Wissenschaft&Kunst u.v.m.

Künstlerisches Programm

  • Festivals / Schwerpunkte
  • Tanz / Theater / Performance
  • Medienkunst
  • Musik
  • Kabarett
  • Text / Diskurs
  • Vermittlung
  • Gastveranstaltungen / Koveranstaltungen

Technische Daten

  • zwei Veranstaltungssäle (99 bis 450 Personen)
  • zwei Musikproberäume (im ursprünglichen Bestand)
  • drei Musikproberäume (im neuen Bestand, seit 2010 nutzbar)
  • ein Workshop-Raum
  • ein Kurs- und Probenraum
  • zwei Produktionsbüros

Hausnetzwerk

In einem dynamischen Hausnutzungskonzept bietet die ARGEkultur eine Plattform für Arbeits- und Vernetzungsmöglichkeiten für mehr als 20 permanente bzw. regelmäßige Nutzergruppen verschiedener Sparten. Alle permanenten Nutzergruppen der ARGEkultur verfügen über eigens auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Räumlichkeiten. Dies geht z. B. von einem Sendestudio für die Radiofabrik bis zu einem speziell für Tanz adaptierten Produktionsraum für den Verein tanz_house. Entsprechend der Vision der ARGEkultur ist das Ziel der Gesamtarchitektur, die Flexibilität der Räumlichkeiten zu erhalten. Dadurch bleibt diese trotz diverser Anpassungen auch für andere und neue Nutzergruppen adaptierbar und verwendbar.

In der ARGEkultur arbeiten und produzieren permanent:

Links das Hotel JUFA Salzburg City, Bildmitte das Gebäude der ARGEkultur Salzburg, rechts die Sporthalle des Sportzentrums Mitte.
  • Amnesty International Österreich Gruppe 112 Salzburg
  • ARGE Beisl
  • ARGE Wehrdienstverweigerung und Zivildienstberatung
  • Krabbelstube des Vereins zur Kinderbetreuung durch Eltern und BetreuerInnen
  • Radiofabrik – Freier Rundfunk Salzburg auf 107,5 MHz
  • subnet – Salzburger Plattform für Medienkunst und experimentelle Technologien
  • Städtepartnerschaft Salzburg-Léon
  • Städtepartnerschaft Salzburg-Singida
  • Südwind – Verein für entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Verein tanz_house – Plattform Salzburger ChoreografInnen

Bilder

 ARGEkultur Salzburg – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Weblinks

Quellen

Einzelnachweis

  1. www.stadt-salzburg.at Chronik der Stadt Salzburg 2006 bis 2008, pdf