Anton Brugger: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Anton Brugger''' (* [[9. April]] [[1911]] in [[Kaprun]], † [[3. Februar]] [[1943]] in Brandenburg-Görden, [[Deutschland]]), Pazifist und Kriegsdienstverweigerer aus Glaubensgründen, wurde wie [[Franz Jägerstätter]] in der [[Nationalsozialismus|NS]]-Zeit hingerichtet.
[[Datei:Stolperstein_Anton_Brugger.jpg|thumb|Stolperstein für Anton Brugger an der Ecke [[Josef-Schwer-Gasse]] Nr. 8/[[Eniglstraße]] Nr. 4]]
'''Anton Brugger''' (* [[9. April]] [[1911]] [[Kaprun]]; † [[3. Februar]] [[1943]] [[NS-Hinrichtungsstätte im Zuchthaus Brandenburg-Görden]], [[Deutschland]]), Pazifist und Kriegsdienstverweigerer aus Glaubensgründen, wurde wie Franz Jägerstätter in der [[Nationalsozialismus|NS]]-Zeit hingerichtet.


==Leben==
==Leben==
Anton Brugger war das einzige Kind seiner Eltern und stammte aus ärmlichen Verhältnissen. Sein Vater war Bergmann, seine Mutter Taglöhnerin. Er wurde von seiner Mutter religiös und zwar nach katholischer Tradition erzogen.  
Anton Brugger war das einzige Kind seiner Eltern und stammte aus ärmlichen Verhältnissen. Sein Vater war Bergmann, seine Mutter Taglöhnerin. Er wurde von seiner Mutter religiös und zwar nach katholischer Tradition erzogen.  


==Religiöse Entwicklung==
==Religiöse Entwicklung==
Anton Brugger, der ein sensibler und für Glaubensdinge empfänglicher Mensch war, kam in den [[1920er]] Jahren mit Reformadventisten in Kontakt. Es besteht die Vermutung, dass er im Jahr [[1924]] mittels Glaubenstaufe in die von [[Kärnten]] aus aktive Religionsgemeinschaft aufgenommen wurde. (Anm.: Die Reformadventisten bestehen als Glaubensgemeinschaft seit dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], als sie sich wegen ihrer grundsätzlichen Ablehnung des Wehrdienstes von ihrer Mutterkirche der Siebenten-Tags-Adventisten getrennt haben.)
Anton Brugger, der ein sensibler und für Glaubensdinge empfänglicher Mensch war, kam in den [[1920er]] Jahren mit Reformadventisten in Kontakt. Es besteht die Vermutung, dass er im Jahr [[1924]] mittels Glaubenstaufe in die von [[Kärnten]] aus aktive Religionsgemeinschaft aufgenommen wurde. (Anm.: Die Reformadventisten bestehen als Glaubensgemeinschaft seit dem [[Ersten Weltkrieg]], als sie sich wegen ihrer grundsätzlichen Ablehnung des Wehrdienstes von ihrer Mutterkirche der Siebenten-Tags-Adventisten getrennt haben.)


==Beruflicher Werdegang==
==Beruflicher Werdegang==
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Anton Brugger wurde am 3. Februar 1943 in Brandenburg-Görden hingerichtet. Am selben Ort, an dem einige Monate später auch Franz Jägerstätter von den NS-Schergen wegen des gleichen Deliktes ermordet wurde. Während aber Jägerstätter heute ein weithin bekanntes Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsstaates ist, wurde Bruggers Schicksal bisher kaum wahrgenommen. Lediglich die Stadt Brandenburg ehrte im Jahr [[1947]] sein Andenken durch die Errichtung eines Ehrenmales mit der namentlichen Beisetzung seiner Urne.
Anton Brugger wurde am 3. Februar 1943 in Brandenburg-Görden hingerichtet. Am selben Ort, an dem einige Monate später auch Franz Jägerstätter von den NS-Schergen wegen des gleichen Deliktes ermordet wurde. Während aber Jägerstätter heute ein weithin bekanntes Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsstaates ist, wurde Bruggers Schicksal bisher kaum wahrgenommen. Lediglich die Stadt Brandenburg ehrte im Jahr [[1947]] sein Andenken durch die Errichtung eines Ehrenmales mit der namentlichen Beisetzung seiner Urne.
Zum Andenken an Anton Brugger wurde am [[19. April]] [[2013]] an der Ecke [[Josef-Schwer-Gasse]] Nr. 8/[[Eniglstraße]] Nr. 4 ein [[Stolperstein]] verlegt.


==Nachruf==
==Nachruf==
Anton Brugger war als konsequenter Pazifist kein typischer Repräsentant seiner Glaubensgemeinschaft. Er zählt zur kleinen Gruppe der adventistischen und freikirchlichen Kriegsdienstverweigerer, die während des Nationalsozialismus ihre auf religiöser Basis gründende  Überzeugung konsequent mit dem eigenen Leben bezahlten.
Anton Brugger war als konsequenter Pazifist kein typischer Repräsentant seiner Glaubensgemeinschaft. Er zählt zur kleinen Gruppe der adventistischen und freikirchlichen Kriegsdienstverweigerer, die während des Nationalsozialismus ihre auf religiöser Basis gründende  Überzeugung konsequent mit dem eigenen Leben bezahlten.
   
   
==Quellen==
==Quellen==
* Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Verlag Traugott Bautz, Band XVI, (1999), Spalten 246-248 Autor: Daniel Heinz
* Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Verlag Traugott Bautz, Band XVI, (1999), Spalten 246-248 Autor: Daniel Heinz
   
   
==Weblink==
==Weblink==
* [http://www.bautz.de/bbkl http://www.bautz.de/bbkl]
* [http://www.bautz.de/bbkl http://www.bautz.de/bbkl]
* [https://www.stolpersteine-salzburg.at/stolperstein/Brugger,Anton  Stolperstein:Anton Brugger]


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[[Kategorie:Kaprun|Brugger, Anton]]
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[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne|Brugger, Anton]]
[[Kategorie:Salzburgs Töchter und Söhne|Brugger, Anton]]
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[[Kategorie:Geboren 1911]]
[[Kategorie:Gestorben 1943]]