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| + | Der '''Königssee''' (603 [[m ü. A.]]) ist mit 190 m der tiefste See [[Bayern]]s und liegt im [[Berchtesgadener Land]] im [[Nationalpark Berchtesgaden]]. | ||
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| + | In der Weiheurkunde vom [[24. August]] [[1134]] für die auf der Halbinsel errichtete Kapelle ''Basilica Chunigesee'' (St. Bartholomä) wurde der Name ''Königssee'' erstmals erwähnt. Die Namensgebung erfolgte damals nach dem Landherrn Chuono von Horburg, einem Mitbegründer des [[Augustiner-Chorherrenstift Berchtesgaden |Stifts Berchtesgaden]]. | ||
| − | + | Im [[Mittelalter]] wurde der See vor allem von der einheimischen Bevölkerung auch ''Bartlmä-See'' genannt, da auf der Insel Christlieger die Statue des hl. Bartholomäus stand. | |
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| + | Der Königssee zählt zu den landschaftlich reizvollsten Gebieten des Berchtesgadener Land. Man kann mit Schiffen nach St. Bartholomä fahren. Das architektonische Wahrzeichen der Halbinsel ist die Wallfahrtskirche aus dem [[12. Jahrhundert]]. | ||
| − | + | Ein Fußweg führt zum bekannten ''Malerwinkel''. Vom ''Malerwinkel'' aus kann man St. Bartholomä, die [[Funtenseetauern]] und die [[Schönfeldspitze]] sehen. Oberhalb des Königssee ist der [[Jenner]] (1 874 m ü. A.), auf den eine Seilbahn bis 1 802 m ü. A. hinauf führt. | |
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| + | Etwa einen Kilometer südöstlich des Südufers des Königssees befindet sich der 57 Hektar große [[Obersee (Königssee)|Obersee]]. | ||
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| + | In der Nähe des Königssees finden auf der [[Kunsteisbahn Königssee]], einer Bobbahn, internationale Wettbewerbe statt. | ||
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| + | Der See liegt 603,3 m ü. A., seine Fläche beträgt 5,218 km² bei einer Länge von 7,195 km, einer maximalen Breite von 1,2 km, einer maximalen Tiefe von 190 m und einem Umfang von 19,96 km; er hat ein Wasser-Volumen von 511 785 000 m³ bei einer durchschnittliche Tiefe 98,1 m; | ||
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| + | ==Schifffahrt== | ||
| + | [[Datei:Königsseeehafen.jpg|thumb|Bootsanlegestelle in Königssee]] | ||
| + | Auf dem See betreibt die ''Bayerische Seenschifffahrt'' einen ganzjährigen Schiffsbetrieb. | ||
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| + | ==Salzburgbezüge == | ||
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| + | Mit der Salzburger [[Rote Elektrische]] bis zur Grenze [[Hangendenstein-Pass]] und weiter mit der ''Grünen Elektrischen'' fuhr man bis [[2. Oktober]] [[1938]] bis an den Königssee, wo es einen 'Bahnhof Königssee' gab, der heute eine Dauerausstellung über Romy und Magda Schneider beherbergt.<ref>Quellen: SALZBURGWIKI Beitrag [[Rote Elektrische]], [https://www.seenschifffahrt.de/de/unternehmen/historie/ www.seenschifffahrt.de] und [http://romy-schneider-ausstellung.de/ romy-schneider-ausstellung.de]</ref>. | ||
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| + | Die Königsseer Ache bildet den natürlichen Abfluss vom Königssee. Mit dem Zusammenfluss der Ramsauer Ache in Berchtesgaden beim Bahnhof wird sie zur [[Berchtesgadener Ache]]. In deren Verlauf wird auch der [[Almkanal]], der die erste Wasserleitung der [[Stadt Salzburg]] war, bereits auf österreichischem Gebiet, abgeleitet. Auf Salzburger Seite nennt man den Fluss dann auch [[Königsseeache]]. | ||
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| + | Der Malerwinkel, der ein beliebter Aussichtspunkt am Nordufer des Königssees ist. Der Ausblick vom Malerwinkel über den sonst nur schwer zugänglichen Königssee reicht von der Wallfahrtskirche St. Bartholomä bis zur [[Schönfeldspitze]] im [[Steinernen Meer]]. Vom nördlichen Ufer des Königssees führt der Weg zuerst an malerischen Bootshütten, dann am Café Malerwinkel vorbei zum so genannten Malerwinkel. Diese Wanderung kann auch als Winter-Spaziergang genutzt werden, weil der der Weg zum Malerwinkel zumeist geräumt und gestreut wird. Der Spaziergang dauert ca. 20 Minuten. | ||
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| + | Wegen seiner besonderen Lage (insbesondere wegen seiner Tiefe) friert der Königssee eher selten - etwa alle zehn Jahre - zu. Dazu ist neben der Kälte auch absolute Windstille nötig. Dies war zuletzt im Jahr 2006 der Fall. Damals waren sehr viele Wanderer und Langläufer auf dem Eis über den See nach Sankt Bartholomä unterwegs. | ||
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| + | ==== VW Käfer am Seegrund ==== | ||
| + | In besonders kalten Wintern fror der Königssee zu. Da konnten keine Schiffe mehr verkehren und so wurde der See bei entsprechender Eisdicke für Fußgänger freigegeben, im [[20. Jahrhundert]] auch ein paar Mal für Kraftfahrzeuge. Am [[28. Jänner]] [[1964]] konnte man den See zwar zu Fuß überqueren, für Pkw jedoch war er durch eine Barriere gesperrt. Ein 52-jähriger Kraftfahrer wurde an dieser Barriere zurückgewiesen. Dieser wollte aber offensichtlich unbedingt nach Ssnkt Bartholomä. Wie damals Medien berichteten wollte er seine Partnerin besuchen, die im Gasthof in Sankt Bartholomä als Kellnerin arbeitete. So fuhr er also von der Barriere noch ein Stück weiter zum ehemaligen Seebad. Über eine 40 cm hohe Böschung fuhr er dort auf das Eis des Königssee und fuhr nach St. Bartholomä. | ||
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| + | Auf der Rückfahrt kam er vor der Falkensteinwand offensichtlich ins Schleudern und schlitterte in einen Bereich, in dem der See nicht zugefroren war, wie man an Hand von Spuren den Vorgang später rekonstruierte. Der Volkswagen versank im Wasser und mit ihm sein Fahrer an einer Stelle, an der der See etwa 120 Meter tief ist.<ref>Quelle [http://germanmotorkult.de/der-versunkene-vw-kaefer-ovali-im-koenigssee-am-watzmann/ der-versunkene-vw-kaefer]</ref> | ||
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| + | ==Bildergalerie== | ||
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| + | Datei:Königsseeforelle.jpg|Forelle aus dem Königssee, Gewicht 27,5kg, ausgestellt in der Gastwirtschaft St. Bartholomä | ||
| + | Bild:Koenigssee 2.jpg|Der Königssee | ||
| + | Datei:Königssee-Eiswanderung 29. Jänner 2006.jpg|Königssee-Eiswanderung am 29. Jänner 2006 | ||
| + | Datei:Königsee Wanderung übers Eis 29.01.06 435 m.jpg|Königsee-Wanderung übers Eis am 29. Jänner 2006 | ||
| + | Datei:Schiffssteg in Salet.jpg|Schiffssteg in Salet | ||
| + | Datei:Ein Blick zurück.jpg|Königsseeimpression | ||
| + | Datei:DSC08613.JPG|Königssee mit Blick auf St. Bartholomä | ||
| + | Datei:Nepomuk-Statue in Königssee.jpg |Nepomuk-Statue in Königssee | ||
| + | Datei:Nepomukstatue auf der Johannesinsel an der Nordseite des Königssees.jpg|Nepomukstatue auf der Johannesinsel an der Nordseite des Königssees | ||
| + | Datei:Königsbach Wasserfall.jpg|Königsbach Wasserfall | ||
| + | Datei:Filmaufnahmen für die Lena Lorenz-Serie am Königsee.jpg|Königssee als Filmkulisse: Filmaufnahmen für die Lena-Lorenz-Fernsehserie in der Nähe von St. Bartholomä | ||
| + | Datei:Watzmanntour 1995.jpg|Blick vom Rinnkendlsteig im Watzmannstock auf den Königssee. Juni 1995 | ||
| + | St. Bartholomä B.jpg|St. Bartholomä, Seeansicht | ||
| + | Königsee 108 A.jpg|St. Bartholomä, Westansicht mit ehemaligem Jagdschloss | ||
| + | St. Bartholomä, Ansicht vom Schiffssteg.jpg|St. Bartholomä, Ansicht vom Schiffssteg | ||
| + | Watzmannmassiv und St. Bartholomä.jpg|Watzmannstock und St. Bartholomä | ||
| + | </gallery> | ||
| + | === weitere Bilder === | ||
| + | {{Bildkat}} | ||
| + | |||
| + | ==Quellen == | ||
| + | * Baedeker ''Deutschland'', Karl Baedeker GmbH Ostfildern, 6. Auflage 2000, ISBN 3-8297-1004-6 | ||
| + | * {{Quelle SN|3. Mai 2012}} | ||
| + | ==Weblinks== | ||
| + | * [http://www.seenschifffahrt.de/de/4Seen/uebersicht.asp?SeeKat=Koenigssee Königssee-Schifffahrt] | ||
| + | |||
| + | == Einzelnachweise == | ||
| + | <references/> | ||
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| + | [[Kategorie:Tourismus]] | ||
| + | [[Kategorie:Wissenschaft]] | ||
| + | [[Kategorie:Geografie]][[Kategorie:Deutschland]] | ||
[[Kategorie:Bayern]] | [[Kategorie:Bayern]] | ||
| + | [[Kategorie:Berchtesgadener Land]] | ||
[[Kategorie:Ausflugsziel]] | [[Kategorie:Ausflugsziel]] | ||
| + | [[Kategorie:Hydrogeografie]] | ||
| + | [[Kategorie:Gewässer]] | ||
| + | [[Kategorie:Stillgewässer]] | ||
[[Kategorie:See]] | [[Kategorie:See]] | ||
| + | [[Kategorie:Bergsee]] | ||
Aktuelle Version vom 14. Januar 2026, 14:25 Uhr
Der Königssee (603 m ü. A.) ist mit 190 m der tiefste See Bayerns und liegt im Berchtesgadener Land im Nationalpark Berchtesgaden.
Geschichte
In der Weiheurkunde vom 24. August 1134 für die auf der Halbinsel errichtete Kapelle Basilica Chunigesee (St. Bartholomä) wurde der Name Königssee erstmals erwähnt. Die Namensgebung erfolgte damals nach dem Landherrn Chuono von Horburg, einem Mitbegründer des Stifts Berchtesgaden.
Im Mittelalter wurde der See vor allem von der einheimischen Bevölkerung auch Bartlmä-See genannt, da auf der Insel Christlieger die Statue des hl. Bartholomäus stand.
Landschaft
Der Königssee zählt zu den landschaftlich reizvollsten Gebieten des Berchtesgadener Land. Man kann mit Schiffen nach St. Bartholomä fahren. Das architektonische Wahrzeichen der Halbinsel ist die Wallfahrtskirche aus dem 12. Jahrhundert.
Ein Fußweg führt zum bekannten Malerwinkel. Vom Malerwinkel aus kann man St. Bartholomä, die Funtenseetauern und die Schönfeldspitze sehen. Oberhalb des Königssee ist der Jenner (1 874 m ü. A.), auf den eine Seilbahn bis 1 802 m ü. A. hinauf führt.
Etwa einen Kilometer südöstlich des Südufers des Königssees befindet sich der 57 Hektar große Obersee.
In der Nähe des Königssees finden auf der Kunsteisbahn Königssee, einer Bobbahn, internationale Wettbewerbe statt.
Daten
Der See liegt 603,3 m ü. A., seine Fläche beträgt 5,218 km² bei einer Länge von 7,195 km, einer maximalen Breite von 1,2 km, einer maximalen Tiefe von 190 m und einem Umfang von 19,96 km; er hat ein Wasser-Volumen von 511 785 000 m³ bei einer durchschnittliche Tiefe 98,1 m;
Schifffahrt
Auf dem See betreibt die Bayerische Seenschifffahrt einen ganzjährigen Schiffsbetrieb.
Salzburgbezüge
Einstige Bahnverbindung
Mit der Salzburger Rote Elektrische bis zur Grenze Hangendenstein-Pass und weiter mit der Grünen Elektrischen fuhr man bis 2. Oktober 1938 bis an den Königssee, wo es einen 'Bahnhof Königssee' gab, der heute eine Dauerausstellung über Romy und Magda Schneider beherbergt.[1].
Wallfahrt
Bekannt ist die alljährliche Bartholomä-Wallfahrt, die über das Steinerne Meer führt.
Berchtesgadener Ache
Die Königsseer Ache bildet den natürlichen Abfluss vom Königssee. Mit dem Zusammenfluss der Ramsauer Ache in Berchtesgaden beim Bahnhof wird sie zur Berchtesgadener Ache. In deren Verlauf wird auch der Almkanal, der die erste Wasserleitung der Stadt Salzburg war, bereits auf österreichischem Gebiet, abgeleitet. Auf Salzburger Seite nennt man den Fluss dann auch Königsseeache.
Luftfahrt
Am 17. Februar 1929 landete Eduard Kuhn, erster Salzburger Fluglehrer und Besitzer der Österreichischen Fliegerschule Salzburg mittels angebrachten Landungsskiern an seinem Flugzeug auf dem zugefrorenen See.[2]
Sonstige Informationen zum Königssee
Malerwinkel
Der Malerwinkel, der ein beliebter Aussichtspunkt am Nordufer des Königssees ist. Der Ausblick vom Malerwinkel über den sonst nur schwer zugänglichen Königssee reicht von der Wallfahrtskirche St. Bartholomä bis zur Schönfeldspitze im Steinernen Meer. Vom nördlichen Ufer des Königssees führt der Weg zuerst an malerischen Bootshütten, dann am Café Malerwinkel vorbei zum so genannten Malerwinkel. Diese Wanderung kann auch als Winter-Spaziergang genutzt werden, weil der der Weg zum Malerwinkel zumeist geräumt und gestreut wird. Der Spaziergang dauert ca. 20 Minuten.
Bildergalerie Malerwinkel
Königssee im Winter
Wegen seiner besonderen Lage (insbesondere wegen seiner Tiefe) friert der Königssee eher selten - etwa alle zehn Jahre - zu. Dazu ist neben der Kälte auch absolute Windstille nötig. Dies war zuletzt im Jahr 2006 der Fall. Damals waren sehr viele Wanderer und Langläufer auf dem Eis über den See nach Sankt Bartholomä unterwegs.
VW Käfer am Seegrund
In besonders kalten Wintern fror der Königssee zu. Da konnten keine Schiffe mehr verkehren und so wurde der See bei entsprechender Eisdicke für Fußgänger freigegeben, im 20. Jahrhundert auch ein paar Mal für Kraftfahrzeuge. Am 28. Jänner 1964 konnte man den See zwar zu Fuß überqueren, für Pkw jedoch war er durch eine Barriere gesperrt. Ein 52-jähriger Kraftfahrer wurde an dieser Barriere zurückgewiesen. Dieser wollte aber offensichtlich unbedingt nach Ssnkt Bartholomä. Wie damals Medien berichteten wollte er seine Partnerin besuchen, die im Gasthof in Sankt Bartholomä als Kellnerin arbeitete. So fuhr er also von der Barriere noch ein Stück weiter zum ehemaligen Seebad. Über eine 40 cm hohe Böschung fuhr er dort auf das Eis des Königssee und fuhr nach St. Bartholomä.
Auf der Rückfahrt kam er vor der Falkensteinwand offensichtlich ins Schleudern und schlitterte in einen Bereich, in dem der See nicht zugefroren war, wie man an Hand von Spuren den Vorgang später rekonstruierte. Der Volkswagen versank im Wasser und mit ihm sein Fahrer an einer Stelle, an der der See etwa 120 Meter tief ist.[3]
Bildergalerie
weitere Bilder
Königssee – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Quellen
- Baedeker Deutschland, Karl Baedeker GmbH Ostfildern, 6. Auflage 2000, ISBN 3-8297-1004-6
- "Salzburger Nachrichten", 3. Mai 2012
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Quellen: SALZBURGWIKI Beitrag Rote Elektrische, www.seenschifffahrt.de und romy-schneider-ausstellung.de
- ↑ Quelle Chronologie des Salzburger Flughafens und dortige Quellen.
- ↑ Quelle der-versunkene-vw-kaefer